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Die Angst der herrschenden Klasse

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  1. Die Angst der herrschenden Klasse

    Autor: AllAgainstAds 21.10.14 - 08:16

    Also für mich sieht das so aus, als wenn die "herrschende" Klasse, wie man sie im Sozialismus nennt, die Hosen gestrichen voll hat, das die Menschen, die sie unterdrücken, doch den Weg in die Freiheit und Selbstbestimmung suchen.
    Hat China nicht erst eine tiefe Systemprüfung an Apples iPhone durchgeführt, um "angeblich" die Sicherheit seiner Bürger zu schützen? Das war dann wohl eher der Versuch, das System nach Schwachstellen zu durchsuchen und auszunutzen, um die Leute besser kontrollieren zu können. Und da das offensichtlich nicht geklappt hat … und … das eventuelle Verbot, Apples iPhones in China zu verkaufen wohl eine Revolte ausgelöst hätte, geht man nun diesen Weg. Hoffentlich mal nicht so erfolgreich, wie "DIE" sich das erhoffen.
    Es ist fürchterlich, das immer noch wenige Menschen viele andere Menschen mit allem Mitteln kontrollieren müssen/wollen. Wie krank muss man im Kopf sein. Ich weis nicht, aber der Mensch bezeichnet sich als intelligente Spezies … ist er aber bei weitem noch nicht.

  2. Re: Die Angst der herrschenden Klasse

    Autor: Lord Gamma 21.10.14 - 09:14

    Sehe ich auch so. Und deswegen ist es kein Kommunismus, obwohl Politiker gerne von "kommunistischen Regierungen" usw. sprechen und empört sind, wenn Parteien den Kommunismus als Idealzustand sehen. Es gibt auch Wege ohne Zwang und man kann sich auch mit einer Annäherung zufrieden geben, so dass bspw. Deutschland dem Kommunismus deutlich näher ist als China, im positiven Sinne.

  3. Nicht die Angst der herrschenden Klasse

    Autor: Bouncy 21.10.14 - 11:24

    AllAgainstAds schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist fürchterlich, das immer noch wenige Menschen viele andere Menschen
    > mit allem Mitteln kontrollieren müssen/wollen. Wie krank muss man im Kopf
    > sein. Ich weis nicht, aber der Mensch bezeichnet sich als intelligente
    > Spezies … ist er aber bei weitem noch nicht.
    Putzige Weltsicht, auf deinen Gegenvorschlag wäre ich mal gespannt, wie man ein Sechstel der Weltbevölkerung ohne Kontrolle schalten und walten lassen soll - mach einfach mal einen kleinen Vorschlag, und beachte dabei deren aktuellen Bildungsstand, ihre Bedürfnisse, das zur Verfügung stehende Kapital und geographische Besonderheiten dieses gigantischen Landes. Ich denke mal alleine wenn du darüber nachdenkst wird dir klar werden, dass die chinesische Führung nicht nur viel falsch, sondern auch viel richtig macht, und das nicht alleine weil sie ihre herrschende Stellung behalten wollen. Ihnen dann Intelligenz abzusprechen zeugt imho von fehlender Intelligenz, sorry, aber das ist völlig daneben, die wissen sehr genau was sie da planen...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.14 11:24 durch Bouncy.

  4. Re: Nicht die Angst der herrschenden Klasse

    Autor: AllAgainstAds 21.10.14 - 11:49

    Bouncy schrieb:

    > Putzige Weltsicht, auf deinen Gegenvorschlag wäre ich mal gespannt, wie man
    > ein Sechstel der Weltbevölkerung ohne Kontrolle schalten und walten lassen
    > soll - mach einfach mal einen kleinen Vorschlag, und beachte dabei deren
    > aktuellen Bildungsstand, ihre Bedürfnisse, das zur Verfügung stehende
    > Kapital und geographische Besonderheiten dieses gigantischen Landes. Ich
    > denke mal alleine wenn du darüber nachdenkst wird dir klar werden, dass die
    > chinesische Führung nicht nur viel falsch, sondern auch viel richtig macht,
    > und das nicht alleine weil sie ihre herrschende Stellung behalten wollen.
    > Ihnen dann Intelligenz abzusprechen zeugt imho von fehlender Intelligenz,
    > sorry, aber das ist völlig daneben, die wissen sehr genau was sie da
    > planen...

    Wenn man die Menschen einfach mal nicht mehr bevormunden würde und sie einfach ihr Leben leben lassen würde, dann finden die schon ihren Weg, so intelligent sind die Menschen dann doch tatsächlich.
    Es ist die Macht, die Menschen korrumpiert, denn wer Macht hat, wird diese nutzen und er wird sie zum Nachteil anderer nutzen. Das scheint ein Urinstinkt der Menschen zu sein. Aber offensichtlich hat der Mensch aus dem vergangenen Ereignissen der Geschichte nicht viel gelernt, sonst würde es sowas wie Überwachung, Diskriminierung, Glaubensunruhen, Kriege, verschleppte und vergewaltigte Frauen/Mädchen und was es da nicht noch alles gibt, nicht geben. Im Gegenteil, Konflikte werden erst noch bewusst geschürt, anstatt sie zu schlichten. Offensichtlich muss der Mensch erst noch ein drittes mal fast alles zerstören, bis er endlich lernt, das er in seinem jetzigen Entwicklungszustand in einer Sackgasse steckt.

  5. Re: Nicht die Angst der herrschenden Klasse

    Autor: Bouncy 21.10.14 - 13:03

    AllAgainstAds schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man die Menschen einfach mal nicht mehr bevormunden würde und sie
    > einfach ihr Leben leben lassen würde, dann finden die schon ihren Weg, so
    > intelligent sind die Menschen dann doch tatsächlich.
    Du bist also tatsächlich davon überzeugt, dass Anarchie eine funktionierende Gesellschaft hervorbringen würde? Ist das dein Ernst? Per se bezeichnest du die menschliche Spezies als nicht intelligent, aber behauptest sie wären gleichzeitig (!) intelligent genug, um ohne machtordnende Verhältnisse eine gigantische Gesellschaft mit einer Milliarde Individuen zu organisieren?
    > [viele Stammtischparolen und leere Floskeln]
    Bitte, denk mal ernsthaft darüber nach, was die aktuelle Situation ist. Dann versetz dich gedanklich in einen chinesischen Bauern, samt allem was er gelernt (das ist nicht viel) und durchgemacht (das ist sehr viel) hat - und jetzt halte ihm, wie eine Karotte, die Möglichkeit vor die Nase, einen westlich-hohen Lebensstandard haben zu können. Um das zu erreichen könnte er tun und lassen was er will, einzig durch seine Intelligenz wäre er begrenzt, es gibt niemanden, der über ihn bestimmt\richtet\ihm vorschreibt. Sich das vorzustellen braucht schonmal viel Hintergrundwissen, und während du dir das aneignest, wirst du auch bald verstehen, was da gerade passiert und warum Stammtischfloskeln absolut fehl am Platz sind...

  6. Re: Nicht die Angst der herrschenden Klasse

    Autor: AllAgainstAds 21.10.14 - 14:01

    Ich bezeichnete die menschliche Spezies als "nicht intelligent genug", ich hab nicht gesagt, das sie dumm sei, sie ist in manchen Bereichen einfach nur primitiv und nicht tolerant und erfahren genug, um das zu erkennen. Und gerade die, die sich am aller meisten als intelligent bezeichnen, merken gar nicht, wie primitiv sie sich manchmal wirklich verhalten. Was prädestiniert eine Gruppe von ein paar hundert Leuten, die sich als Regierung bezeichnet, dazu, über mehrere Millionen Menschen zu entscheiden und dabei gewisse Rechte, die der Mensch nun mal als sein Eigen betrachtet, zu verweigern / zu unterwandern. Ist das wirklich Intelligenz oder ist das (primitive) Machtgier?

  7. Re: Nicht die Angst der herrschenden Klasse

    Autor: Bouncy 21.10.14 - 15:32

    AllAgainstAds schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist das wirklich Intelligenz oder ist das (primitive) Machtgier?
    Weder noch, du stellst die falsche Frage, das Eine schließt das Andere ja weder aus noch bedingt es das. Auch intelligente Menschen brauchen und wollen Führung und auch machtgierige Führer können außerordentlich intelligent sein. Wie Massenmörder und Folterer und Wasweißichnichtalles übrigens auch. Aber der Punkt ist, dass Anarchie schlicht nicht funktioniert, und das nicht wegen mangelnder Intelligenz der Individuuen.
    Und ganz ehrlich, ich sehe jetzt im Moment absolut nicht die geringste Option zu einer strengen Führung in China, man kann da nicht jetzt mit Demokratie oder gar Anarchie ankommen und heile Welt erwarten, es würde eher zu noch mehr Leid führen als so schon. Natürlich gehören ne menge Leute der Führungsriege auf den elektrischen Stuhl weil sie Leid zu ihrem eigenen Vorteil forcieren, aber das sind individuelle Verfehlungen, das System an sich ist imho im Moment alternativlos...


    PS: "Rechte, die der Mensch nun mal als sein Eigen betrachtet" enden auch in unserer Verfassung dort, wo sie die Rechte Anderer berühren. Wie sollte es denn auch anders gehen? Wenn jeder seine gefühlten Rechte wahrnehmen würde, gäbe es Kleinkrieg an jedem Nachbarzaun...

  8. Re: Die Angst der herrschenden Klasse

    Autor: Ass Bestos 04.12.14 - 01:37

    AllAgainstAds schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also für mich sieht das so aus, als wenn die "herrschende" Klasse, wie man
    > sie im Sozialismus nennt, die Hosen gestrichen voll hat, das die Menschen,
    > die sie unterdrücken, doch den Weg in die Freiheit und Selbstbestimmung
    > suchen.
    nicht nur im sozialismus

    > Es ist fürchterlich, das immer noch wenige Menschen viele andere Menschen
    > mit allem Mitteln kontrollieren müssen/wollen. Wie krank muss man im Kopf
    > sein. Ich weis nicht, aber der Mensch bezeichnet sich als intelligente
    > Spezies … ist er aber bei weitem noch nicht.
    doch, der mensch kann genauso dumm wie intelligent sein.

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