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Fünf Jahre Garantie

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  1. Fünf Jahre Garantie

    Autor: Crass Spektakel 15.02.16 - 22:34

    Ich denke das Thema ist einfach zu handhaben:

    1. Fünf Jahre Garantie
    2. Bereitstellung von passenden Schaltplänen und Reparaturanleitungen verpflichtend
    3. 20 Jahre Reparaturservice, d.h. kostenpflichtige Reparatur zu einem Preis der deutlich unter Herstellungskosten des Neugerätes liegt.

    Und sollte einer dieser Punkte nicht erfüllt werden gibt es eben ein zwanzigjähriges Rückgaberecht mit voller Kaufpreiserstattung unabhängig vom Zustand des Gerätes.

  2. Re: Fünf Jahre Garantie

    Autor: DrWatson 15.02.16 - 23:01

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke das Thema ist einfach zu handhaben:
    >
    > 1. Fünf Jahre Garantie

    Warum nicht 50 Jahre?

    > 2. Bereitstellung von passenden Schaltplänen und Reparaturanleitungen
    > verpflichtend
    > 3. 20 Jahre Reparaturservice, d.h. kostenpflichtige Reparatur zu einem
    > Preis der deutlich unter Herstellungskosten des Neugerätes liegt.

    Wäre es nicht am Besten, wenn es nur noch einen Computer gäbe und einen Staubsauger und eine Kaffemaschine und einen Fernseher?
    Alles andere würde einfach verboten.

    Dann gäbe es immer Ersatzteile und jeder könnte alles reparieren. Man müsste sich auch nicht mehr ärgern, wenn jemand anderes ein besseres Gerät hat und auch die Kaufentcheidung würde enorm erleichtert, durch eine binäre Ja/Nein-Entscheidung.

  3. Gesetzlich irrelevant

    Autor: Crass Spektakel 15.02.16 - 23:16

    Was bitte schon denn eine aufgedruckte Mindesthaltbarkeit schon bedeuten? Juristisch kannst Du Dir damit den Arsch abwischen, ein paar Beispiele:

    1. Fernseher wird mit 10.000 Betriebsstunden beworben. Bezieht sich das jetzt auf Standby (da zieht er 1 Watt) oder normales Fernsehen (da kommt er mit 40 Watt aus) oder Volllast 4k Videos aus dem Internet streamen (da schluckt er 80 Watt)?

    2. Auf dem Gerät steht: MTBF 100.000 oder 200.000 oder 10.000.000 Stunden. Das gerät fällt nach zwei Jahren und zwei Tagen und 500 Betriebsstunden aus. Kann ich da irgendwen haftbar machen? Eben nicht, die Gewährleistung/Garantie ist abgelaufen.

    Das kann man nicht mit den Energieabzeichen von Haushaltsgeräten vergleichen: Laufe ich mir einen Kühlschrank der mit 80kwh/Jahr und A+++ angegeben ist aber 150kwh/Jahr verbraucht und A+ schafft dann gebe ich ihn im Rahmen der Gewährleistung zurück und fertig. Ist die Gewährleistung/Garantie abgelaufen hilft mir der farbige Aufkleber über Energiewerte weniger als Klopapier: Klopapier wischt besser und klebt nicht am Arsch.

    Tut mir leid aber das ist alles so ein riesiger Quatsch wie die E-Abzeichen für Einhalten europäischer Standards: Die kleben die Chinesen sowieso überall drauf egal wie das Ding läuft.

  4. Re: Gesetzlich irrelevant

    Autor: DrWatson 15.02.16 - 23:34

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was bitte schon denn eine aufgedruckte Mindesthaltbarkeit schon bedeuten?
    > Juristisch kannst Du Dir damit den Arsch abwischen, ein paar Beispiele:

    > Tut mir leid aber das ist alles so ein riesiger Quatsch

    Ja, nur sind alle anderen Vorschläge sind noch schlechter. Da nehm ich doch das geringste Übel in Form eines weiteren Aufklebers.

  5. Re: Fünf Jahre Garantie

    Autor: cpt.dirk 15.02.16 - 23:37

    Ich würde noch ergänzen: langfristige Verfügbarkeit von Ersatzteilen zu fairen Preisen.

  6. Re: Fünf Jahre Garantie

    Autor: DrWatson 15.02.16 - 23:39

    Was ist langfristig und was sind faire Preise?

  7. Re: Fünf Jahre Garantie

    Autor: Quantium40 16.02.16 - 02:23

    DrWatson schrieb:
    > Was ist langfristig und was sind faire Preise?

    langfristig = 20 Jahre oder mehr
    faire Preise = Summe aller Ersatzteilpreise, aus denen man ein Neugerät zusammensetzen könnte, darf nicht wesentlich teurer sein als ein Neugerät.

  8. Re: Fünf Jahre Garantie

    Autor: eXXogene 16.02.16 - 07:29

    Das Ersatzteile exorbitant teuer sind und keine Schaltpläne verfügbar sind ist schon nervig. Aber wahrscheinlich ist es völlig egal weil die Arbeitskosten schon so hoch sind das man keine lust mehr auf eine Reparatur hat.

    Deshalb werden heute auch nur noch ganze Komponenten getauscht. Mal davon abgesehen das es meistens so ist das ein defektes Teil durch ein anderes beschädigt wird und man daher doch lieber die ganze Platine tauscht...

    20 Jahre für eine Reparaturpflicht anzusetzen ist etwas überzogen, willst du deinen Fernseher wirklich so lange benutzen?

  9. Re: Fünf Jahre Garantie

    Autor: urghss 16.02.16 - 07:51

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ist langfristig und was sind faire Preise?


    Plasma TV Defekt, neupreis vor 3 Jahren 450¤. Neupreis vom Ersatz Bildschirm, 600$. Das ist nicht Fair, das ist einfach nur eine Politik um derartige Geräte möglichst nicht reparieren zu müssen.

    Demnächst, Lichtmaschine deines 10000¤ Autos defekt, neupreis Lichtmaschine, 11000¤. Motor defekt? Kauf dir lieber ein neue Auto.

    Nur weil Geräte "nur" 400¤ Kosten, bedeutet es nicht das Sie nicht auch 5 Jahre halten können. Merkwürdig ist halt immer wie pünktlich nach 2 Jahren z.b. das Netzteil von besagtem Plasma TV ausstieg...

  10. Re: Fünf Jahre Garantie

    Autor: Enter the Nexus 16.02.16 - 08:10

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke das Thema ist einfach zu handhaben:
    >
    > 1. Fünf Jahre Garantie

    Geräte werden teurer.

    > 2. Bereitstellung von passenden Schaltplänen und Reparaturanleitungen
    > verpflichtend

    Schaltpläne sind geistiges Eigentum und Firmengeheimnis. Wie soll das laufen, wenn die Konkurrenz da ohne weiteres Einblick hat?

    > 3. 20 Jahre Reparaturservice, d.h. kostenpflichtige Reparatur zu einem
    > Preis der deutlich unter Herstellungskosten des Neugerätes liegt.

    Geräte werden sehr viel teurer.

  11. Re: Fünf Jahre Garantie

    Autor: Enter the Nexus 16.02.16 - 08:15

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > langfristig = 20 Jahre oder mehr

    Der Hersteller soll also alle Teile 20 Jahre ins Lager legen...

    > faire Preise = Summe aller Ersatzteilpreise, aus denen man ein Neugerät
    > zusammensetzen könnte, darf nicht wesentlich teurer sein als ein Neugerät.

    ... und das soll dann auch noch die Summe aller Ersatzteilpreise billiger sein als ein Neugerät? Da muss wohl der Neupreis dann einfach verdreifacht werden, damit das machbar ist.

  12. Re: Fünf Jahre Garantie

    Autor: Enter the Nexus 16.02.16 - 08:18

    urghss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Demnächst, Lichtmaschine deines 10000¤ Autos defekt, neupreis
    > Lichtmaschine, 11000¤. Motor defekt? Kauf dir lieber ein neue Auto.

    Nun, so ist das ja nicht. Aber wenn du ein Auto aus Ersatzteilen zusammenbaust, dann wird das wohl das fünffache kosten wie ein Neuwagen. Schlielich müssen alle Ersatzteile auch gelagert werden. Und das auch noch 10-15 Jahre nachdem die Produktion des Autos eingestellt wurde.

  13. Re: Fünf Jahre Garantie

    Autor: der_wahre_hannes 16.02.16 - 08:31

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke das Thema ist einfach zu handhaben:
    >
    > 1. Fünf Jahre Garantie

    Du meinst sicherlich Gewährleistung?

    > 2. Bereitstellung von passenden Schaltplänen und Reparaturanleitungen
    > verpflichtend

    Damit der Heimwerkerking dann denkt, er könne das Gerät auch einfach selber bauen?

    > 3. 20 Jahre Reparaturservice, d.h. kostenpflichtige Reparatur zu einem
    > Preis der deutlich unter Herstellungskosten des Neugerätes liegt.

    Warum nicht 100 Jahre?

  14. Re: Fünf Jahre Garantie

    Autor: cpt.dirk 16.02.16 - 22:20

    urghss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Merkwürdig ist halt immer wie pünktlich nach 2 Jahren
    > z.b. das Netzteil von besagtem Plasma TV ausstieg...

    Das ist nicht merkwürdig, sondern Planned Obsolence. Zum einen werden minderwertige Bauteile verwendet, bzw. unterdimensioniert. Leiterzüge und Lötstellen bekommen durch gezielte Lotmischungen und Dimensionierungen nach gewisser Zeit Haarrisse.

    Und nun denke man an die geplante Deaktivierung per Closed-Source Firmware in der kommenden Schwemme on IoT-Devices, á la VW.

    Heureka!

  15. Re: Fünf Jahre Garantie

    Autor: cpt.dirk 16.02.16 - 22:42

    Immer diese Pseudoargumentationen.

    Zufällig weiß ich, wie Reparaturservice funktioniert. Früher hatte man ein kleines Lager mit Schaltplänen, teils vom Hersteller gekauft, teils indirekt vom Schaltplanservice.

    Und in vielen Elektronikgeräten war der Schaltplan sogar beigelegt - ganz richtig: Open Specs in analoger Technik! Die Bauteile waren nur zu einem Teil Standardelemente von der Stange, sogar noch weniger als heute, wegen des großen Anteils an mechanischen Spezialteilen.

    Heute nutzt man dazu eDienste und Datenbanksysteme - kostet ein bisschen, ist aber im Verhältnis fair.

    Das geht natürlich auch mit digitalen Schaltplänen. Und man kann auch heute noch Geräte mit Standardkomponenten so bauen, dass sie mit SMD-Spezialwerkzeug (früher war der Lötkolben auch ein Spezialwerkzeug!)
    ausgetauscht werden können.

    Die Bauelemente und Chips werden allerdings oft umgelabelt vom Hersteller, eben um einfache Reparaturen zu verhindern.

    Die immer wieder angeführten Lagerhaltungskosten sind nicht wirklich das Problem, da nur ein überschaubarer Vorrat an Teilen (outgesourced) gelagert und bei Bedarf nachproduziert wird. Ersatzteile werden heute natürlich gern weit über Preis verkauft mit solchen Argumenten.

    Ein guter Teil des Eindrucks "unfairer" Reparaturkosten ist den im Vergleich dazu äußerst unfairen Produktionsbedingungen geschuldet. Würde an den Produktionsstätten der Gleiche Lohn gezahlt, ein vergleichbares Sozial- und Gesundheitssystem unterhalten werden müssen, die Rechnung sähe ganz anders aus!

    Das ist übrigens auch ein Hauptgrund, warum die Freihandelsabkommen pures Gift für unsere Gesellschaft, wie auch die Schwellen- und Entwicklungsländer sind:

    Hier werden "überteuerte" Lohnkosten, bzw. so erzeugte Produkte unrentabel (im Grunde das ganze demokratisch-freiheitliche System), dort führen sie zu drastischer Ausbeutung, sozialen Verwerfungen und Umweltzerstörungen.

    Hurra.

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