Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › iTunes: Großbritannien verbietet…

Mieser Artikel - schlecht recherchiert, schlecht geschrieben

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Mieser Artikel - schlecht recherchiert, schlecht geschrieben

    Autor: Mingfu 07.08.15 - 19:49

    1. Im Artikel wird mit keinem Wort erwähnt, was eigentlich der Grund dafür ist. Wenn man sich das Urteil anschaut, hätte man etwas darüber in Erfahrung bringen können.

    Die britische Regierung wollte das Recht auf Privatkopie umsetzen, ohne dafür einen Ausgleich für die Rechteinhaber schaffen zu müssen, beispielsweise in Form von eines Pauschalvergütungssystems, so wie es auch in Deutschland existiert. Das hätte sie aber nur dann gekonnt, wenn sie hätte nachweisen können, dass ein Recht auf Privatkopie keine oder bestenfalls vernachlässigbare Auswirkungen auf die Urheberrechtsinhaber gehabt hätte. Und das ist der Knackpunkt: Die Argumente der Regierung waren diesbezüglich nicht stichhaltig, sie hat auch nicht ausreichend Anstrengung unternommen, um einen solchen Nachweis zu erbringen (beispielsweise durch Vergleich mit Systemen in anderen EU-Mitgliedsländern), sondern hat einfach postuliert, dass ein Recht auf Privatkopie zu keinerlei nennenswerten Einnahmeausfällen führt. Demzufolge ist ihr diese Argumentation vor Gericht um die Ohren geflogen, mit der Folge, dass damit das Gesetz so nicht haltbar ist.

    2. Der Absatz "Das Intellectual Property Office klärte darüber auf, dass die Änderungen vermeintlich 'im besten Interesse' der Verbraucher seien und dadurch sogar ein Urheberrecht für das 21. Jahrhundert geschaffen werde." ist im Artikel fehl am Platze, da komplett in der Intention vertauscht. Denn hier im Artikel bezieht er sich durch seine Stellung nach dem Absatz bezüglich des aktuellen Verbotes plötzlich auf den jetzigen Zustand - nachdem also das Recht auf Privatkopie eingeschränkt wurde. Bei Torrentfreak bezog er sich aber auf den Zustand vor dem Urteil, nachdem die Regierung ein Recht auf Privatkopie eingeführt hatte. Das wird damit völlig verdreht in der Aussage, kommt geradezu zynisch daher, wenn man es bei Golem liest.

    Also bitte nicht so plakativ und vor allem gründlicher arbeiten! In der jetzigen Form ist der Artikel unbrauchbar, da wichtige Informationen fehlen und darüber hinaus ein falscher Eindruck erzeugt wird.

  2. Re: Mieser Artikel - schlecht recherchiert, schlecht geschrieben

    Autor: hyperlord 07.08.15 - 23:43

    Danke für die Ergänzung - wahrlich kein Ruhmesblatt für Golem.

  3. Re: Mieser Artikel - schlecht recherchiert, schlecht geschrieben

    Autor: Augenstern 08.08.15 - 10:45

    +1

    genau so ist es

  4. Re: Mieser Artikel - schlecht recherchiert, schlecht geschrieben

    Autor: Anonymer Nutzer 08.08.15 - 11:16

    Ich bin gerade echt angepisst das ich deinen Beitrag nicht schon eher gelesen habe. Recht herzlichen Dank für deine Aufarbeitung von diesem erbärmlichen Golem Text.

  5. Re: Mieser Artikel - schlecht recherchiert, schlecht geschrieben

    Autor: Kinsey 08.08.15 - 12:05

    Danke für diese "Ergänzung".

    Wenn es um rechtliche Urteile geht, bin ich schon immer sehr vorsichtig, Artikel darüber zu lesen. Ist nicht das erste Mal - und das ist schon gar nicht auf Golem beschränkt - dass es Journalisten/Redakteuren schwer fällt, die juristischen Feinheiten zu sezieren und richtig zu interpretieren.

  6. Re: Mieser Artikel - schlecht recherchiert, schlecht geschrieben

    Autor: asa (Golem.de) 08.08.15 - 13:37

    Ihre Diskussionskultur ist leider stark unterentwickelt, dennoch eine kurze Antwort: Die Formulierung "Das Intellectual Property Office klärte darüber auf, dass die Änderungen vermeintlich "im besten Interesse" der Verbraucher seien und dadurch sogar ein Urheberrecht für das 21. Jahrhundert geschaffen werde." war tatsächlich von mir falsch eingeordnet, und wurde überarbeitet. Entschuldigung.

    Das ändert nichts daran, dass die Meldung richtig recherchiert und klar aufgeschrieben wurde. Natürlich kann einen das ärgern, wenn man die Urheberseite verteidigt.

    Die Historie dieses Urteils ist mir bekannt, ändert aber nichts an dem Urteil und seiner Wirkung für die Nutzer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.08.15 14:14 durch asa (Golem.de).

  7. Re: Mieser Artikel - schlecht recherchiert, schlecht geschrieben

    Autor: Mingfu 08.08.15 - 14:47

    Sehr geehrter Herr Sawall,

    es mag sein, dass ich sehr hart eingestiegen bin und falls ich Ihnen damit zu nahe getreten sein sollte, tut mir das leid.

    Mich ärgert es allerdings maßlos, wenn ich in einem Artikel, der gesellschaftspolitische Themen behandelt, keinerlei Informationen zu Hintergründen finde, warum etwas passiert ist. Ja, im Torrentfreak-Artikel stand direkt nichts dazu, aber das sollte einem Journalisten doch Ansporn genug sein, das zu recherchieren und dem Leser als Information anzubieten. Da ist beispielsweise der von Torrentfreak verlinkte vorherige Torrentfreak-Artikel vom 19.06.2015 ein guter Einstieg, weil dort das Urteil verlinkt ist, der Kern des Urteils genannt ist und man damit eine gute Hilfe hat, wo man in dem recht umfangreichen Urteil genauer hinschauen sollte.

    Die Diffamierung, ich würde mich nur ärgern, weil ich die Urheberseite verteidige, der dieser Artikel auch gar nicht schmecken muss, ist dann auch völliger Quatsch. Denn was ich schreibe, ist genau das, was das Urteil ausmacht und was ich als Leser gern gewusst hätte, ohne selbst die Recherche dafür betreiben zu müssen. Natürlich bringt ein schmissiger Artikel, der entscheidende Dinge nicht erwähnt, vielleicht schöne Klicks und eine aufgeregte Diskussion im Forum, weil viele dann auf einer ungenügenden Informationsgrundlage diskutieren (wie auch hier gesehen). Aber was ist das bitte für ein Selbstverständnis als Journalist, wenn einem das wichtiger ist, als eine möglichst umfassende Information der Leser, die sie in die Lage versetzt zu verstehen, warum etwas passiert ist und ihnen so ermöglicht, sich selbst ein Urteil basierend auf Fakten und nicht nur auf Gesinnung zu bilden?

  8. Re: Mieser Artikel - schlecht recherchiert, schlecht geschrieben

    Autor: asa (Golem.de) 09.08.15 - 11:47

    Habe Sie da misverstanden, Entschuldigung.

  9. Re: Mieser Artikel - schlecht recherchiert, schlecht geschrieben

    Autor: DrWatson 10.08.15 - 03:22

    Danke, so ergibt das Sinn.

  10. Re: Mieser Artikel - schlecht recherchiert, schlecht geschrieben

    Autor: plutoniumsulfat 10.08.15 - 12:54

    Warum wird Kritik (die mMn immer noch im akzeptablem Maße geäußert wird) gelöscht?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. ESWE Versorgungs AG, Wiesbaden
  2. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  3. Apollo-Optik Holding GmbH & Co. KG, Schwabach / Metropolregion Nürnberg
  4. Hectronic GmbH, Bonndorf im Schwarzwald

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 5,95€
  3. 4,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Probefahrt mit Mercedes EQC: Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit
Probefahrt mit Mercedes EQC
Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit

Mit dem EQC bietet nun auch Mercedes ein vollelektrisch angetriebenes SUV an. Golem.de hat auf einer Probefahrt getestet, ob das Elektroauto mit Audis E-Tron mithalten kann.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. Freightliner eCascadia Daimler bringt Elektro-Lkw mit 400 km Reichweite
  2. Mercedes-Sicherheitsstudie Mit der Lichtdusche gegen den Sekundenschlaf
  3. Elektro-SUV Produktion des Mercedes-Benz EQC beginnt

Noise Cancelling Headphones 700 im Test: Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus
Noise Cancelling Headphones 700 im Test
Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus

Bose schafft mit seinen neuen Noise Cancelling Headphones 700 eine fast so gute Geräuschreduzierung wie Sony und ist in manchen Punkten sogar besser. Die Kopfhörer haben uns beim Testen aber auch mal genervt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Bose Frames im Test Sonnenbrille mit Musik
  2. Noise Cancelling Headphones 700 ANC-Kopfhörer von Bose versprechen tollen Klang
  3. Frames Boses Audio-Sonnenbrille kommt für 230 Euro nach Deutschland

Schienenverkehr: Die Bahn hat wieder eine Vision
Schienenverkehr
Die Bahn hat wieder eine Vision

Alle halbe Stunde von einer Stadt in die andere, keine langen Umsteigezeiten zur Regionalbahn mehr: Das verspricht der Deutschlandtakt der Deutschen Bahn. Zu schön, um wahr zu werden?
Eine Analyse von Caspar Schwietering

  1. DB Navigator Deutsche Bahn lädt iOS-Nutzer in Betaphase ein
  2. One Fiber EWE will Bahn mit bundesweitem Glasfasernetz ausstatten
  3. VVS S-Bahn-Netz der Region Stuttgart bietet vollständig WLAN

  1. Spielestreaming: Cyberpunk 2077 erscheint für Stadia
    Spielestreaming
    Cyberpunk 2077 erscheint für Stadia

    Gamescom 2019 Google hat das Rollenspiel Cyberpunk 2077 für Stadia eingekauft - leider ohne zu verraten, ob die Raytracing-Version gestreamt wird. Auch der Landwirtschaft-Simulator 2019 und Borderlands 3 sollen über die neue Plattform erscheinen.

  2. Magentagaming: Auch die Telekom startet einen Cloud-Gaming-Dienst
    Magentagaming
    Auch die Telekom startet einen Cloud-Gaming-Dienst

    Google Stadia, Blade Shadow und jetzt Magentagaming: Die Deutsche Telekom macht beim derzeit viel diskutierten Cloud-Gaming-Geschäft mit. Das Angebot der Telekom umfasst zum Beginn 100 Spiele und soll in Full-HD und später in 4K funktionieren. Die Beta startet noch auf der Gamescom 2019.

  3. Streaming: Disney+ kommt zunächst nicht für Amazon-Geräte
    Streaming
    Disney+ kommt zunächst nicht für Amazon-Geräte

    Disneys Streamingdienst Disney+ wird auf einer Reihe von Geräten als App verfügbar sein - nicht jedoch auf Amazons Tablets und TV-Sticks. Außerdem hat Disney die ersten Länder bekanntgegeben, in denen der Dienst im November 2019 starten wird.


  1. 20:01

  2. 17:39

  3. 16:45

  4. 15:43

  5. 13:30

  6. 13:00

  7. 12:30

  8. 12:02