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Apple Pay ist NICHT proprietär!

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  1. Apple Pay ist NICHT proprietär!

    Autor: vulkman 27.10.14 - 14:09

    Es kommt immer wieder, und es passt halt auch super in die Apple-Hater-Welt, es ist aber trotzdem falsch: Apple Pay ist KEINE proprietäre, Apple-spezifische Lösung!

    Apple Pay arbeitet, wie übrigens auch Google Wallet, als virtuelle NFC Kreditkarte, die aus Sicht des Bezahlterminals nicht von einer ganz normalen Kreditkarte zu unterscheiden ist. Dafür muss der Händler nichts anpassen, wenn er schon ein NFC-fähiges Terminal hat, und er muss auch nicht explizit an irgend einem Programm teilnehmen.

    Was durch die Teilnahme am Apple Pay Programm passiert: Die Mitarbeiter an der Kasse lassen die Unterschrift auf dem Kassenbeleg weg und der Händler kriegt GÜNSTIGERE Konditionen für Kreditkartenzahlungen über Apple Pay, weil es viel schwerer ist, dabei an die Kreditkartennummer zu kommen, was automatisch die Summen reduziert, die VISA & Co. jedes Jahr für Kreditkartenbetrug ausgeben müssen.

    Was WalMart und die andern jetzt gemacht haben, ist, die generische NFC-Lösung für ALLE abzuschalten, um Apple Pay zu treffen, weil die ihnen anscheinend zu erfolgreich sind und sie so ihr PROPRIETÄRES CurrentC gefährdet sehen.

  2. +1

    Autor: Peter Brülls 27.10.14 - 14:24

    Ich schreibe ungern „+1“, aber das war bisher die beste Zusammenfassung der tatsächlichen Fakten, ich ich gesehen habe.

  3. Re: Apple Pay ist NICHT proprietär!

    Autor: plutoniumsulfat 27.10.14 - 15:04

    Es ist doch noch gar nicht geklärt, inwiefern da Zahlungen fließen, außer dass Apple jetzt mitkassiert.

    Wenn sich das ganze wie eine NFC-KK verhält, fallen für den Händler eigentlich auch die normalen Gebühren an.

  4. Re: Apple Pay ist NICHT proprietär!

    Autor: Peter Brülls 27.10.14 - 15:22

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist doch noch gar nicht geklärt, inwiefern da Zahlungen fließen, außer
    > dass Apple jetzt mitkassiert.

    Verstehe ich nicht ganz.

    Offensichtlich flossen Zahlungen - sonst würden nicht diverse Leute sagen, dass es nicht mehr geht - und Apple kassiert von den Kreditkartenfirmen, weil es im Gegenzug Teile des Risikos übernimmt.


    > Wenn sich das ganze wie eine NFC-KK verhält, fallen für den Händler
    > eigentlich auch die normalen Gebühren an.

    Aber eben nur noch beschränkt nutzbare Trackinginformationen.

  5. Re: Apple Pay ist NICHT proprietär!

    Autor: mich 27.10.14 - 15:29

    Klar ist das geklärt. Der Händler zahlt für eine Apple-Pay-Transaktion die Gebühr für eine Kreditkartenzahlung mit vorhandener Kreditkarte (CP interchange fee, Höhe bestimmen die Kreditkartenunternehmen). Das Kreditkartenunternehmen zahlt daraus die Gebühr für Apple Pay an Apple (0,15% des Kaufpreises).

    Kunde und Händler haben also keine Mehrkosten. Das Kreditkartenunternehmen deckt seine Mehrkosten gegenüber der direkten Verwendung der Kreditkarte ohne Apple Pay über das gesenkte Missbrauchsrisiko (der Händler erfährt die Kreditkartennummer nicht, ein geklautes Gerät ist ohne Fingerabdruck nicht zum Zahlen benutzbar).



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.10.14 15:32 durch mich.

  6. Re: Apple Pay ist NICHT proprietär!

    Autor: vulkman 27.10.14 - 15:55

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist doch noch gar nicht geklärt, inwiefern da Zahlungen fließen, außer
    > dass Apple jetzt mitkassiert.

    Nicht offiziell, aber informierte Kreise sagen, dass Apple besonders niedrige Händlergebühren ausgehandelt haben soll.

  7. Re: Apple Pay ist NICHT proprietär!

    Autor: mich 27.10.14 - 16:34

    vulkman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > plutoniumsulfat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Nicht offiziell, aber informierte Kreise sagen, dass Apple besonders
    > niedrige Händlergebühren ausgehandelt haben soll.

    Die niedrigen Händlergebühren beziehen sich vermutlich auf Online-Transaktionen. Apple verwendet den Namen Apple Pay ja für zwei unterschiedliche Szenarien: Bezahlen im Laden (per NFC) und Bezahlen im Netz. Für letzteres ist es Apple offenbar gelungen, mit den Kreditkartenbereibern auszuhandeln, dass Apple Pay-Transaktionen grundsätzlich als CP-Transaktionen ("card present") gelten. Alle anderen Online-Transaktionen bisher gelten als CNP ("card not present") und unterliegen deshalb höheren Händlergebühren. Im Prinzip steht dahinter die Idee, dass es einfacher ist, zu betrügen, wenn der Verkäufer die Kreditkarte nicht zu Gesicht bekommt. Das ist Online natürlich gar nicht anders machbar - umso erstaunlicher ist die Ausnahme für Apple Pay (die mit der größeren Sicherheit des Systems gegenüber Kreditkartennummer+Ablaufdatum+Sicherheitscode begründet wird).

  8. Re: Apple Pay ist NICHT proprietär!

    Autor: plutoniumsulfat 27.10.14 - 16:40

    Danke dafür!

  9. Re: Apple Pay ist NICHT proprietär!

    Autor: vulkman 27.10.14 - 17:07

    Ah, ok, klingt plausibel.

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