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Die Politik ist nur noch peinlich ...

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  1. Die Politik ist nur noch peinlich ...

    Autor: neustart 30.04.15 - 18:04

    Es ist zu verachten, wenn Unternehmen ihre Milliarden-Gewinne durch gesetzliche Loopholes realisieren, wie Apple, Starbucks, Zara und viele andere es machen ...

    Das es um Milliarden geht war mir klar. Das der Steuervorteil hier bei Apple quasi ein Drittel oder fast die Hälfte der liquiden Reserven ausmacht, das finde ich schockierend.

    Sei es drum.

    Diese Lücken sind der Politik jahrzehntelang bekannt gewesen bzw. entstanden erst durch innerhalb der EU konkurrierende Standortpolitik der Mitgliedsstaaten.

    Ich sage nein, keines dieser Unternehmen sollte "nachträglich" besteuert werden... denn die angewendeten Steuerstrategien waren schlichtweg legal und wurden von der Politik gebilligt und erst ermöglicht.

    Lieber sollte sich der Bürger einmal fragen, von welchen Pappnasen er regiert wird, national und EU-weit, und dann auch seine Konsequenzen ziehen. Und natürlich müssen solche schlechten Steuersysteme konsolidiert werden.

    Auch ganz klar:

    Wenn illegale Steuerstrategien entdeckt werden, muss das natürlich scharf verurteilt werden und dann muss die Steuereinnahme die der Gesellschaft entgangen ist, auch vollständig beglichen werden - neben den üblichen Säumnis- und Strafgebühren, die auch bei lokalen Kleinunternehmern von den Finanzämtern verlangt werden.

    Da darf man dann nicht mit einer läppischen Nachforderung von 2,5 Milliarden bei ursprünglich 73 Milliarden Steuerlast kommen ...

    PS:

    Ich sehe das so ähnlich bei den deutschen Betreibern in der Energiewirtschaft. Völlig naiv hat die Politik jahrzehntelang schlechtes Management gedeckt, und jetzt wo der AKW-Rückbau beginnt und angehäufte Rücklagen niemals reichen werden, werden die sicher kommenden Verluste in zukünftige Insolvenzunternehmen ausgelagert und am Ende dem Steuerzahler aufgedrückt (Damit meine ich die Politik von E.On und anderen)

    Wenn unsere Administrationen keine Rechtssicherheit schaffen können, weil sie schlecht arbeiten, da kann ich auch den Ruf nach Schiedsgerichten verstehen (auch wenn diese im Unterschied zu TTIP von öffentlichen Trägern organisiert und demokratisch legitimiert sein sollten).



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 30.04.15 18:12 durch neustart.

  2. Der Bürger ist noch peinlicher

    Autor: miauwww 30.04.15 - 20:57

    Bzw. das gros der Leute, die immer noch solche Nieten wählen, und sich über Steuerlasten beschweren, aber dennoch bei solchen Firmen wie Apple, MS, Amazon weiter dicke einkaufen. Denn deren Steuervorteile müssen bei uns kompensiert werden, entweder durch höhere Neuverschuldung oder durch höhere Steuern.

  3. Re: Die Politik ist nur noch peinlich ...

    Autor: errich 30.04.15 - 21:06

    Die genannten 74 Mrd. USD von 2009 - 2012 können nicht stimmen. So viel Bruttogewinn hatte Apple gerade mal in den Jahren zusammengerechnet. Aber die offizielle Steuerlast ist viel kleiner, über den Daumen ca. 25% davon.

  4. Re: Der Bürger ist noch peinlicher

    Autor: ger_brian 30.04.15 - 22:12

    Na dann sag mir doch mal einen großen Konzern, der Laptop, Smartphone und Tabletbetriebssysteme anbietet und keine derartige Taktik nutzt? Richtig, es gibt keinen. Des weiteren ist das Problem AUSSCHLIESSLICH der Politik anzulasten, da die Konzerne sich im legalen Rahmen bewegen bzw. sogar von den Aktionären verklagt werden können, wenn sie wissentlich zu viel Steuern bezhahlen.

  5. Re: Der Bürger ist noch peinlicher

    Autor: miauwww 01.05.15 - 09:42

    ger_brian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na dann sag mir doch mal einen großen Konzern, der Laptop, Smartphone und
    > Tabletbetriebssysteme anbietet und keine derartige Taktik nutzt? Richtig,
    > es gibt keinen. Des weiteren ist das Problem AUSSCHLIESSLICH der Politik
    > anzulasten, da die Konzerne sich im legalen Rahmen bewegen bzw. sogar von
    > den Aktionären verklagt werden können, wenn sie wissentlich zu viel Steuern
    > bezhahlen.

    Bislang sind von asiatischen Firmen solche Tricks in ihrem Eu-Geschäft nicht bekannt geworden. Werden die nun von ihren Aktionären verklagt? Und bei den Betriebssystemen darf man nun auch mehr denn je auf die 'echten' Linuxe hoffen.

    Das der parlamentarischen Politik allein anzulasten, ist reichlich kurzsichtig. Und mehr noch: so wird nur der status quo befestigt. Ich bin nicht nur Wähler, sondern auch Konsument, und kann also auf mindestens 2 Wegen das bisschen Einfluss ausüben. Was irgendwie legal und also im Sinne der Aktionäre sei, ist noch lange nicht, was ich akzeptieren muss - oder auf die Politik warten.

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