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Ich glaubs nicht

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  1. Ich glaubs nicht

    Autor: sushbone 02.01.15 - 22:17

    Ich will mit meinem Auto meinen persönlichen Geschmack erfüllen, ich will das Ding direkt vor der Haustür haben, und Autofahren macht vor allem Spaß (mit dem richtigen, nicht einer Ranzschüssel). Beobachte auch überall nix anderes, daher sind diese Prognosen für mich pures Gewäsch.

    Und da ein Großteil der von den Mittelklasse-/Premiumherstellern abgesetzten Autos Firmenwagen sind hinkt der Vergleich in Richtung Sharingmodell auch, die Autos finden im Großteil nach wie vor einen anderen Absatzweg.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.01.15 22:20 durch sushbone.

  2. Re: Ich glaubs nicht

    Autor: Sebbi 02.01.15 - 22:29

    sushbone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich will mit meinem Auto meinen persönlichen Geschmack erfüllen, ich will
    > das Ding direkt vor der Haustür haben, und Autofahren macht vor allem Spaß
    > (mit dem richtigen, nicht einer Ranzschüssel). Beobachte auch überall nix
    > anderes, daher sind diese Prognosen für mich pures Gewäsch.

    Es ist wie bei jedem Technologieumschwung. Hier und dort macht es einer. Dann sind es schon 10. Dann 100. Ein paar Jahre später sind es 10000. Und noch ein paar Jahre später nutzt keiner mehr die alte Technik, außer ein paar begeisterter Sammler.

    >
    > Und da ein Großteil der von den Mittelklasse-/Premiumherstellern
    > abgesetzten Autos Firmenwagen sind hinkt der Vergleich in Richtung
    > Sharingmodell auch, die Autos finden im Großteil nach wie vor einen anderen
    > Absatzweg.

    Auch innerhalb von Firmen kann man Carsharing betreiben. Da gerade Firmen nicht gerne Geld zum Fenster rausschmeißen wird es dort vermutlich sogar als erstes passieren. Wozu 6000 Wagen bereitstellen, die die meiste Zeit in Garagen stehen, wenn es auch 2000 selbstfahrende tun, die bei Bedarf einfach da sind?

  3. Re: Ich glaubs nicht

    Autor: lsm97 02.01.15 - 22:35

    Nicht binär denken. Beide Systeme werden nebenher friedlich koexistieren; sowohl der private PKW als auch das gesharte Transportmittel. Das gibt es jetzt ja auch schon. An meinem Wohnort erledige ich alle Fahrten mit dem PKW, während ich auf Reisen Bus, Bahn und Carsharing-Angebote warnehme. So wird es auch zukünftig werden.
    Keiner wird dir das eigene Auto wegnehmen....

  4. Re: Ich glaubs nicht

    Autor: sushbone 02.01.15 - 22:46

    lsm97 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht binär denken. Beide Systeme werden nebenher friedlich koexistieren;

    Bin total bei dir. Tue mich hier auch schwer mit der Prognose das eine werde das andere ablösen.
    Dafür ist das Thema Auto in D ohnehin zu emotional behaftet. Denke auch es wird beides parallel geben, (tut es ja heute schon) praktisch denkende und der emotionale private Käufer. Und das ist ja auch gut so.

  5. Re: Ich glaubs nicht

    Autor: 476f6c656d 02.01.15 - 23:44

    sushbone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich will mit meinem Auto meinen persönlichen Geschmack erfüllen, ich will
    > das Ding direkt vor der Haustür haben, und Autofahren macht vor allem Spaß
    > (mit dem richtigen, nicht einer Ranzschüssel). Beobachte auch überall nix
    > anderes, daher sind diese Prognosen für mich pures Gewäsch.
    Es scheint wohl darauf anzukommen, wo man wohnt, und wie viel Luxus man gewohnt ist. In großen Städten ist Autofahren eine Qual. Wenn man fahren will kann man meist nicht weil es sich staut, und wenn man nicht mehr fahren möchte muss man weiter fahren, weil man kein Parkplatz findet.
    Es ist klar das dort kaum einer ein Auto vermisst. Es ist ja dort nur ein Hindernis. Mit Bussen kommt man dort deutlich angenehmer zu seinem Zielort als mit dem Auto. Dazu kommt (wenn sich so viele Menschen an einem Ort tummeln) das es automatisch auch viele Geschäfte und Locations gibt, wo man etwas unternehmen kann. Es gibt dort schlicht kein Bedarf für ein Auto.
    Das gleiche gilt auch für Universitätsstädte (sofern die Studenten auch in der Stadt wohnen). Für diese gibt es auch kein Bedarf für ein Auto. Es kostet ein haufen Geld (was die meisten nicht haben), und die Städte mit hoher Studentenanzahl bieten ausreichend Geschäfte, ÖPNVs und Abendlocations.
    Autos sind eigentlich nur für die Leute richtig interessant, die nicht in diesen Ballungsgebieten wohnen. Denn für diese werden ÖPNVs reichlich unkomfortabel (meist fahren nur wenige Busse und diese nur Tags und viele Züge halten nicht an den örtlichen Bahnhöfen) oder es wird schweine teuer wenn man an Taxis denkt.
    Ich gehöre zu diesen Leuten die auf dem Land wohnen und kann dein denken voll verstehen. Arbeitswege funktionieren mit dem ÖPNVs noch recht gut, aber so bald man etwas unternehmen will, oder einkaufen muss wird es haarig. Nachts kann man nie lange weg bleiben weil man sonnst nicht mehr heim kommt, oder für ein Taxi ein Vermögen hinblättern muss.
    Hobbys nach gehen wird auch qualvoll. Meist sind die Anreisezeiten drei mal länger als mit dem Auto (falls man überhaupt dort hin kommt, wo man hin will) und man ist an genaue Zeiten gebunden (mit z.B. Hinblick auf die Heimfahrt). Man wird unglaublich unflexibel.
    Bei solchen Dingen fängt man an sein Auto zu lieben (selbst eine Ranzschüssel ;) ), einfach weil man ein Haufen Zeit spart und kaum Stress hat. Man gewöhnt sich dran immer und überall ein Auto zur Verfügung zu haben und immer überall da hin fahren zu können, wohin man möchte. Man genießt diese Flexibilität und diese wird zum Lebenstandard.
    Daher: Nach dem dann das erste Auto kaputt ist, muss zwangsläufig ein neues her. Man wird bei dem Autokauf dann auch deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. Da man viel Zeit im Auto verbringt, wird man versuchen es möglichst angenehm zu gestalten, wie z.B. mit Extras oder einem Sportfahrwerk. Gerade mit einem Sportfahrwerk ist es dann nicht mehr nur ein von A nach B, sondern das von A nach B macht auch noch spass :)
    Außerdem wird das Auto wie ein kleines stück Heimat. Man hat vielleicht Ersatzkleidung dabei, eine Jacke, Ladekabel, Schwimmsachen, Zelt und weiß der Geier was man alles mal mit genommen hat und dann nicht mehr raus räumt hat. Da man viel Platz hat, immer einen abschließbaren Ort hat und so flexibel packen kann, gewinnt man gleich nochmal Freiheit ;)
    Da stinkt dann ab einem gewissen Punkt selbst Carsharing ab :p

    Der Trend der genannt wurde würde ich als denkbar erachten. Auch langfristig wird es auch tatsächlich darauf hinaus laufen. Aber so lange es unsere Generation noch gibt, wird es auch noch das Auto - so wie wir es kennen - noch geben. Zumindest so lange, bis es vollkommen unbezahlbar wird.

  6. Re: Ich glaubs nicht

    Autor: sushbone 02.01.15 - 23:54

    Klasse Beitrag 476f6c656d, ich hab mich absolut drin wiedergefunden. Kann dem nichts hinzufügen außer es 100%ig zu unterschreiben, es spiegelt perfekt meine Umstände wieder.

  7. Re: Ich glaubs nicht

    Autor: robinx999 03.01.15 - 07:54

    Naja selbstfahrende Autos fände ich schon schön. Ob es mir gehört oder ob ich es wie ein Taxi Miete wird die Zukunft zeigen.
    Aber ehrlich gesagt fände ich es cool wenn ich im Auto sitzen könnte und es statt der Frontscheibe einen Bildschirm hat und ich mir auf dem Weg zur Arbeit lieber eine Folge Simpsons oder ähnliches anschauen könnte anstatt selber zu fahren, das wäre eigentlich recht entspannend ;)
    Aber gut bis man die Kontrolle zu 100% ans Auto abgibt das wird wohl noch dauern, aber ich fände es schon nett.
    Und wenn ich mir keinen Parkplatz mehr suchen müßte und ich einfach aussteigen kann wäre es doch schön (also bei einem Mietwagen würde der Wagen halt wieder zurück fahren, sollte der Wagen mir gehören wird der Wagen sich irgendwo in der Nähe einen Parkplatz suchen und wenn ich den Wagen brauche rufe ich ihn an)

    Also Angenehm wäre ein Selbstfahrendes Auto schonl. Wird aber halt noch dauern bis es Technisch und auch im Bereich Gesetze angepassungen gibt.
    Für Arbeitsplätze sehe ich allerdings enorme Probleme.

  8. Re: Ich glaubs nicht

    Autor: cry88 03.01.15 - 12:10

    Wenn du in der Innenstadt wohnst brauchst du kein Auto. Das erlebe ich gerade. Einkaufen? 5min Fußweg. Arbeit? 10min Fußweg. Parks 10-30min zu Fuß oder per Öffentliche. Erholungsgebiete? Alle per Öffentliche zu erreichen in 30-60min (so schnell wie mitm Auto). Familie besuchen? ICE in 3-5h (schneller als mitm Auto). Hobby? 20min mitn Öffentlichen (solange würde ich dort brauchen um nen Parkplatz zu finden).

    Wo ein Auto nötig ist, dass sind Transporte und Besuche von Freunden, die in Dörfern leben. Da wird dann was gemietet (oder der Firmenwagen ausgeliehen :P)

  9. Re: Ich glaubs nicht

    Autor: Kleba 03.01.15 - 12:38

    Die Prognose bezieht sich auch erstmal auf Großstädte - und hierbei sehe ich es auch so kommen. Einfach weil viele Städte eh schon total überfüllt sind, könnte sich sowas durchsetzen.

    Sobald ich nicht mehr in einer Großstadt wohne, werde ich mir auch ein eigenes Auto holen - für alles andere reicht mir hier U-/S-Bahn + Car-Sharing (car2go/DriveNow). Hier in Hamburg übrigens ganz gut kombiniert (www.switchh.de).

  10. Re: Ich glaubs nicht

    Autor: Kleba 03.01.15 - 12:40

    +1

  11. Re: Ich glaubs nicht

    Autor: MarioWario 04.01.15 - 20:37

    Stimmt, mit dem Fahrrad und zu Fuß ist man die ersten drei Kilometer immer schneller und man spart auch Wartezeiten mit dem ÖPNV oder Zeiten für die Parkplatzsuche. Selbst ein IKEA-Transportfahrrad würde sich bei mir lohnen…

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