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Hochpräzise Karten und Öl-Schatz ...

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  1. Hochpräzise Karten und Öl-Schatz ...

    Autor: .02 Cents 10.12.15 - 16:39

    Mir ist eigentlich an keiner Stelle in dem Artikel klar geworden, wozu das autonome Auto der Zukunft "hochpräzise" Daten benötigt.

    Ich habe verstenanden, dass es einen Bedarf gibt, situationsbedingt und möglichst in Echtzeit Karten-begleitende-Daten auszutauschen - also Wetter, besondere Verkehrslagen wie (Tages) Baustellen etc pp. Sicher interessant für alle möglichen Optimierungen - aber da geht es um Streckenplanung (deren Grenzen man heute schon sieht, denn folgt man den Umleitungsempfehlungen des Navi, steht man all den anderen, die das auch gemacht haben, genauso im Stau ...).

    Wenn das autonome Fahrzeug aber auf diese Daten angewiesen ist, dann müsste die Erfassung der Daten durch nicht-autonome Fahrzeuge erfolgen. Ggf bilden sich dann vor einem Streckenabschnitt Warteschlangen autonomer Fahrzeuge, die ein nicht-autonomes Fahrzeug als Daten-Scout benötigen.

    Das scheint mir alles einigermassen merkwürdig und unsinnig.

    Auch diese Auslassungen über erfasste Daten des eigenen Autos, deren Weiterleitung und die eigene Privatsphäre ... das ist doch objektiver Unsinn. Wenn ich jemanden frage:

    "Willst du das dein Handy permanent deinen aktuellen Standort im Handyfunknetz verbreitet und so für Gott-und-die-Welt auswertbar macht"

    werden sicher genau die gleichen Antworten kommen, wie von den "Autofahrern", egal ob diese Mobilfunk-Benutzer bevorzugt mit dem Fahrrad, PKW, ÖV oder sonstwie unterwegs sind.

    Bei der gegebenen Verbreitung von Mobilfunkverträgen kann man aber sagen: das hält trotzdem niemanden davon ab, ein Handy zu benutzen, und bei geschätzten weit über 90% der Personen wird auch wenigstens ein Handy ständig mitgeführt und empfangsbereit gehalten, sprich: Deren Aufenthaltsort ist ohnehin ständig lokalisierbar und veröffentlicht - im Auto oder zu Fuss ...

    Abgesehen davon: Sollte das ganze Autonome fahren wirklich davon abhängig sein, das alles und jedes, auf dass das Fahrzeug reagieren muss, auf der hochpräzisen Karte eingezeichnet ist, wäre dieses autonome Fahrzeug nicht auf öffentlichen Strassen einsetzbar. Wieso soll das erkennen einer Baustelle so viel wichtiger sein, als das erkennen eines in 2. Reihe geparkten Fahrzeugs, oder eines Fussgängers, der die Strasse abseits von Ampel und Zebrastreifen überquert ....

    Möglich das ich da irgendwas grundsätzlich nicht verstehe, aber aus dem Artikel wird weder das "Gold", noch überhaupt die unbedingte Notwendigkeit oder der Vorteil hochpräziser Karten klar. Es wird einfach behauptet, das sei so, und die Behauptung ist gleichzeitig auch noch der Beweis ...

  2. Re: Hochpräzise Karten und Öl-Schatz ...

    Autor: Der Spatz 10.12.15 - 19:26

    Ein (eventuell unsinniges fiktives) Szenario

    Angenommen so ein Auto muss um sicher zu fahren alle 2m alle benötigten "Entscheidungen" getroffen haben und kann mit der verfügbaren Rechenleistung 100 Entscheidungen pro Sekunde treffen.

    Auf der Autobahn, gerade Strecke, ein Auto vorne mit genügend Abstand Steckenmarkierungen gut Erkennbar. Sind 5 "Entscheidungen" notwenig:
    * Rechte Markierung erkennen
    * Linke Markierung erkennen
    * Abstand nach vorne
    * Abstand nach Hinten
    * Irgend ein Schild das ausgewertet werden muss?

    Da aber 100 "Entscheidungen" pro Sekunde möglich sind welche alle 2m gemacht werden müssen kann das Auto ohne Probleme in dieser Situation 100/5 = 20 x 2m = 40m/s zurücklegen also mit knapp 144km/h fahren.

    Jetzt kommt eine Baustelle, die Anzahl der "Entscheidungen" wird vielfälltiger:
    * Die Spur wird enger also muss die rechts links Position viel häufiger abgefragt und korrigiert werden (Man hat ja nicht mehr so viel Spiel zur Seite).
    * Überall diese Barken rechts links, direkt vor einem. Also alle Positionen der Barken mit Entfernung erkennen und herausfinden welche gehört zur linken Reihe, welche zur rechten.
    Angenommen die notwenigen "Entscheidungen" erhöhen sich jetzt auf 20 alle 2m somit kann das Fahrzeug die Baustelle nur noch mit knapp 40km/h sicher passieren (Es lebe das Verkehrshindernis).

    So und jetzt kommen die Informationen ins Spiel:
    Das Auto fährt also mit knapp 40km/h durch die Baustelle schickt aber eine "Karte der Barken-Position, (Welche sind rechts, welche Links, wo läuft die neue Spur lang, wie eng ist es da wirklich, wo wird es kritisch in der Baustelle) an die Nachfolgenden Autos.

    Diese können dann die Informationen Nutzen und müssen nicht mehr so viele "Entscheidungen" treffen sondern wissen:
    * Die Barken bilden den rechten Rand,
    * die da den linken
    * Abstand vorne stimmt
    * Abstand hinten stimmt

    Lass die notwendigen Entscheidungen dadurch auf 10/s fallen und schon fährt dieses Auto ohne Probleme mit 80km/h (sofern da kein 60km/h Schild ist) durch die Baustelle.

  3. Re: Hochpräzise Karten und Öl-Schatz ...

    Autor: ibsi 11.12.15 - 14:43

    Aber nur wenn das Auto dem anderen Auto 100%ig vertraut. Was ist aber wenn in der Zwischenzeit die Barken weg sind? Dann würde es ja unnötig aufpassen. Also muss es doch messen und entscheiden.

  4. Re: Hochpräzise Karten und Öl-Schatz ...

    Autor: Der Spatz 11.12.15 - 19:57

    Ich denke nicht das so eine Baustelle innerhalb von Sekundenbruchteilen fertig ist.
    Die ersten Autos senden dann halt die neuen Daten "Baustelle ist weg" an die anderen und schon ist es erledigt.
    Und notfalls vertraut das 2. Auto dem ersten nur zu 5% das dritte aber den ersten beiden zu 10% und das vierte den anderen drei zu 20% usw. ab dem 10. Auto wird zu 90% getraut (Könnte sich ja was geändert haben mittlerweile) getraut. Und wenn sich die Situation ändert geht es wieder von vorne los (erstmal etwas vertrauen, dann immer mehr).

    Geht man davon aus, dass zu diesem Zeitpunkt jeder 100. Wagen so eine Petze ist, dürfte bei der üblichen Verkehrslage die Vertrauensbasis innerhalb weniger Minuten aufgebaut sein.

    Und zu 100% Vertrauen werden die Autos nie und nimmer den Daten. Die sollen nur eine Hilfestellung geben. Entschieden und vertraut wird prinzipiell auf die eigenen Sensoren.

    Anderes Beispiel (Wo genauere Daten im Zentimeter Bereich helfen könnten): Was ist, wenn das Auto über eine geschlossene Schneedecke fährt, die Randmarkierungen, Mittelstreifen, Leitplanke etc. komplett "unsichtbar" machen. Da kann dann +/- ein paar Meter den Unterschied zwischen Graben und Straße ausmachen.

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