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Wenn Open Source, wäre alles halb so schlimm...

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  1. Wenn Open Source, wäre alles halb so schlimm...

    Autor: spectas 22.11.15 - 13:15

    Meines Erachtens wäre ein Stück gescheiterte Hardware enttäuschend genug. Da es Jolla leider aber bis heute versäumt hat, das durch und durch innovative Sailfish OS unter eine freie Lizenz zu stellen, hängt alles am Wohl und Wehe dieser einen Firma. Weder finden sich in so einer Situation Firmen, die das OS nun mittragen/absichern würden (z.B. Samsung/Nokia, Navi-Hersteller, etc), noch kann eine Community die Verantwortung für das OS übernehmen (z.B. die Apache Foundation). Ein Lehrstück gegen proprietäre Software, wenn ihr mich fragt. Sollte Google Pleite gehen, würde Android problemlos weiter existieren, vermutlich würde sogar Microsoft die Schirmherrschaft übernehmen. Nun bangen und hoffen wir alle, dass die Firma Jolla es schafft, und dass sie nicht ihren proprietären Quellcode mit ins digitale Nirwana/die Insolvenz nimmt.

  2. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: acidicX 22.11.15 - 13:59

    Mer ist Open Source, genauso wie der Android Kernel + Framework Open Source ist. Das Stock Android (AOSP) möchte aus guten Gründen keiner installieren, denn dann fehlen dir die ganzen proprietären Treiber (insbesondere für Grafikbeschleunigung, wie immer). Die Obenflächen von Samsung, HTC, ... sind alle closed source. Wie eben auch Sailfish OS. Wenn HTC Pleite geht schaust du genauso in die Röhre mit deinem HTC Device. Google oder Microsoft werden einen Scheiß tun, die Devices dann zu supporten - das bekommen die Hersteller ja nach mehr als einem Jahr im Verkauf nicht mal mit ihren eigenen Geräten hin.

    Man kann in dem Geschäft mit Open Source nun mal kein Geld verdienen, es sei denn man monetarisiert die Plattform (wie Google, die ihr Geld übrigens anderweitig verdienen). Das geht aber bei einem Startup ohne massiv riesiges Kapitalinvestment nicht. Schau dir mal an wie viel Geld Microsoft in Windows Phone versenkt hat, für einen lächerlichen Market Share.

  3. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: spectas 22.11.15 - 14:39

    acidicX schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Die Obenflächen von Samsung, HTC, ...
    > sind alle closed source. Wie eben auch Sailfish OS. Wenn HTC Pleite geht
    > schaust du genauso in die Röhre mit deinem HTC Device.
    Da muss ich dir widersprechen. Wenn HTC pleite ist, installierst du halt irgend Custom ROM. Wenn es den Google Play Store nicht mehr geben sollte, würdest du halt den Amazon Store oder F-Droid installieren.
    Es ist doch ein signifikanter Unterschied, ob die komplette grafische Oberfläche unter einer geschlossenen Lizenz steht (Sailfish OS), oder nur einzelne Apps. Bei Android wäre das insb. Maps und der Play Store. Bei Samsung, HTC etc ist lediglich die sog. Starter-App proprietär. Wenn das wegfiele bzw der Support dafür, installiert man halt den Standard-Starter von Android, Cyanogenmod o.ä.

    > Google oder
    > Microsoft werden einen Scheiß tun, die Devices dann zu supporten - das
    > bekommen die Hersteller ja nach mehr als einem Jahr im Verkauf nicht mal
    > mit ihren eigenen Geräten hin.
    Die Community ist dazu bestens in der Lage, wie Custom ROMs zeigen. Gerade bei Herstellern, die eine miese Update-Politik fahren, finden sich schnell Leute, die das aktuelle (OpenSource-) Android auf das Gerät portieren, Treiber einbauen und das ganze als Custom ROM anbieten. Der Nutzer installiert sich bei Bedarf noch proprietären Krams dazu (insb. Google Play Store und Maps) und fertig ist das Gartenhäuschen.

    > Man kann in dem Geschäft mit Open Source nun mal kein Geld verdienen, es
    > sei denn man monetarisiert die Plattform (wie Google, die ihr Geld übrigens
    > anderweitig verdienen). Das geht aber bei einem Startup ohne massiv
    > riesiges Kapitalinvestment nicht. Schau dir mal an wie viel Geld Microsoft
    > in Windows Phone versenkt hat, für einen lächerlichen Market Share.
    Ich fordere ja nicht, sämtliche Elemente unter eine freie Lizenz zu stellen. Den Spagat meistert Google ja wunderbar, 95 % unter freie Lizenzen zu stellen und die 5 % proprietär zu halten, mit denen sie das Geld verdienen.
    Microsoft hat ein komplett anderes Problem. Sie versuchen eine eigene Plattform zu etablieren, die inkompatibel zu bestehenden ist und für die es (zunächst) keine Apps gibt. Genau an diesem Punkt ist Sailfish OS ja so klug vorgegangen, in dem es ist in die Lage versetzt wird, Android-Apps auszuführen.

    Grüße

  4. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: gadthrawn 22.11.15 - 14:49

    Jolla is OpenSource.

    3 Schichten
    1. OpenSource Linux
    2. OpenSource Mer
    3. Grafische Oberfläche

    Mußt nur als Unternehmen anklopfen und zahlen und bekommst Sachen als OpenSource sogar im Paket.

    Und darfst als Unternehmenskunde mit dem Quellcode arbeiten und den verwenden. Siehe Definition von OSI die die Marke OpenSource besitzen.

    Es ist halt nicht(gemein) frei Ala Stallmann.

  5. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: sn1x 22.11.15 - 15:07

    Ah, hätte dein Beitrag mal richtig lesen sollen. Hast ja selbst gesagt, dass die Software nicht wirklich Frei ist. Sorry.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.11.15 15:08 durch sn1x.

  6. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: Jasmin26 22.11.15 - 15:09

    Glaubt jemand es ändert sich grundlegend was wenn das OS open source ist .... mit den bezahlen von offenen Rechnung ? Das ist das primäre Problem von Jola !

  7. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: spectas 22.11.15 - 16:18

    Jasmin26 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Glaubt jemand es ändert sich grundlegend was wenn das OS open source ist
    > .... mit den bezahlen von offenen Rechnung ? Das ist das primäre Problem
    > von Jola !

    @Jasmin: Nein, wie oben ausgeführt, wäre es natürlich schade um die Firma, wenn sie pleite gehen sollte. Dramatischer fände ich allerdings, wenn die Firma ein tolles Stück Software, das so viel Potential hat, mit ins Grab nehmen könnte und niemand daran/damit weiter arbeiten kann.
    LG

  8. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: SelfEsteem 22.11.15 - 16:25

    spectas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @Jasmin: Nein, wie oben ausgeführt, wäre es natürlich schade um die Firma,
    > wenn sie pleite gehen sollte. Dramatischer fände ich allerdings, wenn die
    > Firma ein tolles Stück Software, das so viel Potential hat, mit ins Grab
    > nehmen könnte und niemand daran/damit weiter arbeiten kann.
    > LG

    Naja, aber man kann auch nur spekulieren, ob sich denn eine Community finden wuerde, die dann die Weiterentwicklung wirklich vorantreibt. Wahrscheinlich wuerde es nur ein wenig weitergepflegt werden.

    Siehe z.B. das Meego Tablet-UI an. IMHO war das allen anderen Tablet-Oberflaechen weit ueberlegen (was den Gedanken und die Bedienung angeht, nicht die Reife natuerlich, da sie nie fertig geworden ist).
    Seit Nokia und Intel das Projekt in die Tonne getreten haben, hat das keiner mehr angefasst, obwohl es OpenSource war.

  9. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: Wahrheitssager 22.11.15 - 16:28

    > Seit Nokia und Intel das Projekt in die Tonne getreten haben, hat das keiner mehr angefasst, obwohl es OpenSource war.
    Dafür hat schlichtweg die Hardware gefehlt.

    Sie die Maemo an, obwohl Nokia das N900 seit Jahren nicht unterstützt und eigentlich auch so nicht mehr existiert schafft es die Community immer noch Updates des Systems herauszuhauen.

  10. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: SelfEsteem 22.11.15 - 16:48

    Wahrheitssager schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Seit Nokia und Intel das Projekt in die Tonne getreten haben, hat das
    > keiner mehr angefasst, obwohl es OpenSource war.
    > Dafür hat schlichtweg die Hardware gefehlt.
    Da hast du recht. Afaik war damals der ExoPC bzw. das WeTab das einzige, worauf das lief.
    ABER (oh wie ich das Aber liebe): Imho (und ja, nur "imho" ohne Anspruch auf Allgemeingueltigkeit) waere diese steinalte Ui von damals auch heute noch in ihrer Grundidee allem verfuegbaren haushoch ueberlegen.
    IOs braucht man ja quasi garnicht auffuehren, da es nur ein wild wuchernder Icon-Wald ist. Bei Windows ist es mit den Kacheln nicht ganz so uebel, da sie wenigstens etwas Struktur reinbringen, aber schoen ist dennoch was anderes. Android duerfte hier noch das kleinste Uebel sein, aber auch das kommt bei Weitem nicht an die Eleganz und Schoenheit der Meego-Tablet-UX heran.

    >
    > Sie die Maemo an, obwohl Nokia das N900 seit Jahren nicht unterstützt und
    > eigentlich auch so nicht mehr existiert schafft es die Community immer noch
    > Updates des Systems herauszuhauen.
    Wie sehen diese Updates denn aus? Wird das System von Freiwilligen tatsaechlich auch weiterentwickelt und mit neuen Features versehen, oder nur mal alle Nase lang ein paar Bugs gefixt?
    Bzw. bauen die noch tatsaechlich an Maemo, oder flashen die Leute Mer drauf und nutzen irgendeine Touchoberflaeche davon? ( gibt es denn alltagstaugliche Oberflaechen fuer Mer ueberhaupt?).

  11. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: Wahrheitssager 22.11.15 - 16:58

    >Wie sehen diese Updates denn aus? Wird das System von Freiwilligen tatsaechlich auch weiterentwickelt und mit neuen Features versehen, oder nur mal alle Nase lang ein paar Bugs gefixt?
    Bzw. bauen die noch tatsaechlich an Maemo, oder flashen die Leute Mer drauf und nutzen irgendeine Touchoberflaeche davon? ( gibt es denn alltagstaugliche Oberflaechen fuer Mer ueberhaupt?).

    Ja es wird auch weiterentwickelt. Das Thumb2 Archiv optimiert z.B. alle Pakete um die Thumb Unterstützung im ARM Kern, die zu einer spürbaren Beschleunigung des Systems führt.
    Die Standard Oberfläche wurde vor allen Dingen für Porträt Nutzung überarbeitet (die originale von Nokia war nur rudimentär)
    Zudem werden Sicherheitslücken gefixt, was ich für wichtig erachte.
    Eine Reihe von weiteren Features gibt es hier: http://wiki.maemo.org/Community_SSU/Features
    Wichtig ist auch der Power Kernel, der nicht nur Thumb2 möglich macht, sondern für weniger Akkunutzung sorgt.

    Klar die Weiterentwicklung ist nicht ernorm, dafür aber kriegt man ein sehr stabiles System. Apps sind hier diejenigen die den wichtigen Rest machen um z.B. Youtube am laufen halten, einen halbwegs modernen Browser zu bieten, Twitter Anbindung usw.

  12. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: spiderbit 23.11.15 - 02:53

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > spectas schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > @Jasmin: Nein, wie oben ausgeführt, wäre es natürlich schade um die
    > Firma,
    > > wenn sie pleite gehen sollte. Dramatischer fände ich allerdings, wenn
    > die
    > > Firma ein tolles Stück Software, das so viel Potential hat, mit ins Grab
    > > nehmen könnte und niemand daran/damit weiter arbeiten kann.
    > > LG
    >
    > Naja, aber man kann auch nur spekulieren, ob sich denn eine Community
    > finden wuerde, die dann die Weiterentwicklung wirklich vorantreibt.
    > Wahrscheinlich wuerde es nur ein wenig weitergepflegt werden.
    >
    > Siehe z.B. das Meego Tablet-UI an. IMHO war das allen anderen
    > Tablet-Oberflaechen weit ueberlegen (was den Gedanken und die Bedienung
    > angeht, nicht die Reife natuerlich, da sie nie fertig geworden ist).
    > Seit Nokia und Intel das Projekt in die Tonne getreten haben, hat das
    > keiner mehr angefasst, obwohl es OpenSource war.


    Ich hab auf youtube meego auf nokia devices gesehen das war doch nie brauchbar da sahen ja die ersten alpas von ubunto os noch professionel aus die apps waren reine beispiele um zu zeigen das man theoretisch echte apps fuer schreiben kann dagegen ist sailfish os das technisch intersanteste os sowohl vom backend als auch von frontend, der vergleich hinkt eben android ist opensoure und meego android ist 1000 x besser klar das kein hahn mehr nach dem urspruenglichen meego mehr schreit selbst android haette einiges an liebe bei opensource apps dringend noetig.

    Tablets wuerde ich ohne mit der wimper zu zucken ein desktop linux installieren die programme sind zig mal besser und man muss nicht zig mal fuer jede anwendung das rad nochmal neu erfinden.

  13. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: SelfEsteem 23.11.15 - 11:49

    spiderbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab auf youtube meego auf nokia devices gesehen das war doch nie
    > brauchbar
    Wie gesagt hatte ich von dem Design der Tablet UX gesprochen. Das Teil war noch nicht reif, aber der Gedanke hinter dem Aufbau war den anderen ueberlegen (viel mehr meinte ich nicht).
    Siehe hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=uyrtMdyOHak

    Ich habe das, Android und Win10 auf dem selben Geraet ausprobiert und diese UI war mit Abstand das bequemste. Dass sie noch nicht fertig und fuer den Alltag unbrauchbar war, ist natuerlich korrekt, aber steht einfach auf einem anderen Blatt.

    Uebrigens hatte auch die Netbook UX einen enormen Charme. Etwas derart bequemes habe ich fuer Netbooks auch nie wieder gesehen.
    https://www.youtube.com/watch?v=vnwfVtHuhoI


    > Tablets wuerde ich ohne mit der wimper zu zucken ein desktop linux
    > installieren die programme sind zig mal besser und man muss nicht zig mal
    > fuer jede anwendung das rad nochmal neu erfinden.
    Najaaa ...
    Ich habe hier noch zwei lebende ExoPCs und habe damit einiges durchprobiert.
    Unter den Desktops ist Gnome das einzige, das mit reiner Touchbedienung halbwegs brauchbar ist (aber eben auch nur "halbwegs"). Leider bin ich kein Gnome-Fan.
    Momentan habe ich auf einem der beiden Android-x86 und auf dem anderen Plasma5 mit angeschlossener USB-Tastatur (laufe ohnehin nicht mit den Dingern herum).

    Fuer diese Displaygroesse finde ich die klassischen Tablet-OSs voellig ungeeignet. Sei es Android (was noch akzeptabel ist dank der Widgets), Windows 10 (was bei mir kurz davor war, einen Brechreiz auszuloesen) oder IOs (freilich nicht auf dem ExoPC, aber der Icon-Wald des iPad Pro ist mehr ein mittelmaessiger Witz als alles andere).

  14. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: SelfEsteem 22.11.15 - 16:22

    Jasmin26 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Glaubt jemand es ändert sich grundlegend was wenn das OS open source ist
    > .... mit den bezahlen von offenen Rechnung ? Das ist das primäre Problem
    > von Jola !
    Nein, direkt hilft das Jolla erstmal exakt garnicht.
    Es hilft aber einigen Usern sich fuer die Plattform zu entscheiden, da man so die Gewissheit hat, dass die Plattform im Falle einer Insolvenz nicht gleich mitstirbt.
    Ob das indirekt auch finanziell helfen koennte, bleibt wohl Gegenstand von Spekulationen. Ich koennte es mir zwar vorstellen, aber mein Bauchgefuehl sagt "nein".

  15. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: Jasmin26 22.11.15 - 17:22

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jasmin26 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Glaubt jemand es ändert sich grundlegend was wenn das OS open source ist
    > > .... mit den bezahlen von offenen Rechnung ? Das ist das primäre Problem
    > > von Jola !
    > Nein, direkt hilft das Jolla erstmal exakt garnicht.
    > Es hilft aber einigen Usern sich fuer die Plattform zu entscheiden, da man
    > so die Gewissheit hat, dass die Plattform im Falle einer Insolvenz nicht
    > gleich mitstirbt.
    > Ob das indirekt auch finanziell helfen koennte, bleibt wohl Gegenstand von
    > Spekulationen. Ich koennte es mir zwar vorstellen, aber mein Bauchgefuehl
    > sagt "nein".

    es geht nicht um ein OS, es geht aktuell um ein betriebswirtschaftlich an die wand gefahrenes unternehmen, das ein betriebswirtschaftliches verhalten vermissen lässt . da wundert es nicht das sich kein vernünftiger Investor/Bank hier jola zur "Seite springt" . der "glaube" an ein community ist mächtig abwegig, den wenn man sich mego ansieht, da ist schon nicht viel passiert, selbst Android kann nicht mit einer "grossen" community dienen .

  16. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: gadthrawn 22.11.15 - 17:41

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jasmin26 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Glaubt jemand es ändert sich grundlegend was wenn das OS open source ist
    > > .... mit den bezahlen von offenen Rechnung ? Das ist das primäre Problem
    > > von Jola !
    > Nein, direkt hilft das Jolla erstmal exakt garnicht.
    > Es hilft aber einigen Usern sich fuer die Plattform zu entscheiden, da man
    > so die Gewissheit hat, dass die Plattform im Falle einer Insolvenz nicht
    > gleich mitstirbt.
    > Ob das indirekt auch finanziell helfen koennte, bleibt wohl Gegenstand von
    > Spekulationen. Ich koennte es mir zwar vorstellen, aber mein Bauchgefuehl
    > sagt "nein".


    Du meinst, gutgläubige User werden angelockt.

    Es gab einige OpenSource ERP Programme. Fast alle sind pleite und nicht mehr auffindbar.
    Songbird, Pear OS, MediaFoundation.net, Google code, openramp, OpenSolaris, Fuduntu, OpenMoko ( als OS Phone), Wikia Search , SharpOs, ...-die Liste eingestellter OS Projekte die niemand mehr übernimmt und von denen Quellcode faktisch verloren ist, ist endlos
    Viele kommerzielle die OS werden sind danach bedeutungslos.

    M0n0wall war die Einstellung schade. Wahrscheinlich findest du in 1-2 Jahren kein sourcecode im Netz mehr

    Das OpenSource dagegen hilft ist eine Lüge.

  17. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: SelfEsteem 22.11.15 - 19:36

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du meinst, gutgläubige User werden angelockt.
    Was heisst denn "gutglaeubig"? Es erhoeht eben die Chance, noch ein brauchbares System nach der Insolvenz zu haben.

    > Es gab einige OpenSource ERP Programme. Fast alle sind pleite und nicht
    > mehr auffindbar.
    Naja, ERP-Systeme anzufuehren ist jetzt natuerlich abenteuerlich. Wer sollte die denn weiterentwickeln? Die einzelnen User? Die feiern eine Party, wenn das verhasste ERP-System stirbt. Oder die Firmen, die dann ohne Support herumstehen?


    > Songbird, Pear OS, MediaFoundation.net, Google code, openramp, OpenSolaris,
    > Fuduntu, OpenMoko ( als OS Phone), Wikia Search , SharpOs, ...-die Liste
    > eingestellter OS Projekte die niemand mehr übernimmt und von denen
    > Quellcode faktisch verloren ist, ist endlos
    Ich kenne nun einige Dinge aus der Liste nicht, aber mal grob ueberflogen...
    Songbird wurde geforkt -> Nightingale
    OpenSolaris ebenfalls -> OpenIndiana / Illumos.

    Google Code war ein Hoster, der gehoert garnicht in die Liste.



    > Viele kommerzielle die OS werden sind danach bedeutungslos.
    >
    > M0n0wall war die Einstellung schade. Wahrscheinlich findest du in 1-2
    > Jahren kein sourcecode im Netz mehr
    >
    > Das OpenSource dagegen hilft ist eine Lüge.
    Die Behauptung, es wuerde auf magische Weise helfen, waere eine Luege, aber die hat niemand vorgebracht.

  18. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: mingobongo 22.11.15 - 20:32

    Grafische Oberflächen sind doch austauschbar, sicher kann man auch plasma von KDE darauf laufen lassen?

    Zum Beispiel das hier:
    plasma-mobile.org

    Es basiert beides auf Qt. Wahrscheinlich ist das Jolla Phone aber dafür zu wenig bekannt und verbreitet?

  19. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: SelfEsteem 22.11.15 - 22:13

    mingobongo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grafische Oberflächen sind doch austauschbar, sicher kann man auch plasma
    > von KDE darauf laufen lassen?
    >
    > Zum Beispiel das hier:
    > plasma-mobile.org
    >
    > Es basiert beides auf Qt. Wahrscheinlich ist das Jolla Phone aber dafür zu
    > wenig bekannt und verbreitet?

    Man koennte sicher, aber der Charme von den beiden Jolla Geraeten ist ja gerade deren Oberflaeche.
    Darunter laeuft "nur" Mer womit Plasma-Mobile dann wohl auch kommen wird.

    Dass beide Projekte auf Qt basieren, tut eigentlich nichts zur Sache.

  20. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: gadthrawn 22.11.15 - 20:58

    Nightingale ->eher tot. Gibt zwar das Entwicklerblog noch, aber da ist eher ein jährliches: ja uns gibts noch Allerdings: http://getnightingale.com/ -> letzte Version von 2014..

    OpenIndiana/Illumos -> Entwicklung ist extrem zurückgegangen. Unter anderem kein Sparc Support mehr...

    Google Code -> Projekthosting für OpenSource, seit 2013 eingeschränkte Downloads, 2014 Downloads gestoppt, 2016 Ende. Hat jemand da sein OpenSource Projekt gehostet und aufgegeben (was viele irgendwann tun, wenn kein Geld fließt), wird es da wahrscheinlich aus dem Web verschwinden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.11.15 21:03 durch gadthrawn.

  21. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: SelfEsteem 22.11.15 - 22:11

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nightingale ->eher tot. Gibt zwar das Entwicklerblog noch, aber da ist eher
    > ein jährliches: ja uns gibts noch Allerdings: getnightingale.com -> letzte
    > Version von 2014..
    >
    > OpenIndiana/Illumos -> Entwicklung ist extrem zurückgegangen. Unter anderem
    > kein Sparc Support mehr...
    >
    > Google Code -> Projekthosting für OpenSource, seit 2013 eingeschränkte
    > Downloads, 2014 Downloads gestoppt, 2016 Ende. Hat jemand da sein
    > OpenSource Projekt gehostet und aufgegeben (was viele irgendwann tun, wenn
    > kein Geld fließt), wird es da wahrscheinlich aus dem Web verschwinden.

    Nun, ja, stimmt, aber das ist zweitrangig. Deine Aussage war, dass man nicht mehr an die Sourcen kommt. Das mag vorkommen, klar, aber der Standardfall ist, dass die Sourcen nach Einstellung des Projektes nunmal noch vorhanden sind.
    Wenn sich keiner fuer das Projekt interessiert, so bleiben die entweder ewig brach liegen, oder verschwinden, aber dann juckt das eh keinen.
    Wenn sich Leute fuer das Projekt aber weiterhin interessieren, so werden die Projekte geforkt. Wie aktiv Nightingale und OpenIndiana sind, ist mir dabei relativ egal - sie zeigen jedoch, dass Leute sich der Souren annehmen, wenn sie selbst Interesse haben.
    Genau das ist eben nur mit OSS moeglich.

    Man sollte dabei halt nicht so tun, als wuerden alle Projekte irgendwann stillgelegt. Es gehen nur die Projekte ein, fuer die sich eh kaum wer interessiert. Xorg war auch ein Fork, so auch LibreOffice, oder mpv, oder Webkit, oder eines von vielen anderen.

  22. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: jose.ramirez 22.11.15 - 19:24

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jolla is OpenSource.
    >
    > 3 Schichten
    > 1. OpenSource Linux
    > 2. OpenSource Mer
    > 3. Grafische Oberfläche
    >
    > Mußt nur als Unternehmen anklopfen und zahlen und bekommst Sachen als
    > OpenSource sogar im Paket.

    Du hast Open Source nicht wirklich verstanden. Bei Unternehmen anklopfen und zahlen ist gängige closed Source praxis.

    > Und darfst als Unternehmenskunde mit dem Quellcode arbeiten und den
    > verwenden. Siehe Definition von OSI die die Marke OpenSource besitzen.

    Auch hier wendest Du das falsche Paradigma an.

    > Es ist halt nicht(gemein) frei Ala Stallmann.

    Hier ein besonders grober Fehler Deinerseits, Stallman propagiert die GNU Public License welche, im Gegensatz zur BSD Lizenz, alles andere als Gemeinfrei ist, gerade das ist ja der Kritikpunkt der von karzinimen Monopolisten wie Microsoft angeführt wird.

  23. Re: Wenn Open Source, wäre alles halb...

    Autor: honk 22.11.15 - 22:27

    spectas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meines Erachtens wäre ein Stück gescheiterte Hardware enttäuschend genug.
    > Da es Jolla leider aber bis heute versäumt hat, das durch und durch
    > innovative Sailfish OS unter eine freie Lizenz zu stellen, hängt alles am
    > Wohl und Wehe dieser einen Firma. Weder finden sich in so einer Situation
    > Firmen, die das OS nun mittragen/absichern würden (z.B. Samsung/Nokia,
    > Navi-Hersteller, etc), noch kann eine Community die Verantwortung für das
    > OS übernehmen (z.B. die Apache Foundation). Ein Lehrstück gegen proprietäre
    > Software, wenn ihr mich fragt. Sollte Google Pleite gehen, würde Android
    > problemlos weiter existieren, vermutlich würde sogar Microsoft die
    > Schirmherrschaft übernehmen. Nun bangen und hoffen wir alle, dass die Firma
    > Jolla es schafft, und dass sie nicht ihren proprietären Quellcode mit ins
    > digitale Nirwana/die Insolvenz nimmt.

    Die wesentlichen Teile sind alle Open Source, leider ohne das sich jetzt scharen von Entwicklern darauf stürzen und tolle Dinge entwickeln würden. Ich glaube kaum das das anders wäre, wenn Jolla noch ihre Oberflächen freigeben würden. Mit der Jolle scheint leider wirklich eins der letzten Rettungsboote unterzugehen.Mit Ubuntu Phone oder firefox OS kann man keinen Blumenstrauß gewinnen, und Tizen ist fest in Samsung Hand und wird da vergewaltigt. Mer wäre noch zu haben, interessiert sich aber scheinbar nur noch IBM sehr halbherzig für.

    leider scheint es wirklich keinen Markt für ein freies smartphone OS zu geben, obwohl ich gerne eins hätte. Und als hobbyprojekt für nerds scheint es eine Nummer zu groß zu sein.

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