1. Foren
  2. Kommentare
  3. OpenSource
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Maru im Test: So muss eine…

x86 Blindheit

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. x86 Blindheit

    Autor: Crass Spektakel 11.03.16 - 15:21

    Das wirklich traurige bei den ganzen Kombilösungen:

    Kein x86.

    Und dadurch eine unnötige Verknappung der Software.

    Egal ob Windows oder Linux, mit x86 hätte man auf Anhieb Zugriff auf viele propietäre x86-Anwendungen, sei es Steam, Wine, Netflix-Plugins, Skype usw.usf. Stattdessen füttert man uns mit irgendwelchen ARM-Lösungen ab auf denen kaum ein Bruchteil der möglichen Software läuft.

    Mit Silvermont haben wir einen Vertreter aus der x86-Welt der bei Preis, Leistung und Stromverbrauch nicht vor den Besten der ARM-Welt zurückstecken muss.

    Aber anscheinend ist der Druck auf Microsoft und Co noch nicht gross genug.

  2. Re: x86 Blindheit

    Autor: matok 11.03.16 - 17:25

    Sehe ich auch so. Diese Konvergenzentwicklung ist schon gut, aber wieso da nicht x86er CPUs genommen werden, verstehe ich auch nicht. Ist ja nicht so, als ob es die nicht für Smartphones gäbe. Wenn es denn mal so sein sollte und die Software noch weiter entwickelter ist, dann sieht es für das PC Geschäft für Privatanwender zappenduster aus.

  3. Re: x86 Blindheit

    Autor: JohnDoes 11.03.16 - 19:07

    Ganz einfach, x86 CPUs sind noch lange nicht so performant wie arm auf mobilen Plattformen.

  4. Re: x86 Blindheit

    Autor: Spiritogre 11.03.16 - 20:06

    JohnDoes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz einfach, x86 CPUs sind noch lange nicht so performant wie arm auf
    > mobilen Plattformen.

    Jain, kommt auf den Anwendungsfall an. X86 ist schneller bei Internet, Office und Dokumentendarstellung und ARM bei Mediadaten, so meine Erfahrung.

  5. Re: x86 Blindheit

    Autor: zampata 11.03.16 - 20:10

    X68 ist deutlich Performanter als ARM

    http://m.heise.de/ct/ausgabe/2013-12-Intels-neue-Atom-Architektur-Silvermont-fordert-ARM-heraus-2321410.html

  6. Re: x86 Blindheit

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 12.03.16 - 01:04

    Crass Spektakel schrieb:
    ----------------

    > Kein x86.
    >
    > Und dadurch eine unnötige Verknappung der Software.

    Und was ist mit den Android-Programmen, die x86 nicht unterstützen, weil sie nativen ARM-Code shippen?
    Warum soll's wichtiger sein, ohnehin kaputtes Desktop-Skype nutzen zu können?

  7. Re: x86 Blindheit

    Autor: Moe479 13.03.16 - 01:38

    Erst die 8 dann die 6.

    Aber das wollte ich auch sagen, zumindest solange wie es kein reiner Software-x86er ist der eh wieder alles auf einen reduzierten Satz an in Hardware ausführbaren Instruktionen setzt ... braucht aber mehr Transistoren bzw. Die-Fläche ...

    Intel und AMD haben sich einfach zu spät um den Bereich mobiler Klein- und Kleinstgeräte gekümmert deswegen ist dort ARM dominant vertreten, aber es gibt z.b. Motorola Razr i mit Intel x86er CPU ... gut ist jetzt nicht ganz optimal darauf ein Android zu betreiben wo doch die meisten Android-Anwendungen für ARM CPUs optimiert werden ...

    Aber eigentlich ist das mir egal solange der Code portierbar bleibt ...

  8. Surface Phone

    Autor: redmord 13.03.16 - 11:16

    Ein Surface Phone mit x86 soll dieses Jahr vorgestellt werden.

    Davon ab ... dank Projekten wie Raspbian ist der Umfang an Software für ARM im Linux-Bereich erstaunlich groß.

  9. Re: x86 Blindheit

    Autor: Crass Spektakel 13.03.16 - 14:48

    Seitan-Sushi-Fan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was ist mit den Android-Programmen, die x86 nicht unterstützen, weil
    > sie nativen ARM-Code shippen?

    Das ist einfach beantwortet: Diese Software gibt es nicht.

    98% der ARM-Software wird als Metacode geliefert der erst bei Installation oder Start auf die Plattform angepasst wird.

    Die restlichen 2% haben es teilweise extrem schwer weil ARM nämlich NICHT zu ARM binärkompatibel ist. Die Unterschiede sind teils so dramatisch dass man locker fünf oder zehn verschiedene Versionen aus dem Kompiler bekommt. Es gibt zwar mit dem lowest common dedicator eine gemeinsame Basis aber der dabei entstehende Code ist reinstes 32Bit mit einem maximal 24Bit "Sichtfenster", sehr aufgeblähtem und langsamen Code. Überall wo dieser Mist ausreicht tut es auch der Metacode und das meistens besser.

    Und da fällt eine zusätzliche x86-Variante nicht weiter auf - in den meisten Fällen wird der Kompiler einfach angewiesen x86-Code statt ARM-Code auszuspucken, fertig.

  10. Re: x86 Blindheit

    Autor: Crass Spektakel 15.03.16 - 05:53

    Spiritogre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jain, kommt auf den Anwendungsfall an. X86 ist schneller bei Internet,
    > Office und Dokumentendarstellung und ARM bei Mediadaten, so meine
    > Erfahrung.

    Und das ist so erstmal falsch: Gerade Feldoperationen - nichts anderes sind Mediendateien - sind unter ARM praktisch garnicht bzw. ziemlich unterschiedlich definiert.

    Allerdings ist es Standard bei ARM-Geräten sowieso dass einfach ein Hardwaredekoder integriert ist, z.B. von Broadcom oder Texas Instruments. Diese Dinger sind stromseitig zwar höchsteffizient aber auch unglaublich unflexibel. Da gibt es teils abenteuerliche Einschränkungen, z.B. kann ein Video überhaupt nur dekodiert werden wenn exakt eine bestimmte Variante eines Kompressors zum Einsatz kommt. Auch ist die Treiberversorgung HORREND, daher kommen die verkürzten Laufzeiten oder ruckelnde Videos wenn man alte Android-Geräte auf modernes Android aufrüstet: Es gibt keine Treiber mehr und die CPU muss alles selber machen.

    Intel-Lösungen haben sehr mächtige und performante Befehle die wirklich flexibel angewendet werden können dafür ist der Strombedarf ein klein wenig höher. Ja, das mag mehr Strom brauchen, ist aber die flexible Lösung.

  11. Re: x86 Blindheit

    Autor: derdiedas 15.03.16 - 09:29

    x86 hat das Problem das ARM einfach massiv günstiger ist und in der performance schneller aufholt als x86 weglaufen kann.

    Die x86 Architektur hat einfach zu viel ballast an Board.

  12. Re: x86 Blindheit

    Autor: Spiritogre 15.03.16 - 14:19

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Spiritogre schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Jain, kommt auf den Anwendungsfall an. X86 ist schneller bei Internet,
    > > Office und Dokumentendarstellung und ARM bei Mediadaten, so meine
    > > Erfahrung.
    >
    > Und das ist so erstmal falsch: Gerade Feldoperationen - nichts anderes
    > sind Mediendateien - sind unter ARM praktisch garnicht bzw. ziemlich
    > unterschiedlich definiert.
    >
    > Allerdings ist es Standard bei ARM-Geräten sowieso dass einfach ein
    > Hardwaredekoder integriert ist, z.B. von Broadcom oder Texas Instruments.
    > Diese Dinger sind stromseitig zwar höchsteffizient aber auch unglaublich
    > unflexibel. Da gibt es teils abenteuerliche Einschränkungen, z.B. kann ein
    > Video überhaupt nur dekodiert werden wenn exakt eine bestimmte Variante
    > eines Kompressors zum Einsatz kommt. Auch ist die Treiberversorgung
    > HORREND, daher kommen die verkürzten Laufzeiten oder ruckelnde Videos wenn
    > man alte Android-Geräte auf modernes Android aufrüstet: Es gibt keine
    > Treiber mehr und die CPU muss alles selber machen.
    >
    > Intel-Lösungen haben sehr mächtige und performante Befehle die wirklich
    > flexibel angewendet werden können dafür ist der Strombedarf ein klein wenig
    > höher. Ja, das mag mehr Strom brauchen, ist aber die flexible Lösung.

    Ich stimme zu, dass moderne Atoms generell einfach wesentlich leistungsfähiger sind.

    Meine Aussage entsprang zugegeben meiner eigenen Hardware. Ich habe ein altes Samsung Netbook mit 1,6 GHz Atom und Intel HD 3500 Grafik sowie ein "altes" Tablet mit NVidia Tegra 3 Quadcore mit 1,3 GHz.
    Dabei ist mir halt aufgefallen, Webseiten, Dokumente, PDF etc. mit dem Tablet ist ein Krampf, er benötigt zum Laden und Anzeigen ewig während es bei dem Netbook halt absolut schnell und flüssig läuft.

    Bei Videos ist es genau andersrum, das Tablet hat auch mit Full HD (und mehr) absolut keine Probleme, das Netbook scheitert schon bei 720p mit höheren Bitraten und 1080p ist unmöglich.

    Zugegeben, das Problem mit der Dokumentanzeige kann auch an fehlender Optimierung der Apps an den NVidia SOC liegen.
    Das merke ich bei Spielen. Der Tegra 3 war damals so mit das grafisch stärkste was es gab und ist auch heute noch oben mit dabei. Jedoch funktionieren sehr viele (3d Spiele)-Apps überhaupt nicht vernünftig, etwa Hearthstone, das unspielbar langsam läuft, was schlicht daran liegt, dass viele Games nur an Standard-Grafikchips der Mobilgeräte, etwa von MediaTek angepasst sind und sich der Tegra davon wohl stark unterscheidet.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.03.16 14:20 durch Spiritogre.

  13. Re: x86 Blindheit

    Autor: ve2000 15.03.16 - 14:33

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die x86 Architektur hat einfach zu viel ballast an Board.

    Auf x86 läuft nahezu alles und jedes OS und jedes Programm.
    Auf ARM nur handverlesener Kram, dank Treibermangel/DRM.
    Beispiel? Versuch mal Netflix und Co. unter Debian/Raspbian ARM ans laufen zu kriegen.

  14. Re: x86 Blindheit

    Autor: razer 16.03.16 - 12:05

    die apps aus dem android play market sind aber sicherlich vorkompiliert und kommen fix fertig an. glaube nicht dass das 50¤ 800mhz single core android gerät in der lage wäre, den code zu kompilieren.

  15. Re: x86 Blindheit

    Autor: baltasaronmeth 18.03.16 - 22:55

    Die Anzahl an Linux-Entwicklern, die sich freiwillig mit mobilem x86 herumquälen hat stark unter Intels "Bay Trail"-Reihe gelitten. So viel proprietärer Mist und gut gehütete Spezifikationen ist man von Intel nicht gewohnt. Es gibt sehr viel kleine, billige, mobile Hardware, aber dafür Treiber zu schreiben ist das absolute 90er-Retro-Feeling, da könnte man fast Reverse-Engineering als Studiengang anbieten.

  16. Re: x86 Blindheit

    Autor: Crass Spektakel 21.03.16 - 05:55

    Android verwendet praktisch nie Maschinencode sondern immer eine abstrahierte Sprache die in beiden bisherigen Varianten streng an Java orientiert war. Ja, man kann zwar auch Assembler-Code integrieren aber der hat dann keinen Zugriff aufs OS. Ist also für 99% der Anwendungen total witzlos.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Mediengestalter / Webdesigner / Frontend Entwickler (m/w/d)
    Stadtwerke Emmendingen GmbH, Emmendingen
  2. Trainee IT Projektmanagement (m/w/d)
    markilux GmbH + Co. KG, Emsdetten
  3. Projektmanager (m/w/d) Süddeutschland
    NTT Germany AG & Co. KG, Bad Homburg, Einsatzgebiet Süddeutschland
  4. Projektmanager (m/w/d) Digitalisierung Produktion
    Hirschvogel Holding GmbH, Denklingen

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 499,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de