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Warum überhaupt Fritz-Karten unter Linux

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  1. Warum überhaupt Fritz-Karten unter Linux

    Autor: Casandro 06.02.06 - 17:32

    Das gute an Fritz-Karten ist doch die Software. Das ist wohl der Hauptgrund, warum die sich unter Windows durchgesetzt haben.
    Unter Linux nutzt das aber nichts. Warum sollte man hier also auf solche Karten bestehen?

    Gut, Fritz-Karten sind sehr einfach zu beschaffen, aber manche billigen Alternativen funktionieren unter Linux sogar besser.

  2. Re: Warum überhaupt Fritz-Karten unter Linux

    Autor: Mario _ Hana 06.02.06 - 17:48

    Casandro schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das gute an Fritz-Karten ist doch die Software.
    > Das ist wohl der Hauptgrund, warum die sich unter
    > Windows durchgesetzt haben.
    > Unter Linux nutzt das aber nichts. Warum sollte
    > man hier also auf solche Karten bestehen?
    >
    > Gut, Fritz-Karten sind sehr einfach zu beschaffen,
    > aber manche billigen Alternativen funktionieren
    > unter Linux sogar besser.

    Mag bei passiven PCI-Karten vielleicht stimmen, hier geht es konkret um USB.
    Desweitern gibt es im Bereich aktiver ISDN-Controller kaum vernünftige Alternativen zur B1 oder auch C2 / C4.
    Aber selbst im Homebereich gibt es doch zur Zeit kaum was Besseres als Fritz!Box Fon...

    Aber wenn Linux ein System für zweitklassige Hardware werden soll, dann weiter so mit der ideologischen Kleinkarierheit...

  3. Re: Warum überhaupt AVM?

    Autor: Tiberius Kirk 06.02.06 - 18:55

    Mario _ Hana schrieb:
    > Aber wenn Linux ein System für zweitklassige
    > Hardware werden soll, dann weiter so mit der
    > ideologischen Kleinkarierheit...

    Welche Kleinkariertheit meinst Du: die von AVM?

    Im Ernst: bis vor kurzem habe ich mich nur gewundert über die Diskussion und sie nicht wirklich verstanden. Bis ich vor kurzem einen RAID-Controller von 3ware unter SuSE 10 einsetzen wollte. Der mitgelieferte Treiber war aber nur für SuSE 9.3 bzw. den dort verwendeten Kernel kompiliert und versagte mit dem Kernel der 10.0 den Dienst. Da habe ich den Wert erkannt, den der ebenfalls mitgelieferte Quellcode hat. Zwar hat 3ware mittlerweile auch ein aktualisiertes Binary im Downloadbereich -was aber, wenn ein Hersteller irgendwann mal die Lust verliert, hunderte von alten Modellen Treiber-seitig zu warten? Genau: dann funktioniert eines unschönen Tages auf einmal entweder mein Security-Konzept nicht mehr oder das Gerät. Da Security im Regelfalle vorgeht, könnte ich dann das Gerät wegwerfen, auch wenn es im Grunde noch funktioniert.

    Nun kommt es vielleicht ein wenig auf das individuelle Einkommen an, wie ärgerlich man das dann empfindet, möglicherweise auch auf das eigene Umweltgewissen und sonstige Ansprüche als Kunde. Bei einem Gerät wie dem RAID Controller wäre es auf jeden Fall fatal: ich müsste mir stehenden Fußes ohne zeitliche Planbarkeit einen anderen Controller anschaffen, die Daten transferieren (auch nicht eben wenig aufwendig), ggf. die Platten neu einrichten und die Daten zurückspielen. Und mir ein ganz dickes schwarzes Kreuz auf der internen Don't-Buy-liste machen. Und weil ich mir das so schön im vorhinein ausmalen kann, bin ich heilfroh darüber, dass 3ware seine Treiber mit Source veröffentlicht und klebe jedem Hersteller, der genauso verfährt, drei dicke Bonuspunkte in sein Heft. Vor einem Hersteller, der sich zickig zeigt wie AVM bin ich hingegen schonmal gewarnt.

    Nun mag AVM vielleicht nicht ganz so wichtige Produkte herstellen, so dass man das nicht so ernst zu nehmen bäuchte, könnte man meinen. Doch halt: wollte ich mir nicht jüngst eine Asterisk-Anlage mit C4-Karten von AVM aufbauen? Nur meiner Auslastung und Feiertagsträgheit ist es zu verdanken, dass ich noch nicht zur Tat geschritten bin. Das wäre dann fast noch schlimmer geworden, wenn mich obige fiktive Situation ereilt hätte: nicht mehr telefonieren, womöglich nicht mal mehr einen Internet-Zugang nutzen können... Oh Gott, das hätte was werden können! Wird es aber nicht, denn dankenswerterweise hat mich Sven Schmidt vorgewarnt und die Vorgehensweise seiner Firma deutlich genug dargestellt: wenn sie Angst bekommt um irgendwas, läßt sie im Zweifel schon mal ihre Kunden im Regen stehen. Es geht also nicht so sehr um USB oder ein anderes Detail, sondern um die grundsätzliche Einstellung der Firma, deren Geschäftspolitik. So werde ich nun um AVM einen großen Bogen machen und neu recherchieren, welche ISDN-Karten stattdessen geeignet sind. Und natürlich werde ich dabei sehr genau darauf achten, ob die Treiber auch im Quelltext vorliegen, denn im Zweifel sollen die Dinger länger halten als es den Hersteller möglicherweise geben könnte. Es ist also keineswegs nur irgendeine akademisch abgehobene Grundsatzfrage unverbesserlicher Ideologen, sondern von ganz praktischem Wert. Mit anderen Worten: die Kleinkariertheit von AVM macht ihre Hardware ohne Not zweitklassig. So etwas kaufe ich nicht, schon gar nicht für erstklassige Systeme.


    Gruß
    Tiberius

  4. Re: Warum überhaupt AVM?

    Autor: lala 06.02.06 - 21:34

    Vielleicht sollte man bei Linux auch mal über ein komplett neues Treibermodell nachdenken.
    Ordentliche Schnittstellen schaffen, die auch noch in 2 Monaten noch gültig sind und die Treiber in den Userspace verfrachten.
    Ich hab mich schon immer gefragt, warum diese Sicherheitsnarren sich fremden Code direkt in den Kernel einpflanzen lassen.

  5. Re: Warum überhaupt Fritz-Karten unter Linux

    Autor: boecko 13.02.06 - 20:16

    Mario _ Hana schrieb:
    > Mag bei passiven PCI-Karten vielleicht stimmen,
    > hier geht es konkret um USB.
    > Desweitern gibt es im Bereich aktiver
    > ISDN-Controller kaum vernünftige Alternativen zur
    > B1 oder auch C2 / C4.
    Dann hast du noch nie eine Eicon Diva 4BRI-Karte unter Linux gesehen.
    * CAPI-Implementation ist besser
    * Softwaretools die mitgeliefert werden (ich sach nur diva_httpd)
    * Installation

    Das ist ne ganz andere Liga als die C4.

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