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So ein mist...

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. So ein mist...

    Autor: pixel2 03.04.06 - 15:38

    IMO sind die anstrengungen dieser "partei" sehr gefährlich.

    1. die argumentation 20% der bevölkerung würden kriminalisiert und deshalb muss man kopieren erlauben, ist völlig fehl. wenn 20% der bevölkerung stehlen oder gewaltätig gegenüber anderen sind, dann kann doch nicht eine legalisierung von gewalt und diebstahl die lösung sein!

    2. die vorschläge der partei (oder der diskussion um eine kulturflatrate) entsprechen einer enteignung aller schaffenden.

    3. bis jetzt wurden von keiner vereinigung, die pro raubkopieren oder pro kulturflatrate ist, realistische umsetzungsvorschläge gemacht, die gerecht (und rechtlich) für alle beteiligten ist. in erster linie geht es in allen argumentationen nur um den eigenen vorteil für den kopierer.

    4. die einschränkung auf kommerzielle raubkopierer ist nicht sehr praxisnah. verdienen doch die meisten warez-/torrent-/emule-seiten mit werbung viel geld. wo ist da also die grenze? ähnlich könnte man sagen, nur wer irgendwas kommerziell nutzt, muss dafür bezahlen. das macht meinetwegen bei photoshop noch sinn (welcher homeanwender bezahlt schon 1500 € um seine digi-bilder zu bearbeiten?). aber es gibt auch dinge, die direkt für den endkonsumer entwickelt werden: filme, musik, software... die werden in einem kommerziellen umfeld ja gar nicht gebraucht.


    letztlich benötigen wir keine legalisierung von p2p und raubkopien, keine abschaffung von DRM und kopierschutzen, und keine kulturflatrate. was wir brauchen ist ein fairer preis und faire rechte mit den gekauften medien. aber das muss von den herstellern kommen, nicht vom gesetzgeber. der industrie muss erkennen, dass mit niedrigeren preis und interoperatiblität mehr verkauft wird. trotzdem sollte der hersteller/künstler/urheber immer noch selbst über sein werk bestimmen können und wie es vertrieben wird. eine enteignung kann nicht ziel einer demokratie sein, in der die selbstbestimmung und -verwirklichung an oberster stelle der verfassung steht.

    zum schluss nochmal ein appell an alle befürworter:
    wenn ihr ein problem mit den preisen, qualität oder kopierschutzeinschränkungen habt, dann kauft die produkte einfach nicht. aber kopiert sie nicht einfach! dadurch gebt ihr der industrie nur noch mehr zünder für ihre anti-kunden-kampagnen. und letztlich sitzen sie am längeren hebel und haben viel mehr einfluss auf die gesetze - das ist zwar schade und eigentlich beschämend, aber erstmal müssen wir damit leben. diesen zustand (einfluss der industrie) muss erst verändert werden, dann kann man sich über den rest unterhalten. und so lange das nicht passiert ist, sollte ein jeder seine download extasen einstellen oder auf ein minimum beschränken. ziviler ungehorsam hat bedeutet nicht unrecht mit unrecht zu bekämpfen.

    danke.

  2. Re: So ein mist...

    Autor: Kalinka 03.04.06 - 15:47

    pixel2 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > IMO sind die anstrengungen dieser "partei" sehr
    > gefährlich.
    >
    > 1. die argumentation 20% der bevölkerung würden
    > kriminalisiert und deshalb muss man kopieren
    > erlauben, ist völlig fehl. wenn 20% der
    > bevölkerung stehlen oder gewaltätig gegenüber
    > anderen sind, dann kann doch nicht eine
    > legalisierung von gewalt und diebstahl die lösung
    > sein!
    >
    > 2. die vorschläge der partei (oder der diskussion
    > um eine kulturflatrate) entsprechen einer
    > enteignung aller schaffenden.
    >
    > 3. bis jetzt wurden von keiner vereinigung, die
    > pro raubkopieren oder pro kulturflatrate ist,
    > realistische umsetzungsvorschläge gemacht, die
    > gerecht (und rechtlich) für alle beteiligten ist.
    > in erster linie geht es in allen argumentationen
    > nur um den eigenen vorteil für den kopierer.
    >
    > 4. die einschränkung auf kommerzielle raubkopierer
    > ist nicht sehr praxisnah. verdienen doch die
    > meisten warez-/torrent-/emule-seiten mit werbung
    > viel geld. wo ist da also die grenze? ähnlich
    > könnte man sagen, nur wer irgendwas kommerziell
    > nutzt, muss dafür bezahlen. das macht meinetwegen
    > bei photoshop noch sinn (welcher homeanwender
    > bezahlt schon 1500 € um seine digi-bilder zu
    > bearbeiten?). aber es gibt auch dinge, die direkt
    > für den endkonsumer entwickelt werden: filme,
    > musik, software... die werden in einem
    > kommerziellen umfeld ja gar nicht gebraucht.
    >
    > letztlich benötigen wir keine legalisierung von
    > p2p und raubkopien, keine abschaffung von DRM und
    > kopierschutzen, und keine kulturflatrate. was wir
    > brauchen ist ein fairer preis und faire rechte mit
    > den gekauften medien. aber das muss von den
    > herstellern kommen, nicht vom gesetzgeber. der
    > industrie muss erkennen, dass mit niedrigeren
    > preis und interoperatiblität mehr verkauft wird.
    > trotzdem sollte der hersteller/künstler/urheber
    > immer noch selbst über sein werk bestimmen können
    > und wie es vertrieben wird. eine enteignung kann
    > nicht ziel einer demokratie sein, in der die
    > selbstbestimmung und -verwirklichung an oberster
    > stelle der verfassung steht.
    >
    > zum schluss nochmal ein appell an alle
    > befürworter:
    > wenn ihr ein problem mit den preisen, qualität
    > oder kopierschutzeinschränkungen habt, dann kauft
    > die produkte einfach nicht. aber kopiert sie nicht
    > einfach! dadurch gebt ihr der industrie nur noch
    > mehr zünder für ihre anti-kunden-kampagnen. und
    > letztlich sitzen sie am längeren hebel und haben
    > viel mehr einfluss auf die gesetze - das ist zwar
    > schade und eigentlich beschämend, aber erstmal
    > müssen wir damit leben. diesen zustand (einfluss
    > der industrie) muss erst verändert werden, dann
    > kann man sich über den rest unterhalten. und so
    > lange das nicht passiert ist, sollte ein jeder
    > seine download extasen einstellen oder auf ein
    > minimum beschränken. ziviler ungehorsam hat
    > bedeutet nicht unrecht mit unrecht zu bekämpfen.
    >
    > danke.


    Was denkst du denn wann die Rechteverwertungsindustrie sich von selbst ändern wird? Die versuchen doch seit 10 Jahren nur den Status Quo zu erhalten und kräftig Lobbyarbeit zu machen. Lassen wir doch einfach das Volk entscheiden und nicht eine Minderheit mit viel Einfluss! Das was die Rechteverwerter machen ist total undemokratisch.

  3. So ein Quatsch ...

    Autor: Drachen 03.04.06 - 16:15

    pixel2 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > IMO sind die anstrengungen dieser "partei" sehr
    > gefährlich.

    Quatsch.

    > 1. die argumentation 20% der bevölkerung würden
    > kriminalisiert und deshalb muss man kopieren
    > erlauben, ist völlig fehl. wenn 20% der
    > bevölkerung stehlen oder gewaltätig gegenüber
    > anderen sind, dann kann doch nicht eine
    > legalisierung von gewalt und diebstahl die lösung
    > sein!

    Quatsch!
    Du verkennst, daß bei Raub und Diebstahl jemand einen Schaden erleidet, bei einer Kopie nicht. Ferner verkennst Du, daß zumindest hierzulande für die Kopiererlaubnis bereits massiv bezahlt wird in Form von Urheberrechtsabgaben auf Kopierer, CD-Brenner, Rohlinge, Scanner usw. Wenn ich jemanden erst für etwas bezahlen lasse und dieselbe bereits bezahlte Aktivität parallel verbiete, ist das kriminell.

    > 2. die vorschläge der partei (oder der diskussion
    > um eine kulturflatrate) entsprechen einer
    > enteignung aller schaffenden.

    Quatsch!
    Gerade die Kulturflatrate würde den Schaffenden zugute kommen, da die Einnahmen nur noch anteilig zum Verbrauch ausgeschüttet werden müssten. Der ganze Aufwand für GEMA, GEZ & Co. samt aufwändiger Kampagnen und Spionageaktionen und EInzugs- und Überwachungsverfahren entfiele komplett, somit bleibt mehr Geld für die Urheber übrig, was sonst bei der GEZ & Co. "versickert".
    >
    > 3. bis jetzt wurden von keiner vereinigung, die
    > pro raubkopieren oder pro kulturflatrate ist,
    > realistische umsetzungsvorschläge gemacht, die
    > gerecht (und rechtlich) für alle beteiligten ist.
    > in erster linie geht es in allen argumentationen
    > nur um den eigenen vorteil für den kopierer.

    Es kamen schon realistische Voreschläge, die jedoch abgelehnt wurden, da hier aus Sicht der MI die Rechte zwischen Erzeugern und Verbrauchern nicht ausgeglichen genug waren .....

    > 4. die einschränkung auf kommerzielle raubkopierer
    > ist nicht sehr praxisnah. verdienen doch die
    > meisten warez-/torrent-/emule-seiten mit werbung
    > viel geld.

    Wo lebst denn Du? In dieser Welt gewiss nicht.

    > wo ist da also die grenze? ähnlich
    > könnte man sagen, nur wer irgendwas kommerziell
    > nutzt, muss dafür bezahlen. das macht meinetwegen
    > bei photoshop noch sinn (welcher homeanwender
    > bezahlt schon 1500 € um seine digi-bilder zu
    > bearbeiten?). aber es gibt auch dinge, die direkt
    > für den endkonsumer entwickelt werden: filme,
    > musik, software... die werden in einem
    > kommerziellen umfeld ja gar nicht gebraucht.

    Ich kapiere nicht so ganz, wieso die Software und Daten in einen Topf wirfst. Software darf durchaus bezahlt werden, bei neuen Versionen auch mehrfach. Wieso aber Musik mehrfach bezahlt wird, auch wenn man dieselbe Aufnahme schon Jahre vorher mehrmals bezahlt hat, weil man die nun dank DRM nicht mehr nutzen darf, dafür vermisse ich eine plausible Erklärung.

    > letztlich benötigen wir keine legalisierung von
    > p2p und raubkopien, keine abschaffung von DRM und
    > kopierschutzen, und keine kulturflatrate.

    Einseitige Sichtweise. Gerade diese Kulturflatrate ist ein recht interessantes Werkzeug, um aktuelle Probleme in Griff zu kriegen. Und das Werkzeug ist nicht neu, ich erinnere an die GEZ,a uch hier zahlt man pauchal.

    > was wir brauchen ist ein fairer preis und faire rechte
    > mit den gekauften medien. aber das muss von den
    > herstellern kommen, nicht vom gesetzgeber.

    Hersteller haben von Natur aus völlig konträre Ansichten über faire Preise und faire Rechte als Verbraucher. Der Gesetzgeber kann hier als Schlichter wirken.

    > der industrie muss erkennen, dass mit niedrigeren
    > preis und interoperatiblität mehr verkauft wird.

    Tut er bzw. sie aber nunmal nicht. Da wird nicht langfristig gedacht, eil man eh nur die kommenden Quartalszahlen im Auge hat ...

    > trotzdem sollte der hersteller/künstler/urheber
    > immer noch selbst über sein werk bestimmen können
    > und wie es vertrieben wird. eine enteignung kann
    > nicht ziel einer demokratie sein, in der die
    > selbstbestimmung und -verwirklichung an oberster
    > stelle der verfassung steht.

    Kultur war und ist nunmal Allgemeingut. Der Künstler sollte angemessen entlohnt werden, aber jahrzehntelanges Bezahlen immer einer einmalig erbrachten Leistung ist ja wohl gegenüber allen Nichtkünstlern absolut ungerecht.

    Wieso muss ich Unsummen bezahlen, wenn ich nach 30 Jahren eine Tonfolge kopiere und zu einem eigenen Stück erweitere?
    Wieso soll ich als Konsument noch Jahre nach dem Tode des Autors für ein Urheberrecht zahlen, welches der Autor überhaupt nicht mehr in Anspruch nehmen kann?
    Wieso dürfen sog. Verwertungsgesellschaften den Künstlern wahre Knebelverträge aufzwingen und sie dann mit Brosamen der Einnahmen abspeisen?
    Wieso zahlt ein Musiker GEMA-Gebühren, wenn er sein eigenes Stück in einem Konzert spielen will?
    Wieso bekommen die "Großen" Millionenbeträge ausgezahlt und die Kleinen Pfennigbeträge, obwohl sie weder in einem angemessenen Mehr-Verhältnis produzieren noch gespielt/konsumiert werden?
    Wieso kostet ein DRM-behafteter Song online 1 bis 2 Euro, wo doch eine CD ohne diese Einschränkungen mehr Aufwand bei der Herstellung und beim Vertrieb bedeutet und für ca. 12 bis 15 Songs nur 7 bis 10 Euro kostet?

    Fragen über Fragen. Und kein einziges Mal faire Ansätze seitens der Industrie, kein einziges Mal Ausgewogenheit bei der Wahrung oder Abwägung der Interessen von MI vs. Verbrauchern.

    Alles in allem hast Du scheinbar redliche Motive, aber Deine Ableitungen sind einfach nur naiv.

    Drachen

  4. Re: So ein Quatsch ...

    Autor: Subby 03.04.06 - 16:18

    Drachen schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Du verkennst, daß bei Raub und Diebstahl jemand
    > einen Schaden erleidet, bei einer Kopie nicht.
    > Ferner verkennst Du, daß zumindest hierzulande für
    > die Kopiererlaubnis bereits massiv bezahlt wird in
    > Form von Urheberrechtsabgaben auf Kopierer,
    > CD-Brenner, Rohlinge, Scanner usw. Wenn ich
    > jemanden erst für etwas bezahlen lasse und
    > dieselbe bereits bezahlte Aktivität parallel
    > verbiete, ist das kriminell.

    Hab noch nicht alles gelesen, evtl kommt ein Edit oder Nachtrag.

    ABER: Auch beim Kopieren erleidet jemand einen Schaden. Du vergisst nur zu trennen zwischen Physisch und Materiell.

    Das eine ist Körperverletzung, das andere finanzieller Schaden.


    Läster muss ich auch noch mal *grins, Hände reib*

    > Kultur war und ist nunmal Allgemeingut.
    > Der Künstler sollte angemessen entlohnt werden, [..]

    Tokyo Hotel und PopStars/DSDS/../-Konsorten gehören da leider auch dazu, oder zählt das nicht zur Kultur? :)
    Darf ich eben genannten als "angemessene Entlohnung" einen Arschtritt verpassen, so für den ganz ganz kleinen Anfang?
    Würde dann weitermachen mit Daumenschrauben und ganz harter körperlicher Gewalt, muss ja meinen fairen Rechte ausüben :D

    ------
    Real programmers confuse Christmas and Halloween because DEC 25 = OCT 31



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.06 16:22 durch Subby.

  5. Re: So ein Quatsch ...

    Autor: pixel2 03.04.06 - 17:36

    schade. da hab ich mir soviel mühe gegeben, möglichst objektiv und neutral zu schreiben, und dann antwortest du in dem ton mit lauter standardfloskeln... schade. mal gucken, ob ich soweit runter komme... :-P

    > Quatsch!
    > Du verkennst, daß bei Raub und Diebstahl jemand
    > einen Schaden erleidet, bei einer Kopie nicht.

    bei diebstahl wird auch niemand beschädigt und trotzdem kommt keiner auf die idee, sie zu legalisieren. und wenn du's so siehst, dann kommt natürlich jemand zu schaden: nämlich alle leute, die an der produktion teilnahmen und nun entweder ihren job verlieren oder weniger geld bekommen, weil alles kostenlos verteilt wird. und wer schonmal arbeitslos war (oder zumindest kurz davor), der weiß, dass das ein enormer schaden ist.

    > Ferner verkennst Du, daß zumindest hierzulande für
    > die Kopiererlaubnis bereits massiv bezahlt wird in
    > Form von Urheberrechtsabgaben auf Kopierer,
    > CD-Brenner, Rohlinge, Scanner usw. Wenn ich
    > jemanden erst für etwas bezahlen lasse und
    > dieselbe bereits bezahlte Aktivität parallel
    > verbiete, ist das kriminell.

    korrekt. ich bin auch dafür, dass raubkopien weiter verboten bleiben (aus gründen der selbstbestimmung, auch wenn ich davon keinen persönlichen nutzen habe) und statt dessen die pauschalen urheberrechtsabgaben komplett zurückgenommen werden - denn DAS ist die absolute verarsche. aber rat mal, warum es dir erlaubt wird, kopien zu machen, aber dir untersagt wird, den kopierschutz zu umgehen? weil dann die urheberrechtsabgaben wegfallen müssten. eine riesen sauerei!

    hat aber leider nichts mit der legalisierung von raubkopien zu tun. wäre aber eine bedingung. das ist richtig.

    > Quatsch!
    > Gerade die Kulturflatrate würde den Schaffenden
    > zugute kommen, da die Einnahmen nur noch anteilig
    > zum Verbrauch ausgeschüttet werden müssten.

    bei einer zwanksenteignung geht es nicht es nicht um den schadensersatz, denn man bekommt, sondern darum, dass man zu etwas gezwungen wird, was man eigentlich nicht will. und das ist mein argument, was auch im grundgesetz verankert wurde - nicht zu unrecht.

    > Der ganze Aufwand für GEMA, GEZ & Co. samt
    > aufwändiger Kampagnen und Spionageaktionen und
    > EInzugs- und Überwachungsverfahren entfiele
    > komplett, somit bleibt mehr Geld für die Urheber
    > übrig, was sonst bei der GEZ & Co.
    > "versickert".

    sicherlich. aber - und das konnte bis jetzt kein modell klären - wie machen wir das gerecht für alle beteiligten:

    - was ist, wenn ein künstler nicht möchte, dass seine werke frei zugänglich sind (und er demnach auch auf das geld verzichten würde)?
    - warum sollen user, die weder musik noch filme runterladen die flatrate bezahlen?
    - warum sollten user, die wenig/kaum runterladen die notorischen alles-lader mitbezahlen?
    - wie erfolgt die kontrolle, wer bezahlt hat und wer nicht?
    - wie sieht das aus mit usern, die aus dem ausland kommen?

    letztlich müsste es ein zentraler anlaufpunkt (service/portal) sein, an dem man sich anmeldet und für ~10 € pro monat beliebig viel musik saugen kann. und irgendwie muss das dann leider auch über DRM kontrolliert werden. aber warum brauchen wir da eine staatliche flatrate/gesetz? sowas heißt napstar. wer nicht mehr bezahlt darf auch nichts behalten. ansonsten hast du zugriff auf alles und jeden und sooft du willst. klingt erstmal fair.

    > Es kamen schon realistische Voreschläge, die
    > jedoch abgelehnt wurden, da hier aus Sicht der MI
    > die Rechte zwischen Erzeugern und Verbrauchern
    > nicht ausgeglichen genug waren .....

    leider nein - zumindest ist mir nichts bekannt. und ich interessiere mich sehr für dieses thema. aber vielleicht kannst du ein paar modelle beschreiben.

    > > 4. die einschränkung auf kommerzielle
    > raubkopierer ist nicht sehr praxisnah.
    > verdienen doch die meisten
    > warez-/torrent-/emule-seiten mit werbung
    > viel geld.
    >
    > Wo lebst denn Du? In dieser Welt gewiss nicht.

    äh, hallo? dein gegenargument lautet wie?
    der torrent.to-betreiber z.b. macht 50-100.000 € mit der seite - pro monat. also mit der bewerbung von illegalen inhalten, an denen er keine rechte hat. und nur wenn wir glück haben zahlt er dafür wenigstens steuern. die künstler sehen davon nichts.

    > Ich kapiere nicht so ganz, wieso die Software und
    > Daten in einen Topf wirfst.

    weil raubkopien, urheberrecht und filesharing nicht nur auf musik und filme begrenzt sind, sondern auch auf software, bücher, bilder usw. das darf man nicht vergessen! und es geht dabei um alles - um urheberrechtlich geschützte werke.

    > Wieso aber Musik mehrfach bezahlt wird, auch wenn
    > man dieselbe Aufnahme schon Jahre vorher mehrmals
    > bezahlt hat, weil man die nun dank DRM nicht mehr
    > nutzen darf, dafür vermisse ich eine plausible
    > Erklärung.

    ich auch. aber das musst du nicht mit dem gesetzgeber, sondern mit dem urheber klären. der muss selbst sagen "hey, kannst meine sachen in verschiedene formate konvertieren und auf verschiedenen medien benutz. kein problem." - sowas gibt es selbstverständlich. aber wenn dein freund die musik hören will, dann soll er die gefälligst selbst kaufen und sich nicht eine kopie von dir geben lassen. und erst recht nicht per p2p an tausende andere unbekannte menschen weltweit verteilen. aber selbst wenn ein urheber der meinung ist, dass die musik nur einmal angehört werden soll, dann muss man das respektieren und es nicht weiter beachten - pech gehabt. ist denn das so schwer?

    > Einseitige Sichtweise. Gerade diese Kulturflatrate
    > ist ein recht interessantes Werkzeug, um aktuelle
    > Probleme in Griff zu kriegen. Und das Werkzeug ist
    > nicht neu, ich erinnere an die GEZ,a uch hier
    > zahlt man pauchal.

    und ich rege mich immer wieder auf, dass ich für meinen PC, mein handy und mein receiver geld bezahlen soll, obwohl ich damit nicht fern schaue oder radio höre, und erst recht keine öffentlich rechtlichen sender.

    so ist das nunmal mit diesen pauschalen: mein vater versteht nicht, warum er für 2-3 emails und ein bisschen news genauso viel für die flatrate bezahlen muss, wie ein filesharer, der 100 GB traffic im monat erzeugt. und warum ist das so? weil die wenigsurfer die vielsurfer subventionieren. genauso sieht's beim webspace aus, bei premiere (wenn mich discovery channel interssiert, warum soll ich dann den rest bezahlen) und bei allen anderen pauschalen. und dann die frage: wie kontrolliert man dann, wer was bezahlt hat?

    um nochmal auf napstar und einen evtl. so gehandhabte kulturflatrate: der ansatz ist ok. aber unter den 1,5 mio. songs ist nur ein bruchteil, der für mich interessant ist (komplizierter musikgeschmack). warum soll ich also eine flatrate bezahlen? anderen reicht dagegen das radiogedudel voll aus. warum sollen die für eine flatrate bezahlen?

    > Hersteller haben von Natur aus völlig konträre
    > Ansichten über faire Preise und faire Rechte als
    > Verbraucher. Der Gesetzgeber kann hier als
    > Schlichter wirken.

    ich denke, der verbraucher muss hier als schlichter agieren, weil nur er die macht hat, den markt zu handhaben. kapitalismus ist relativ einfach: man will geld machen. und wo es eine lücke gibt, gibt es einen anbieter, das damit geld machen möchte. nur gesetze und monopole stören dies. also warum sollte es nicht kleinere publisher geben, die genau in diese lücke springen können.

    > Tut er bzw. sie aber nunmal nicht. Da wird nicht
    > langfristig gedacht, eil man eh nur die kommenden
    > Quartalszahlen im Auge hat ...

    klar, kann dir aber egal sein. oder fühlst du dich verantwortlich für die gewinne bei sony, bmg oder microsoft? warum sind alle so erpicht darauf, den großen medien-konzernen zu helfen und ihnen ein "viel besseres" geschäftsmodell zu erklären?

    aber wieder: du denkst nur an die konzerne, nicht an die kleinen labels, nicht an die gelegenheitskonsumenten, usw.

    > Kultur war und ist nunmal Allgemeingut.

    das kannst du nun aber mal total vergessen. wenn ich ein bild mache oder musik mache, dann gehört der allgemeinheit nichts daran. dann ist das nur für mich und evtl. denjenigen, der es kauft - pasta!

    oder redest du nur von "kulturgütern", wie goethe und mozart? tokyo hotel ist kein allgemeingut, sondern schnöder kommerz, der verkauft werden muss. da ist nichts kultur, kein gut und erst recht keine kunst.

    > Der
    > Künstler sollte angemessen entlohnt werden, aber
    > jahrzehntelanges Bezahlen immer einer einmalig
    > erbrachten Leistung ist ja wohl gegenüber allen
    > Nichtkünstlern absolut ungerecht.

    klar, ich finde auch, dass ich langsam mal einen SLK haben möchte und finde es ungerecht, dass der reiche sohnemann von nebenan schon mit 18 ein bekommen hat. wo bleiben meine rechte? ;-) du verstehst?

    wenn der künstler meint, dass sein werk urheberrechtsfrei verwendet werden darf, dann kann er das doch immer noch machen - jeder zeit. wenn er das aber nicht will, dann muss man das respektieren und darf höchstens sagen "schade, aber ich fänds besser..."

    > Wieso muss ich Unsummen bezahlen, wenn ich nach 30
    > Jahren eine Tonfolge kopiere und zu einem eigenen
    > Stück erweitere?

    weil du keine eigene tonfolge zustande bekommst!

    > Wieso soll ich als Konsument noch Jahre nach dem
    > Tode des Autors für ein Urheberrecht zahlen,
    > welches der Autor überhaupt nicht mehr in Anspruch
    > nehmen kann?

    vielleicht aber seine familie, die firma/stiftung, usw. letztlich alles schade, aber es gibt nunmal kein recht auf leichenfläderei.

    > Wieso dürfen sog. Verwertungsgesellschaften den
    > Künstlern wahre Knebelverträge aufzwingen und sie
    > dann mit Brosamen der Einnahmen abspeisen?

    du meinst labels? das sind aber keine verwertungsgesellschaften. aber auch hier: das kann der künstler selbst bestimmen. er muss so einen knebelvertrag nicht unterschreiben, er muss nicht in die gema eintreten... aber er kann! und dann muss er mit den vor- und nachteilen leben. aber es entscheidet immer noch er und nicht du.

    > Wieso zahlt ein Musiker GEMA-Gebühren, wenn er
    > sein eigenes Stück in einem Konzert spielen will?

    weil das am einfachsten ist für die abrechnung. dafür bekommt der das ja auch wieder. ansonsten siehe oben.

    > Wieso bekommen die "Großen" Millionenbeträge
    > ausgezahlt und die Kleinen Pfennigbeträge, obwohl
    > sie weder in einem angemessenen Mehr-Verhältnis
    > produzieren noch gespielt/konsumiert werden?

    weil das system scheisse ist und/oder die großen auch mehr gespielt werden. aber das sollte nicht dein problem sein, sondern das der künstler.

    das tut auch gar nichts zum thema und ich finde es vermessen, wenn leute diese argumente benutzen, die ein paar zeilen vorher noch für die völlige enteignung des künstlers waren, sich plötzlich für seine rechte des ach so armen künstlers einsetzen wollen. lol

    > Wieso kostet ein DRM-behafteter Song online 1 bis
    > 2 Euro, wo doch eine CD ohne diese Einschränkungen
    > mehr Aufwand bei der Herstellung und beim Vertrieb
    > bedeutet und für ca. 12 bis 15 Songs nur 7 bis 10
    > Euro kostet?

    weil die mehrwertkette beim onlineverkauf genauso komplex ist, wie im einzelhandel und deshalb nicht einfach nur der datenträger wegfällt. und das album kostet im download auch 10 € und ne single auch 6 € mit 3 liedern. also was willst du damit sagen?

    > Fragen über Fragen. Und kein einziges Mal faire
    > Ansätze seitens der Industrie, kein einziges Mal
    > Ausgewogenheit bei der Wahrung oder Abwägung der
    > Interessen von MI vs. Verbrauchern.

    was du gezeigt hast, waren unfaire methoden zwischen industrie und künstler, die den konsumenten nur partiel betreffen. für ein ausgewogenes verhältnis zwischen industrie und verbraucher steht auch diese partei nicht ein. die überzieht mit genau den entgegengesetzten forderungen den bogen.

    > Alles in allem hast Du scheinbar redliche Motive,
    > aber Deine Ableitungen sind einfach nur naiv.

    im gegenteil. deine argumentation ist einfällt und naiv. du siehst alle nur aus der sicht eines vieldownloaders, dem es natürlich ganz vortrefflich paßt, wenn sein verhalten ungestraft bleibt. dabei sind die die wenighörer und die künstler völlig egal. auch gab's keine ansätze zum fairen umsatz irgendwelcher ideen.

    und der hammer ist, dass du so tust, als würde dein verhalten ja was gutes sein für den künstler. hör doch auf! darum geht es dir doch gar nicht. du willst legal für einen fixen betrag (am besten kostenlos) alles runterladen, was geht. die scheinheiligkeit mit der du dir sorgen um die armen künstler in den knebelverträgen, die sie selbst aus geldgeilheit unterschrieben haben, machst, ist echt abstoßend - aber ein gutes beispiel für die gedankenwelt der beführworter.

  6. Re: So ein Quatsch ...

    Autor: pixel2 03.04.06 - 17:37

    mist, da hab ich wohl zu lange an der anderen antwort geschrieben :-)

  7. Re: So ein Quatsch ...

    Autor: Subby 04.04.06 - 09:11

    pixel2 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Wieso muss ich Unsummen bezahlen, wenn ich
    > nach 30
    > Jahren eine Tonfolge kopiere und zu
    > einem eigenen
    > Stück erweitere?
    >
    > weil du keine eigene tonfolge zustande bekommst!

    Da ging es um einen sehr bekannten Streit, weiss nicht mehr wer das war, ich glaub irgendwelche Schlagermusiker gegen Michael Jackson oder sowas in der Art, is ja auch egal.

    Da wurde dazu was SEHR passendes gesagt: Es gibt nur 8 Töne. Soviele Lieder, wie es gibt, wird sich irgendwann irgendetwas wiederholen, das lässt sich garnicht vermeiden. Und dafür dann zahlen müssen??


    Klar gibts mehr als 8 (Halbtöne, mit -is und -es etc, aber ihr wisst bestimmt, was derjenige meint?

    ------
    Real programmers confuse Christmas and Halloween because DEC 25 = OCT 31

  8. Re: So ein mist...

    Autor: firedancer 04.04.06 - 11:15


    > 1. die argumentation 20% der bevölkerung würden
    > kriminalisiert und deshalb muss man kopieren
    > erlauben, ist völlig fehl. wenn 20% der
    > bevölkerung stehlen oder gewaltätig gegenüber
    > anderen sind, dann kann doch nicht eine
    > legalisierung von gewalt und diebstahl die lösung
    > sein!

    Ach, wenn es nur so einfach wäre! Erstens passiert hier überhaupt kein Diebstahl. Zweitens wird hier nichts legalisiert, sondern es soll etwas, das schon immer so war verboten werden. Und drittens werden dabei nicht die Autoren/Künstler, sondern die Verwerter geschädigt. Und viertens profitieren die Künstler massiv davon, denn ihre Einnahmen beruhen (wenn sie nicht gerade Britney Spears heißen) nicht auf Plattenverkäufe sondern auf Merchandising und Konzerte.

    > 2. die vorschläge der partei (oder der diskussion
    > um eine kulturflatrate) entsprechen einer
    > enteignung aller schaffenden.

    Das ist Schwachsinn. Denn du verlierst keine Rechte und dir wird nichts weggenommen. Das was dir ein wenig verloren geht ist ausschließlich eine Art Recht auf exklusiven Gewinn - und das war noch nie ein Grundrecht, ganz im Gegenteil. Ein Schutz wurde hier schon immer künstlich per Gesetz eingeführt und ist damit nicht natürlich.

    > 3. bis jetzt wurden von keiner vereinigung, die
    > pro raubkopieren oder pro kulturflatrate ist,
    > realistische umsetzungsvorschläge gemacht, die
    > gerecht (und rechtlich) für alle beteiligten ist.
    > in erster linie geht es in allen argumentationen
    > nur um den eigenen vorteil für den kopierer.

    Hör mir blos auf! Was ist schon gerecht? Ist es gerecht, daß Konzerne Künstler unter Knebelverträge nehmen? Ist es gerecht, daß Musiker für das Spielen ihrer eigenen Lieder Gema-Gebühren abführen müssen? Ist es gerecht, daß die Gema-Gebühren, die von allen gezahlt werden, fast ausschließlich an die Musiker ausgeschüttet werden, die bereits super bekannt sind und jedes Jahr neue Villen und Autos kaufen, weil sie nicht wissen wohin mit ihrem Geld? Ist es gerecht, daß Lieder von Konzernen nicht in den Verkauf genommen werden und die Künstler keine Möglichkeit haben, sie dann in Eigenregie zu vertreiben?

    Ändere daran was, dann können wir noch mal über den Unsinn einer Kulturflatrate und ähnliches diskutieren.

    > 4. die einschränkung auf kommerzielle raubkopierer
    > ist nicht sehr praxisnah. verdienen doch die
    > meisten warez-/torrent-/emule-seiten mit werbung
    > viel geld. wo ist da also die grenze? ähnlich
    > könnte man sagen, nur wer irgendwas kommerziell
    > nutzt, muss dafür bezahlen. das macht meinetwegen
    > bei photoshop noch sinn (welcher homeanwender
    > bezahlt schon 1500 € um seine digi-bilder zu
    > bearbeiten?). aber es gibt auch dinge, die direkt
    > für den endkonsumer entwickelt werden: filme,
    > musik, software... die werden in einem
    > kommerziellen umfeld ja gar nicht gebraucht.

    *lol* Ist das ein Witz? Das Schwarzkopieren von Filmen/etc. zu kommerziellen Zwecken war schon immer mit Strafen belegt - mit Recht. Und das will und wird auch niemand ändern.

    > letztlich benötigen wir keine legalisierung von
    > p2p und raubkopien, keine abschaffung von DRM und
    > kopierschutzen, und keine kulturflatrate.

    Doch, genau das brauchen wir. Gerade mit zunehmender Globalisierung findet eine immer stärkere Geldkonzentration bei den Konzernen statt. Ihre Macht wächst Stunde um Stunde. Und diese "Macht" bedeutet: Noch mehr Geld steht immer weniger Mesnchen zur Verfügung. Dies ist eine bedenkliche Entwicklung, welche die Konzerne selbst verschuldet haben. Dafür gibt es auch keine Entschuldigung.

    Jede Förderung der Verbraucherrechte muß heute als wichtigen Schritt in die richtige Richtung betrachtet werden - soweit sind wir nämlich leider schon. Zu glauben, daß Regelungen manchen dabei nicht weh tun, ist ziemlich illusorisch. Es wird weh tun. Eine Kulturflatrate wird weh tun. Nämlich Leuten wie Britney Spears, Metallica, Robby Williams & Co. Aber sie wird den Leuten gut tun, die mehr oder minder hobbymäßig Musik machen. Gerade kleine Künstler werden profitieren. Insbesondere weil es genügend Vermarktungsmöglichkeiten für eine Band gibt um Gewinn durch ihre zu machen, so daß sie davon leben können. Gerade dies ist es ja, was die Konzerne jetzt schon fürchten.

    > was wir
    > brauchen ist ein fairer preis und faire rechte mit
    > den gekauften medien.

    Was ist fair? Fair ist für mich, wenn ich für mein Auto eine Kopie machen kann. Und wenn ich meinem Freund eine Kopie machen kann.

    Es ist in meinen Augen in diesem Fall übrigens recht irrelevant, ob etwas fair oder nicht ist. Es ist einfach Fakt, daß Leute mehr CDs kaufen, wenn sie mehr kopieren. Es ist ein Märchen der Musikindustrie, daß dadurch ihre Gewinneinbrüche zustande kommen würden. Das haben Studien des MIT und anderer unlängst aufgezeigt.

    > aber das muss von den
    > herstellern kommen, nicht vom gesetzgeber. der
    > industrie muss erkennen, dass mit niedrigeren
    > preis und interoperatiblität mehr verkauft wird.

    Aber daran ist die Industrie doch gar nicht interessiert! Ihnen geht es primär um den Ausbau ihrer Macht und ihres Einflusses. Gewinne sind nett, aber ihr zentrales Anliegen ist Macht und Kontrolle. Dafür spricht das Abblitzen der Künstler, die an die MI herangetreten ist, daß sie MP3s ihrer Songs herausgeben soll, weil die Künstler selbst ganz hervorragende Erfahrungen damit gemacht haben: Wenn sie ein oder zwei Songs zum kostenlosen Download angeboten haben, sind nämlich deren CD- und Buch-(!)-Verkäufe in die Höhe geschnellt.

    > trotzdem sollte der hersteller/künstler/urheber
    > immer noch selbst über sein werk bestimmen können
    > und wie es vertrieben wird. eine enteignung kann
    > nicht ziel einer demokratie sein, in der die
    > selbstbestimmung und -verwirklichung an oberster
    > stelle der verfassung steht.

    Hoho! Seit wann interessiert die Politik, was im Grundgesetz (nicht: Verfassung) steht? Oberstes Ziel der Realpolitik ist es, denjenigen noch mehr Macht und Geld zukommen zu lassen, die eh schon eine Menge Kohle, Macht und Einfluß haben. Danach kommt lange erst mal nichts.

    > zum schluss nochmal ein appell an alle
    > befürworter:
    > wenn ihr ein problem mit den preisen, qualität
    > oder kopierschutzeinschränkungen habt, dann kauft
    > die produkte einfach nicht.

    *lol* Und wo bitte kann ich das Album von Künstler xy von der Konkurrenz kaufen? Es nämlich keine Konkurrenz, falls dir das noch nicht aufgefallen ist, weil sämtliche Verträge mit Musikern Exklusivverträge sind.

    > aber kopiert sie nicht
    > einfach!

    Und warum nicht? Wenn ich Fan der Band bin, werde ich mir über kurz oder lang eh das Album im Original kaufen. Wenn ich Fan der Band bin, werde ich über kurz oder lang eh Konzerte dieser Band besuchen. Wo ist also das Problem? Müssen wir jetzt hier wegen 50 Cent rumstreiten, wenn anderweitig zig Euro an die Band fließen? Was glaubst du, wer den Gewinn einstreicht, wenn ich ein bedrucktes Band-T-Shirt für 25 Euro kaufe oder eine Konzertkarte für 30 Euro?

    > dadurch gebt ihr der industrie nur noch
    > mehr zünder für ihre anti-kunden-kampagnen. und
    > letztlich sitzen sie am längeren hebel und haben
    > viel mehr einfluss auf die gesetze - das ist zwar
    > schade und eigentlich beschämend, aber erstmal
    > müssen wir damit leben.

    Nein. Das ist ein Irrtum! Der KUNDE sitzt am längeren Hebel. In England mußten sie ihren Kopierschutzblödsinn extra wieder abschaffen, weil die Kunden keine CDs mehr gekauft haben. Das ginge hier in D auch wenn die Leute mal endlich Rückgrat beweisen würden.

    > diesen zustand (einfluss
    > der industrie) muss erst verändert werden, dann
    > kann man sich über den rest unterhalten.

    Ist das ein Witz? Den Einfluß der Industrie kannst du nur beschneiden, in dem du - wenn es sein mußt - zivilen Ungehorsam betreibst. Zu glauben, Politiker würden freiwillig Gesetze gegen die Industrie machen ist ungefähr so realistisch wie die Annahme, Vater Staat würde nächstes Jahr statt eine Staatsverschuldung Gewinn einfahren.

    > ziviler ungehorsam hat
    > bedeutet nicht unrecht mit unrecht zu bekämpfen.

    Und hier ist auch wieder der Knackpunkt: Es ist nun mal kein Unrecht, sondern Recht. Das ist ja gerade das, was die Industrie ändern will.


  9. Re: So ein mist...

    Autor: pixel2 04.04.06 - 17:43

    > Ach, wenn es nur so einfach wäre! Erstens passiert
    > hier überhaupt kein Diebstahl.

    ansichtssache. aber bitte nicht schon wieder diskutieren!

    > Zweitens wird hier
    > nichts legalisiert, sondern es soll etwas, das
    > schon immer so war verboten werden.

    nicht eigene werke zu duplizieren war schon immer verboten. ob gegen oder ohne geld ist dabei hinfällig.

    > Und drittens
    > werden dabei nicht die Autoren/Künstler, sondern
    > die Verwerter geschädigt.

    selbstverständlich werden auch die autoren/künstler geschädigt! es gibt doch nicht nur künstler, die in knebelverträgen bei majors unter vertrag stehen und deren musik geshart wird. wenn's so einfach wäre, dann wäre mir die sache doch gar nicht wichtig.

    > Und viertens profitieren
    > die Künstler massiv davon, denn ihre Einnahmen
    > beruhen (wenn sie nicht gerade Britney Spears
    > heißen) nicht auf Plattenverkäufe sondern auf
    > Merchandising und Konzerte.

    falsch. auch kleinere künster leben zum großteil von ihren plattenverkäufen. bei vielen gibt es gar kein merchandising und konzerte tragen in der tat einen großteil bei. aber ebend auch der plattenverkauf. und besonders stark merken das die indies.

    aber mittlerweile ist das blatt gekippt. während die majors weiterhin sinkende zahlen melden, haben die indies 2005 >30% mehr verkaufen können. DAS ist doch mal ein zeichen: gegen die kundenverarsche der majors und für die musik. sehr schön.

    > Das ist Schwachsinn. Denn du verlierst keine
    > Rechte und dir wird nichts weggenommen.

    natürlich. der künstler kann nicht bestimmen, wie und an wen seine werke weitergegeben werden. jetzt kann er sagen "ich möchte nicht bei saturn, musicload oder itunes verkauft werden". mit der flatrate MUSS er seine stücke in den großen pott werfen, weil das system anders ja gar nicht funktioniert. wenn das auf freiwilliger basis läuft, dann ist das so, wie jetzt mit den nicht-GEMA-künstlern. such mal einen!

    und das sind ganz erhebliche einschränkungen für einen künstler. das muss man sich so vorstellen, als wenn du, egal was du machst, immer an einen billig-laden verkaufen musst. das ist IMO viel schlimmer als die knebelverträge der majors.

    und warum? bloß, weil ein paar kiddies kostenlos musik haben wollen? da geht's doch nicht um kultur, bildung und kunst, sondern um das recht auf kostenlosen konsum. und das ist echt krass!

    > Das was
    > dir ein wenig verloren geht ist ausschließlich
    > eine Art Recht auf exklusiven Gewinn - und das war
    > noch nie ein Grundrecht, ganz im Gegenteil. Ein
    > Schutz wurde hier schon immer künstlich per Gesetz
    > eingeführt und ist damit nicht natürlich.

    gesetze sind nie natürlich. und wenn wir uns unseren naturinstinkten hingeben würden, wären wir nicht besser als tiere. aber das sind wir nunmal nicht. wir sind eine gesellschaft in der man das wohl und eigentum anderer zu respektieren hat. und wenn der sein eigentum nicht verramschen will und er nicht möchte, dass es weitergegeben wird, dann muss man das so akzeptieren.

    > Hör mir blos auf! Was ist schon gerecht?

    woran? da kam doch bis jetzt gar nichts. und mit "gerecht" meine ich gerecht für beide seiten.

    > Ist es gerecht, daß Konzerne Künstler unter
    > Knebelverträge nehmen?

    na und? was hat das mit p2p, raubkopien und kulturlfatrate zu tun? sind die raubkopierer die recher der kleinen musiker? und ist die oben genannte enteignung der urheber durch die gesellschaft besser als ein knebelvertrag durch einen major, den der künstler aus geldgeilheit selbst unterschrieben hat?

    > Ist es gerecht, daß Musiker
    > für das Spielen ihrer eigenen Lieder Gema-Gebühren
    > abführen müssen?

    ja. frag mal die künstler. das system mit der gema ist zwar harte bürokratie, bringt den künstlern aber auch ne menge ein und erleichtert die internationale rechteverwaltung und damit einen heiden verwaltungsaufwand. und: der künstler kann selbst entscheiden, ob er zur gema geht oder nicht. er hat die wahl. bei den hier vorgeschlagenen ansätzen hat er das nicht, bzw. machen die ansätze keinen sinn, wenn nur ein paar künstler mitmachen.

    > Ist es gerecht, daß die
    > Gema-Gebühren, die von allen gezahlt werden, fast
    > ausschließlich an die Musiker ausgeschüttet
    > werden, die bereits super bekannt sind und jedes
    > Jahr neue Villen und Autos kaufen, weil sie nicht
    > wissen wohin mit ihrem Geld?

    hey, bist du robin hood, dass du dir dermaßen sorgen um die armen musiker machst? hat das irgendwas mit dem thema zu tun? sicherlich ist das musik-biz nen scheissverein. aber das weiß man. und wenn man sich überlegt, musiker zu werden, dann nimmt man das in kauf. aber an diesen umständen ändert filesharing gar nichts.

    > Ist es gerecht, daß
    > Lieder von Konzernen nicht in den Verkauf genommen
    > werden und die Künstler keine Möglichkeit haben,
    > sie dann in Eigenregie zu vertreiben?

    ja, so ist das nun mal. und? ändert sich daran irgendwas, wenn man nun die sachen legal kopieren darf?

    erzähl doch mal was neues, was wir noch nicht wissen. wie willst du denn z.b. eine gerechte verteilung der flatrate erreichen? wie willst du dafür sorgen, dass es keinen zwang gibt, diese flatrate zu bezahlen oder seine songs durch diese flatrate entwertet zu sehen? wie gehst du sicher, dass nur diejenigen zugriff haben, die auch bezahlen? wie gehst du sicher, dass man sich nicht nur einen monat anmeldet, alles leer saugt und dann abhaut? und wie sollen dadurch knebelverträge und ungerechte verteilung bei den majorlabels verhindert werden?

    > *lol* Ist das ein Witz? Das Schwarzkopieren von
    > Filmen/etc. zu kommerziellen Zwecken war schon
    > immer mit Strafen belegt - mit Recht. Und das will
    > und wird auch niemand ändern.

    richtig erkannt, großhirn! nur gings um was ganz anderes: die herren von der schwedischen partei wollten raubkopien nur im kommerziellem sinne einschränken/eingeschränkt lassen. und da meine ich, dass es leute gibt, die an der infrastruktur für privates p2p verdienen und es eine fließende grenze gibt. die aussage ist also somit mehr als unpräzise und schwammig. *doppel-lol*

    > > letztlich benötigen wir keine legalisierung
    > von p2p und raubkopien, keine abschaffung von
    > DRM und kopierschutzen, und keine kulturflatrate.
    >
    > Doch, genau das brauchen wir. Gerade mit
    > zunehmender Globalisierung findet eine immer
    > stärkere Geldkonzentration bei den Konzernen
    > statt. Ihre Macht wächst Stunde um Stunde. Und
    > diese "Macht" bedeutet: Noch mehr Geld steht immer
    > weniger Mesnchen zur Verfügung. Dies ist eine
    > bedenkliche Entwicklung, welche die Konzerne
    > selbst verschuldet haben. Dafür gibt es auch keine
    > Entschuldigung.

    und deswegen brauchen wir kostenlose musik und filme? was bist du denn für einer? siehst du denn nicht, dass du deinen (anscheinend) übertreibenden konsum nur über die gesellschaft stillen willst/kannst? wenn du neue musik oder filme haben willst, dann kauf sie dir. warum eine flatrate? weil es billiger für dich ist? toll, ich will auch einen billigen SLK. also ne SLK-flatrate für alle! genauso schwachsinnig ist deine argumentation.

    deine monopolisierungs- und globalisierungskritiken betreffen doch nicht nur die medienkonzerne, sondern alle industriezweige. also muss da was getan werden. wozu brauchst du dafür ein paar kopierte filme?

    und wenn's dir wirklich darum geht, dann solltest du eher ein interesse daran haben, dass es illegal bleibt, weil du dem bösen konzern (und du darfst nur die scheissprodukte von bösen konzeren sharen) nur damit eins auswischen kannst. wenn das legal wäre, ärgerst du ja keinen damit.

    > Jede Förderung der Verbraucherrechte muß heute als
    > wichtigen Schritt in die richtige Richtung
    > betrachtet werden - soweit sind wir nämlich leider
    > schon.

    wo werden denn verbraucherrechte gestärkt, wenn ich übermässigen konsum kostenlos propagiere? der inhalt bleibt der gleich, die mittel bleiben die gleichen... damit änderst du nichts, nur dass du jetzt kostenlos konsumieren kannst. es wird weiterhin knebelverträge geben, minderwertige produktionen und eine dängelung des konsumenten. gib mir doch nur eine kausal nachvollziehbare kette von argumentationen, warum die legalisierung von kopien oder eine flatrate allen musiker, filmemachern, authoren, malern und fotografen helfen kann, aus ihren unmenschlichen verträgen auszubrechen. *lol* wie naiv muss man sein.

    > Zu glauben, daß Regelungen manchen dabei
    > nicht weh tun, ist ziemlich illusorisch. Es wird
    > weh tun. Eine Kulturflatrate wird weh tun. Nämlich
    > Leuten wie Britney Spears, Metallica, Robby
    > Williams & Co. Aber sie wird den Leuten gut
    > tun, die mehr oder minder hobbymäßig Musik machen.
    > Gerade kleine Künstler werden profitieren.

    und vor allem konsumenten, die ihren übertriebenen durst nach filmen und musik nicht selbst finanzieren können, sondern jetzt von der gesellschaft getragen werden müssen. nur für diese leute hat so eine flatrate vorteile. für mich nicht, weil sie nur eine weitere pauschalbelastung ist, wie GEZ auf handys oder PCs. ich hab aber keinen bock für etwas zu bezahlen, was ich nicht nutze. und ich möchte nicht, dass meine lieblingsmusiker verramscht werden, weil sie für eine pauschalsumme die kontrolle über die verbreitung ihrer musik aufgeben müssen. vielleicht geht's sogar soweit, dass sich internationale künstler dem deutschen markt komplett verschließen, weil sie hier keine rechte habe - wie es in russland der fall ist. ein eldorado für raubkopierer aber ein albtraum für alle schaffenden. deshalb kommt auch so wenig aus russland.

    > > was wir
    > brauchen ist ein fairer preis
    > und faire rechte mit den gekauften medien.
    >
    > Was ist fair? Fair ist für mich, wenn ich für mein
    > Auto eine Kopie machen kann. Und wenn ich meinem
    > Freund eine Kopie machen kann.

    nö. fair ist, wenn deine kopie im auto und auf dem mp3-player läuft. dein freund braucht keine kopie. der kann das ganz alleine kaufen oder sich dein original _ausborgen_. warum sollte man das recht haben, mit einem original seine komplette familie und bekannte abzudecken? was ist das für ein recht?

    außerdem geht's um den fairen preis ;-)

    > Es ist in meinen Augen in diesem Fall übrigens
    > recht irrelevant, ob etwas fair oder nicht ist. Es
    > ist einfach Fakt, daß Leute mehr CDs kaufen, wenn
    > sie mehr kopieren. Es ist ein Märchen der
    > Musikindustrie, daß dadurch ihre Gewinneinbrüche
    > zustande kommen würden. Das haben Studien des MIT
    > und anderer unlängst aufgezeigt.

    *lol* vom hören sagen... schau dir die studie nochmal an! da steht, dass leute, die viel musik ziehen, ein allgemein hohes interessse an musik zeigen und dementsprechend auch mehr musik kaufen. durch den download sinkt aber ihr allgemeines kaufvolumen im vergleich zu vorher. klar, in den seltensten fällen wird ein gedownloadetes album nochmal gekauft. einige machen das - das ist es, was die studie zeigt, aber einige auch nicht - das ist, was die studien der MI zeigen. und was macht man nun?

    > Hoho! Seit wann interessiert die Politik, was im
    > Grundgesetz (nicht: Verfassung) steht? Oberstes
    > Ziel der Realpolitik ist es, denjenigen noch mehr
    > Macht und Geld zukommen zu lassen, die eh schon
    > eine Menge Kohle, Macht und Einfluß haben. Danach
    > kommt lange erst mal nichts.

    jaja, alles scheisse. alles so schlecht. aber was soll man machen? kann man ja nichts... früher war alles besser *schnief* illuminaten usw. und die juden! alles bösen. nur ich bin gut. *lol* klasse beitrag!

    > *lol* Und wo bitte kann ich das Album von Künstler
    > xy von der Konkurrenz kaufen? Es nämlich keine
    > Konkurrenz, falls dir das noch nicht aufgefallen
    > ist, weil sämtliche Verträge mit Musikern
    > Exklusivverträge sind.

    selber lol, du geistenblitz! dann verzichte halt drauf oder bist du so vom konsum getrieben, dass du alles um jeden preis haben musst? entweder du kaufst dir das album mit drm und kopierschutz von der chart-tauglichen major-band oder du läßt es sein. und in dem moment möchte ich dich mal zitieren: "Zu glauben, daß Regelungen manchen dabei nicht weh tun, ist ziemlich illusorisch. Es wird weh tun."

    > > aber kopiert sie nicht einfach!
    >
    > Und warum nicht? Wenn ich Fan der Band bin, werde
    > ich mir über kurz oder lang eh das Album im
    > Original kaufen. Wenn ich Fan der Band bin, werde
    > ich über kurz oder lang eh Konzerte dieser Band
    > besuchen. Wo ist also das Problem?

    klar, es gibt nur fans, die die musik download und die sich die CD gleich danach kauft. *lol* in was für einer welt lebst du denn?

    hey, wenn du wirklich ein fanboy bist, dann mach das, wenn du die CD kaufst - oder lösche sie, wenn sie dir nicht gefällt. aber das ist nunmal nicht der normale filesharer. schau dir doch mal die pappnase an! haben, haben, haben... was ist das? egal, haben, haben, haben. die top100 im sammeldownload. geil! sind zwar der gleiche klingelton-kompatible mist, wie er im radio und auf mtv hoch und runterduddelt, aber egal. zitat: meins, meins, meins, meins. meins...

    > Nein. Das ist ein Irrtum! Der KUNDE sitzt am
    > längeren Hebel.

    ja, das seh ich ja. deswegen ist das neue urhebergesetz auch so schön verbraucherfeundlich. *lol*

    > In England mußten sie ihren
    > Kopierschutzblödsinn extra wieder abschaffen, weil
    > die Kunden keine CDs mehr gekauft haben. Das ginge
    > hier in D auch wenn die Leute mal endlich Rückgrat
    > beweisen würden.

    klar, aber merkst du was? deutschland - england? das land der denker, nicht das land der aktionisten. in frankreich geht man auf die straßen wegen 2 jahren probezeit. in deutschland... öh... mmh... die bösen konzerne, alle doof. man müsste mal was machen. ich spende irgendwo und mach ne pedition - morgen aber erst. *lol* das land der konsumenten und fetten ratten würde ich sagen! "aber wie soll ich denn an die CD kommen, wie der konzern so böse ist?" *lol*

    > > diesen zustand (einfluss
    > der industrie)muss erst verändert werden, dann
    > kann man sich über den rest unterhalten.
    >
    > Ist das ein Witz? Den Einfluß der Industrie kannst
    > du nur beschneiden, in dem du - wenn es sein mußt
    > - zivilen Ungehorsam betreibst. Zu glauben,
    > Politiker würden freiwillig Gesetze gegen die
    > Industrie machen ist ungefähr so realistisch wie
    > die Annahme, Vater Staat würde nächstes Jahr statt
    > eine Staatsverschuldung Gewinn einfahren.

    ja, genau das sagte ich bereits, bloß ohne "ist das ein witz?", "hab ich richtig gelesen?", "klemmt mein linkes ei?" - das wird ja immer besser.

    > > ziviler ungehorsam hat
    > bedeutet nicht unrecht mit unrecht zu bekämpfen.
    >
    > Und hier ist auch wieder der Knackpunkt: Es ist
    > nun mal kein Unrecht, sondern Recht. Das ist ja
    > gerade das, was die Industrie ändern will.

    genau, das recht auf konsum, illegale kopien und das recht auf recht haben! worauf ihr immer kommt. fantastisch! das recht auf fresse halten wäre mal anzuwenden.

    also am anfang dachte ich, "oh, so ein agressiver befürworter, der mal wieder ein paar sammelargumente zusammenkopiert hat.", aber im laufe des postings wurde es sehr amüsant und aufschlußreich. du hast sehr gut bewiese, worüber ich die ganze zeit rede: über leute, die unter fadenscheinigen argumentationen ihren eigenen konsum steigern wollen und als argument nichts anbringen, außer dass es ja schon andere machen, andere viel schlimmer machen oder sich als robin hood auspielen - was natürlich völlig daneben ist. und damit bist du kein bisschen besser als ein medien-konzern, die seine musiker verheizt und dem nur der maximal profit als ziel gilt. dafür ist ihm jeden noch so dämliche argumentation recht. und genauso bist du - jedenfalls hast du das gerade bewiesen. in diesem sinne... schönen tag noch.

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