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???

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  1. ???

    Autor: fdsglbla 31.01.06 - 15:14

    wieso muss nur microsoft was beweisen. es ist ja eine demokratie in europa ~ gleiches recht für alle

  2. Re: ???

    Autor: BSDDaemon 31.01.06 - 15:56

    fdsglbla schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > wieso muss nur microsoft was beweisen. es ist ja
    > eine demokratie in europa ~ gleiches recht für
    > alle

    Nein, nicht gleiches Recht für alle... Monopolisten egal in welcher Form unterliegen nunmal einer gewissen Kontrolle.

  3. Re: ???

    Autor: Denker 31.01.06 - 16:19

    fdsglbla schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > wieso muss nur microsoft was beweisen. es ist ja
    > eine demokratie in europa ~ gleiches recht für
    > alle

    Weil Microsoft nun mal seine Monpolstellung ausgenutzt hat und dies nunmal illegal ist. Sie wurden verklagt und dies ist eine Konsequenz aus dem Verfahren.


    Die Telekom unterliegt auch noch der Regulierungsbehörde, obwohl es schon konkurrenten gibt. Da ist gleiches Recht für alle -- wohl eher angebracht.

  4. Re: ???

    Autor: Michael - alt 31.01.06 - 18:22

    Denker schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > fdsglbla schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > wieso muss nur microsoft was beweisen. es ist
    > ja
    > eine demokratie in europa ~ gleiches recht
    > für
    > alle
    >
    > Weil Microsoft nun mal seine Monpolstellung
    > ausgenutzt hat und dies nunmal illegal ist. Sie
    > wurden verklagt und dies ist eine Konsequenz aus
    > dem Verfahren.
    >
    > Die Telekom unterliegt auch noch der
    > Regulierungsbehörde, obwohl es schon konkurrenten
    > gibt. Da ist gleiches Recht für alle -- wohl eher
    > angebracht.

    Aha. Also nicht alle hatten das gleiche Recht als Firma zu wachsen und groß zu werden? In was hat denn Microsoft eine Monopolstellung? In Wurst, Käse, Brot, Butter, Software, Computertechnologie in WinWord oder Excel oder gar im Serverbereich, eventuell sogar bei den Webservern?

    Irgendwie erinnere ich mich, gabs da mal den Apple MacIntosh von allen gerühmt, es gab den Next Step, es gab mal ein OS/2, sogar ein GEM, es gab sogar mal ein GDDM für Großrechner. Und nun stelle man sich die illegalen Methoden vor: Apple zwingt Motorola, Microsoft zwingt Intel, IBM zwingt IBM und zwar immer mit Maschinengewehr, Erpressung, Menschenhandel und sonstigen illegalen Dingen; war ja auch überall im Fernsehen.

    Klar hat Microsoft auch zu Lotus Maulwürfe eingeschleust, die die 1-2-3-Entwicklung behindert haben und nur Mist herausgekommen ist; hm und was war eigentlich mit StarDivision? Überall hochgepriesenes plattformübergreifendes Programm.... Deswegen hat ja auch Microsoft SUN gezwungen, StarDivison zu kaufen, damits SUN noch schlechter geht....

    UNd es hat ja auch niemand was davon, wenn die Computer der Welt sich gleich bedienen lassen.... Der Gedanke ist so irre, daß sich dummerweise viele Menschen darauf eingelassen haben und diesen Mist gekauft haben (weils der Nachbar empfohlen hatte)...

    Und jetzt zählen diese Sachverhalte alle nicht mehr, jetzt ist Microsoft schuld, daß sie aus der Sicht der Käufer bessere Produkte gemacht haben als die anderen.....

    Also ich sehe die Schuld eher bei den dummen Käufern, die sollten alle postum eine Microsoft-Steuer entrichten müssen als Strafe für ihre Entscheidung, sich diese Systeme raubkopiert oder gekauft oder sonstwas zu haben, entrichten müssen. Jährlich so um die 300 Euro. Was meint Ihr?

    Also der eigentliche Hit der MEssage aus Brüssel: Es ist wie immer der Falsche am Wickel....

    Schönen Abend.

  5. Re: ???

    Autor: fdsglbla 31.01.06 - 19:15

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nein, nicht gleiches Recht für alle...
    > Monopolisten egal in welcher Form unterliegen
    > nunmal einer gewissen Kontrolle.

    QUASI(!!!!!!!!)MONOPOLIST ist nicht das gleiche wie monopolist. bei ms gibt es konkurrenten, nur sie sind zu dumm um bessere produkte zu machen, oder sie besser zu vermarkten


  6. Re: ???

    Autor: BSDDaemon 31.01.06 - 19:19

    Michael - alt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Aha. Also nicht alle hatten das gleiche Recht als
    > Firma zu wachsen und groß zu werden?

    Geht es denn darum? Selbst wenn Microsoft klein wäre... Monopolstellung und Ausnutz bringt das Kartellrecht auf die Bühne.

    > In was hat
    > denn Microsoft eine Monopolstellung? In Wurst,
    > Käse, Brot, Butter, Software, Computertechnologie
    > in WinWord oder Excel oder gar im Serverbereich,
    > eventuell sogar bei den Webservern?

    Ich denke dass wurde in den News oft genug durchgekaut und muss nicht zum 100000 Mal erklärt werden.

    > Und jetzt zählen diese Sachverhalte alle nicht
    > mehr, jetzt ist Microsoft schuld, daß sie aus der
    > Sicht der Käufer bessere Produkte gemacht haben
    > als die anderen.....

    Wo geht es denn um die Produkte für den Kunden? Du solltest anfangen News zu lesen.

    > Also ich sehe die Schuld eher bei den dummen
    > Käufern, die sollten alle postum eine
    > Microsoft-Steuer entrichten müssen als Strafe für
    > ihre Entscheidung, sich diese Systeme raubkopiert
    > oder gekauft oder sonstwas zu haben, entrichten
    > müssen. Jährlich so um die 300 Euro. Was meint
    > Ihr?

    Klar sind Kunden auch Schuld, nur ausbaden müssen dies in erster Linie Firmen die Für oder in Koexistenz mit Microsoft Produkten arbeiten möchten.

    > Also der eigentliche Hit der MEssage aus Brüssel:
    > Es ist wie immer der Falsche am Wickel....
    >
    > Schönen Abend.

    Nein, es trifft schon den Richtigen... gegen die Dummheit der Käufer kann man nichts machen, das Microsoft die Schnittstellen (a) nicht dokumentiert, (b) nicht zur Verfügung stellt, (c) Formate geschlossen hält ist einzig und alleine das Werk von Microsoft. Kein Kunde hat jemals gesagt 'Macht .doc zu, da will eh keiner reingucken und in andere Anwendungen einbinden schon mal gar nicht.'

    Auch hat niemand geschrien 'Bringt ein Audio und ein Videoformat dass nur mit Windows geht und pusht dieses technisch schlechtere Format durch Streamertechniken und einen durhc Monopolstellung geförderten Mediaplayer'

    Microsoft hätte auch anders entscheiden können. Nun ist das Kind jedoch in den Brunnen gefallen. Was nun? Nichts tun weil Fehler früher passiert sind? Microsoft wäre absolut ohne Strafe rausgekommen wenn sie den Angeboten zugestimmt hätten. Haben sie aber nicht... unzählihe Fristen haben sie verstreichen lassen und es auf die Strafe ankommen lassen.

    Wo siehst du in dem Zusammenhang eine Unschuld seitens Microsoft?

  7. Re: ???

    Autor: BSDDaemon 31.01.06 - 19:22

    fdsglbla schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > BSDDaemon schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein, nicht gleiches Recht für alle...
    >
    > Monopolisten egal in welcher Form unterliegen
    >
    > nunmal einer gewissen Kontrolle.
    >
    > QUASI(!!!!!!!!)MONOPOLIST ist nicht das gleiche
    > wie monopolist.

    Lesen

    "Monopolisten egal in welcher Form"

    Es gibt mehrere Formen von Monopol und alle sind illegal nach dem geltenden Kartellrecht.

    > bei ms gibt es konkurrenten, nur
    > sie sind zu dumm um bessere produkte zu machen,
    > oder sie besser zu vermarkten

    Weder sind die Produkte noch ist deren Vermarktung schlechter. Es geht um das nötige Zusammenspiel. Unix/Linux etc haben offene Schnittstellen und Formate wodurch es für Konkurenz und so auch Microsoft leicht ist Windows in so eine Umgebung einzubinden. Umgekehrt sind Schnittstellen und Formate bei Windows und Co. weder offen noch verfügbar weswegen eine Einbindung anderer Systeme in eine Windowsumgebung deutlich schwieriger ist,

    Fehler erkannt? Danke.

  8. Re: ???

    Autor: fdsglbla 31.01.06 - 19:51

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > "Monopolisten egal in welcher Form"
    http://de.wikipedia.org/wiki/Monopol#Quasi-Monopol


    > Weder sind die Produkte noch ist deren Vermarktung
    > schlechter. Es geht um das nötige Zusammenspiel.
    > Unix/Linux etc haben offene Schnittstellen und
    > Formate wodurch es für Konkurenz und so auch
    > Microsoft leicht ist Windows in so eine Umgebung
    > einzubinden. Umgekehrt sind Schnittstellen und
    > Formate bei Windows und Co. weder offen noch
    > verfügbar weswegen eine Einbindung anderer Systeme
    > in eine Windowsumgebung deutlich schwieriger ist,
    Die vermarktung ist sehr gut sonst wären die microsoft produkte nicht so verbreiten. (oder die produkte sind gut oder beides)

    > Fehler erkannt? Danke.


  9. Re: ???

    Autor: BSDDaemon 31.01.06 - 20:13

    fdsglbla schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > "Monopolisten egal in welcher Form"
    > de.wikipedia.org

    Schön dass du dir die Fragen selber beantwortest.

    Zitat:

    "Es handelt sich um kein echtes Monopol, kommt diesem in seinen Auswirkungen aber nahe."

    Und nur darum geht es... um die Auswirkungen.

    > Die vermarktung ist sehr gut sonst wären die
    > microsoft produkte nicht so verbreiten. (oder die
    > produkte sind gut oder beides)

    Microsoft hat in den letzten Jahren Zuwachszahlen im einstelligen Bereich. Konkurenz hat Wachstumszahlen im zweistelligen und teils sogar dreistelligen Bereich. Die Konkurenz ist da und sie wächst sehr gut. Nur braucht es schon etwas mehr als ein paar gute Jahre um ein Monopolisten den Rang abzulaufen.

    Der EU geht es nicht darum MS niederzumachen sondern Koexistenz fördern was am Ende alle zugute kommt.

  10. Re: ???

    Autor: Mario _ Hana 31.01.06 - 20:47

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > bla fasel troll

  11. Re: ???

    Autor: BSDDaemon 31.01.06 - 20:56

    Mario _ Hana schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > bla fasel troll

    Keine Hausaufgaben zu machen kleines dummes Kindchen?


  12. Re: ???

    Autor: Mario _ Hana 31.01.06 - 21:15

    fdsglbla schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > QUASI(!!!!!!!!)MONOPOLIST ist nicht das gleiche
    > wie monopolist. bei ms gibt es konkurrenten, nur
    > sie sind zu dumm um bessere produkte zu machen,
    > oder sie besser zu vermarkten

    Selbst Quasi-Monopolist stimmt nicht. Es ist schon paradox, wenn es in Nachrichten um Bilanzen von Linux-Unternehmen geht, da werden unsere Opensource-Forumtrolle, allen voran der Premiumtroll BSDDepp, nicht müde, immer wieder zu betonen wie wirtschaftlich erfolgreich Linux ist, wie Linux immer mehr an Marktanteilen gewinnt und das es nur noch eine Frage der Zeit ist, wann das schlechte Windows und die ganzen miserablen Microsoftprodukte abgelöst werden. Geht es aber um politisch motivierte (und die Opensourceszene scheint ja in Brüssel genügend Lobbyisten eingekauft zu haben) Sanktionen gegen das erfolgreichste IT-Unternehmen, dann sind die selben Deppen auf den Plan und begrüßen und begründen dies.
    Dabei ist die Sache doch ganz einfach. Selbst mal ein gutes Produkt entwickeln, was vom Konsument angenommen wird, dieses Produkt entsprechend vernünftig vermarkten - MS macht das auch bloß nicht anders.
    Aber vom Rumheulen und Verklagen werden die eigenen Produkte auch nicht besser oder erfolgreicher.
    Gegen IBM ist Microsoft ein "Zwerg", und IBM erpresst Du nicht so einfach als Zwerg. Und trotzdem - wer hat das Rennen gemacht Windows95 und Nachfolger oder OSHalbe? Die Geschichte ist ellenlang fortsetzbar. Microsoft ist deshalb so erfolgreich, weil sie halt cleverer sind - und das erzeugt Neid!
    Ich bin selber ein alter "Roter" und deshalb tut mir der Niedergang von Novell auch ziemlich weh - aber sie haben es wohl nicht besser verdient, aber man muss ehrlicherweise sagen - auch hier war MS wieder einmal cleverer. Während Novell auf dem hohen Ross sich selbt immer mehr gefallen hat und die eigenen Kunden mit den sinnlosesten Lizenzmodellen förmlich zur Konkurrenz getrieben hat, ging MS Klinken putzen. Da war nix mit "Monopolmissbrauch" - im Gegenteil, es ist noch gar nicht so lange her, da hat Novell hochnäsig auf die Frage, warum sie Windows-Server (2000) nicht besser in die NDS einbauen geantwortet: Wir werden doch MS nicht noch aufwerten. Naja, Hochmut kommt vor den Fall - wie die Geschichte in der mittleren Datentechnik ausgegangen ist, ist bekannt. Im Moment vergrault sich Novell mit seinen Linux-Engagement seine letzten alten Stammkunden, während MS Zukunft im Serverbereich nach wie vor eher rosig ist und nicht zuletzt dadurch, dass sie einfach zu bedienende Serversysteme haben.
    Ich selbst habe Linux, Windows und Netwareserver - für mich kein Problem, aber eine kleine Firma, die über keinen ausgebildeten ITler verfügt, kann maximal die Windose bedienen.
    Welches System nun "besser" ist oder nicht, sei einmal dahingestellt - aber das ist der Grund des Erfolges Microsofts: Kooperation mit anderen Firmen und einfach zu bedienende Systeme und Programme...


    PS: Dieses Monopolgelabere geht mir langsam fürchterlich auf den Sack...

  13. Re: ???

    Autor: BSDDaemon 31.01.06 - 21:45

    Mario _ Hana schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Selbst Quasi-Monopolist stimmt nicht.

    Alle Gerichte, alle Fachkundigen, alle Beteiligten und selbst Microsoft sagt dass sie ein Quasimonopolist sind aber du weisst es natürlich besser. Höchst amüsant...

    > Dabei ist die Sache doch ganz einfach. Selbst mal
    > ein gutes Produkt entwickeln, was vom Konsument
    > angenommen wird, dieses Produkt entsprechend
    > vernünftig vermarkten - MS macht das auch bloß
    > nicht anders.

    Da zeigt sich deine Dummheit und deine Troll-Motivation.

    Gute Produkte haben beide Seiten... nur lassen sich die Windows-Lösungen problemlos in Linuxlösungen einbinden weil die Linuxlösungen Koexistenz präferieren und durch offene Schnittstellen und Formate ermöglichen. Andersrum ist es jedoch nur mit Aufwand möglich.

    Ergo: Linux scheut den Markt nicht und gibt sich daher offen.
    Ergo: Microsoft scheut einen echten Markt und damit Konkurenzvergleich.

    > Ich bin selber ein alter "Roter" und deshalb tut
    > mir der Niedergang von Novell auch ziemlich weh

    Komisch... 3stellige Zuwachszahlen sind also ein Niedergang... interessant...

    > aber eine kleine Firma, die
    > über keinen ausgebildeten ITler verfügt, kann
    > maximal die Windose bedienen.

    Selbst Windows können Sie nicht bedienen.

    > Welches System nun "besser" ist oder nicht, sei
    > einmal dahingestellt - aber das ist der Grund des
    > Erfolges Microsofts: Kooperation mit anderen
    > Firmen und einfach zu bedienende Systeme und
    > Programme...

    Weder einfach noch besser, performanter oder günstiger. Die Zauberworte:

    Geschlossenes System gepaart mit geförderten Abhängigkeiten

    > PS: Dieses Monopolgelabere geht mir langsam
    > fürchterlich auf den Sack...

    Dann heul woanders rum, jeder mti Verstand akzeptiert dass Microsoft ein Monopol hat und selbst Microsoft leugnet dieses nicht einmal.

  14. Re: ???

    Autor: Gecko 31.01.06 - 21:50

    Mario _ Hana schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > BSDDaemon schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > bla fasel troll
    Mario schreibt ja nette Sachen, aber irgendwie fehlt die Objektivität. "Opensource-Forumtrolle", nur weil jemand Open Source bevorzugt und versucht andere darauf aufmerksam zu machen? Es gibt wohl Einstatzgebiete, in denen Open Source Software besser ist und es gibt ebenso Einsatzgebiete, in denen Closed Source bzw. deine heilige Kuh (Microsoft) Sinn macht.
    Du gehst ausserdem mit einer Aggressivität vor, man könnte meinen, du bist Bill und dir gehört MS ;).

  15. Re: ???

    Autor: Michael - alt 31.01.06 - 23:11

    Wir drehen uns immer wieder im Kreis. Du lägest falsch, wenn Du annähmest, ich würde Deine Meinung nicht respektieren, ich habe aber eine Andere. Die hat was mit dem Begriff "Besitzstand wahren" zu tun und mit dem Problem des Monopolismus. Losgelöst von aller Historie, also abstrakt gesehen, muß man Deine Einwände bedenken; im Kontext wirtschaftlicher Ereignisse kann man allerdings zu unterschiedlichen Bewertungen kommen.

    Besitzstandwahrung: Wenn Du heute einen Vertrag eingehst und dabei das Damoklesschwert einer unberechenbaren Regulierung (das liegt hier vor) mit einkalkulieren müsstest, könntest Du keinen Vertrag wirklich eingehen, denn Du kannst das Risiko nicht bewerten. Wir werden künftig das Problem im BEreich der Renten noch sehr viel drastischer bekommen. Dein Besitzstand: Die Spielregel bei Vertragsabschluß.

    Das heißt für mich übersetzt: Der Erfolg von Microsoft wird hier ab einer recht unscharfen Grenze zum Bummerang. Und diese Grenze ist recht fließend. Hinzu kommt, wir haben mit einem in der Welt bisher nicht dagewesenen Phänomen zurecht zu kommen.

    Wir haben noch einen großen Auffassungsunterschied: Für mich gibt es eine sinnvolle Trennung zwischen Legislative und deren Auslegung. Daher haben Gerichte soviel zu tun, weil dieser Sachverhalt immer vorliegt. D.h. eine Firma kann (und muß) unscharfe gesetzliche Grenzen ausloten. Dabei läuft man natürlich in die Gefahr, daß der eine oder andere Schuß nach hinten losgeht. Dies ist überall, insbesondere im Bereich der Marktsättigung, also im Verdrängungswettbewerb der Fall. Erschwerend kommt für die amerikanische Rechtssprechung hinzu, daß dort natürlich jeder Angst hat, er schafft für die Zukunft ärgerliche Präzedenzfälle.

    Übrigens verhält sich unsere Regierung im Falle der Monopole der Berufsgenossenschaften auch absolut gegen geltendes EU-Recht, weswegen einige Organisationen, unter anderen auch wir, eine Taktik erfunden haben, die diese Fälle vor ein Europäisches Gericht bringen wird um endlich auch hier freien Markt zu schaffen. Nur haben wir hier ein Monopol mit staatlicher Genehmigung, das aber den Sachverhalt einer strafbaren Handlung längst erreicht hat.

    Ich gebe Dir Recht, das Thema Microsoft muß irgendwie behandelt werden; nur sind die angewandten Methoden aus meiner Sicht viel zu tendenziös als daß sie mit meiner Rechtsauffassung in Einklang zu bringen sind. Hinzukommt: Es ist einfach, auch aus niederen Motiven wie Neid etc. aus der Masse prinzipiell zu brüllen: Microsoft ist Schrott und gehört weg <klammer auf> Weil wir lieber unser System promoten wollen <klammer zu>

    Weiter, siehe unten:

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nein, es trifft schon den Richtigen... gegen die
    > Dummheit der Käufer kann man nichts machen, das
    > Microsoft die Schnittstellen (a) nicht
    > dokumentiert, (b) nicht zur Verfügung stellt, (c)
    > Formate geschlossen hält ist einzig und alleine
    > das Werk von Microsoft. Kein Kunde hat jemals
    > gesagt 'Macht .doc zu, da will eh keiner
    > reingucken und in andere Anwendungen einbinden
    > schon mal gar nicht.'
    CocaCola hat bis heute nicht verraten, wie sein Gebräu zusammengebaut wird. Durch den dummen Fehler, nicht auch die Marke Cola geschützt zu haben, wären sie heute wesentlich deutlicher Marktführer als sie es ohnehin schon sind.

    Ich bin bei der Schnittstellenthematik eher der alten Auffassung: das ist Sache (und Geschäftsgeheimnis) des Herstellers. Umgedreht wäre es irrwitzig, wenn die Softwareindustrie OpenSource verbieten wollte, nur weil dies eventuell eine Gefahr für deren GEschäfte sein könnte und in der Tat nicht völlig in das Bild der Herstellerprodukte passte.

    >
    > Auch hat niemand geschrien 'Bringt ein Audio und
    > ein Videoformat dass nur mit Windows geht und
    > pusht dieses technisch schlechtere Format durch
    > Streamertechniken und einen durhc Monopolstellung
    > geförderten Mediaplayer'
    Da hast Du natürlich Recht.....

    >
    > Microsoft hätte auch anders entscheiden können.
    > Nun ist das Kind jedoch in den Brunnen gefallen.
    > Was nun? Nichts tun weil Fehler früher passiert
    > sind?
    Da gebe ich Dir auch Recht (siehe oben)

    > Microsoft wäre absolut ohne Strafe
    > rausgekommen wenn sie den Angeboten zugestimmt
    > hätten. Haben sie aber nicht... unzählihe Fristen
    > haben sie verstreichen lassen und es auf die
    > Strafe ankommen lassen.
    Na klar

    >
    > Wo siehst du in dem Zusammenhang eine Unschuld
    > seitens Microsoft?
    Siehe oben. Ich respektiere Deine andere Meinung dazu.

  16. Monopolist

    Autor: TS 01.02.06 - 04:19

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Es gibt mehrere Formen von Monopol und alle sind
    > illegal nach dem geltenden Kartellrecht.

    Monopole aus besonders innovativen Leistungen sind nicht verboten. Aber dazu zählt MS nicht. "Untersagt" sind Monopole mit wettbewerbswidrigem Verhalten.

  17. Re: ???

    Autor: fdsglbla 01.02.06 - 14:38

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > "Es handelt sich um kein echtes Monopol, kommt
    > diesem in seinen Auswirkungen aber nahe."
    zitat von dir "Monopolisten egal in welcher Form". kein echter monopol = kein monopol.

    > Und nur darum geht es... um die Auswirkungen.
    das hast du aber nicht davor erwähnt.

    > > Die vermarktung ist sehr gut sonst wären
    > die
    > microsoft produkte nicht so verbreiten.
    > (oder die
    > produkte sind gut oder beides)
    >
    > Microsoft hat in den letzten Jahren Zuwachszahlen
    > im einstelligen Bereich. Konkurenz hat
    > Wachstumszahlen im zweistelligen und teils sogar
    > dreistelligen Bereich. Die Konkurenz ist da und
    > sie wächst sehr gut. Nur braucht es schon etwas
    > mehr als ein paar gute Jahre um ein Monopolisten
    > den Rang abzulaufen.
    9% von 11,84 milliarden dollar ist mehr als zb 100% von 1 mio. dollar.
    ms ein quasimonopolist.
    ausserdem hast du nicht die aussage wiederlegt, dass ms produkte gut promotet werden oder gut sind.

    > Der EU geht es nicht darum MS niederzumachen
    > sondern Koexistenz fördern was am Ende alle zugute
    > kommt.
    koexistenz ist gut nur nicht mit solchen übertirebenen mittlen.

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