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Wo ist der Unterschied zu Spotify und Telekom?

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  1. Wo ist der Unterschied zu Spotify und Telekom?

    Autor: robinx999 23.01.15 - 12:29

    Im Artikel steht ja
    ---
    Die Herausnahme von Diensten aus Volumentarifen, das sogenannte Zero-Rating, dürfte schon schwieriger werden, weil Anbieter nicht zwischen bestimmten Inhalten oder funktional gleichwertigen Anwendungen oder Diensten diskriminieren dürfen.
    ---
    Gibt es das nicht schon? https://www.golem.de/news/telekom-musiktarife-spotify-ohne-zusaetzliche-streamingkosten-1208-94213.html Ich kann Spotify über die Telekom buchen und belaste damit nicht mein Traffic Kontingent.
    Wo ist da jetzt das Problem mit der Diskreminierung? Ich meine ich kann bei der Telekom nur Spotify buchen und keinen anderen Dienst, also werden doch jetzt schon andere Dienste diskreminiert.
    Warum sollte das nicht bei den Spezialdiensten genauso passieren

  2. Re: Wo ist der Unterschied zu Spotify und Telekom?

    Autor: Paule 23.01.15 - 13:54

    robinx999 schrieb:
    ------------------------------------------------------------------
    > Ich kann Spotify über die
    > Telekom buchen und belaste damit nicht mein Traffic Kontingent.
    > Wo ist da jetzt das Problem mit der Diskreminierung? Ich meine
    > ich kann bei der Telekom nur Spotify buchen und keinen anderen
    > Dienst, also werden doch jetzt schon andere Dienste diskreminiert.
    > Warum sollte das nicht bei den Spezialdiensten genauso passieren

    Die Telekom wird die Daten ja nicht wirklich kostenlos durchleiten, sondern von Spotify dafür entsprechend kassieren bzw. das bestimmt auch übers ihr Marketing Budget stützen. Wenn Spotify exklusiv nur bei Telekom ohne Volumenzählung erhältlich ist, dann fördert das ja auch den Absatz entsprechender Mobilfunkverträge.

    Eine Diskriminierung liegt daher wohl nur dann vor, wenn sich die Telekom glatt weigern sollte mit anderen Diensteanbietern überhaupt über ähnliche Vereinbarungen zu verhandeln. Wenn die Telekom aber anderen Diensteanbietern auf Anfrage auch ein Angebot über so eine Dienstleistung macht, dann wird halt nicht diskriminiert.

  3. Re: Wo ist der Unterschied zu Spotify und Telekom?

    Autor: robinx999 23.01.15 - 14:47

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > robinx999 schrieb:
    > ------------------------------------------------------------------
    > > Ich kann Spotify über die
    > > Telekom buchen und belaste damit nicht mein Traffic Kontingent.
    > > Wo ist da jetzt das Problem mit der Diskreminierung? Ich meine
    > > ich kann bei der Telekom nur Spotify buchen und keinen anderen
    > > Dienst, also werden doch jetzt schon andere Dienste diskreminiert.
    > > Warum sollte das nicht bei den Spezialdiensten genauso passieren
    >
    > Die Telekom wird die Daten ja nicht wirklich kostenlos durchleiten, sondern
    > von Spotify dafür entsprechend kassieren bzw. das bestimmt auch übers ihr
    > Marketing Budget stützen. Wenn Spotify exklusiv nur bei Telekom ohne
    > Volumenzählung erhältlich ist, dann fördert das ja auch den Absatz
    > entsprechender Mobilfunkverträge.
    >
    Das die Telekom sicherlich irgendwie geld bekommt bzw. nicht alles von dem was sie einnimmt (gratis traffic gibt es ja nur wenn man über die Telekom bucht) an Spotify weiterleitet sollte klar sein
    > Eine Diskriminierung liegt daher wohl nur dann vor, wenn sich die Telekom
    > glatt weigern sollte mit anderen Diensteanbietern überhaupt über ähnliche
    > Vereinbarungen zu verhandeln. Wenn die Telekom aber anderen
    > Diensteanbietern auf Anfrage auch ein Angebot über so eine Dienstleistung
    > macht, dann wird halt nicht diskriminiert.

    Wobei zumindest bei Spotify ja damals in dem Artikel von einer Exklusiven Parnerschaft die rede war. Da haben wir jetzt natürlich die Frage: wer ist da genau Exklusiv? Spotify an die Telekom gebunden, also das sie mit keinem anderem Mobilfunk anbieter so einen Gratis Traffik Anbieten können oder die Telekom an Spotify so dass sie keinen anderen Musik anbieter ins Program aufnehmen dürfen?

    Aber irgendwie klingt Exklusiv schon diskreminierend. Und da auch im Festnetz schon anbieter Volumen Tarife mit Drossel anbieten https://www.golem.de/news/festnetz-o2-dsl-drosselung-wird-ab-februar-wirksam-1501-111769.html sehe ich sogar außerhalb des Mobilfunks Potential darüber "Spezialdienste" anzubieten, warum soll man nicht einen VoD anbieter über den Provider Buchen können und der Traffic wird dann auch nicht mehr mit einberechnet. So können sie ganz gezielt bei Kunden die den VoD anbieter gebucht haben den Traffic nicht berechnen und bei anderen wird er berechnet.

    Gut aus Kunden Sicht wäre es sicherlich schlecht wenn ich mir den Internet Anbieter dann raus suchen müßte welcher VoD anbieter Unterstützt wird, aber die Möglichkeit das es so weit kommt sehe ich durchaus langfristig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.01.15 14:49 durch robinx999.

  4. Re: Wo ist der Unterschied zu Spotify und Telekom?

    Autor: Trockenobst 23.01.15 - 16:12

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo ist da jetzt das Problem mit der Diskreminierung? Ich meine ich kann bei
    > der Telekom nur Spotify buchen und keinen anderen Dienst, also werden doch
    > jetzt schon andere Dienste diskreminiert.

    Das wäre nur dann Diskriminierung, wenn Youtube nicht geht weil Spotify geht. So ist es nicht. Deren Angebot ist, dass Spotify nicht zum Traffic zählt.

    In den USA werden dagegen harte Bremsen etwa gegen Netflix gefahren, in der Ausrede das sonst alles andere (Voip, Youtube, etc) nicht geht. Und das ist aktives Bremsen.

    Dass man dies auch dadurch erreicht, in dem man Server nicht "updated", und die dann die Last nicht mehr schaffen ist ein kleiner Unterschied, der als juristisches Nadelöhr dient.

    Es würde ja schon reichen, wenn es eine Transparenzpflicht gäbe. Also klar kommunizieren müssen, das Youtube oder Netflix eben ab 18 Uhr nicht gehen.
    Dann gäbe es einen Wettbewerb, wenn die Leute das wüssten. So mogelt man sich durch und spricht von "Einzelfällen".

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