Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Bundesjustizministerium: Bei…

Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: Xanadu 16.10.14 - 13:32

    Bis zu 3 Jahre Knast? [Sarkasmus] Na dann lieber einen kleinen Streit inszenieren, kommt es dabei -zufällig natürlich...- zu einem Totschlag kann man nach StBG § 213 "Minder schwerer Fall des Totschlags" auch gut in diesem Rahmen wegkommen (Strafmaß 1 bis 10 Jahre) [/Sarkasmus]

    Also ehrlich, bei praktisch allen Straßrechtsverschärfungen der letzten Jahren ist das Verhältnis der Strafen zu anderen Straftaten, insbesondere Gewaltdelikten, doch ziemlich aus den Fugen geraten.

  2. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: SchmuseTigger 16.10.14 - 13:42

    Dein Vergleich ist 1-10
    Das hier ist 0-1 (2)

    Das ist "bis zu" und nicht mindestens. Schon ein Unterschied :)

  3. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: theonlyone 16.10.14 - 14:19

    Ich würde die Sinnhaftigkeit von "langjährigen" Gefägnisstrafen sowieso in Frage stellen, solange die Person nicht wirklich eine echte Gefahr für seine Umwelt darstellt (was eben gerade Gewaltverbrechen sind, aber auch schlichtweg sadistische Personen oder sonstige "Krankheiten").

    Den ganz ehrlich, was genau hat den irgendwer davon für 10+ Jahre im Knast zu sitzen, kostet die Gemeinschaft nur Geld und versaut den Menschen sowieso ihren Lebenslauf (den wer stellt bitte jemanden ein der 10+ Jahre im Knast war ? Da ist das Angebot massiv eingeschränkt) ; ergo, man bringt im zweifel die Leute nur zu weiteren Straftaten, gerade weil das ganze so sinnlos ist.

    Da macht eine Re-Sozialisierung schon viel mehr Sinn, aber auch das geht gerade bei Gewaltverbrechern ganz übel schief (besonders Medienwirksam bei Terroristen und Vergewaltigern).


    Strafe hin oder her, da gabs noch nie eine Verhältnismässigkeit und wird es wohl auch nie geben.

    Den am Ende lässt sich vieles auch garnicht vergleichen.

    Wer per Button druck und Software Millionen von Euro klaut richtet viel Schaden an, aber ist das letztlich damit zu vergleichen einen Menschen umzubringen ? Wohl nicht.

  4. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: Xanadu 16.10.14 - 14:25

    Das ist mit schon klar, auch wenn 0-1 ja nicht stimmt, sondern 0-3.
    Dann nimm als Beispiel halt § 223 "Körperverletzung", Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.

    Ich finde es halt doch irgendwie erschreckend, dass Gewaltdelikte im Vergleich eher milde bestraft werden. Vor allem im ersten Beispiel, für beides kann es eben 3 Jahre Knast geben, in einem Fall hat man ein Video hochgeladen, im anderen jemanden getötet.

  5. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: der_wahre_hannes 16.10.14 - 14:34

    Du vergleichst Äpfel mit Hochhäusern (noch weniger sinnvoll, als Äpfel mit Birnen zu vergleichen). Verschiedene Straftaten lassen sich einfach nicht miteinander vergleichen.

  6. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: Xanadu 16.10.14 - 14:41

    Für dich sind die Strafen im StBG als jeweils wahllos ausgewürfelt? Oder sollen sie sich nicht vielleicht doch an der schwere der Tat orientieren? In diesem Fall müssen sie natürlich Vergleichen stand halten, eben um die Verhältnismäßigkeit und die Angemessenheit zu wahren.

  7. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: Ekelpack 16.10.14 - 14:46

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du vergleichst Äpfel mit Hochhäusern (noch weniger sinnvoll, als Äpfel mit
    > Birnen zu vergleichen). Verschiedene Straftaten lassen sich einfach nicht
    > miteinander vergleichen.

    Es ist nicht sinnlos Äpfel mit Hochhäusern zu vergleichen. Das ist ein Irrglaube.
    Äpfel sind beispielsweise viel kleiner als Hochhäuser. Äpfel sind im Gegensatz zu Hochhäusern essbar.
    Äpfel und Hochhäuser lassen sich allerdings anfassen.

    Äpfel und Hochhäuser haben Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
    Sie sind also sehr wohl vergleichbar und es ist dumm anderes zu behaupten.

    Die einzelnen Normen des Strafrechts haben auch sehr viele Gemeinsamkeiten, richten sich zum Beispiel alle gegen normabweichendes Verhalten.

    Dieses normabweichendes Verhalten, wird durch das StGB selbst durch das Strafmaß bewertet.

  8. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: Andrej553 16.10.14 - 15:07

    Wobei es natürlich nicht ganz so einfach ist.

    Derjenige, der Millionen Euro klaut, klaut sie auch "irgendjemanden". Folge davon können Entlassungen sein falls es die großen trifft oder Existenzprobleme wenn es direkt oder indirekt kleine trifft.

    Und was dein Vergleich von wegen Körperverletzung und Psychische Verletzungen (z.B. durch Veröffentlichung solcher Videos) ist auch gar nicht so trivial wie du es erst einmal hinstellst.
    Also ich persönlich würde lieber zusammen geschlagen werden, als dass es Sex-Videos von mir im Netz gibt, die nie wieder verschwinden (im Gegensatz zu den meisten Wunden) und je nach Popularität gesellschaftliche Probleme nach sich zieht.

  9. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: der_wahre_hannes 16.10.14 - 15:15

    Xanadu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für dich sind die Strafen im StBG als jeweils wahllos ausgewürfelt? Oder
    > sollen sie sich nicht vielleicht doch an der schwere der Tat orientieren?
    > In diesem Fall müssen sie natürlich Vergleichen stand halten, eben um die
    > Verhältnismäßigkeit und die Angemessenheit zu wahren.

    Zugegeben, ich habe mich unklar ausgedrückt. Was ich meinte ist: Man kann ein Steuerdelikt schwer mit einer Gewalttat vergleichen. Genau so, wie man das Verbreiten eines Videos nicht mit einem Totschlag vergleichen kann. Wenn wir anfangen, verschiedene Delikte miteinander zu vergleichen, dann können wir demnächst alle Diebe mit einem strengen Blick davonkommen lassen. Denn im Vergleich mit einem Mord oder einer Vergewaltigung ist ein Diebstahl ja bloß pipifax.

  10. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: der_wahre_hannes 16.10.14 - 15:16

    Ekelpack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie sind also sehr wohl vergleichbar und es ist dumm anderes zu behaupten.

    Wo habe ich denn behauptet, dass man sie nicht vergleichen kann?

  11. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: Xanadu 16.10.14 - 15:17

    Ich empfinde es genau anders herum, für mich steht die körperliche Unversehrtheit an erster Stelle und sollte das Maß der Dinge sein. Solche Verletzungen sind eben auch objektiv messbar, während das bei psychische schon weitaus schwerer. Vor allem bei letzteren sehe ich auch ein weitaus größeres Missbrauchs- -oder nennen wir es lieber Ausnutz-- potential, da gabs ja schon sehr, sehr seltsame Geschichten.

  12. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: Xanadu 16.10.14 - 15:27

    Ich sehe in diesem Fall den Zusammenhang darin, dass die genannten Beispiele alle strafbare Handlungen darstellen, die beispielsweise aus dem unglücklichen Ende einer Beziehung entstehen können. Ja, zugegeben, das ist nicht so konkret wie beispielsweise die Hierarchie Diebstahl (mind. Geldstrafe) -> Raub (mind. 1 Jahr), aber macht das ganze doch vergleichbar.

  13. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: der_wahre_hannes 16.10.14 - 15:30

    Xanadu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe in diesem Fall den Zusammenhang darin, dass die genannten
    > Beispiele alle strafbare Handlungen darstellen, die beispielsweise aus dem
    > unglücklichen Ende einer Beziehung entstehen können.

    Da mag der Auslöser vielleicht der Gleiche sein, aber das macht mMn die Straftaten noch lange nicht vergleichbar. Der eine besäuft sich und hat am nächsten Tag nen dicken Kopf. Der andere überfällt aus Frust ne Bank (überspitzt gesagt). Wo ist das denn zu vergleichen?

  14. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: Dwalinn 16.10.14 - 15:33

    Es geht auch beides kombiniert, Vergewaltiger schaden dem Opfer Körper-und geistlich.

    Dafür gibt es auch nicht viel mehr Zeit im Knast.
    http://www.bz-berlin.de/tatort/menschen-vor-gericht/4-jahre-knast-fuer-gruppen-vergewaltiger

    Und bitte hört auf das das wie vergleich von Äpfeln und Hochhäusern ist, sowas lässt sich durchaus vergleichen. Man kann schließlich statt ein Hochhaus für die armen zu bauen sie auch mit gratis Äpfeln (im wert des Hochhauses) versorgen... von beides haben sie vorteile.

  15. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: theonlyone 16.10.14 - 15:34

    Andrej553 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wobei es natürlich nicht ganz so einfach ist.
    >
    > Derjenige, der Millionen Euro klaut, klaut sie auch "irgendjemanden". Folge
    > davon können Entlassungen sein falls es die großen trifft oder
    > Existenzprobleme wenn es direkt oder indirekt kleine trifft.

    Klar, das ding ist aber, macht es überhaupt "Sinn" das Strafmaß an den Auswirkungen festzumachen ? Gerade wenn die für den Täter garnicht absehbar sind, darf das ja keinen Einfluß haben.

    Den klar, wer Geld klaut der nimmt das "irgendwem" weg. Im zweifel jemanden der sowieso genug hat, der wird das vielleicht garnicht merken.
    Im blöden Fall gehen viele Leute pleite und das löst dann kettenreaktionen von weiteren Problemen aus.

    Hier kommt es dann sehr stark darauf an, ob der Täter diese Kettenreaktionen irgendwie Kausal wissen konnte, oder nicht.

    Da spielt dann so ziemlich alles irgendwie eine Rolle und genau deshalb sind Urteile immer sehr sehr Einzelfall behaftet (so sollte es letztlich auch sein, aber das macht es auch so aufwendig und so Fehleranfällig falsche Urteile zu sprechen, da am Ende nie alles berücksichtigt werden kann und eben doch Abkürzungen genommen werden, teilweiße eben auch schlicht Vorturteile etc. pp.).

    > Und was dein Vergleich von wegen Körperverletzung und Psychische
    > Verletzungen (z.B. durch Veröffentlichung solcher Videos) ist auch gar
    > nicht so trivial wie du es erst einmal hinstellst.

    Das ist in der Tat ein Problem das wohl praktisch nie gelöst wird.

    Den das abzuwägen was hier mehr oder weniger schlimm ist, praktisch gar nicht möglich. Den letztlich kanns einem ja egal sein ob so ein Video die Runde macht, am Ende hat jeder irgendwie ein Sexual-Leben , da steckt also sehr sehr viel Kultur dahinter.

    > Also ich persönlich würde lieber zusammen geschlagen werden, als dass es
    > Sex-Videos von mir im Netz gibt, die nie wieder verschwinden (im Gegensatz
    > zu den meisten Wunden) und je nach Popularität gesellschaftliche Probleme
    > nach sich zieht.

    Bei Wunden ist das eben so eine Sache. Einfach eine gescheuert zu kriegen ist wohl die kurzfristigste Sache, wenn dir jemand einen Arm bricht, oder sonstige permanente Schäden zufügt, sieht das schon wieder ganz anders aus.

    Mit einem Sex-Filmchen im netz wird man im Zweifel viel eher leben können, den am Ende gibts ja zahlreiche davon, man ist also nicht alleine.

    Letztlich ist es Kultureller und sozialer Druck der das Problem erst möglich macht, wenn das einem wirklich zum Nachteil ausgelegt wird.

    Ganz so einfach ist es also wohl nicht, was schlimmer ist beantwortet einfach jeder Mensch anders.

  16. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: Andrej553 16.10.14 - 16:02

    Aber das ist ja genau dass, was ich meine (meine Antwort ging hauptsächlich an Xanadu laut Baum-Ansicht) da es sich bei ihm so liest: Körperverletzung viel schlimmer "geistige Verletzungen".
    Gerade Langzeitfolgen werden zu selten mit einbezogen (so kommt es mir zumindest vor).

    Der Vergleich mit dem Diebstahl ist wie du selbst gesagt hast schon sehr abstrakt, was diesen Vergleich noch weiter verkompliziert.


    PS: Natürlich entstehen die Probleme wie du sagtest durch sozialen Druck, abstreiten kann man sie aber nicht. Es gibt so viele Beispiele, gerade wenn man einen öffentlichen Beruf ausübt/ausüben möchte wie Polizist, Politiker etc, bei dem hierdurch auf Dauer der Karriere-Wunsch zerstört/erschwert wird.

  17. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: Madricks 16.10.14 - 21:33

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Xanadu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Wenn wir anfangen, verschiedene Delikte miteinander zu vergleichen, dann
    > können wir demnächst alle Diebe mit einem strengen Blick davonkommen
    > lassen. Denn im Vergleich mit einem Mord oder einer Vergewaltigung ist ein
    > Diebstahl ja bloß pipifax.

    Diebstahl ist auch im Vergleich dazu nur Pipifax. Gefängnisstrafen kommen für solche Leute nur raus, wenn sie mehrfach auffällig waren. Ansonsten gibt es für Diebstahl halt eine Bewährungsstrafe und ich würde doch schon sagen, dass ein Todschlag etwas viel schlimmeres ist, als ein Foto hochzuladen. Was würde dich mehr treffen: Wenn jemand von deiner Partnerin ein Foto hochlädt, oder wenn er sie tötet? Da möchte ich dich gerne mal sehen, dass wenn man jemanden aus deiner Familie, eine gute Freundin, bzw. einen guten Freund von dir umbringt, du dann immer noch so locker daher reden würdest. Ich habe zufällig erlebt, wie es ist, weil jemand man auf einen guten Freund von mir einen Mordanschlag verübt hatte und wenn mir da jemand wie du so schlau vor mir daher geredet hätte, den hätte ich gleich mal persönlich am Hals geschnappt. Aber du wirst es wahrscheinlich erst verstehen, wenn du auch mal in so einer Situation bist. Du jemandne 6 Wochen jeden Tag im Krankenhaus besuchen darfst und erlebst, wie jemand nervlich erstmal total fertig ist und Angst hat.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.10.14 21:36 durch Madricks.

  18. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: Koto 17.10.14 - 01:14

    Xanadu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bis zu 3 Jahre Knast? Na dann lieber einen kleinen Streit inszenieren,
    > kommt es dabei -zufällig natürlich...- zu einem Totschlag kann man nach
    > StBG § 213 "Minder schwerer Fall des Totschlags" auch gut in diesem Rahmen
    > wegkommen (Strafmaß 1 bis 10 Jahre)
    >
    > Also ehrlich, bei praktisch allen Straßrechtsverschärfungen der letzten
    > Jahren ist das Verhältnis der Strafen zu anderen Straftaten, insbesondere
    > Gewaltdelikten, doch ziemlich aus den Fugen geraten.

    100% zustimm.

  19. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: jj76 17.10.14 - 02:16

    Strafe soll ja auch abschreckend wirken. Und ein "Schmuddelvideo" kann je nach Art des Inhaltes und Gemütslage der betroffenen Person einen weit größeren Schaden anrichten als ein blaues Auge. Es ist sicher nicht für jeden Menschen leicht verkraftbar, vor dem gesamten persönlichen Umfeld (Schule, Freundeskreis, Kollegen, neue/potentielle Partner) in einer solch intimen Situation zur Schau gestellt zu werden.

    Gefängnisstrafen sind daher auch nicht nur angemessen sondern sogar geboten.

  20. Re: Mal wieder keine Verhältnismäßigkeit

    Autor: der_wahre_hannes 17.10.14 - 08:32

    Madricks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diebstahl ist auch im Vergleich dazu nur Pipifax. Gefängnisstrafen kommen
    > für solche Leute nur raus, wenn sie mehrfach auffällig waren. Ansonsten
    > gibt es für Diebstahl halt eine Bewährungsstrafe und ich würde doch schon
    > sagen, dass ein Todschlag etwas viel schlimmeres ist, als ein Foto
    > hochzuladen. Was würde dich mehr treffen: Wenn jemand von deiner Partnerin
    > ein Foto hochlädt, oder wenn er sie tötet? Da möchte ich dich gerne mal
    > sehen, dass wenn man jemanden aus deiner Familie, eine gute Freundin, bzw.
    > einen guten Freund von dir umbringt, du dann immer noch so locker daher
    > reden würdest. Ich habe zufällig erlebt, wie es ist, weil jemand man auf
    > einen guten Freund von mir einen Mordanschlag verübt hatte und wenn mir da
    > jemand wie du so schlau vor mir daher geredet hätte, den hätte ich gleich
    > mal persönlich am Hals geschnappt. Aber du wirst es wahrscheinlich erst
    > verstehen, wenn du auch mal in so einer Situation bist. Du jemandne 6
    > Wochen jeden Tag im Krankenhaus besuchen darfst und erlebst, wie jemand
    > nervlich erstmal total fertig ist und Angst hat.

    Dein persönliches Schicksal und das deines Freundes tut mir leid. Aber wo rede ich denn "schlau daher"? Was habe ich denn gesagt, dass ich hier jetzt deinen Zorn verdient hätte?
    Ich sage nur, dass man diverse Delikte nicht miteinander vergleichen kann und da stimmst du mir doch sogar zu?

    Davon abgesehen kommt es natürlich immer drauf an, WAS das für Bilder sind. Meinst du nicht, dass es Bilder gibt, die den Ruf einer Person nachhaltig schädigen können? Und was ist, wenn man diese Bilder einfach nicht mehr gelöscht bekommt? Erinnerst du dich an das "Star Wars Kid"? Meinst du, dem ging's nervlich gut? Na, mal schauen...:
    "Das Video zog zahlreiche Kommentare auf sich, wovon die meisten herablassend oder bösartig waren. Der betroffene Schüler wechselte zuerst die Schule, stellte aber auch dort fest, dass es fast unmöglich war, den Unterricht zu besuchen, da er Daueropfer von Belästigung wurde. Zeitweise ging er gar nicht mehr zur Schule und begab sich in psychiatrische Behandlung."

    So, nun kannst du "schlau daherreden" und sagen "aber wenigstens lebt er noch". Toll, was ist denn das für ein Leben, wenn er sich nirgendwo blicken lassen kann, ohne übel gemobbt zu werden.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. TIMOCOM GmbH, Erkrath
  2. AWO Kreisverband Mittelfranken-Süd e.V., Schwabach
  3. Infokom GmbH, Karlsruhe
  4. UmweltBank AG, Nürnberg

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
Google Maps
Karten brauchen Menschen statt Maschinen

Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
Von Sebastian Grüner

  1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
  2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

Raspberry Pi 4B im Test: Nummer 4 lebt!
Raspberry Pi 4B im Test
Nummer 4 lebt!

Das Raspberry Pi kann endlich zur Konkurrenz aufschließen, aber richtig glücklich werden wir mit dem neuen Modell des Bastelrechners trotz bemerkenswerter Merkmale nicht.
Ein Test von Alexander Merz

  1. Eben Upton Raspberry-Pi-Initiator spielt USB-C-Fehler herunter
  2. 52PI Ice Tower Turmkühler für Raspberry Pi 4B halbiert Temperatur
  3. Kickstarter Lyra ist ein Gameboy Advance mit integriertem Raspberry Pi

Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test: Picasso passt
Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test
Picasso passt

Vier Zen-CPU-Kerne plus integrierte Vega-Grafikeinheit: Der Ryzen 5 3400G und der Ryzen 3 3200G sind zwar im Prinzip nur höher getaktete Chips, in ihrem Segment aber weiterhin konkurrenzlos. Das schnellere Modell hat jedoch trotz verlötetem Extra für Übertakter ein Preisproblem.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  2. Ryzen 3000 Agesa 1003abb behebt RDRAND- und PCIe-Gen4-Bug
  3. Ryzen 5 3600(X) im Test Sechser-Pasch von AMD

  1. Urheberrecht: Youtuber sollen bei Snippets kein Geld mehr verlieren
    Urheberrecht
    Youtuber sollen bei Snippets kein Geld mehr verlieren

    Bisher konnten Urheber die Einnahmen von Youtubern komplett an sich ziehen, auch wenn diese nur ganz kurze Teile der eigenen Werke übernahmen. Das soll künftig auf Youtube nicht mehr möglich sein.

  2. Einrichtungskonzern: Ikea startet eigenen Geschäftsbereich für Smart Home
    Einrichtungskonzern
    Ikea startet eigenen Geschäftsbereich für Smart Home

    Der Einrichtungskonzern Ikea will mit einem eigenen Geschäftsbereich seine Smart-Home-Produkte voranbringen. Das Unternehmen will damit mehr bieten als nur gewöhnliche Möbel.

  3. Zoncolan: Facebook testet 100 Millionen Zeilen Code in 30 Minuten
    Zoncolan
    Facebook testet 100 Millionen Zeilen Code in 30 Minuten

    Das Entwicklerteam von Facebook hat ein eigenes Werkzeug zur statischen Code-Analyse erstellt und stellt nun erstmals Details dazu vor. Das Projekt habe Tausende Sicherheitslücken verhindert.


  1. 14:34

  2. 13:28

  3. 12:27

  4. 11:33

  5. 09:01

  6. 14:28

  7. 13:20

  8. 12:29