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Sollen sie auslisten

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  1. Sollen sie auslisten

    Autor: nixalsverdrussbit 20.09.15 - 14:12

    und der Börsenverein oder die Gemeinschaft der Hersteller von HBs einfach mal eine Plattform anbieten, die besser ist als Audible:

    1. Eine gute Suche
    2. Ansprechendes Design
    3. Ausreichende Serverkapazitäten
    4. Gute Hörproben
    5. Eine Community
    6. Eine API
    7. Oh Wunder: Datenschutz

    Die Industrie wehrt sich gegen die meist überlegenen Konzepte aus den USA
    meist duch Gejammer gegenüber irgendwelchen Aufichtsorganen.

  2. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: Spiritogre 20.09.15 - 14:20

    So sehe ich das auch. Audible bietet halt ein gutes Konzept und ist deswegen erfolgreich. Entweder die Verlage akzeptieren das oder machen halt was eigenes. Niemand zwing sie bei Audible anzubieten.

  3. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: julainzuz 20.09.15 - 14:27

    Spiritogre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------Niemand zwing sie bei Audible anzubieten.

    Jo so sehe ich das auch. Wer zwingt denn jemanden seine Produkte irgendwo anzubieten. Es wird (soweit ich weiß) auch nicht gegen Lidl Aldi und Co geklagt nur weil die sagen wie teuer ein Produkt sein darf. (ist nur nen Beispiel)
    Genau das gleiche mit Google und den Zeitungen.

  4. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: C. Stubbe 20.09.15 - 16:00

    Lidl oder Aldi haben keinen Marktanteil von 90%, die krebsen eher so bei 10% rum.

    Chris

  5. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: Spiritogre 20.09.15 - 17:03

    C. Stubbe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lidl oder Aldi haben keinen Marktanteil von 90%, die krebsen eher so bei
    > 10% rum.


    Irrelevant, da die großen "Markensupermärkte" auch alle die gleichen "No Name" Produkte zu ähnlichen Preisen anbieten. Das sind ohnehin oftmals auch einfach nur umgelabelte Markenprodukte.

    Außerdem orientieren sich die Supermärkte auch ein wenig an den lokalen Begebenheiten. Bin vor einigen Jahren umgezogen in eine Gegend wo besser verdient wird. Da habe ich im Supermarkt (egal in welchem) erst einmal geschluckt, weil alles teurer war.

    Und das zeigt, dass die Preise sich durchaus an den Begebenheiten orientieren. D.h. an Angebot und Nachfrage. Nur die deutsche Medienindustrie glaubt immer noch, sie kann die Preise nach belieben festlegen und braucht sich nicht um Konkurrenz noch um Nachfrage zu scheren.

  6. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: nille02 20.09.15 - 17:37

    Spiritogre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niemand zwing sie bei Audible anzubieten.

    Die 90% Marktanteil tun das schon. Ein eigener Shop würde nicht die Reichweite besitzen und viele würden dort nicht kaufen. Da fehlt einfach die Bequemlichkeit.

  7. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: nille02 20.09.15 - 17:42

    julainzuz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird (soweit ich weiß) auch nicht gegen Lidl Aldi und Co
    > geklagt nur weil die sagen wie teuer ein Produkt sein darf.

    Die Produkte unterschieden sich aber. Wenn ich eine Cola, ein Stück Rind und einen Sack Kartoffeln möchte, bekomme ich das bei beiden, obwohl es vielleicht von unterschiedlichen Herstellern kommt.

    Bei Immateriellen Dingen, wie Musik, Büchern oder Filmen, kann ich nicht einfach den Hersteller wechseln. Ich bekomme Buch A nun mal nur von einem Verlag. Film B gibt es dann nun mal nur von einem Studio.


    > Genau das gleiche mit Google und den Zeitungen.

    Hier ist die Sache schon wieder anders. Die Zeitungsverlage wollen hier von jemandem Geld, den sie eigentlich noch bezahlen müssten.

    Auch wirft Google die Verlage die auf das Leistungsschutzrecht beharren, ganz gleich wie Sinnvoll das ist, nicht einfach aus dem Index der Suche. Die Texte werden einfach nur weiter gekürzt.

  8. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: nille02 20.09.15 - 17:46

    Spiritogre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das zeigt, dass die Preise sich durchaus an den Begebenheiten
    > orientieren. D.h. an Angebot und Nachfrage. Nur die deutsche
    > Medienindustrie glaubt immer noch, sie kann die Preise nach belieben
    > festlegen und braucht sich nicht um Konkurrenz noch um Nachfrage zu
    > scheren.

    Welche Konkurrenz? Wie schon gesagt, bei Büchern und Filmen gibt es da keine wirkliche Konkurrenz.
    Wenn ich das Buch "Gott bewahre" von John Niven lesen möchte, kann ich das nicht bei einem anderen Verlag kaufen, sondern nur beim Herausgeber, in dem Fall, Heyne.

  9. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: elf 20.09.15 - 18:03

    julainzuz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Spiritogre schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------.
    >
    > Wer zwingt denn jemanden seine Produkte irgendwo
    > anzubieten. Es wird (soweit ich weiß) auch nicht gegen Lidl Aldi und Co
    > geklagt nur weil die sagen wie teuer ein Produkt sein darf. (ist nur nen
    > Beispiel)

    Vielleicht irre ich mich auch, aber haben nicht die Milchbauern mal gegen Aldi wegen Preisdrucks geklagt? Denn alle Discounter und Supermärkte orientieren sich am Verhandlungsabschluss von Aldi.

  10. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: Spiritogre 20.09.15 - 18:19

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Spiritogre schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Niemand zwing sie bei Audible anzubieten.
    >
    > Die 90% Marktanteil tun das schon. Ein eigener Shop würde nicht die
    > Reichweite besitzen und viele würden dort nicht kaufen. Da fehlt einfach
    > die Bequemlichkeit.

    Nein! Sie werden eben nicht gezwungen dort anzubieten. Sie wollen es nur gerne, weil sie dadurch eine große Reichweite haben. Allerdings wollen sie die Konditionen selbst diktieren. Tja, man kann nun einmal nicht alles haben!

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welche Konkurrenz? Wie schon gesagt, bei Büchern und Filmen gibt es da
    > keine wirkliche Konkurrenz.
    > Wenn ich das Buch "Gott bewahre" von John Niven lesen möchte, kann ich das
    > nicht bei einem anderen Verlag kaufen, sondern nur beim Herausgeber, in dem
    > Fall, Heyne.

    Niemand zwingt dich das Buch von John Niven zu kaufen, kaufst du halt ein anderes Buch von einem anderen Autoren ...

    Das ist wie mit dem Lebensmittelvergleich oben. Kartoffeln gibt es bei allen Supermärkten in verschiedenen Qualitätsstufen und Preisklassen. Willst du eine bestimmte Marke, dann musst du den dafür geforderten Preis zahlen. Nur, bei Supermärkten gibt es gelegentlich Sonderangebote oder dieser oder jener Markt ist mal günstiger. Du kannst also "deine" Kartoffelsorte unter Umständen irgendwo günstiger bekommen.
    Das gibt es eben bei Büchern nicht, die kosten überall(!) gleich viel, weil kein Händler sie zu einem anderen Preis anbieten darf, als der Verlag vorschreibt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.09.15 18:31 durch Spiritogre.

  11. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: nille02 20.09.15 - 18:51

    Spiritogre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein! Sie werden eben nicht gezwungen dort anzubieten. Sie wollen es nur
    > gerne, weil sie dadurch eine große Reichweite haben. Allerdings wollen sie
    > die Konditionen selbst diktieren. Tja, man kann nun einmal nicht alles
    > haben!

    Sie wollen keine Konditionen diktieren, sondern der Marktführer möchte das in dem Fall. Wer nicht mitspielt, fliegt raus und wird nicht mehr gefunden.

    > Niemand zwingt dich das Buch von John Niven zu kaufen, kaufst du halt ein
    > anderes Buch von einem anderen Autoren ...

    Das ist nun mal nicht das selbe. Andere Handlung, andere Charaktere, anderer Stil.

    > Das ist wie mit dem Lebensmittelvergleich oben. Kartoffeln gibt es bei
    > allen Supermärkten in verschiedenen Qualitätsstufen und Preisklassen.
    > Willst du eine bestimmte Marke, dann musst du den dafür geforderten Preis
    > zahlen.

    Das Funktioniert mit IP nun mal nur nicht. Stell dir vor, du könntest Rindfleisch nur bei Hersteller A kaufen. Alle anderen dürften es nicht anbieten, hätten aber anderes Fleisch.

    Nun möchte die größte Einzelhandelskette dir einen Preis vorschreiben zu dem zu zu verkaufen hast, oder deine Produkte werden nicht mehr angeboten.

    > Nur, bei Supermärkten gibt es gelegentlich Sonderangebote oder
    > dieser oder jener Markt ist mal günstiger. Du kannst also "deine"
    > Kartoffelsorte unter Umständen irgendwo günstiger bekommen.
    > Das gibt es eben bei Büchern nicht, die kosten überall(!) gleich viel, weil
    > kein Händler sie zu einem anderen Preis anbieten darf, als der Verlag
    > vorschreibt.

    Die Buchpreisbindung hat aber damit wenig zu tun. Die kommt nicht von den Verlagen. Die Verlage sind gezwungen, einen Verkaufspreis für alle Festlegen zu müssen.

    Als Fan eines kleines Buchladens bei mir in der nähe, finde ich das mehr als gut. Denn er könnte mit den Versandhändlern kaum konkurrieren.

  12. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: plutoniumsulfat 20.09.15 - 19:00

    elf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > julainzuz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Spiritogre schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > .
    > >
    > > Wer zwingt denn jemanden seine Produkte irgendwo
    > > anzubieten. Es wird (soweit ich weiß) auch nicht gegen Lidl Aldi und Co
    > > geklagt nur weil die sagen wie teuer ein Produkt sein darf. (ist nur nen
    > > Beispiel)
    >
    > Vielleicht irre ich mich auch, aber haben nicht die Milchbauern mal gegen
    > Aldi wegen Preisdrucks geklagt? Denn alle Discounter und Supermärkte
    > orientieren sich am Verhandlungsabschluss von Aldi.

    Die Milchbauern sind ja auch ein anderes Thema.

  13. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: Blackburn 20.09.15 - 19:27

    Ich kann schon verstehen, dass die Verlage jetzt keinen Bock haben sich einem Monopolisten mit 90% Marktanteil zu unterwerfen, nur weil der sie damit bedrohen kann, praktisch aus ihrem Kerngeschäft rauszufliegen.

    Andererseits muss man aber auch mal die Frage stellen, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass Audible einen Marktanteil von 90% hat. Da haben doch ganz eindeutig die Verlage jahrelang gepennt. Und jetzt schrecken sie plötzlich aus ihrem Winterschlaf auf und merken heulen rum, dass sie ein Gesetz brauchen.

    Hätten sie sich früh genug gekümmert, wäre es gar nicht erst zu dieser Situation gekommen.

  14. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: Spiritogre 20.09.15 - 19:32

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie wollen keine Konditionen diktieren, sondern der Marktführer möchte das
    > in dem Fall. Wer nicht mitspielt, fliegt raus und wird nicht mehr gefunden.

    So ist das aber nun mal in allen Bereichen der Wirtschaft. Niemand hindert sie daran ein Konkurrenzangebot selbst aufzubauen.

    > Das ist nun mal nicht das selbe. Andere Handlung, andere Charaktere,
    > anderer Stil.
    Dann musst du eben den Preis schlucken, den sie verlangen. Anders als bei deinen Kartoffeln gibt es aber keine Möglichkeit das anderswo auch mal im Sonderangebot zu bekommen.

    > Das Funktioniert mit IP nun mal nur nicht. Stell dir vor, du könntest
    > Rindfleisch nur bei Hersteller A kaufen. Alle anderen dürften es nicht
    > anbieten, hätten aber anderes Fleisch.
    >
    > Nun möchte die größte Einzelhandelskette dir einen Preis vorschreiben zu
    > dem zu zu verkaufen hast, oder deine Produkte werden nicht mehr angeboten.

    Wo ist das Problem?
    Du hast als Hersteller die Wahl entweder auf das Angebot einzugehen oder bei der Konkurrenz zu verkaufen. Wenn der Händler es nun einmal nicht nötig hat dein Produkt anzubieten, weil er Alternativen hat, dann musst du dich dem Händler beugen oder es sein lassen.

    Ich kann mir auch keinen Beluga Kaviar leisten oder esse jede Woche das schöne Steak aus USA Rind, wo zwei Stücke 40 Euro kosten.

    > Die Buchpreisbindung hat aber damit wenig zu tun. Die kommt nicht von den
    > Verlagen. Die Verlage sind gezwungen, einen Verkaufspreis für alle
    > Festlegen zu müssen.

    Geschichtlich kommt die Buchpreisbindung durchaus von den Verlagen. Der Gesetzgeber hat sich nur dem Druck gebeugt und sie übernommen.

    > Als Fan eines kleines Buchladens bei mir in der nähe, finde ich das mehr
    > als gut. Denn er könnte mit den Versandhändlern kaum konkurrieren.

    Der Tante Emma Laden ist ausgestorben, weil es immer mehr Supermärkte gab. Der Elektrofachmarkt ist fast ausgestorben, als Media Markt und Co aufkamen. So ist nun einmal der Lauf der Dinge. Sich auf dem Rücken der Kunden künstlich dagegenzustemmen wird auf Dauer nichts bringen.

    Ich bin gelegentlich in Asien, ich finde die Bücherläden da toll. Da kann man nämlich sogar dort lesen (in gemütlichen Sesseln oder Sofas), trinkt seinen Kaffee und fachsimpelt mit Gleichgesinnten. Wer will kauft dann das Buch. Schöne Kultur.

    Die kleinen Buchläden hierzulande haben noch nie vom Buchverkauf gelebt. Anders als in anderen Branchen liegen die Margen nämlich nicht bei bis zu 50 oder mehr Prozent sondern sind eher bei 5 Prozent, wenn überhaupt. Alle Buchläden sind gleichzeitig Kiosk, Schreibwarenladen, Lottostelle etc.
    Schuld daran hat u.a. die Buchpreisbindung, weil nämlich keine Chance besteht mal durch Sonderangebote Kunden zu locken.

  15. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: nille02 20.09.15 - 19:33

    Blackburn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hätten sie sich früh genug gekümmert, wäre es gar nicht erst zu dieser
    > Situation gekommen.

    Was hätten sie denn tun sollen? Bei einer eigenen Plattform wären die Kartellbehörden recht schnell gekommen.
    Jeder Verlag für sich ist zu klein und für die User meist nicht akzeptable, da dass Angebot begrenzt ist.

  16. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: Blackburn 20.09.15 - 19:40

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was hätten sie denn tun sollen? Bei einer eigenen Plattform wären die
    > Kartellbehörden recht schnell gekommen.
    > Jeder Verlag für sich ist zu klein und für die User meist nicht akzeptable,
    > da dass Angebot begrenzt ist.

    Sie hätten aktiv mit Verbesserungsvorschlägen auf existierende Onlinehändler am deutschen Markt zugehen können. Buch.de gibt es z.B. seit 1998.

  17. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: Spiritogre 20.09.15 - 19:42

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blackburn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hätten sie sich früh genug gekümmert, wäre es gar nicht erst zu dieser
    > > Situation gekommen.
    >
    > Was hätten sie denn tun sollen? Bei einer eigenen Plattform wären die
    > Kartellbehörden recht schnell gekommen.
    > Jeder Verlag für sich ist zu klein und für die User meist nicht akzeptable,
    > da dass Angebot begrenzt ist.

    Hä, wieso wären die Kartellbehörden gekommen? So ein Blödsinn! Das wäre nur geschehen, wenn sie dann anderen Plattformen viel schlechtere Konditionen angeboten hätten oder den Handel mit diesen grundsätzlich unterbinden.

    Das Problem was die haben ist schlicht, dass sie Mondpreise verlangen wollen, den die Konsumenten nicht bereit sind zu zahlen. Dazu noch unzumutbare Konditionen und ähnliches. Jetzt jammern sie, weil der Zug dafür abgefahren ist.

    Bei eBooks haben sich ja auch einige Verlage bzw. Händler zusammengetan (Thalia, Weltbild, Hugendubel) um gegen Amazon Kindle anzustinken. Klappt natürlich nicht sooo gut, weil deren Reader nicht (so sehr) gesponsert werden und somit teurer sind als die Kindle EReader und weil es nicht so viele Aktionen gibt (kostenlose Bücher etc.).

  18. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: nille02 20.09.15 - 19:44

    Spiritogre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nille02 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sie wollen keine Konditionen diktieren, sondern der Marktführer möchte
    > das
    > > in dem Fall. Wer nicht mitspielt, fliegt raus und wird nicht mehr
    > gefunden.
    >
    > So ist das aber nun mal in allen Bereichen der Wirtschaft. Niemand hindert
    > sie daran ein Konkurrenzangebot selbst aufzubauen.

    Die Kartellbehörden würden es tun. Jeder Verlag für sich ist nicht attraktiv.

    > > Das Funktioniert mit IP nun mal nur nicht. Stell dir vor, du könntest
    > > Rindfleisch nur bei Hersteller A kaufen. Alle anderen dürften es nicht
    > > anbieten, hätten aber anderes Fleisch.
    > >
    > > Nun möchte die größte Einzelhandelskette dir einen Preis vorschreiben zu
    > > dem zu zu verkaufen hast, oder deine Produkte werden nicht mehr
    > angeboten.
    >
    > Wo ist das Problem?
    > Du hast als Hersteller die Wahl entweder auf das Angebot einzugehen oder
    > bei der Konkurrenz zu verkaufen. Wenn der Händler es nun einmal nicht nötig
    > hat dein Produkt anzubieten, weil er Alternativen hat, dann musst du dich
    > dem Händler beugen oder es sein lassen.

    Der Händler hat keine alternativen, er nutzt seine Marktbeherrschende Position einfach aus um den Preis zu drücken.

    > Ich kann mir auch keinen Beluga Kaviar leisten oder esse jede Woche das
    > schöne Steak aus USA Rind, wo zwei Stücke 40 Euro kosten.

    Ich kaufe mir auch keine Hardcovers, Collectors Editionen oder Steelbooks, ich bin mit der Taschenbuch, Digitalen Download oder Kunststoffhülle/Stream auch zufrieden. Dennoch bekomme ich das selbe.


    > Der Tante Emma Laden ist ausgestorben, weil es immer mehr Supermärkte gab.
    > Der Elektrofachmarkt ist fast ausgestorben, als Media Markt und Co
    > aufkamen. So ist nun einmal der Lauf der Dinge. Sich auf dem Rücken der
    > Kunden künstlich dagegenzustemmen wird auf Dauer nichts bringen.

    Nur sollte man nicht von einem extrem ins andere gehen. Und darauf läuft es unweigerlich drauf hinaus.
    Bei E-Books haben wir den Zustand schon erreicht.

  19. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: Spiritogre 20.09.15 - 19:51

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Kartellbehörden würden es tun. Jeder Verlag für sich ist nicht
    > attraktiv.

    Nur wenn die eben ein Kartell mit künstlich hohen Preisen aufbauen ...

    > Der Händler hat keine alternativen, er nutzt seine Marktbeherrschende
    > Position einfach aus um den Preis zu drücken.
    Was sein gutes Recht ist. Andersrum wird ein Schuh draus. Bei kleinen schwachen Händlern nutzt der Hersteller seine Macht aus ...

    > Ich kaufe mir auch keine Hardcovers, Collectors Editionen oder Steelbooks,
    > ich bin mit der Taschenbuch, Digitalen Download oder Kunststoffhülle/Stream
    > auch zufrieden. Dennoch bekomme ich das selbe.

    Sind halt als Sammelobjekte nicht sonderlich wertvoll.

    > Nur sollte man nicht von einem extrem ins andere gehen. Und darauf läuft es
    > unweigerlich drauf hinaus.
    > Bei E-Books haben wir den Zustand schon erreicht.
    Und warum? eBooks herzustellen und zu vertreiben kostet praktisch nichts. Die Preise von eBooks sind albern hoch.

  20. Re: Sollen sie auslisten

    Autor: nille02 20.09.15 - 19:54

    Spiritogre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hä, wieso wären die Kartellbehörden gekommen? So ein Blödsinn! Das wäre nur
    > geschehen, wenn sie dann anderen Plattformen viel schlechtere Konditionen
    > angeboten hätten oder den Handel mit diesen grundsätzlich unterbinden.

    Wenn sich die großen Verlage zusammen tun, um eine Onlineplattform zu Bilden, kommen die Kartellbehörden eben weil ein "Kartell" gebildet wird.

    Beim privaten TV ist es nicht anders passiert. RTL und Pro Sieben wollten eine gemeinsame Online Plattform für ihr Programm schaffen. Das Bundeskartellamt hat es untersagt und das Oberlandesgericht Düsseldorf hat es noch mal bestätigt.
    Warum das ganze? Die beiden Gruppe haben zusammen mehr als 80% Marktanteil bei der TV Werbung.

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