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automatische Zwischenspeicerung legal...hm...

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  1. automatische Zwischenspeicerung legal...hm...

    Autor: Ge 17.03.06 - 11:37

    sieht in einem maschinell arbeitenden Cache keinen Urheberrechtsverstoß...Das Gericht bewertete die Cache-Funktion als Datenweitergabe und damit agiere Google nicht anders als ein Internetanbieter, der Daten an den Nutzer weiterreicht und diese Informationen dazu zwischenspeichert.

    => eine Website, die MP3s, eBooks, Filme etc pp automatisch/maschinell findet, navigierbar macht und lokal zwischenspeichert, kann demnach nicht wegen Urheberrechtsverstoß geschlossen werden...reicht die Daten ja nur an den Nutzer weiter...ob das der Industrie gefällt?

  2. Re: automatische Zwischenspeicerung legal...hm...

    Autor: chris109 17.03.06 - 17:39

    Naja, wenn die Daten verkauft werden, ist der Zugriff ohnehin beschränkt. Google umgeht ja keinerlei Zugriffslimitationen. Ausserdem werden die Daten auch nicht als die Eigenen ausgegeben.
    Du kannst zum Beispiel einen Dienst entwerfen, der erlaubt das öffentliche Onlie-Angebot einer Zeitung zu durchsuchen. Du darfst die Seiten auch zwischenspeichern. Du kannst sogar Deinen eigenen Rahmen drum bauen, der z.B. eine tolle Navigation erlaubt. Du darfst die eigentlichen Dokumente aber nicht verändern. Sprich alles, was der Rechteinhaber auf die Seite packt, muss auch drauf bleiben.
    ( Ein Vorschaubildchen ist auch keine Veränderung der Daten, sondern nur eine Orientierungshilfe für den Benutzer. Vorschaubildchen haben also eigentlich nicht den Charakter Inhalte zu liefern. )

    Du bist also sehr eingeschränkt, was das legale weiterleiten von Inhalten angeht. Sehr schnellt kann es passieren, dass Du doch der Urheberrechtsverletzung angeklagt wirst und verlierst.
    So könnte zum Beispiel schon ein Proxy-Dienst, der automatisch Werbung aus Seiten herrausfiltert durchaus als illegal angesehen werden. Ich würde es jedenfalls als illegal betrachten.

    Ge schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > sieht in einem maschinell arbeitenden Cache keinen
    > Urheberrechtsverstoß...Das Gericht bewertete die
    > Cache-Funktion als Datenweitergabe und damit
    > agiere Google nicht anders als ein
    > Internetanbieter, der Daten an den Nutzer
    > weiterreicht und diese Informationen dazu
    > zwischenspeichert.
    >
    > => eine Website, die MP3s, eBooks, Filme etc pp
    > automatisch/maschinell findet, navigierbar macht
    > und lokal zwischenspeichert, kann demnach nicht
    > wegen Urheberrechtsverstoß geschlossen
    > werden...reicht die Daten ja nur an den Nutzer
    > weiter...ob das der Industrie gefällt?
    >


  3. Re: automatische Zwischenspeicerung legal...hm...

    Autor: LexGoogle 18.03.06 - 18:24

    Wenn jemand vollautomatisiert eine Fernsehserien-Folge aus dem TV aufnimmt, in Bittorrent einspeist (ohne Werbung herauszuschneiden!) und die Einspeisung nach gewisser Zeit automatisch beendet, dann ist das auch ein "maschinell arbeitender Cache" und das angebotene Material wurde genauso zunaechst vom Urheber "oeffentlich zugaenglich" gemacht wie eine Webseite.

    Da gelten dann aber ganz andere Regeln als beim "Lex Google".

    Wieviele zentral organisierte, serverbasierte TimeShift-Online-Videorekorder-Angebote gibt es in den USA, die ohne Lizenzen der TV-Contentanbieter arbeiten koennen?

    Gleiches Recht fuer alle? Wohl kaum.

  4. Das ist was anderes...

    Autor: chris109 19.03.06 - 19:19

    1. Du transformierst die Übertragung. Du bringst Sie von einem Medium auf das andere. Musst die Daten also konvertieren und damit verändern.

    2. Die Daten standen niemals auf Abruf zur Verfügung. Sie wurden gesendet. Das heist, jeder der zur sendezeit nicht eingeschaltet hat, konnte es auch nicht konsumieren.

    Du musst sehr aufpassen. Da geht es wirklich um jede Feinheit.



    LexGoogle schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wenn jemand vollautomatisiert eine
    > Fernsehserien-Folge aus dem TV aufnimmt, in
    > Bittorrent einspeist (ohne Werbung
    > herauszuschneiden!) und die Einspeisung nach
    > gewisser Zeit automatisch beendet, dann ist das
    > auch ein "maschinell arbeitender Cache" und das
    > angebotene Material wurde genauso zunaechst vom
    > Urheber "oeffentlich zugaenglich" gemacht wie eine
    > Webseite.
    >
    > Da gelten dann aber ganz andere Regeln als beim
    > "Lex Google".
    >
    > Wieviele zentral organisierte, serverbasierte
    > TimeShift-Online-Videorekorder-Angebote gibt es in
    > den USA, die ohne Lizenzen der TV-Contentanbieter
    > arbeiten koennen?
    >
    > Gleiches Recht fuer alle? Wohl kaum.
    >


  5. nur bedingt - Re: Das ist was anderes...

    Autor: Ge 22.03.06 - 16:51

    > 1. Du transformierst die Übertragung. Du bringst
    > Sie von einem Medium auf das andere. Musst die
    > Daten also konvertieren und damit verändern.

    Und das macht Google bei PDF => HTML nicht?? ;)

    > 2. Die Daten standen niemals auf Abruf zur
    > Verfügung. Sie wurden gesendet. Das heist, jeder
    > der zur sendezeit nicht eingeschaltet hat, konnte
    > es auch nicht konsumieren.

    So gesehen kann ich eine Website auch nur 1 Minute "senden" (statt 60Min wie bei ner TV-Serie) und sie vom Netz nehmen. Jeder, der in dieser Minute nicht eingeschaltet hat, konnte die Seite nicht konsumieren. Google darf dennoch für längere Zeit die Webseite oder das Bild/Video zwischenspeichern - warum gilt das nicht auch für TV-Videos??

    > Du musst sehr aufpassen. Da geht es wirklich um
    > jede Feinheit.

    Eben. Es werden so willkürmliche Unterschiede gemacht, daß es schon seltsam ist. Ein gestreamtes Video, das nur zu einem sehr kurzen Zeitfenster verfügbar ist, darf bei Quell-Medium www gecached werden, bei TV nicht. Dabei geht es doch Richtung Medienkonvergenz, da sollte man doch wohl vom Medium abstrahieren...

  6. Re: nur bedingt - Re: Das ist was anderes...

    Autor: chris109 25.03.06 - 11:19

    Wir brauchen darüber nich zu diskutieren. Ich bin kein Anwalt und Du auch nicht. Es ist egal, ob Deine Idee von einer bestimmten Sichtweise aus legal ist. Wenn der Richter diese Sichtweise nicht einnimmt, wirst Du verknackt. :o)

    Nur noch eines. Das Internet ist technisch ein vollkommen anderes Medium als TV. Wer im Internet veröffentlicht, muss sich auch mit den Gegebenheiten dieses Mediums abfinden.
    Wer das nicht tut und ein anderes Medium (z.B.) TV nutzt, hat impliziet nichts mit den Gegebenheiten (Möglichkeiten/Traditionen) des Internet am Hut.
    Wenn Du nun Inhalte von TV nach Internet transverierst, bringst Du die Inhalte damit in eine komplett neue "Umgebung" für die sie der Rechteinhaber nicht vorgesehen hat.

    Auch wenn man das anders sehen kann, der Richter wird das nicht tun. Mich brauchst Du nicht zu überzeugen. Mir ist eigentlich egal, was Du mit aufgezeichneten TV-Serien anstellst.
    Mit diesen Argumenten, wirst Du aber konfrontiert sein und Du kannst den Blickwinkel der anderen auch nicht so verändern, dass es doch ok ist.

    Ge schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > 1. Du transformierst die Übertragung. Du
    > bringst
    > Sie von einem Medium auf das andere.
    > Musst die
    > Daten also konvertieren und damit
    > verändern.
    >
    > Und das macht Google bei PDF => HTML nicht??
    > ;)
    >
    > > 2. Die Daten standen niemals auf Abruf
    > zur
    > Verfügung. Sie wurden gesendet. Das
    > heist, jeder
    > der zur sendezeit nicht
    > eingeschaltet hat, konnte
    > es auch nicht
    > konsumieren.
    >
    > So gesehen kann ich eine Website auch nur 1 Minute
    > "senden" (statt 60Min wie bei ner TV-Serie) und
    > sie vom Netz nehmen. Jeder, der in dieser Minute
    > nicht eingeschaltet hat, konnte die Seite nicht
    > konsumieren. Google darf dennoch für längere Zeit
    > die Webseite oder das Bild/Video zwischenspeichern
    > - warum gilt das nicht auch für TV-Videos??
    >
    > > Du musst sehr aufpassen. Da geht es wirklich
    > um
    > jede Feinheit.
    >
    > Eben. Es werden so willkürmliche Unterschiede
    > gemacht, daß es schon seltsam ist. Ein gestreamtes
    > Video, das nur zu einem sehr kurzen Zeitfenster
    > verfügbar ist, darf bei Quell-Medium www gecached
    > werden, bei TV nicht. Dabei geht es doch Richtung
    > Medienkonvergenz, da sollte man doch wohl vom
    > Medium abstrahieren...


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