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Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

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  1. Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: LCO 02.07.15 - 20:30

    was sind 12 Milliarden, wenn man damit dem eigenen Land eine Zukunft sichert, gerade für solche Infrastruktur-Projekte zahle ich gern meine Steuern.

  2. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: Anonymer Nutzer 02.07.15 - 21:08

    90% der "Griechenlandhilfen" sind direkt an französische und deutsche Banken gegangen.

    Die privaten Gläubiger wurden und werden ausgezahlt und an deren Stelle tritt jeder Steuerzahler in der EU. Und wer ist dafür verantwortlich? Kleiner Tipp, es ist nicht Griechenland.

  3. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: spiderbit 02.07.15 - 21:17

    schoener Trollversuch musste lachen :)

    Mehr ists aber auch nicht... was glaubst du wo das geld hin ging das sie sich bei uns geborgen haben zu deutschen firmen und deren Mitarbeiter.

    Das wir so billig waren und es mit dem Lohndumping so uebertrieben haben, das wir deren Wirtschaft kaputt gemacht haben ( bei griechenland moegen andere sachen dazu kommen, aber haben die selben diskussionen uebermorgen auch bezueglich Spanien und italien und dort war es keine Rente mit sonstwas sondern das wir uns auf kosten der anderen Wirtschaftilch durch dumping breit gemacht haben.

  4. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: Jasmin26 02.07.15 - 23:49

    das einzige was sich "breit" gemacht hat, ist deine unsagebar Unwissenheit ! hättes t du auch nur ein bisschen geschichtliche Kenntnisse über den "Staat" Griechenland, und da reicht schon die Zeit ab 1830, würdest du nicht solch viele Buchstaben verschwenden !

  5. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: spiderbit 02.07.15 - 23:55

    ob die anzahl der buchstaben nun so viel zur sache tut....

  6. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: DrWatson 03.07.15 - 00:27

    spiderbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mehr ists aber auch nicht... was glaubst du wo das geld hin ging das sie
    > sich bei uns geborgen haben zu deutschen firmen und deren Mitarbeiter.

    Klarer Fall der Broken Window Fallacy.

    > Das wir so billig waren und es mit dem Lohndumping so uebertrieben haben,

    Wer hat Lohndumping betrieben? Warum kommen Franzosen, Portugiesen, Spanier, Italiener nach Deutschland zum arbeiten?

    > das wir deren Wirtschaft kaputt gemacht haben ( bei griechenland moegen
    > andere sachen dazu kommen, aber haben die selben diskussionen uebermorgen
    > auch bezueglich Spanien und italien und dort war es keine Rente mit
    > sonstwas sondern das wir uns auf kosten der anderen Wirtschaftilch durch
    > dumping breit gemacht haben.

    Mal ein paar Fakten: Griechenland hat EU-weit die höchste Korruption, die höchsten Militärausgaben, als einziges Land in Europa kein Kataster, extreme Steuerhinterziehung, extrem ungerechte Besteuerung (manche Branchen zahlen sehr hohe Steuern, andere Branchen (Reedereien) gar keine), eine Staatsquote von fast 60% und einen Beamtenanteil von einem Drittel. 90% der Bevölkerung bezeichnen laut einer Umfrage die politischen Parteien als sehr, bis extrem korrupt.
    Die griechischen Ministerien hatten bis in die 2000er Jahre keine EDV und als EDV eingeführt wurde gab es massive Streiks von Gewerkschaften.
    In vielen Branchen muss man eine Konzession kaufen um überhaupt ein Geschäft betreiben zu dürfen und ausländische Investitionen sind in vielen Branchen verboten.

  7. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: Anonymer Nutzer 03.07.15 - 05:23

    Und nun?

    Erklär doch mal lieber wieso die Rettungsmaßnahmen der letzen Jahre allesamt darauf ausgerichtet waren private Gläubiger auszuzahlen und an deren Stelle den EU Steuerzahler zu setzen?

    Wie kann es sein das eine private Bank einen Kredit gibt und wenn dieser droht zu platzen plötzlich die Allgemeinheit dafür gerade stehen soll.

    Also wenn ich einen Kredit nicht mehr zurückzahlen kann kommt nicht der Staat und zahlt für mich diesen Kredit ab.

    Wenn die Bank Kredite verteilt als wären es Bonbons dann muss sie eben auch einkalkulieren das ein Kredit platzt. Und nicht dann rumheulen.

    Aber es scheint normal geworden zu sein gewinne zu privatisieren und Schulden zu sozialisieren.


    Ps: Das Griechenland einen der höchsten millitäretas hat ist übrigens Deutschland zu verdanken.
    Deutschland hat sich noch in der Krise dagegen gestellt Ausgaben für das Militär zu reduzieren. Logisch, denn es waren noch ein paar Bestellungen bei der deutschen waffenindustrie offen.

  8. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: Anonymer Nutzer 03.07.15 - 07:58

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und nun?
    >
    > Erklär doch mal lieber wieso die Rettungsmaßnahmen der letzen Jahre
    > allesamt darauf ausgerichtet waren private Gläubiger auszuzahlen und an
    > deren Stelle den EU Steuerzahler zu setzen?

    Das kann man sich doch an 3 Fingern abzählen.

    > Wie kann es sein das eine private Bank einen Kredit gibt und wenn dieser
    > droht zu platzen plötzlich die Allgemeinheit dafür gerade stehen soll.

    StaMoKap

    > Also wenn ich einen Kredit nicht mehr zurückzahlen kann kommt nicht der
    > Staat und zahlt für mich diesen Kredit ab.

    Irgendwie hat es eine kleine Gruppe geschafft, dass eien große Gruppe für sie anschafft. Und wer hat dabei geholfen? Richtig: Politik und Medien. Und damit sind die Feinde des Mittelstands schon benannt.

    > Wenn die Bank Kredite verteilt als wären es Bonbons dann muss sie eben auch
    > einkalkulieren das ein Kredit platzt. Und nicht dann rumheulen.

    Das Problem ist, dass der Staat über die Zentralbanken eine Gelschaffung aus der Luft ermöglicht hat. Mit jedem neuen kredit entsteht Geld. Und seit bretton Woods ungehindert. Durch die durchgezogene Umverteilung von fleißig nach reich landet also immer mehr dieses neugeschaffenen Geldes ganz weit oben. Bei den ehemaligen Frankfurter Bankern. Durch Firmenkonglomerate wie Blackrock besitzen sie eine derartige Macht auf Wirtschaft und Politik, dass sie praktisch die Gesetze mitbestimmen. Wie soll das gutgehen?

    > Aber es scheint normal geworden zu sein gewinne zu privatisieren und
    > Schulden zu sozialisieren.
    Ja, normal für die, die davon profitieren und die die dabei helfen.

    > Ps: Das Griechenland einen der höchsten millitäretas hat ist übrigens
    > Deutschland zu verdanken.

    Wieso das? Macht D den GR-Etat?
    Wir sind einfach fremdbestimmt, da bleibt kein Platz mehr für den eigenen Schutz.

    > Deutschland hat sich noch in der Krise dagegen gestellt Ausgaben für das
    > Militär zu reduzieren. Logisch, denn es waren noch ein paar Bestellungen
    > bei der deutschen waffenindustrie offen.

    Und wem gehören diese Firmen, das sind keine deutschen Besitzer mehr. Die sind in der Hand der Ostküste ,die wie o.g. vordergründige Bumänner sucht, an denen sich der Mob abarbeiten kann.

  9. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: miauwww 03.07.15 - 10:18

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 90% der "Griechenlandhilfen" sind direkt an französische und deutsche
    > Banken gegangen.
    >
    > Die privaten Gläubiger wurden und werden ausgezahlt und an deren Stelle
    > tritt jeder Steuerzahler in der EU. Und wer ist dafür verantwortlich?
    > Kleiner Tipp, es ist nicht Griechenland.

    Nein, GR ist letztlich durchaus mit Schuld. Im Kern freilich hätten eben jene Banken GR gar nicht so viel billige Kredite geben dürfen. Bzw. unsere Politiker hätten die Neuverschuldung GRs genauer prüfen müssen. Nur durch solche Schlamperei und Gier konnte es zu der Krisen kommen.

  10. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: DrWatson 03.07.15 - 10:32

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erklär doch mal lieber[…]
    >
    > Wie kann es sein das eine private Bank einen Kredit gibt und wenn dieser
    > droht zu platzen plötzlich die Allgemeinheit dafür gerade stehen soll.
    >
    > Also wenn ich einen Kredit nicht mehr zurückzahlen kann kommt nicht der
    > Staat und zahlt für mich diesen Kredit ab.

    Wenn du einen Kredit nicht zurückzahlen kannst bist du insolvent.

    Eine Insolvenz Griechenlands wollte die EU vermeiden, weil Griechenland dann den Euro hätte verlassen müssen, deshalb hat man die Rettungen durchgeführt. Indirekt hat das natürlich den Gläubigern genutzt. Man hätte die Maastricht Regeln gar nicht erst brechen dürfen, jetzt bekommen wir langsam die Rechnung dafür
    Je später der Grexit kommt, desto teurer wird es.

    > Aber es scheint normal geworden zu sein gewinne zu privatisieren und
    > Schulden zu sozialisieren.

    Ja und es sind oft sozialdemokratische Parteien, die so etwas tun. Siehe "Philipp Holzmann" oder "General Motors".

    Bei Banken muss man aber schon im Vorraus dafür sorgen, dass bei einer Pleite keine Girokonten betroffen sind. Die Problematik besteht aber weiterhin.

  11. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: bernd71 03.07.15 - 10:51

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prinzeumel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 90% der "Griechenlandhilfen" sind direkt an französische und deutsche
    > > Banken gegangen.
    > >
    > > Die privaten Gläubiger wurden und werden ausgezahlt und an deren Stelle
    > > tritt jeder Steuerzahler in der EU. Und wer ist dafür verantwortlich?
    > > Kleiner Tipp, es ist nicht Griechenland.
    >
    > Nein, GR ist letztlich durchaus mit Schuld. Im Kern freilich hätten eben
    > jene Banken GR gar nicht so viel billige Kredite geben dürfen. Bzw. unsere
    > Politiker hätten die Neuverschuldung GRs genauer prüfen müssen. Nur durch
    > solche Schlamperei und Gier konnte es zu der Krisen kommen.

    Es ist ja nicht so das bei uns mit öffentlichen Geldern verantwortungsvoll umgegangen wird.
    So wie es nicht den Schuldigen gibt gibt es auch nicht die Lösung.

  12. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: spiderbit 03.07.15 - 14:31

    Warum kommen die zu uns, dank unserem Lohndumping TROTZ massiver produktivitaetssteigerung sind unsere Produkte in Europa konkurenzlos billiger, da es keine Zoelle oder abwertungen gibt, kaufen natuerlich alle fast ausschliesslich noch bei uns Zeug.

    Nun haben wir nicht sonderlich hoch bezahlte jobs aber wenns in den Laendern wegen unserem dumping keine Stellen mehr gibt kommen sie natuerilch hier her.

    Das widerspricht also meiner These nicht. Griechenland ist immer das sonderbeispiel, was war mit DDR? War noch schlimmer als wir sie in unsere starke Waehrung auf genommen haben sind sie daran auch zu grunde geraten, ja sie standen auch davor nicht Luxerioes da, aber wenn ich mir heute mal diese laecherlichen Schulden an schaue muss ich schon fast sagen das war ein Kerngesunder Staat, mal was schulden an ging.

    Logisch wenn man die Waehrung uebernimmt gehoehrt man zum Inland, daher braeuchte es auch einen Laenderfinanzausgleich oder bist auch der Meinung das die in Berlin und co taeglich Festerglaeser kaputt machen? Oder frueher halt in Bayern?

    Das Konstrukt konnte nicht funktionieren, es gibt keine Waehrungsraeume die fast keine gemeinsame Politik gerade soziales und steuern und wirtschaft macht, die ueberlebensfaehig sind.

    Das in Griechenland viel falsch lief sicher, das gilt aber auch fuer fast jedes andere Land.

    Fakt ist es gab ein 2% Inflationsziel, Deutschland meinte man kann als einzelner staat das massiv unterbieten (Lohndumping) das fuehrt dann erstmal dazu das die Staaten auseinander triften und solche Probleme entstehen, und das es eben nicht nur das gottverlassene Bildzeitungslieblingsland Griechenland ist sondern die Probleme in Spanien und Italien aehnlich gross sind zeigt das es nicht nur ein paar korrupte politiker sind.

    Btw hier wird auch massiv Geldwaesche betrieben und Politiker sind auch korrupt. ja wir setzen mehr IT ein. Ungerechtigkeiten gibts hier auch on mass, halt andere, die Erzieher und Pfleger werden betrogen um faire Loehne etc...

    Aber alles viel zu viel klein klein. Der Punkt ist wir haben erstmal mit nem Hammer das oben von dir erwaehnte glas zerschlagen, und beschweren uns jetzt das andere uns den Hammer gereicht haben und damit auch mit geholfen haben.

    Wie gesagt Griechenland ist so nen schoenes Anekdotenbeispiel wo man tolle Geschichten erzaehlen kann (wiese soll ein Urlaubsland gleich gestrickt sein wie ein Industrieland) aber Spanien und Italien beweisen das es nicht die fehlende IT oder sonstige Sachen sind.

    Man kann das machen Nationalistische Wirtschaftkriege (Lohndumping) fahren gegen unsere Euromitgliedern, dann muss man den Euro aber ab schaffen, wenn man sich nur auf deren kosten bereichern will das geht halt nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.07.15 14:35 durch spiderbit.

  13. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: DrWatson 03.07.15 - 16:33

    spiderbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum kommen die zu uns, dank unserem Lohndumping

    Es gibt kein Lohndumping. Der ganze Begriff ist Quatsch. Mit Dumping bezechnet man es, wenn ein Anbieter ein Prudukt dauerhaft unter den Produktionskosten anbietet um Wettbewerbern zu schaden.
    Lohndumping wäre also, wenn jemand in Deutschland freiwillig für einen Lohn arbeiten würde, für den er sich kein Essen mehr leisten könnte. Allein schon weil es in Deutschland Arbeitslosengeld gibt ist das nicht möglich.
    Es gibt in Deutschland auch keinen Höchstlohn oder ähnliches.

    > Griechenland ist immer das
    > sonderbeispiel, was war mit DDR?

    In der DDR waren die Löhne vor der Wiedervereinigung um etwa 75% niederiger als in Westdeutschland. Wenn deine Dumpingtheorie stimmt, müsste also die DDR den Westen kaputtgemacht haben.

    > War noch schlimmer als wir sie in unsere
    > starke Waehrung auf genommen haben sind sie daran auch zu grunde geraten,

    Eben, weil die Umtellung auf DM einer extremen Lohnerhöhung gleichkam.
    Das Gleiche gab es auch in Griechenland, nicht so extrem aber die Einkommen sind schon extrem gestiegen, auf Pump allerdings.



    > ja sie standen auch davor nicht Luxerioes da, aber wenn ich mir heute mal
    > diese laecherlichen Schulden an schaue muss ich schon fast sagen das war
    > ein Kerngesunder Staat, mal was schulden an ging.

    Kerngesund kann man nicht sagen. Die DDR hatte sich in westlichen Devisen verschuldet, hat aber selbst viel zu wenig exportiert um diese je zurückzahlen zu können.
    Gleichzeitig gab es im Sozialismus einen permanenten Kapitalmangel.

    > Logisch wenn man die Waehrung uebernimmt gehoehrt man zum Inland, daher
    > braeuchte es auch einen Laenderfinanzausgleich

    Das ist der Fehler am Euro. Eigentlich waren die Maastricht Regeln dazu gedacht, dass ein "Laenderfinanzausgleich" nie nötig wird.

    > Das in Griechenland viel falsch lief sicher, das gilt aber auch fuer fast
    > jedes andere Land.

    In Griechenland ist das extrem, es gibt nicht mal ein Kataster. D.h. wenn du Land kaufst, kann es sein, dass es dir später jemand streitig macht. Wer will da investieren?

    > Fakt ist es gab ein 2% Inflationsziel

    Das ist kein Ziel, sondern eine Höchstgrenze.

    > Deutschland meinte man kann als
    > einzelner staat das massiv unterbieten (Lohndumping)

    Inflation kann nur die Zentralbank erzeugen.


    > Btw hier wird auch massiv Geldwaesche betrieben und Politiker sind auch
    > korrupt.

    Schau dir mal den Corruption Perception Index an. Es gibt da schon einen deutlichen Unterschied zwischen Deutschland und Griechenland.

    > mass, halt andere, die Erzieher und Pfleger werden betrogen um faire Loehne
    > etc...

    Nein, es wird einfach nur wenig für Pflege und Erziehung ausgegeben und das Angebot an Erziehern ist sehr groß. Auch hier gilt Angebot und Nachfrage.

    > Man kann das machen Nationalistische Wirtschaftkriege (Lohndumping) fahren
    > gegen unsere Euromitgliedern, dann muss man den Euro aber ab schaffen, wenn
    > man sich nur auf deren kosten bereichern will das geht halt nicht.

    Was wäre denn dein konstruktiver Vorschlag?

  14. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: spiderbit 03.07.15 - 17:31

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    geb dir recht das das Wort Lohndumping falsch ist, aber es wurden die Zugewinne der produktivitaet nicht per Loehne an die Angestellten weiter gegeben sondern ein Teil an die manager aber den groesseren Teil in billigere reale Preise (inflationsbereinigt) ueberfuehrt.

    Das hat natuerilch die anderen EU Staaten unter Druck gesetzt.

    Und wer ist denn so naiv das wenn Deutschland nicht ohen Solis und Laenderfinanzausgleich existiren kann ausserander fliegen wuerde, es zu Torroranschlaegen oder Buergerkrieg kommen wuerde, das dies in nem noch groesseren und gleichzeitig noch staerker unterschiedlichen Raum klappen kann?

    Das war zum Scheitern verurteilt, selbst die Bevuerworter damals vom Euro wussten das der Euro nur gelingen kann wenn die Politische Einheit (zumindest ein deutlich hoeheren grad wie wir heute haben) zwingend Mittelfristig ist. Sie glaubten nur das der Euro das dann erzwingt, tut er aber nicht, die reichen die vom kuenstlich niedrigen Euro profitieren wie Deutschland und dadurch noch mehr exportieren kann als eh schon finden das klasse und wollen nix aendern. Und wenn es zu ner Einigung kommt dann nach dem Motto das Deutschland die anderen Laender regiert und ihnen sagt was sie zu tun haben, was noch schlimmer ist als gar keine Einheit, da man da schnell in antidemokratische gefilde kommt, und Diktaturen brauchen wir jetzt sicher nicht.

    Die DDR hatte 86 Milliarden DM Staatsschulden das war auch zum BIP gesehen nur laecherliche 27% bei den Betrieben waren die Schulden hoeher aber das ist ja auch normal ist hier auch so das jeder so viel Fremdkapital auf nimmt wie moeglich. Und vor der DM waren die meisten der Betriebe vielleicht keine Weltmarktfuehrer oder Technologiespitzenreiten, aber sie waren solide, und selbst mit dem Euro gibts grosse kritik was die Treuhand da gemacht hat, mit ein bisschen mehr willen und fingerspitzengefuehl waere da wohl deutlich mehr rettbar gewesen, aber man hat sich ja aus westsicht gerne die laestige konkurenz dicht gemacht.

    Aber will nicht der DDR nach weinen bin eh ein Wessi, wollte nur mal klar stellen das eine Waehrungsunion ein kapitaler Eingriff in eine Volkswirtschaft ist der radikal alles aendern kann.

    Ja was waere die alternative, ein Laenderfinanzausgleich, oder auch Eurobond, oder Euro abschaffen, das sind wohl die 2 echten Loesungen.

    Gibt noch ne 3. variante die ganz clever waere, man erlaubt z.B. Griechenland ne hoehere Einfuehrumsatzsteuer zu verlangen, dann bessern importe den Haushalt auf und gleichzeitig ist die Preisdifferenz der selbst hergestellten sachen zu den importen geringer. das waaere ein anreitz wieder mehr lokal an zu bauen/her zu stellen.

    das waere dann quasi eine art kuenstliche abwertung innerhalb des euros.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.07.15 17:31 durch spiderbit.

  15. Re: Sinnvoller angelegt, als in Griechenland

    Autor: DrWatson 04.07.15 - 00:38

    spiderbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > geb dir recht das das Wort Lohndumping falsch ist, aber es wurden die
    > Zugewinne der produktivitaet nicht per Loehne an die Angestellten weiter
    > gegeben sondern ein Teil an die manager aber den groesseren Teil in
    > billigere reale Preise (inflationsbereinigt) ueberfuehrt.

    Einen wichtigen Teil hast du vergessen: Die Zugewinne flossen in Form von Krediten und Targetsalden ins Ausland. Der größte Teil innerhalb Europas und der größte Teil davon in den Süden. Das ist auch der Grund, warum Deutschland nach der Euroeinführung das Investitionsschlusslicht in Europa war und die Arbeitslosigkeit so groß wurde, dass die Hartz-Reformen nötig waren. Das war im Grunde eine innere Abwertung.

    > Und wer ist denn so naiv das wenn Deutschland nicht ohen Solis und
    > Laenderfinanzausgleich existiren kann ausserander fliegen wuerde, es zu
    > Torroranschlaegen oder Buergerkrieg kommen wuerde, das dies in nem noch
    > groesseren und gleichzeitig noch staerker unterschiedlichen Raum klappen
    > kann?

    Wer sagt, dass Deutschland nicht ohne Finanzausgleich kann? Nur weil es einen Finanzausgleich gibt, heißt das nicht, dass dieser auch nötig ist und der Soli wurde schon lange zweckentfremdet und fließt heute unter anderem in das Rentensystem.

    > Das war zum Scheitern verurteilt, selbst die Bevuerworter damals vom Euro
    > wussten das der Euro nur gelingen kann wenn die Politische Einheit
    > (zumindest ein deutlich hoeheren grad wie wir heute haben) zwingend
    > Mittelfristig ist.

    Ich kann nicht in die Köpfe der Eurobefürworter gucken. Kann auch sein, dass sie es nicht wussten oder nicht geglaubt haben oder glauben wollten.

    Bei der Umstellung von DDR-Mark auf DM war ja auch bekannt, dass das katastrophale Folgen haben wird, aber man hat es trotzdem so gemacht, weil man die Wählerstimmen haben wollte.

    > Sie glaubten nur das der Euro das dann erzwingt, tut er
    > aber nicht, die reichen die vom kuenstlich niedrigen Euro profitieren wie
    > Deutschland und dadurch noch mehr exportieren kann als eh schon finden das
    > klasse und wollen nix aendern.

    Also künstlich niedrig war der Euro nicht. Im Gegenteil: Im vergleich zum USD ist er immer mehr Wert geworden (vor der Krise)

    > Die DDR hatte 86 Milliarden DM Staatsschulden das war auch zum BIP gesehen
    > nur laecherliche 27% bei den Betrieben waren die Schulden hoeher aber das
    > ist ja auch normal ist hier auch so das jeder so viel Fremdkapital auf
    > nimmt wie moeglich.

    Es waren aber Schulden in DM, d.h. es musste auch mit DM zurückgezahlt werden und das ging nur über den Export in den Westen.

    Übrigens: Wie hoch die Wirtschaftsleistung der DDR war weiß man nicht, weil die DDR-Mark keinen freien Umrechnungskurs hatte und selbst wenn sie einen gehabt hätte, waren alle Preise in der DDR vom Staat festgelegt und daher ebenfalls Phantasie und kein Wertmaßstab.
    Man konnte also höchstens ganz grob schätzen und die Schätzungen gehen extrem (über 100%) auseinander.

    [www.statistik-berlin-brandenburg.de]

    Laut Statista ([de.statista.com]) lag das BIP der DDR um 1989 bei 353,3 Mrd M der DDR. Wenn man einen Umrechnungskurs von 1:4,5 zugrunde legt kommt man also auf 78,51 Mrd DM. Dagegen sieht die Auslandsverschuldung dann gar nicht mehr so wenig aus und wenn man bedenkt, dass die DDR-Wirtschaft wohl deutlich stärker geschwankt hat, als die Offiziellen Daten das hergeben, sieht man, dass die DDR schon in einer kritischen Lage war.

    > Ja was waere die alternative, ein Laenderfinanzausgleich, oder auch
    > Eurobond, oder Euro abschaffen, das sind wohl die 2 echten Loesungen.

    Eurobonds oder Laenderfinanzausgleich würden die strukturellen Probleme in Griechenland nicht lösen, sondern es nur noch schlimmer machen.
    Man nimmt so komplett den Anreiz zur Verbesserung.

    > Gibt noch ne 3. variante die ganz clever waere, man erlaubt z.B.
    > Griechenland ne hoehere Einfuehrumsatzsteuer zu verlangen, dann bessern
    > importe den Haushalt auf und gleichzeitig ist die Preisdifferenz der selbst
    > hergestellten sachen zu den importen geringer. das waaere ein anreitz
    > wieder mehr lokal an zu bauen/her zu stellen.
    >
    > das waere dann quasi eine art kuenstliche abwertung innerhalb des euros.

    Das nenntman Importsubstitution. Damit hat man aber immer nur schlechte Erfahrungen gemacht. In Südamerika hat man das lange versucht und auch in Südkorea in den 1950er Jahren.

    Man schneidet so nicht nur die Wirtschaft von produktionssteigernden Importen von Investitionsgütern ab, sondern bewart auch die Wirtschaft vor dem internationalen Wettbewerb wodurch sie keine Anreize hat Wettbewerbsfähig zu sein. Wie ein Kind, das man städig herumträgt und das so nie laufen lernt.

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