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"keine Haftungs- und Gewährleistungsansprüche"

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  1. "keine Haftungs- und Gewährleistungsansprüche"

    Autor: Tritop 02.02.06 - 10:21

    Seit wann gibt es denn sowas bei kommerzieller Software?

    Da muss man mit der Lizenzvereinbarung doch immer seine Seele verkaufen und es wird klargestellt dass für sämtliche Fehler und Naturkatastrophen ausschließlich der Nutzer und niemals der Hersteller die Verantwortung trägt.

  2. Re: "keine Haftungs- und Gewährleistungsansprüche"

    Autor: Hurz! 02.02.06 - 10:34

    Tritop schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Seit wann gibt es denn sowas bei kommerzieller
    > Software?
    >
    > Da muss man mit der Lizenzvereinbarung doch immer
    > seine Seele verkaufen und es wird klargestellt
    > dass für sämtliche Fehler und Naturkatastrophen
    > ausschließlich der Nutzer und niemals der
    > Hersteller die Verantwortung trägt.

    Sagt dir das Thema "Maut" etwas? Stell dir vor, wir hätten uns auf eine Open-Source Maut verlassen, die eine genau so hochwertige Programmierkunst an den Tag gelegt hätte!?

  3. Re: "keine Haftungs- und Gewährleistungsansprüche"

    Autor: screne 02.02.06 - 10:57

    Hurz! schrieb:

    > Sagt dir das Thema "Maut" etwas? Stell dir vor,
    > wir hätten uns auf eine Open-Source Maut
    > verlassen, die eine genau so hochwertige
    > Programmierkunst an den Tag gelegt hätte!?
    >

    Das sind extra verhandelte Koventionalstrafen, die kann man auch mit einem Anbieter Freier Software vereinbaren. Ich sehe da keinen Zusammenhang.

    Jeder Softwarehersteller schliesst Haftungsansprueche soweit wie moeglich aus - naemlich bis zur groben Fahrlaessigkeit, die nicht ausgeschlossen werden darf, auch nicht bei freier Software.

    Versuche zum Beispiel mal, von Microsoft wegen der Sicherheitsluecken im IE den Aufwand erstattet zu bekommen, ein Unternehmensnetz von Viren freizuhalten - da wird man auf Granit beissen.


    screne

  4. Re: "keine Haftungs- und Gewährleistungsansprüche"

    Autor: the real bass 02.02.06 - 11:27

    screne schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Das sind extra verhandelte Koventionalstrafen, die
    > kann man auch mit einem Anbieter Freier Software
    > vereinbaren. Ich sehe da keinen Zusammenhang.

    Wer bitte ist den der Anbieter bei freier Software?
    Die freiwilligen Programmierer? Sourceforge?

    Es mag ja sein, daß man bei manchen Distributionen mit deren Erstellern einen Deal machen kann, ab es so pauschal zu behaupten scheint mir doch etwas gewagt.
    Oder ich hab da was flasch verstanden. bin ja auch nur ein Mensch.
    Könntest du dies bitte erläutern?

    the real bass



  5. Re: "keine Haftungs- und Gewährleistungsansprüche"

    Autor: Markus.B 02.02.06 - 11:39

    Tritop schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Seit wann gibt es denn sowas bei kommerzieller
    > Software?
    >
    > Da muss man mit der Lizenzvereinbarung doch immer
    > seine Seele verkaufen und es wird klargestellt
    > dass für sämtliche Fehler und Naturkatastrophen
    > ausschließlich der Nutzer und niemals der
    > Hersteller die Verantwortung trägt.

    Die steht - nur sachlicher ;) formuliert - auch in der Studie, Seite 172:
    6.1.2 Nachteile freier Software / Keine Gewährleistungsrechte

    Der Einsatz von Open Source Software ist in der Regel mit einem sehr weitgehenden Ausschluss von Haftungs- und Gewährleistungsrechten verbunden.
    Dieses Kriterium kann nahezu vollständig dadurch entkräftet werden, dass die sich Situation bei kommerzieller Software in der Regel davon nicht wesentlich unterscheidet. Diesem Nachteil sollte daher kein allzu großes Gewicht beigemessen werden.


  6. Re: "keine Haftungs- und Gewährleistungsansprüche"

    Autor: Jehu 02.02.06 - 11:42

    the real bass schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wer bitte ist den der Anbieter bei freier
    > Software?
    > Die freiwilligen Programmierer? Sourceforge?

    Derjenige, mit dem das Unternehmen den Vertrag zwecks Support etc. hat. OpenSource heißt nicht, daß es keinen Vetragspartner gibt. OpenSource heißt auch nicht, daß die Software zwingend kostenlos zur Verfügung steht. OpenSource heißt nicht Freie Software.

    Jehu

  7. leider hat golem das unterschlagen

    Autor: xXXXx 02.02.06 - 12:19

    Markus.B schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Tritop schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Seit wann gibt es denn sowas bei
    > kommerzieller
    > Software?
    >
    > Da muss
    > man mit der Lizenzvereinbarung doch immer
    >
    > seine Seele verkaufen und es wird
    > klargestellt
    > dass für sämtliche Fehler und
    > Naturkatastrophen
    > ausschließlich der Nutzer
    > und niemals der
    > Hersteller die Verantwortung
    > trägt.
    >
    > Die steht - nur sachlicher ;) formuliert - auch in
    > der Studie, Seite 172:
    > 6.1.2 Nachteile freier Software / Keine
    > Gewährleistungsrechte
    >
    > Der Einsatz von Open Source Software ist in der
    > Regel mit einem sehr weitgehenden Ausschluss von
    > Haftungs- und Gewährleistungsrechten verbunden.
    > Dieses Kriterium kann nahezu vollständig dadurch
    > entkräftet werden, dass die sich Situation bei
    > kommerzieller Software in der Regel davon nicht
    > wesentlich unterscheidet. Diesem Nachteil sollte
    > daher kein allzu großes Gewicht beigemessen
    > werden.
    >
    >


  8. Maut Haftung ????????????

    Autor: 02.02.06 - 12:36

    screne schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hurz! schrieb:
    >
    > > Sagt dir das Thema "Maut" etwas? Stell dir
    > vor,
    >
    > Das sind extra verhandelte Koventionalstrafen, die
    > kann man auch mit einem Anbieter Freier Software
    > vereinbaren. Ich sehe da keinen Zusammenhang.

    Sind die eigentlich jemals gezahlt worden. Und wenn, wurden sie nicht gleich wieder offen durch überhöhte Preise für Folgeprojekte oder verdeckt durch Subventionen für andere Projekte oder zur Förderung des Absatzes des Mautsystems wieder wettgemacht.

    Oder was ist mit der wunderschönen Arbeitsamtsoftware. Hat die verantwortliche Firma aus dem Norden des Ruhrgebiets jemals Schadensersatz gezahlt ?

    Haftung bei Softwarefehlern ist zumindest wenn staatliche Stellen eingeschaltet gibt es eh nicht.

  9. Re: "keine Haftungs- und Gewährleistungsansprüche"

    Autor: the real bass 02.02.06 - 13:19

    Jehu schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > the real bass schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Wer bitte ist den der Anbieter bei
    > freier
    > Software?
    > Die freiwilligen
    > Programmierer? Sourceforge?
    >
    > Derjenige, mit dem das Unternehmen den Vertrag
    > zwecks Support etc. hat. OpenSource heißt nicht,
    > daß es keinen Vetragspartner gibt. OpenSource
    > heißt auch nicht, daß die Software zwingend
    > kostenlos zur Verfügung steht. OpenSource heißt
    > nicht Freie Software.
    >
    > Jehu

    Kann aber durchaus so sein. Gut möglich, daß nicht alle grünen Autos Polizeiautos sind. Trotzdem gibt es natürlich noch grüne Polizeiautos.

    Opensource Software kann freie Software sein.
    Opensource Software kann von Freiwilligen programmiert werden.
    Opensource Software kann durchaus genutzt werden ohne einen Vertragspartner zu haben.

    Ich sage ja nicht, daß es immer so ist, aber es ist laut meinem Wissen möglich und daher kann man es nicht so kategorisch sehen.

    the real bass


  10. Sagt dir das Thema "Maut" etwas?

    Autor: Balu der Bär 02.02.06 - 14:32

    1.
    gab's IMHO nie eine reelle Entschädigung für den entstandenen Schaden (Einnahmenausfall)?

    2.
    ist das Problem nicht die eigentliche Software, sondern die gesamte Architektur und deren Implementierung. Wenn es an diesen Ecken fehlt, ist es egal, ob die Software OpenSource oder ClosedSource ist.

    Ciao

    Balu der Bär

    Hurz! schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Tritop schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Seit wann gibt es denn sowas bei
    > kommerzieller
    > Software?
    >
    > Da muss
    > man mit der Lizenzvereinbarung doch immer
    >
    > seine Seele verkaufen und es wird
    > klargestellt
    > dass für sämtliche Fehler und
    > Naturkatastrophen
    > ausschließlich der Nutzer
    > und niemals der
    > Hersteller die Verantwortung
    > trägt.
    >
    > Sagt dir das Thema "Maut" etwas? Stell dir vor,
    > wir hätten uns auf eine Open-Source Maut
    > verlassen, die eine genau so hochwertige
    > Programmierkunst an den Tag gelegt hätte!?
    >


  11. Re: "keine Haftungs- und Gewährleistungsansprüche"

    Autor: Suomynona 02.02.06 - 15:42

    the real bass schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Opensource Software kann freie Software sein.
    Open Source Software ist meist "freie" Software (frei wie in Freiheit und frei wie in Freibier; um die Analogie noch etwas zu strecken: Wenn du dich an Freibier ins Koma saeufst, bist du dann selbst verantwortlich oder derjenige der dir das Freibier zur Verfuegung gestellt hat?).
    > Opensource Software kann von Freiwilligen programmiert werden.
    Open Source Software wird meist von "Freiwilligen" programmiert.
    > Opensource Software kann durchaus genutzt werden ohne einen Vertragspartner zu haben.
    Sehr richtig, und wenn man etwas ohne Vertragspartner macht, was ist dann der Fall? Wieder richtig, man hat keinen Vertrag und handelt auf EIGENES RISIKO.
    Software kann (und wird auch meistens) Programmierfehler enthalten, unabhaengig von Closed oder Open Source.
    Ob ein Produkt fuer einen bestimmten Anwendungsfall taugt, dafuer muss immer jemand die Verantwortung uebernehmen. Nur weil man eine Lizenz von einem Softwareanbieter erworben hat heisst das noch lange nicht dass dieser irgendwelche Verantwortung fuer seine Softare uebernimmt, im Gegenteil ist es meistens Teil der erworbenen Lizenz dass der Anbieter jegliche Verantwortung fuer evtl. entstehende Probleme und Schaeden mit rechtlich moeglichst 100%-Wasserdichten Formulierungen ausschliesst.
    Im Falle von Closed-Source Software zahlt man meist fuer die Lizenz.
    Im Falle von Open-Source Software, bekommt man die Lizenz meist geschenkt.
    "Gehe nicht ueber LOS, ziehe keine 100$ ein" und suche dir einen Supportanbieter (oder trage die Verantwortung selber).

    > Ich sage ja nicht, daß es immer so ist, aber es ist laut meinem Wissen möglich und daher kann man es nicht so kategorisch sehen.

    Wie du siehst, es ist sogar meistens so und trotzdem kann man es sehr kategorisch sehen. Man muss nur zwischen Lizenzkosten und Supportkosten sauber unterscheiden.

    > the real bass

    snafu,
    Suomynona

  12. *zynisch* Tolle Formulierung -- Re: Haftungsausschluss

    Autor: Suomynona 02.02.06 - 15:57

    Markus.B schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Tritop schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > > [Betreffs Haftungsausschluss]
    > > Seit wann gibt es denn sowas bei kommerzieller Software?
    > > Da muss man mit der Lizenzvereinbarung doch immer seine Seele verkaufen
    >
    > Die steht - nur sachlicher ;) formuliert - auch in der Studie, Seite 172:
    > 6.1.2 Nachteile freier Software / Keine Gewährleistungsrechte
    >
    > Der Einsatz von Open Source Software ist in der
    > Regel mit einem sehr weitgehenden Ausschluss von
    > Haftungs- und Gewährleistungsrechten verbunden.
    > Dieses Kriterium kann nahezu vollständig dadurch
    > entkräftet werden, dass die sich Situation bei
    > kommerzieller Software in der Regel davon nicht
    > wesentlich unterscheidet.
    Wo unterscheidet sich die Situation denn? Wo wurde jemals ein Software-Unternehmen fuer fehlerhafte Software (und ueber Fehler bei Auslieferungstermin, wissen viele Firmen Bescheid) verklagt?

    > Diesem Nachteil sollte daher kein allzu großes Gewicht beigemessen werden.

    Was fuer eine Heuchelei! Dieser Nachteil ist FUD http://de.wikipedia.org/wiki/Fear%2C_Uncertainty_and_Doubt vom Feinsten, es wird ein Satz in die Landschaft gestellt fuer den man einen kleinen Essay schreiben muss um ihn mit Argumenten zu entkraeften:
    > "Der Einsatz von Open Source Software ist in der Regel mit einem sehr weitgehenden Ausschluss von Haftungs- und Gewährleistungsrechten verbunden."

    Liebes Fraunhofer Institut, wieviel haben Microsoft und andere Branchengroessen fuer diese subtile Wahrheitsfindung bezahlt?

    snafu,
    Suomynona

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