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> da die Zellen durch die gesteigerte Bitdichte stärker beansprucht werden

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  1. > da die Zellen durch die gesteigerte Bitdichte stärker beansprucht werden

    Autor: Ext3h 06.11.15 - 19:11

    Nein, das werden die garantiert nicht. Die Zellen altern genauso schnell oder langsam wie bei SLC.

    Was sich allerdings ändert, sind die Anforderungen an die Genauigkeit mit der das Ladungsniveau der Flash-Zelle geschrieben und wieder gelesen werden kann.

    Beim Betrieb als SLC-Zelle (und das ist nicht nur "simuliert") ist das ziemlich egal, solange die Größenordnung in etwa stimmt bekommt man das Bit auch wieder ausgelesen. Da kann man schnell und unsauber schreiben, und trotzdem ohne Verifizierung sicher sein das alles stimmt.

    Beim Betrieb als TLC muss man beim Beschreiben wesentlich vorsichtiger vorgehen da ansonsten die Pegel nicht getroffen werden, und oben drein anschließend noch mal überprüfen ob die Daten auch korrekt geschrieben wurden. Das hat aber erst mal keinen direkten Einfluss auf die Ausfallrate, nur auf die Schreibgeschwindigkeit.

    Die kommt dann stattdessen über die ganz normale Fertigungsschwankung und Alterung. Was bei SLC bei einer alten Zelle noch reicht um Daten für ein paar Jahre fehlerfrei rekonstruierbar zu speichern (bis die Zellen die Daten verloren haben), reicht beim TLC-Betrieb nur noch für maximal 1/4 der Zeit bis Bits verkehrt ausgelesen werden.
    Oder bis halt im Extremfall irgendwann auch das Beschreiben nicht mehr auf Anhieb gelingt.

  2. Re: > da die Zellen durch die gesteigerte Bitdichte stärker beansprucht werden

    Autor: Anonymer Nutzer 08.11.15 - 06:53

    Eben. Und das ist genau das Problem bei diesen SSDs.
    Es sind sehr oft reine Leseplatten, zum Beispiel fürs Betriebssystem. Entsprechend sind sie meist recht voll.
    Also zB von den 120 GB sind immer nur 10 GB frei.
    Dann werden nur diese 10 GB beschrieben (und wieder gelöscht) von Temp, usw. Dateien und damit verschlissen.

  3. Re: > da die Zellen durch die gesteigerte Bitdichte stärker beansprucht werden

    Autor: Heinzel 09.11.15 - 12:17

    DY schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann werden nur diese 10 GB beschrieben (und wieder gelöscht) von Temp,
    > usw. Dateien und damit verschlissen.

    SSD sollten eigentlich schlau genug sein das auch auf länger nicht mehr geänderte Zellen umzuverlegen...?

    Sonst würde ja jede größere Datei die du auf SSD ablegst und dann nie mehr anfasst, ja direkt die Lebenszeit der SSD verkürzen, weil dieser bereich dann nicht mehr mitmacht beim wear leveling karusell.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.11.15 12:18 durch Heinzel.

  4. Re: > da die Zellen durch die gesteigerte Bitdichte stärker beansprucht werden

    Autor: Quantium40 09.11.15 - 15:43

    DY schrieb:
    > Eben. Und das ist genau das Problem bei diesen SSDs.
    > Es sind sehr oft reine Leseplatten, zum Beispiel fürs Betriebssystem.
    > Entsprechend sind sie meist recht voll.
    > Also zB von den 120 GB sind immer nur 10 GB frei.
    > Dann werden nur diese 10 GB beschrieben (und wieder gelöscht) von Temp,
    > usw. Dateien und damit verschlissen.

    Es wird nicht ganz grundlos empfohlen, SSDs nicht zu sehr zu füllen.
    Wenn 110GB permanent belegt sind, sollte man typischerweise mindestens eine 240GB SSD einsetzen.

  5. Re: > da die Zellen durch die gesteigerte Bitdichte stärker beansprucht werden

    Autor: Quantium40 09.11.15 - 15:57

    Heinzel schrieb:
    > SSD sollten eigentlich schlau genug sein das auch auf länger nicht mehr
    > geänderte Zellen umzuverlegen...?
    >
    > Sonst würde ja jede größere Datei die du auf SSD ablegst und dann nie mehr
    > anfasst, ja direkt die Lebenszeit der SSD verkürzen, weil dieser bereich
    > dann nicht mehr mitmacht beim wear leveling karusell.

    Regelmäßiges umkopieren der Daten dürfte auch der Data retention time zuträglich sein.
    Flashzellen sind als Elektronenfallen ja leider nicht unfehlbar und verlieren durch äußere Umstände (Temperatur, Strahlung) schon mal ein wenig Ladung, wenn man nur lange genug wartet.

  6. Re: > da die Zellen durch die gesteigerte Bitdichte stärker beansprucht werden

    Autor: maverick1977 10.11.15 - 05:06

    Also ich hab mir beim Beginn der ganzen SSD-Session mal zwei ADATA-SSDs mit 120 GB zugelegt. Die laufen über einen SATA2-Kontroller im Raid-0 Verband und sind somit auch flott recht zügig unterwegs.

    Derzeitige Plattenbelegung: 188 GB von 232 GB frei. Es liegt nur das OS und große Programme drauf, die ansonsten ewig laden würden. Ein Muss für jede SSD-Systemplatte, die lange halten soll, ist genügend Arbeitsspeicher. In meinem Falle 32 GB. Davon stecken 12 GB in einem RAM-Drive, dass dazu dient, alle tmp-Files aufzunehmen und von zahlreichen Programmen den Cache beherbergt. Somit sind die Schreibzugriffe auf die SSDs minimal und 240 GB reichen so vollkommen aus.

  7. Re: > da die Zellen durch die gesteigerte Bitdichte stärker beansprucht werden

    Autor: Quantium40 10.11.15 - 11:40

    Bei 32GB ist man auch so langsam in einem Bereich, wo man Swapping weitgehend bedenkenfrei deaktivieren kann.
    Das dürfte noch deutlich mehr Zugriffe sparen als die verschobenen Temp-Files.

  8. Re: > da die Zellen durch die gesteigerte Bitdichte stärker beansprucht werden

    Autor: plutoniumsulfat 11.11.15 - 19:33

    Ist bei 16 GB je nach Anwendungsfall auch schon lange erreicht.

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