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Keine Paranoia liebe Netzgemeinde.

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Keine Paranoia liebe Netzgemeinde.

Autor: Anonymer Nutzer 18.01.16 - 13:30

Die Gebühr kann man leicht abschaffen, weil der entstehenden Traffic und die Entwicklungsbemühungen aus Sicht von Facebook quasi nebenzu erledigt werden kann.

Google schlägt ja auch nicht aus jedem Dienst Profit, sei es in Form von Werbung oder Datenweitergaben. Die privat eingestellten Google Fotos, die man bis zu einer bestimmten Auflösung ja sogar unbegrenzt hochladen kann, sind und bleiben zB privat.

Google macht das trotzdem nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern weil man damit die Leute an das "Ökosystem" bindet. Genauso Facebook. Es wird mit Sicherheit in Zukunft eine immer stärkere Vernetzung zwischen WhatsApp und Facebook bieten. Und während Facebook auf Smartphones nie so gut angekommen ist wie auf PCs ist WhatsApp eine reine Smartphone-Anwendung (die man inzwischen auch auf dem Desktop nutzen kann, aber wer macht das schon...). Facebook hat sich damit sozusagen das eingekauft, was man einfach selbst nicht hatte und auch nicht einführen konnte, nämlich auf den Smartphones eine genauso dominante Stellung zu haben wie bei sozialen Netzwerken.

Das Geld wird auch in Zukunft über Facebook verdient. Das gratis WhatsApp soll Leute an das Ökosystem binden. Und das ist so ein guter Deal für Facebook, dass man sich das durchaus leisten kann, ohne Datenschutz bei WhatsApp zu kompromittieren oder gar Nutzerdaten zu verscherbeln.

Nutznießer wird sein, wer auf Facebook.com verzichtet und nur auf seinem Smartphone die WhatsApp App nutzt. Der hat null Kosten, aber auch null Nachteile. Da es aber vergleichsweise wenige Facebook-Aussteiger gibt muss das Facebook nicht weiter kümmern, das fällt nicht ins Gewicht.

Weitere Anhaltspunkte für die Konvergenz von Facebook und WhatsApp sind, dass Facebook zB Registrierung und Login ganz ohne Email-Adresse, nur mit einer Mobilfunknummer, einführte, was zu Anfang nicht möglich war. Oder auch der Zwang auf Smartphones auf den Facebook-Messenger mit Namen "Messenger" als eigenständige App umzusteigen, um dort noch Facebooknachrichten schreiben zu können (umgekehrt daraus aber auch das Eingeständnis, dass vielen Leuten die "große Facebook-App" zu überladen ist auf dem Smartphone und viele die gar nicht mehr drauf laden, sondern nur "Messenger" benutzen). Langfristig ist sehr gut vorstellbar, dass "Messenger" und "WhatsApp" fusionieren (vermutlich zu Gunsten des WhatsApp-Systems, was ja v. a. so erfolgreich wurde, weil es so simpel war, ganz ohne Email und Passwort zum Login und ganz ohne Nutzernamen o. ä., sondern einfach den ganz normalen Telefonnummern der Kontakte).

Ganz langfristig könnten auch das "große Facebook" und WhatsApp verschmelzen, dafür spricht, dass Facebook.com keine Email-Adresse mehr erzwingt, aber umgekehrt die Verifizierung per Mobilfunknummer, wenn man sich neu anmeldet.

Aber auf absehbare Zeit wird es dabei bleiben, WhatsApp kann ganz ohne Facebook genutzt werden wenn man möchte und das subventioniert Facebook aus der Portokasse mit. Im Zweifel auch um einen Finger am Puls der Entwicklung der Smartphonenutzung zu haben, sozusagen eine Art andauernder "Feldtest", dessen Kosten man unter Forschung und Entwicklung abbuchen kann.

Eins ist aber, denke ich, sicher: niemand hier muss nun Ängste haben, dass er regelrecht ausspioniert wird, nach dem Motto "Entweder zahlst du für das Produkt oder du bist das Produkt". Das hier ist dann doch etwas komplitzierter.



1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.01.16 13:38 durch Lügenbold.


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Keine Paranoia liebe Netzgemeinde.

Anonymer Nutzer | 18.01.16 - 13:30
 

Re: Keine Paranoia liebe Netzgemeinde.

Zombiez | 18.01.16 - 14:39
 

Re: Keine Paranoia liebe Netzgemeinde.

Thiesi | 18.01.16 - 16:33

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