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Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

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  1. Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: Butterkeks 27.05.15 - 20:37

    Ich meine - man kommt so gut wie gar nicht um die Datensammelwut dieser und anderer Firmen herum, wenn man nicht von wichtigen Teilen des heutigen Lebens ausgeschlossen werden möchte. Das gilt besonders dann, wenn man eben NICHT als digitaler Asket leben möchte - ich interessiere mich brennend für Informatik, möchte aber nicht, dass praktisch mein gesamtes Leben in den Datenbanken verschiedenster Firmen dokumentiert und ausgewertet wird - muss sich das ausschließen?
    Von daher - ja, mehr Innovationen wären gut, eigentlich sogar absolut notwendig, nicht aber weitere, unkontrollierte, Firmen wie Google, FB, etc. die fröhlich an ihren Monopolen herumbasteln (und ja, auch wenn es "Alternativen" gibt, ist z.B. Google für mich ein Quasi-Monopol - wer verwendet schließlich Bing?)

  2. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: Jasmin26 27.05.15 - 21:09

    spioniert ein Staat oder sammelt Metadaten wird "geschrieben und gemeckert", bei dubiosen Firmen wird das selbe verhalten "verteidigt" ...

  3. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: Butterkeks 27.05.15 - 21:46

    Naja, über die NSA regt sich auch kaum jemand auf. Nur halt ein paar mehr...

  4. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: User_x 27.05.15 - 21:47

    staat schnüffelt und und droht notfalls mit gefängnis. wenn es für etwas noch kein gesetz gibt, wird das schon hingebogen werden ...VDS zum beispiel wieder, während unternehmen die schnüffeln die hoffnung schüren, dass man evtl. irgendwann mal von denen als kunde hofiert wird und man denen die unfähigkeit vor augen halten kann, während das beim gesetzgeber niemanden interessiert und man ggf. seine strafe + ggf. zusatz aufgebrummt bekommt.

    wenn mich die gez oder gema ausspionieren würde, würde ich auch auf die barrikaden gehen, bringt aber im endeffekt auch nix.

    und google: einfach mal eine suchmaschine in eu basteln, die alle suchergebnisse von goolge nimmt, aber keine cookies etc. durchleitet. wenn viele den gleichen ursprung haben, kann man den einzelnen nicht mehr herausfischen. das suchergebnis wird aber wohl darunter leiden.

  5. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: Butterkeks 27.05.15 - 21:50

    Gibt es schon (z.B. startpage), aber da kann man sich leider auch nicht sicher sein, ob die sich anderen Anonymitätsversprechen halten. Und die Ergebnisse kommen mir tatsächlich nicht so gut vor wie die bei Google direkt.

  6. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: non_sense 27.05.15 - 22:19

    Butterkeks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich meine - man kommt so gut wie gar nicht um die Datensammelwut dieser und
    > anderer Firmen herum, wenn man nicht von wichtigen Teilen des heutigen
    > Lebens ausgeschlossen werden möchte.

    Das ist leider ein zweischneidiges Schwert.
    Auf der einen Seite ja, die Sammelwut muss eingedämmt werden, aber auf der anderen Seite fördert die Sammelwut auch Innovationen. Das Sammeln von Daten kann durchaus helfen, schneller an Informationen zu kommen. Beispielsweise Suchbegriffe, die ich unter Google eingebe. Gebe ich den Begriff "String" ein, kommen bei mir Hauptsächlich Ergebnisse, die mir Informationen über Zeichenketten geben. Bei einer anderen Person könnten die Ergebnisse aber durchaus ein Kleidungsstück betreffen. Ein Softwareentwickler muss sich also nicht durch Tonnen an Links von Dessous-Shops vorbeiklicken und das gleiche gilt umgekehrt z.B. für einen Striptease-Tänzer. Allerdings kann das Analysieren des Suchverhaltens auch nachteilig manipuliert werden, indem einem Links zu einer einseitigen Recherche untergejubelt werden.

    Google hat einfach den besten Suchalgorithmus, aufgrund der Sammelwut, und das darf man nicht vergessen.

  7. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: Stepinsky 27.05.15 - 22:27

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und google: einfach mal eine suchmaschine in eu basteln, die alle
    > suchergebnisse von goolge nimmt, aber keine cookies etc. durchleitet. wenn
    > viele den gleichen ursprung haben, kann man den einzelnen nicht mehr
    > herausfischen. das suchergebnis wird aber wohl darunter leiden.

    Erstens wird Google nicht einfach das Abzapfen von Daten ohne Gegenleistung erlauben.
    Zweitens: wie soll sich diese ominöse Suchmaschine finanzieren? Entweder zahlt die Öffentlichkeit - dann haben die Geheimdienst gleich ein paar Ideen dazu. Oder du schaltest Werbung - dann hast du Tracking. Oder du bezahlst die Suchmaschine, dann wird ein nicht-anonymes Surfen dabei heraus kommen.

  8. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: Butterkeks 27.05.15 - 22:41

    non_sense schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Butterkeks schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Das ist leider ein zweischneidiges Schwert.
    > Auf der einen Seite ja, die Sammelwut muss eingedämmt werden, aber auf der
    > anderen Seite fördert die Sammelwut auch Innovationen. Das Sammeln von
    > Daten kann durchaus helfen, schneller an Informationen zu kommen
    Ich persönlich hätte in diesem Fall gar nichts gegen eine etwas langsamere Entwicklung. Außerdem könnte das Sammeln und Analysieren der Daten doch z.B. auch lokal auf den Endgeräten stattfinden - das wäre ein guter Mittelweg, denke ich. Etwas aufwendiger in der Entwicklung und weniger komfortabel zwar, aber definitiv besser als der Status Quo.

    > Beispielsweise Suchbegriffe, die ich unter Google eingebe. Gebe ich den
    > Begriff "String" ein, kommen bei mir Hauptsächlich Ergebnisse, die mir
    > Informationen über Zeichenketten geben. Bei einer anderen Person könnten
    > die Ergebnisse aber durchaus ein Kleidungsstück betreffen. Ein
    > Softwareentwickler muss sich also nicht durch Tonnen an Links von
    > Dessous-Shops vorbeiklicken und das gleiche gilt umgekehrt z.B. für einen
    > Striptease-Tänzer. Allerdings kann das Analysieren des Suchverhaltens auch
    > nachteilig manipuliert werden, indem einem Links zu einer einseitigen
    > Recherche untergejubelt werden.
    >
    > Google hat einfach den besten Suchalgorithmus, aufgrund der Sammelwut, und
    > das darf man nicht vergessen.
    Naja, selbst wenn jemand einen besseren Algorhitmus hätte würden immer noch die gewaltigen Datenbanken inklusive Webcrawlern fehlen. Ohne die nützt einem das beste Suchprogramm nichts.

  9. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: DrWatson 27.05.15 - 22:44

    Jasmin26 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > spioniert ein Staat oder sammelt Metadaten wird "geschrieben und
    > gemeckert", bei dubiosen Firmen wird das selbe verhalten "verteidigt" ...

    Hat damit zu tun, dass das eine freiwillig ist und das andere per Zwang passiert.

  10. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: mnementh 27.05.15 - 23:41

    Butterkeks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich persönlich hätte in diesem Fall gar nichts gegen eine etwas langsamere
    > Entwicklung. Außerdem könnte das Sammeln und Analysieren der Daten doch
    > z.B. auch lokal auf den Endgeräten stattfinden - das wäre ein guter
    > Mittelweg, denke ich. Etwas aufwendiger in der Entwicklung und weniger
    > komfortabel zwar, aber definitiv besser als der Status Quo.
    >
    http://de.wikipedia.org/wiki/YaCy

  11. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: mnementh 27.05.15 - 23:44

    Stepinsky schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > User_x schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > und google: einfach mal eine suchmaschine in eu basteln, die alle
    > > suchergebnisse von goolge nimmt, aber keine cookies etc. durchleitet.
    > wenn
    > > viele den gleichen ursprung haben, kann man den einzelnen nicht mehr
    > > herausfischen. das suchergebnis wird aber wohl darunter leiden.
    >
    > Erstens wird Google nicht einfach das Abzapfen von Daten ohne Gegenleistung
    > erlauben.
    Was sollte Google dagegen machen? Metasuchmaschinen gab es bereits vor Google und es gibt sie auch heute (ixquick zum Beispiel). Das "Abzapfen von Daten" besteht ja auch nur im Absenden von Suchanfragen und dem Parsen der Ergebnisse.

  12. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: Butterkeks 28.05.15 - 00:12

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > http://de.wikipedia.org/wiki/YaCy

    Danke für den Tipp!

  13. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: Atzeonacid 28.05.15 - 05:12

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jasmin26 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > spioniert ein Staat oder sammelt Metadaten wird "geschrieben und
    > > gemeckert", bei dubiosen Firmen wird das selbe verhalten "verteidigt"
    > ...
    >
    > Hat damit zu tun, dass das eine freiwillig ist und das andere per Zwang
    > passiert.

    Na, so richtig freiwillig ist das ja auch nicht. Facebook oder Google z.B. haben Daten über meine Oma, die vielleicht gerade mal den Namen der Unternehmen kennt. Im Prinzip ist das doch das Gleiche: die Benutzung von Kommunikationsmitteln ist immer freiwillig, auch der Staat zwingt Niemanden zu telefonieren oder “Neuland“ zu betreten. Ja, man kann natürlich das Internet auch ohne Google benutzen, aber ist wohl in der Praxis eher selten.
    Der Unterschied ist vielleicht eher, dass eventuelle Sanktionen vonseiten des Staates anders aussehen als die von Unternehmen “verhängten“, wie z.B. Absprechen der Kreditwürdigkeit (vgl. Schufa). Bei staatlich verhängten Strafen hat man aber zumindest davor ein rechtsstaatliches Verfahren gesetzt...
    Im Idealfall (!) habe ich allerdings lieber einen Staat, der schließlich aus uns allen besteht, der Daten über mich sammelt als ein Unternehmen, das nur denjenigen nützt, die sich die Taschen voll machen.

  14. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: exxo 28.05.15 - 07:36

    Mich wundert es immer wieder das die Leute erst so richtig mit dem Google Bashing angefangen haben nachdem der Springer Verlag in seinen Zeitschriften negative Artikel über diese Firma geschrieben hat. Letzen Samstag übrigens wieder in der Zeit. Warum Springer das machen sollte jedem klar sein. Auch bei den Watch Blogs über Google wäre es mal interessant herauszufinden wer und warum die finanziert werden.

    Kritik ansich ist gut, aber nur weil man selber nicht soviel Geld verdient wie die Mitbewerber, diesen in seitenlangen Artikeln in seinen Wochenendausgaben zu denunzieren halte ich für unglaubwürdig.

    Lasst euch nicht von Springer manipulieren ;-)

  15. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: Jastol 28.05.15 - 08:21

    exxo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Lasst euch nicht von Springer manipulieren ;-)

    +1

    Ansonsten sollte man sich eigentlich einfach mal folgendem Bewusst sein. In Meinen Augen gibt es drei Stufen der Digitalen Überwachung:

    - Firmen, wie Google, wollen Geld verdienen. Daher Nutzten diese Firmen Ihre Möglichkeiten immer mehr Menschen immer effizienter die Sachen anzubieten welche diese benötigen. Natürlich wird dabei auch viel mit Psychologie gearbeitet um jemanden dazu zu bringen, etwas zu kaufen, aber im Endeffekt entscheidet hier der Mündige Bürger selbst ob er etwas käuft oder nicht. Im allgemeinen finde Ich ist das für den Endnutzer aber von vorteil, aber man sollte trotzdem z.Bsp. in der Shcule lernen damit umzugehen. Google und Co. verdienen also indirekt an Ihren Kunden.

    - Die ersten Gefährlichen Firmen sind eigentlich Versicherer, Krankenkassen etc. hier hat man bereits ein zweischneidiges Schwert. Zum einen greifen diese nicht mehr indirekt durch passive Beeinflussung ein sondern sie können im schlimmsten Fall ganz Aktiv die Kosten für einen Erhöhen. Es wird also Aktiv am Kunden verdient und dann gibt es einen ganz klaren Konflikt, da der Kunde nicht mehr selbst frei ist in seiner Entscheidung sondern aktiv gezwungen werden kann.

    - Als letztes kommt der Staat, der eine Verbrechensaufklärung von 100% haben möchte. Das ist ja soweit wunderschön und Utopisch, aber funktioniert nicht, wenn es so viele Gesetze gibt das eigentlich sowieso jeder Täglich mindestens ein Verbrechen begeht. Ansonsten kann es natürlich auch genutzt werden um Oppositionelle zu diskreditieren, allerdings sehe Ich hier eher weniger das Problem, da wir (momentan) eine relativ gut aufgeklärte und offene Gesellschaft haben, dies kann sich aber jederzeit ändern.

    Kommen wir nun zu einem Beispiel um die drei Dinge zu verdeutlichen:

    Person A leidet an eine chronischen Krankheit und hat jetzt erfahren, dass in den USA als Therapie Cannabis benutzt wird. Er benutzt also das Internet um sich darüber zu informieren.

    - Google und Co. werden versuchen Ihm einfach nur Versuchen Ihm darüber Informationen geben, Vor-/Nachteile auflisten, Kontakte vermitteln etc. Die Person kann sich also ohne Probleme frei informieren und dann eine Entscheidung treffen.

    - Die Krankenkasse wird hellhörig und trägt den kunden einerseits in eine Risikogruppe ein womit potenziell sein Tarif steigen könnte und wird Ihn vll auf teure pharmazeutische Alternativen aufmerksam machen und dahin lenken. Nicht optimal aber ertragbar.

    - Der Saat vermerkt es direkt in der Akte "Potenzieller Kiffer" oder sowas und fortan darf Person A sich von jedem Polizisten den er sieht Durchleuchten lassen. Er wird also direkt als Krimineller eingestuft, bevor er überhaupt auf die Idee kam eine Straftat zu begehen.


    Fazit: Es macht sehr wohl einen riesigen Unterschied ob Google oder der Staat die Internetverbindung anzapfen.

  16. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: zufälliger_Benutzername 28.05.15 - 08:31

    >würden immer noch die gewaltigen Datenbanken inklusive Webcrawlern fehlen.
    Zumindest ich hatte bei den diverse größeren alternativen Suchmaschinen nie das Problem dass eine Seite die ich gesucht habe (zugegeben: Das meiste sind dannn doch bekanntere Seiten, aber die Suchanfragen der meisten anderen Menschen werden auch nicht viel anders aussehen) gar nicht indexiert war, nur sind sie viel weiter hinten, während auf Seite 1 dann oft Zeug ist das nicht dem entspricht was ich eigentlich wollte.
    Man gewöhnt sich einfach daran dass Google weiß was man will, und tatsächlich weit vorne Ergebnisse bringt die man für relevant hält.

  17. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: non_sense 28.05.15 - 09:35

    Butterkeks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich persönlich hätte in diesem Fall gar nichts gegen eine etwas langsamere
    > Entwicklung. Außerdem könnte das Sammeln und Analysieren der Daten doch
    > z.B. auch lokal auf den Endgeräten stattfinden - das wäre ein guter
    > Mittelweg, denke ich. Etwas aufwendiger in der Entwicklung und weniger
    > komfortabel zwar, aber definitiv besser als der Status Quo.
    Und wie soll das denn ablaufen?
    Soll das Smartphone oder der PC dann die relevanten Treffer filtern? Das wäre leider undenkbar, da die Anzahl der Daten sehr groß sind, und ein einzelnes Smartphone/einzelner PC nicht performant genug wäre. Ein weiteres Problem bestehe auch, wenn man mehrere Geräte hat. Jedes Gerät müsste man erst mal beibringen, wie es zu suchen hat. In Zeiten, wo man mehrere Geräte besitzt und auch gleichzeitig bedient, ist dies auch schon recht undenkbar geworden, und macht die Sache nur noch komplizierter.

    Butterkeks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, selbst wenn jemand einen besseren Algorhitmus hätte würden immer noch
    > die gewaltigen Datenbanken inklusive Webcrawlern fehlen. Ohne die nützt
    > einem das beste Suchprogramm nichts.

    Die Webcrawler sind gar nicht das Problem, sondern der Suchalgorithmus durch die Menge. Es ist in der Tat so, dass bei vielen anderen Suchmaschinen relevante Links erst auf Seite 3 oder 4 auftauchen, während diese bei Google auf Platz 1 stehen, weil Google anhand deiner Daten weiß, was du eigentlich suchen willst.

  18. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: Niaxa 28.05.15 - 10:27

    Ich habe kein Problem mit Google und Konsorten. Ich nutze bewusst Datendienste, die mir das Leben leichter machen und bin mir auch dessen bewusst, dass diese meine Daten erst mal benötigen um zu funktionieren oder das Angebotene auf mich zuzuschneiden. Ich erkenne keine Nachteile für mich, wenn ich daran denke, was für Daten Google von mir hat und warum. Im Gegenteil, wenn ich irgendwo Werbung bekomme, ist es wenigstens Werbung, mit der ich etwas anfangen kann. Ich verstehe auch, dass solch umfassende Online-Dienste einfach kosten. Und wenn ich mich zwischen Werbung und Geld als Bezahlung entscheiden muss, dann nehme ich doch lieber die auf mich zugeschnittene Werbung.

    Ich bin sicher niemand, der sagt: "Sollen sie doch, ich habe nichts zu verbergen", aber genau deswegen achte ich darauf welche Daten ich frei gebe. Ich nutze kein Onlinebanking, da ich es für immernoch mangelhaft halte und ich niemals meine Bankdaten im Netz rumgehen lassen würde, solange diese nich wie z.B. bei Paypal versichert sind, falls mal etwas schief läuft. Und auch diese Art von Bezahlung versuche ich tunlichst zu vermeiden.

    Jeder muss seinen Weg für sich finden. Wenn ich natürlich mein ganzes Leben auf Facebook oder G+ poste, brauch ich mich im Anschluss auch nicht beschweren. Daten sind verlockend. Damit lässt sich Geld machen. Deshalb muss man sich selbst schützen und nicht an Unternehmen herummeckern, welche von diesen Daten leben. Ich lasse schließlich auch nicht meinen Geldbeutel mit meinem kompletten Monatslohn vor der Türe liegen, weil ich so gutgläubig bin, dass dieser nicht entwendet wird. Warum passt man dann nicht auf die persönlichen Daten besser auf? In meinen Augen, verstehen die meisten einfach nicht was Digitaler Raum ist. Jeder geht nur so Flax damit um, weil es ja nicht die Realität ist. Und wenn dann etwas in die Realität überschwappt, wundert man sich und beschwert sich, wo es nur geht. Das ist aber unsere neue Realität. Und wir selbst sind in der Verantwortung uns besser aufzuklären und auf unser Hab und Gut aufzupassen, vor allem auch wenn es um unsere Daten geht.

  19. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: Butterkeks 28.05.15 - 10:34

    non_sense schrieb:
    -----------------
    > Und wie soll das denn ablaufen?
    > Soll das Smartphone oder der PC dann die relevanten Treffer filtern? Das
    > wäre leider undenkbar, da die Anzahl der Daten sehr groß sind, und ein
    > einzelnes Smartphone/einzelner PC nicht performant genug wäre. Ein weiteres
    > Problem bestehe auch, wenn man mehrere Geräte hat. Jedes Gerät müsste man
    > erst mal beibringen, wie es zu suchen hat. In Zeiten, wo man mehrere Geräte
    > besitzt und auch gleichzeitig bedient, ist dies auch schon recht undenkbar
    > geworden, und macht die Sache nur noch komplizierter.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, wird das bei YaCy (hat gestern noch jemand vorgeschlagen) so gemacht.
    Die fehlende Synchronisation wäre wohl bei solchen Programmen allgemein problematisch, das stimmt.


    > Die Webcrawler sind gar nicht das Problem, sondern der Suchalgorithmus
    > durch die Menge. Es ist in der Tat so, dass bei vielen anderen
    > Suchmaschinen relevante Links erst auf Seite 3 oder 4 auftauchen, während
    > diese bei Google auf Platz 1 stehen, weil Google anhand deiner Daten weiß,
    > was du eigentlich suchen willst.

    Ich meinte mit Webcrawler eigtl. erstmal nur die nötige Hardware mit Internetanbindung - wenn man die nicht hat, sind die Suchergebnisse nicht so hübsch aktuell wie bei Google.

  20. Re: Bin ich hier der Einzige, der sich an Google, FB & Co stört?

    Autor: bofhl 28.05.15 - 11:19

    Butterkeks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich meine - man kommt so gut wie gar nicht um die Datensammelwut dieser und
    > anderer Firmen herum, wenn man nicht von wichtigen Teilen des heutigen
    > Lebens ausgeschlossen werden möchte. Das gilt besonders dann, wenn man eben
    > NICHT als digitaler Asket leben möchte - ich interessiere mich brennend für
    > Informatik, möchte aber nicht, dass praktisch mein gesamtes Leben in den
    > Datenbanken verschiedenster Firmen dokumentiert und ausgewertet wird - muss
    > sich das ausschließen?

    Alleine das Internet zu benutzen ,egal wie, bedeutet immer das deine Daten ausgewertet wurden! Denn ohne hättest du keinen Zugang in Form einer funktionierenden IP-Adresse!
    Und diese Information muss gespeichert und verwaltet werden, sonst ist es sinn- und nutzlos. Damit ist dein Wunsch per se unsinnig - d.h. wer digitalen Zugang zur "Welt" will, muss seine Daten zur Sammlung hergeben!

    > Von daher - ja, mehr Innovationen wären gut, eigentlich sogar absolut
    > notwendig, nicht aber weitere, unkontrollierte, Firmen wie Google, FB, etc.
    > die fröhlich an ihren Monopolen herumbasteln (und ja, auch wenn es
    > "Alternativen" gibt, ist z.B. Google für mich ein Quasi-Monopol - wer
    > verwendet schließlich Bing?)

    Du siehst das falsch - vor Google gab es zig andere Firmen, die früher als unumgänglich für (z.B.) Suche im Internet angesehen wurden - heute sind sie verschwunden oder irrelevant (AltaVista, Yahoo Suche)
    Heute ist es eben Google (oder Facebook) - morgen können diese Firmen bereits wieder weg sein! Sieh die Firma RIM (heute Blackberry genannt) oder Nokia an! Vor nicht mal so langer Zeit - ~5 Jahre! - waren diese Firmen "der Gipfel" der Mobil-Telefonie!
    Digital Equipment, Compaq, SUN, Silicon Graphics International, Lucent, Marconi - alles große Namen! Vieles davon ist entweder verschwunden, wird nur mehr als Markenname benutzt oder wurde übernommen!

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