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Giropay ist vor allem händlerfreundlich. Die Sicherheitsdiskussion ist notwendig.

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  1. Giropay ist vor allem händlerfreundlich. Die Sicherheitsdiskussion ist notwendig.

    Autor: JanK 29.03.06 - 18:40

    Zunächst ist Griopay eine normale Internetüberweisung. Das ist dann und nur dann sicher, wenn ich meiner Bank und dem Empfänger vertraue. Deswegen ist Einkaufen per Rechnung so beliebt (und sicher): Nachdem der Händler geliefert hat und ich die Ware geprüft habe, kann ich gefahrlos überweisen.

    Giropay ist aber eine Vorkasse-Überweisung. Jeder ebay-Kunde weiß, das ist inherent unsicher. Das Geld kommt schon beim Empfänger an, aber wenn der daraufhin nicht liefert (und zufälligerweise zahlungsunfähig ist) stehe ich ziemlich dumm da, muss noch Geld drauflegen, um einen Titel zu bekommen, den ich mir dann an die Wand hängen kann. Giropay kommt also nur in Frage, wenn der Empfänger ausreichend groß und seriös ist. Solche Händler bieten aber auch sichere Alternativen an.

    Giropay hebelt aus, was sogenannte unsichere Verfahren wie Kreditkarten und Lastschriften so sicher macht, der Widerspruch bei der eigenen Bank. Ich les' halt hin und wieder meine Auszüge und wenn mir was komisch vorkommt, gibt's einen Widerspruch. So lange ein System offensichtlich unsicher ist, bilde ich mir ein, komme ich damit durch und zwar relativ egal wie Gesetz oder Nutzungsbedingungen lauten.

    Giropay verleitet außerdem zu überschnellem Handeln: Klick, klick, PIN, klick, TAN, und weg ist das Geld. Keine Chance noch mal drüber nachzudenken. Auch das gesetzliche Rücktrittsrecht wird schwieriger, weil man den Händler dazu bewegen muss, das Geld (freiwillig) zurückzugeben. (Freiwillig im technischen Sinn, auch ein rechtskräftiger Bescheid vom Amtsgericht im Briefkasten führt nicht automatisch zur Rücküberweisung.)

    Auch so lange giropay funktioniert, stärkt es vor allem den Händler. Der einzige Vorteil für den Kunden ist, dass der Händler (vielleicht) schneller liefert. Ein schwacher Trost. (Sicherheit für den Händler hat natürlich auch Vorteile für den Kunden; sorgt nämlich dafür, dass es überhaupt Händler gibt.)

    Damit System wie paypal oder giropay (alleine, die Kombination bringt nun wirklich keinen Vorteil) dem Kunden nutzen, müssen sie schon mehr bieten: Verifizierung des Empfänger, Treuhandservice, etc. Und all das muss für den Kunden (ja, auch für die Oma und den Klingeltonkunden) technisch und juristisch nachvollziehbar zu sein. Davon ist paypal meilenweit entfernt.

    Die Phishing-Gefahr wurde ja schon erkannt. Peinlich, dass die Banken einfach behaupten, das geht nicht. (Falls ihr das lest: Phishing geht nur dann, wenn der Kunde glaubt, es ginge nicht.)

    Außerdem wird noch mit https geworben. Das ist allerdings kein tolles Feature, sondern absolutes Minimum, UND NICHT SICHER. Sorry. Eine Internet-Transaktion wird nicht daduch sicher, dass in der linken unteren Browser-Ecke ein Schloss angezeigt wird. Eine Anwendung wird sicher, durch eine Signatur, mit einem kryptografischen Schlüssel. Dazu muss ich aber (im mathematischen Sinne) beweisen, dass der Schlüssel echt ist. Das ist (ja liebe Juristen) möglich. Diese albernen Zertifikate können das allerdings nicht.

    Gut ist an dem System einzig die TAN.

  2. Giropay ersetzt Vorkasse und Nachnahme

    Autor: Yellow 12.04.06 - 11:25

    JanK schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Zunächst ist Griopay eine normale
    > Internetüberweisung. Das ist dann und nur dann
    > sicher, wenn ich meiner Bank und dem Empfänger
    > vertraue. Deswegen ist Einkaufen per Rechnung so
    > beliebt (und sicher): Nachdem der Händler
    > geliefert hat und ich die Ware geprüft habe, kann
    > ich gefahrlos überweisen.
    >
    > Giropay ist aber eine Vorkasse-Überweisung.

    Hallo "JanK".

    Vieles, was du zum Thema schreibst ist richtig. Bei einigen Argumenten lese ich allerdings heraus, dass dir nicht ganz klar ist, was Giropay eigentlich will: Einzig und allein Vorkasse- und Nachnahmezahlungen ersetzen!

    Selbstverständlich können Zahlungen auf Rechnung, Lastschrift oder per Kreditkarte nicht(!) durch Giropay ersetzt werden und ich würde als Verbraucher auch immer die genannten vorziehen. Allerdings gibt es viele Händler, die aus wirtschaftlichen Gründen (Betrug, Aufwand) nur noch Vorkasse und Nachnahme anbieten. Die gute alte Sitte "Erst die Ware - dann das Geld" wird durch fehlende Moral in unserer Gesellschaft immer seltene.

    In diesen Fällen wäre mir Giropay lieber, da alles viel schneller und einfacher geht und ich auch meine Ware schneller erhalte.
    Übrigens: Ein "großes" Unternehmen schützt nicht vor Insolvenz. Ganz im Gegenteil. Die Chance bei einem kleinen Einzelunternehmer eine Forderung "einzutreiben" ist in der Praxis weit höher.

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