Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. OpenSource
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › TU Dresden veröffentlicht Live-CD…

was hab ich vom mikrokernel?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. was hab ich vom mikrokernel?

    Autor: xXXXx 14.03.06 - 11:45

    was genau bringt der dem anwender für vorteile?
    steckt da echt mehr als hype dahinter?

    (ich kenne den wikipedia-artikel. die theoretischen vorteile wären für mich nicht mal grund genug, sowas überhaupt zu probieren)

  2. Re: was hab ich vom mikrokernel?

    Autor: Monolith 14.03.06 - 11:52

    xXXXx schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > was genau bringt der dem anwender für vorteile?
    > steckt da echt mehr als hype dahinter?


    Der Hype ist doch schon längst vorbei. Durchgesetzt hat er sich nicht.
    Entscheidend ist das Gesamtsystem. Der Kernel ist letztlich Wurst.

  3. Re: was hab ich vom mikrokernel?

    Autor: Durchsetzer 14.03.06 - 14:23

    > Der Hype ist doch schon längst vorbei.
    > Durchgesetzt hat er sich nicht.
    > Entscheidend ist das Gesamtsystem. Der Kernel ist
    > letztlich Wurst.

    Nunja, also von _nicht durchsetzen_ zu sprechen finde ich etwas gewagt.

    Immerhin sind zwei der größeren Betriebssysteme mit Mikrokernen ausgesattet. MacOSX verwendet einen Mach3.0 (der nebenbei gesagt sehr umstritten ist) und von Windows (ab 2k aufwärts) weiß man auch, dass es Prinzipien der Mikrokernkonstruktion verwendet.

    Für den Anwender bringt es vor allem Stabilität als Vorteil. Vielleicht noch (eines fernen Tages) wesentlich schnelleres "distributed Computing".

  4. Re: was hab ich vom mikrokernel?

    Autor: Mikrokernel_Rules 15.03.06 - 02:47

    Monolith schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Der Kernel ist
    > letztlich Wurst.

    Selten habe ich so einen Murks gelesen. Man könnte fast sagen: Der Motor eines Autos ist letztendlich Wurst. Genausogroßer Murks.

    Ganz von obiger Aussage abgesehen:

    Die Zukunft gehört Systemen mit Mikrokerneln.

    Linus Torvalds größter Fehler war es, einem monolithischen Ansatz zu folgen. Tanenbaum hat es schon oft genug gut auf den Punkt gebracht.


  5. Re: was hab ich vom mikrokernel?

    Autor: Kompottkin 15.03.06 - 04:00

    > Immerhin sind zwei der größeren Betriebssysteme
    > mit Mikrokernen ausgesattet. MacOSX verwendet
    > einen Mach3.0 (der nebenbei gesagt sehr umstritten
    > ist)

    Na ja. Ein System, das auf einem BSD-Makrokernel basiert, der auf einem Mikrokernel läuft, ist ja wohl kein Mikrokernelsystem mehr.

    > und von Windows (ab 2k aufwärts) weiß man
    > auch, dass es Prinzipien der Mikrokernkonstruktion
    > verwendet.

    Microsoft sprach früher zwar von einem Mikrokernel in Windows NT (glaube ich zumindest), hat diese Behauptung aber nach NT 4.0 selbst nicht mehr ernstgenommen und fallengelassen (was natürlich nichts daran ändert, daß Windows NT ein sehr stabiles Betriebssystem ist). Ist NT in irgendeiner Form modularer als der Linuxkernel (ungeachtet der viel stabileren API)?

    > Für den Anwender bringt es vor allem Stabilität
    > als Vorteil.

    Ich finde die Idee, z.B. Dateisysteme als normaler Anwender laufen lassen zu können, viel interessanter als den Stabilitätsgewinn. So oder so ist ein Mikrokernel jedenfalls eine feine Sache.

    > Vielleicht noch (eines fernen Tages)
    > wesentlich schnelleres "distributed Computing".

    Interessant, diesen Punkt habe ich noch nie gehört. Inwiefern begünstigt ein Mikrokernel verteilte Anwendungen?

  6. Re: was hab ich vom mikrokernel?

    Autor: metti 15.03.06 - 17:10

    > xXXXx schrieb:
    > was genau bringt der dem anwender für
    > vorteile?
    > steckt da echt mehr als hype
    > dahinter?

    Nun, aus ingeneurmäßiger Sicht ist ein Mikrokernel eindeutig der bessere Entwurf, weil er nur das im Kern hat, was da wirklich hin muss. Das bringt schon Vorteile in Sachen Stabilität und Sicherheit.

    > Monolith schrieb:
    > Der Hype ist doch schon längst vorbei.
    > Durchgesetzt hat er sich nicht.
    > Entscheidend ist das Gesamtsystem. Der Kernel ist
    > letztlich Wurst.

    Der Grund warum er sich noch nicht durchgesetzt hat ist, dass heute meistgenutzten Betriebssystem-Kernel in Linux und Windows aus einer Zeit stammen, wo man dachte, dass Mikrokernel große Performance-Einbußen zur Folge haben. Auch gerade deswegen wollte Torvalds keinen Mikrokernel. Diese Behauptung hat aber (auch) die TU Dresden widerlegt. Ob sie sich in Zukunft durchsetzen hängt auch davon ab, wieviel Lust die Entwickler haben ihre Systeme grundlegend umzuschreiben.


  7. Re: was hab ich vom mikrokernel?

    Autor: Kompottkin 15.03.06 - 23:04

    > Ob sie sich in Zukunft
    > durchsetzen hängt auch davon ab, wieviel Lust die
    > Entwickler haben ihre Systeme grundlegend
    > umzuschreiben.

    Vermutlich hängt es wohl eher davon ab, ob ein mikrokernelbasiertes Betriebssystem aus irgend einem Grund große Verbreitung findet. Ich glaube nicht, daß der Mikrokernel selbst ausschlaggebend für den Erfolg eines solchen Betriebssystems wäre. Sobald ein mikrokernelbasiertes Betriebssystem genügend Anwender hat, wird wohl auch der Rest der Welt auf die Vorteile von Mikrokerneln aufmerksam werden.

    Eigentlich ist das gar nicht so utopisch. Man könnte doch sicher auf der Basis von IoL4 (siehe http://www.iol4.com/) ein schönes, radikal neu entworfenes, objektorientiertes Betriebssystem schreiben :)

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Düsseldorf
  2. BWI GmbH, Köln-Wahn
  3. Wirecard Issuing Technologies GmbH, Aschheim bei München
  4. Schwarz Dienstleistung KG, Neckarsulm

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 279,90€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

Rabbids Coding angespielt: Hasenprogrammierung für Einsteiger
Rabbids Coding angespielt
Hasenprogrammierung für Einsteiger

Erst ein paar einfache Anweisungen, dann folgen Optimierungen: Mit dem kostenlos erhältlichen PC-Lernspiel Rabbids Coding von Ubisoft können Jugendliche und Erwachsene ein bisschen über Programmierung lernen und viel Spaß haben.
Von Peter Steinlechner

  1. Transport Fever 2 angespielt Wachstum ist doch nicht alles
  2. Mordhau angespielt Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
  3. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle

Cyberangriffe: Attribution ist wie ein Indizienprozess
Cyberangriffe
Attribution ist wie ein Indizienprozess

Russland hat den Bundestag gehackt! China wollte die Bayer AG ausspionieren! Bei großen Hackerangriffen ist oft der Fingerzeig auf den mutmaßlichen Täter nicht weit. Knallharte Beweise dafür gibt es selten, Hinweise sind aber kaum zu vermeiden.
Von Anna Biselli

  1. Double Dragon APT41 soll für Staat und eigenen Geldbeutel hacken
  2. Internet of Things Neue Angriffe der Hackergruppe Fancy Bear
  3. IT-Security Hoodie-Klischeebilder sollen durch Wettbewerb verschwinden

  1. Mondlandung: Blue Origin will eine Nationalmannschaft für die Mondlandung
    Mondlandung
    Blue Origin will eine Nationalmannschaft für die Mondlandung

    Statt New Space wird es nun doch Old Space. Um bis 2024 eine Mondlandefähre zu bauen, kooperiert die Raumfahrtfirma von Jeff Bezos mit Unternehmen wie Lockheed-Martin und Northrop-Grumman, die schon am Apollo-Programm beteiligt waren. Dabei wollen sie vor allem SpaceX aus dem Weg gehen.

  2. Raptor 27: Razers erstes Display erscheint im November
    Raptor 27
    Razers erstes Display erscheint im November

    Ungewöhnliche Optik und Eigenschaften für 700 US-Dollar: Das Raptor 27 ist ein 1440p-144-Hz-Display von Razer, es lässt sich in die Horizontale hochklappen und hat RGB-Lichteffekte im Standfuß.

  3. Radikalisierung: Die meisten Menschen leben nicht in einer Blase
    Radikalisierung
    Die meisten Menschen leben nicht in einer Blase

    Dass fast jeder in gefährlichen Filterblasen oder Echokammern lebt, ist ein Mythos, sagt die Kommunikationswissenschaftlerin Merja Mahrt. Radikalisierung findet nicht nur im Internet statt, doch darauf wird meist geschaut.


  1. 07:49

  2. 07:13

  3. 19:37

  4. 16:42

  5. 16:00

  6. 15:01

  7. 14:55

  8. 14:53