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Linux = Kommunismus

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  1. Linux = Kommunismus

    Autor: Demokratischer Sozialismus 09.04.08 - 16:56

    Dieser Text der von einem Hochrangigen Opensource vertreter verfasst wurde beweis eindeutig das die Linux anhänger die Kommunistische Revolution plannen:


    Ein Gespenst geht um im multinationalen Kapitalismus – das Gespenst der Freien Information. Alle Mächte des Globalismus haben sich zu einer unheiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet: Microsoft, Disney und die Welthandelsorganisation; der amerikanische Kongress und die Europäische Kommission. Wo sind die Anwälte der Freiheit in der neuen digitalen Gesellschaft, die nicht von ihren herrschenden Gegnern als Anarchisten und Kommunisten verschrien worden wären – bezichtigt der Softwarepiraterie? Sind nicht viele von denen, die diese Schimpfnamen hervorgestoßen haben, als zu Ämtern gekommene Diebe aufgefallen, deren Gerede vom „geistigen Eigentum“ bloß der Versuch gewesen ist, ungerechtfertigte Privilegien vor dem unaufhaltsamen gesellschaftlichen Wandel zu bewahren? Die Freiheitsbewegung wird bereits von allen Mächten des Globalismus als eine Macht anerkannt, und es ist hohe Zeit, dass wir unsere Anschauungsweise vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen vom Gespenst der Informationsfreiheit ein Manifest aus unserer eigenen Sicht entgegenstellen.

    . Eigentümer und Urheber


    Angetrieben von der Verwandlung der bürgerlich-industriellen Gesellschaft durch die von ihr selbst hervorgebrachten digitalen Technologien, kündet die Bewegung für Informationsfreiheit überall in der Welt vom Herannahen einer neuen sozialen Struktur.

    Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist die Geschichte von Klassenkämpfen.
    Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, Bürger und Proletarier, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der häufig mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen.
    Von der Industriegesellschaft, die aus der weltweiten Ausbreitung der europäischen Macht hervorgegangen ist, die schließlich in die Moderne führte, wurden die Klassengegensätze nicht aufgehoben. Sie hat nur neue Klassen, neue Bedingungen der Unterdrückung, neue Gestaltungen des Kampfes an die Stelle der alten gesetzt. Die Epoche der Bourgeoisie vereinfachte nur die Klassengegensätze. Die ganze Gesellschaft schien sich in zwei große feindliche Lager zu spalten, in zwei große, einander direkt gegenüberstehende Klassen: Bourgeoisie und Proletariat.
    Im Großen und Ganzen jedoch blieben die Revolutionen aus, und wo die „Diktatur des Proletariats“ entstand oder ihre Entstehung behauptete, bewies sie ihre Unfähigkeit, die Freiheit aufrechtzuerhalten. Die Technik versetzte stattdessen den Kapitalismus in die Lage, sich ein gewisses Maß an Zustimmung zu sichern. Der moderne Arbeiter stieg in den fortgeschrittenen Gesellschaften eher auf, als dass er immer weiter hinter die Existenzbedingungen seiner Klasse zurückgefallen wäre. Der Pauperismus entwickelte sich nicht schneller als Bevölkerung und Reichtum. Die industrielle Rationalisierung im fordistischen Stil stürzte die Industriearbeiter nicht in ein pauperistisches Proletariat, sondern erhob sie zur Konsumentenmasse der Massenproduktion. Die Zivilisation des Proletariats wurde zum Bestandteil des Selbsterhaltungsprogramms der Bourgeoisie.
    Allgemeine Bildung und die Beendigung der industriellen Ausbeutung der Kinder war somit nicht mehr das geschmähte Programm einer proletarischen Revolution, sondern wurde zum Standard der bürgerlichen Sozialmoral. Die Arbeiter wurden mit einer Allgemeinbildung ausgestattet, die ihnen Zugang zu den Medien verschaffte, mit denen man sie zu zusätzlichem Konsum anstiften konnte. Das Verhältnis des Arbeiters zur bürgerlichen Kultur wurde von der Entwicklung der Tonaufnahme, des Telefons, des bewegten Bildes und der Radio- und Fernsehübertragung verändert, auch wenn sich dabei diese Kultur selbst grundlegend veränderte.

    Musik zum Beispiel war während der gesamten vorangegangenen menschlichen Geschichte ein höchst vergänglicher, nicht in eine Handelsware verwandelbarer Gegenstand, ein sozialer Prozess, der zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort auftrat, und dort konsumiert wurde, wo er entstand – von Leuten, die als Konsumenten und Hersteller nur unscharf voneinander zu unterscheiden waren. Nach der Einführung der Tonaufnahme wurde Musik zu einem verfallsgeschützten Handelsgegenstand, der über weite Entfernungen transportiert werden konnte und von seinen Urhebern entfremdet war. Als Konsumartikel gab Musik ihren neuen ,Besitzern‘ die Möglichkeit, Anreize für zusätzlichen Konsum zu schaffen und die Nachfrage innerhalb der neuen Klasse der Massenkonsumenten in eine Richtung zu steuern, die für das Besitzverhältnis profitabel war.
    Ebenso verhielt es sich mit dem ganz neuen Medium des bewegten Bildes, das innerhalb von Jahrzehnten zu einer Neuorientierung in der Natur menschlicher Kognition geführt hatte, indem es jedem Arbeiter einen substantiellen Anteil seines täglichen Lebens entzog und für den Empfang von Aufforderungen zu weiterem Konsum in Beschlag nahm. Jedes Jahr wurden jedem Kind zehntausende solcher Werbebotschaften vor Augen geführt, um es nach seiner Befreiung von der Pflicht zum Unterhalt einer Produktionsmaschine auf eine neue Art von Leibeigenschaft zu reduzieren: Nun wurde es zwangsweise dazu herangezogen, die Maschinerie der Konsumption zu unterhalten.
    Auf diese Weise war die bürgerliche Gesellschaft weniger einengenden Bedingungen unterworfen und sah sich besser imstande, den von ihr erzeugten Reichtum zu fassen. Die absurde Epidemie immer aufs neue auftretender Überproduktion wurde so geheilt. Es waren nun nicht mehr zu viel Zivilisation, zu viele Subsistenzmittel, zu viel Industrie und Handel vorhanden.
    Doch die Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne die Produktionsinstrumente, also die Produktionsverhältnisse, also sämtliche gesellschaftlichen Verhältnisse fortwährend zu revolutionieren. Die fortwährende Umwälzung der Produktion, die ununterbrochene Erschütterung aller gesellschaftlichen Zustände, die ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeoisepoche vor allen anderen aus. Alle festen eingerosteten Verhältnisse mit ihrem Gefolge von altehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen werden aufgelöst, alle neugebildeten veralten, ehe sie verknöchern können. Alles Beständige verdampft.

    Mit der Einführung der digitalen Technologie verhalf das von einer Kultur des Massenkonsums getragene Massenproduktionssystem neuen sozialen Bedingungen zum Leben, von denen eine neue Struktur der Klassenantagonismen beschleunigt wurde.

    Die Bourgeoisie reißt durch die rasche Verbesserung aller Produktionsinstrumente, durch die unendlich erleichterte Kommunikation alle, auch die barbarischsten Nationen in die Zivilisation. Die wohlfeilen Preise ihrer Waren sind die schwere Artillerie, mit der sie alle chinesischen Mauern in den Grund schießt, mit der sie den hartnäckigsten Fremdenhass der Barbaren zur Kapitulation zwingt. Sie zwingt alle Nationen, sich ihre Kultur und ihre Prinzipien des geistigen Eigentums anzueignen, wenn sie nicht zugrunde gehen wollen; sie zwingt sie, die sogenannte Zivilisation bei sich selbst einzuführen, d.h. Bourgeois zu werden. Mit einem Wort, sie schafft sich eine Welt nach ihrem eigenen Bilde. Doch genau die Mittel ihrer Kommunikation und Akkulturation haben die Formen des Widerstands etabliert, die sich gegen die Bourgeoisie selber wenden.
    Digitale Technologien transformieren die bürgerliche Ökonomie. Die beherrschenden Güter des Produktionssystems – solche Artikel des kulturellen Verbrauchs, die für den Arbeiter sowohl verkäufliche Waren als auch Anleitungen über die Art und Weise des Erwerbs sind – haben nunmehr genau wie alle anderen Formen von Kultur und Wissen gegen Null tendierende Kosten. Ausnahmslos jeder kann von allen kulturellen Erzeugnissen profitieren: Musik, Kunst, Literatur, Information, Wissenschaft und jede andere Form von Wissen. Die Schranken sozialer Ungleichheit und geografischer Isolation verschwinden. An Stelle der alten lokalen und nationalen Abgeschiedenheit und Selbstgenügsamkeit, haben wir Austausch in jeder Richtung – die universale Interdependenz zwischen den Menschen. Und das in der materiellen ebenso wie in der intellektuellen Produktion. Die intellektuellen Schöpfungen der einzelnen Menschen werden zum gemeinsamen Besitz. Die moderne bürgerliche Gesellschaft mit ihren Beziehungen aus Produktion, Tausch und Besitz. Die bürgerlichen Produktions- und Tauschverhältnisse, die bürgerlichen Eigentumsverhältnisse, die moderne bürgerliche Gesellschaft, die so gewaltige Produktions- und Tauschmittel hervorgezaubert hat, gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor.
    Der Mensch wird von den Veränderungen gezwungen, mit wachem Sinn seine wirklichen Lebensbedingungen ins Auge zu fassen – und die Beziehungen, die er zu seinesgleichen unterhält. Die Gesellschaft sieht sich mit der schlichten Tatsache konfrontiert, dass der Ausschluss vom Besitz schöner und nutzbringender intellektueller Erzeugnisse – und von dem Wert all dieser Wissenszuwächse für die Menschen – nicht länger der Moral entspricht, wenn jedermann sie zu den gleichen Kosten wie jede Einzelperson besitzen kann. Hätte Rom die Macht gehabt, jedermann zu ernähren, ohne dass daraus weitere Kosten als die entstanden wären, die für Cäsars eigene Tafel zu zahlen waren, hätte man Cäsar mit Gewalt verjagt, wenn noch irgend jemand hätte verhungern müssen. Das bürgerliche System des Eigentums verlangt jedoch, Wissen und Kultur nach Maßgabe der Zahlungsfähigkeit zu rationieren. Als Alternative sind von den Verbindungstechnologien traditionelle Formen neu zum Leben erweckt worden, die freiwillige Zusammenschlüsse der Urheber mit ihren Unterstützern umfassen und in einen einseitigen Wettbewerb mit den über die Maßen mächtigen Massenkommunikationssystemen der Besitzenden gezwungen werden müssen. Diese Massenkommunikationssysteme basieren demgegenüber auf der Aneignung der menschlichen Grundrechte im elektromagnetischen Bereich. Quer durch die digitale Gesellschaft hindurch werden die Klassen der Wissensarbeiter – Künstler, Musiker, Autoren, Studenten, Technologen und alle anderen, die ihre Lebensbedingungen durch die Vervielfältigung und Modifikation von Informationen zu verbessern versuchen – von dem Konflikt zwischen den Möglichkeiten, die sie kennen, und dem, was sie durch die Zwänge der bürgerlichen Ideologie hinzunehmen gezwungen sind, radikalisiert. Aus diesem Missverhältnis erwächst das Bewusstsein einer neuen Klasse und mit ihrem zunehmenden Selbstbewusstseins beginnt der Sturz der Eigentumsverhältnisse.
    Der Fortschritt in der digitalen Gesellschaft, dessen unfreiwillige Fördererin die Bourgeoisie ist, lässt auf der Seite der kreativen Urheber die revolutionäre Kombination durch Zusammenschluss an die Stelle der Isolation durch Wettbewerb treten. Die Urheber von Wissen, Technologie und Kultur entdecken, dass sie nicht länger eigentumsbasierte Produktionsstrukturen und auf erzwungene Zahlungen gestützte Distributionsstrukturen benötigen. Zusammenschlüsse – und die besitzfreie Produktion als ihr anarchistisches Modell – ermöglichen die Herstellung freier Software, die ihren Urhebern Kontrolle über die Technologien künftiger Produktionen verschafft.[1] Das von der Kontrolle durch Sendebetriebe und andere Bandbreitenbesitzer befreite Netzwerk selbst wird zum Standort eines neuen Distributionssystems, das auf dem von hierarchischer Kontrolle freien Zusammenschluss Gleichgestellter beruht und das System des Zwangsvertriebs für Musik, Video und andere Soft Goods ersetzt. Universitäten, Bibliotheken und zugehörige Institutionen werden zu Verbündeten der neuen Klasse, indem sie ihre historische Rolle der Wissensvermittlung als Forderung an sich selbst begreifen, im Rahmen ihrer Dienstbereitschaft gegenüber allen Menschen einem immer vollständigeren Zugang zu ihrem Wissen anzubieten, ohne dafür Entgelte zu verlangen. Die Befreiung der Information von der Kontrolle durch Besitz befreit den Arbeiter von der ihm aufgezwungenen Rolle als Aufseher der Maschine. Freie Information erlaubt es den Arbeitern, ihre Zeit nicht in den Konsum der bürgerlichen Kultur mit ihren zunehmend aufdringlichen Einladungen zu sterilem Genuss, sondern in die Kultivierung von Geist und Fertigkeiten zu investieren. Zunehmend ihrer schöpferischen Macht bewusst, hören sie auf, passiv an einem System von Produktion und Konsum teilzunehmen, in dem die bürgerliche Gesellschaft sie gefangen hält.
    Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an seinen natürlichen Vorgesetzten knüpften, unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übrig gelassen als das nackte Interesse, als die gefühllose ,bare Zahlung‘. Sie hat die heiligen Schauer der frommen Schwärmerei, der ritterlichen Begeisterung, der spießbürgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser egoistischer Berechnung ertränkt. Sie hat die persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit religiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene, unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt.
    Gegen die immer weitgehender voranschreitende Befreiung der arbeitenden Klassen, deren Zugang zu Wissen und Information nun ihre frühere auf den Konsum der Massenkultur eingeengte Rolle transzendiert, wehrt sich das bürgerliche System naturgemäß bis zum letzten. Mit dem Freihandel als seinem bevorzugten Instrument versucht das Besitztum nun, genau jene Überproduktionskrise hervorzubringen, die es früher einmal gefürchtet hatte. In seiner verzweifelten Bemühung, die kreativen Urheber in ihrer Rolle als entlohnte Konsumenten gefangen zu halten, versucht das bürgerliche Besitztum die materielle Verelendung in manchen Teilen der Welt als Quelle billiger Güter zu nutzen, um so nicht die Barbaren, sondern seinen eigenen, am höchsten zu bezahlenden Besitz, den ausgebildeten Technologiearbeiter der am höchsten entwickelten Gesellschaften zurück in die kulturelle Passivität zu nötigen.
    Auf dieser Stufe bilden die Arbeiter und kreativen Urheber noch immer eine über das Land zerstreute und durch die Konkurrenz zersplitterte Masse. Von Zeit zu Zeit siegen die Urheber, aber nur vorübergehend. Das eigentliche Resultat ihrer Kämpfe ist nicht der unmittelbare Erfolg, sondern ihre immer weiter um sich greifende Vereinigung. Sie wird befördert durch die wachsenden Kommunikationsmittel, die von der modernen Industrie erzeugt werden und die Arbeiter und kreativen Urheber der verschiedenen Lokalitäten miteinander in Verbindung setzen. Es bedarf aber bloß der Verbindung, um die vielen Lokalkämpfe von überall gleichem Charakter zu einem nationalen, zu einem Klassenkampf zu zentralisieren. Jeder Klassenkampf ist aber ein politischer Kampf. Und die Vereinigung, zu der die Bürger des Mittelalters mit ihren Vizinalwegen Jahrhunderte bedurften, bringen die modernen Wissensarbeiter dank ihres Netzwerks in wenigen Jahren zustande.

    2. Freiheit und Urheberschaft


    Die Bourgeoisie hat nicht nur die Waffen geschmiedet, die ihr den Tod bringen; sie hat auch die Männer gezeugt, die diese Waffen führen werden, die kreativen Urheber – die digitale Arbeiterklasse. Mit Fähigkeiten und Wissen ausgestattet, die sowohl Sozial- als auch Tauschwerte erzeugen, und ge-meinsam imstande, alle Technologien der Freiheit zu produzieren, widerstehen solche Arbeiter der Re-duktion auf den Warenstatus und lassen sich nicht zum Zubehör der Maschine reduzieren. Wo einst die Fesseln der Ignoranz und geografischen Isolation den Proletarier an ein industrielles Heer gebunden hatten, dessen ununterscheidbarer und austauschbarer Bestandteil er war, wahren nun die Urheber, während sie gemeinsam die Kontrolle über das Netzwerk der menschlichen Kommunikation gewinnen, ihre Individualität und erhalten die Werte ihrer intellektuellen Arbeit durch eine Vielzahl von Vereinbarungen, die sich für ihr Wohlergehen und ihre Freiheit nützlicher erweisen als das System des bürgerlichen Besitzes ihnen zugestanden hat.
    Proportional zu diesem Erfolg der Urheber beim Aufbau einer genuin freien Ökonomie ist die Bourgeoisie jedoch gezwungen, die Zwangsstruktur ihrer Produktion und ihres Vertriebs zu verstärken, die sie durch ihre angenommene Vorliebe für ,freie Märkte‘ und den ,Freihandel‘ bemäntelt. Obwohl die Bourgeoisie sich bis zum äußersten darauf vorbereitet hat, ihre auf Gewalt beruhenden Arrangements mit – wenn auch verdeckter – Gewalt zu verteidigen, versucht sie ihr Zwangssystem zunächst mit ihrem bevorzugten Druckmittel, den Rechtsinstitutionen wieder einzusetzen. Wie das Ancien Régime in Frankreich glaubte, der Feudalbesitz sei trotz der Modernisierung der Gesellschaft mit konservativer Gewalt aufrecht zu erhalten, erhoffen sich die Besitzenden der bürgerlichen Kultur von ihrem Eigentumsrecht ein magisches Bollwerk gegen die Kräfte, die sie selbst freigesetzt haben.
    Auf einer gewissen Stufe der Entwicklung dieser Produktions- und Verkehrsmittel entsprachen die Verhältnisse, worin die feudale Gesellschaft produzierte und austauschte, die feudale Organisation der Agrikultur und Manufaktur, mit einem Wort die feudalen Eigentumsverhältnisse den schon entwickelten Produktivkräften nicht mehr. Sie hemmten die Produktion, statt sie zu fördern. Sie verwandelten sich in ebensoviele Fesseln. Sie mussten gesprengt werden, sie wurden gesprengt.
    An ihre Stelle trat die freie Konkurrenz mit der ihr angemessenen gesellschaftlichen und politischen Konstitution, mit der ökonomischen und politischen Herrschaft der Bourgeoisklasse. Doch ,freier Wettbewerb‘ war nie mehr als eine Bestrebung der bürgerlichen Gesellschaft, die fortwährend die wesenseigene Vorliebe der Kapitalisten für das Monopol erfuhr. Bürgerlicher Besitz war nur die Veranschaulichung eines Monopolbegriffs, indem er auf der Ebene praktischer Verabredungen das Freiheitsdogma bestritt, das im bürgerlichen Recht widersprüchlicherweise behauptet wurde.
    Da die Urheber in der neuen digitalen Gesellschaft, genuin freie Formen ökonomischer Aktivität aufbauen, gerät das Dogma bürgerlichen Eigentums mit dem Dogma bürgerlicher Freiheit aktiv in Konflikt. Die Verteidigung des geistigen Eigentums setzt die Unterdrückung der freien Technologien voraus, was mit der Unterdrückung der Meinungsfreiheit gleichzusetzen ist. Die staatliche Macht wird dazu eingesetzt, schöpferische Freiheit zu verbieten. Aufgrund der Gefährdung des Besitzeigentums innerhalb des Systems der kulturellen Produktion und Distribution werden Wissenschaftler, Künstler, Ingenieure und Studenten daran gehindert, Wissen zu schaffen und zu teilen. Es sind die Gerichtshöfe der Besitzenden, in denen die kreativen Urheber am eindeutigsten zu ihrer Klassenidentität finden – und genau dort ist es, wo der Konflikt beginnt.
    Das bürgerliche Besitzrecht ist jedoch kein magisches Amulett gegen die Folgen der bürgerlichen Technologie: Der Besen des Hexenmeisters wird weiter kehren und das Wasser wird weiter steigen. Es ist auf dem Gebiet der Technik, auf dem das Besitztum seine endgültige Niederlage erleben wird, und die neuen Weisen der Produktion und Distribution werden die Fesseln des überholten Gesetzes sprengen.
    Alle früheren Klassen, die sich die Herrschaft eroberten, suchten ihre schon erworbene Lebensstellung zu sichern, indem sie die ganze Gesellschaft den Bedingungen ihres Erwerbs unterwarfen. Die Wissensarbeiter können sich die gesellschaftlichen Produktivkräfte nur erobern, indem sie ihre eigene bisherige Aneignungsweise und damit die ganze bisherige Aneignungsweise abschaffen. Die revolutionäre Hingabe an die Freiheit gehört ihnen: Um der Abschaffung des Eigentums der Ideen, um der freien Zirkulation des Wissens und um der Wiederherstellung einer Kultur als symbolischer Gemeinsamkeit aller Menschen willen.
    Den Kulturbesitzenden sagen wir: Ihr entsetzt euch darüber, dass wir das geistige Privateigentum aufheben wollen. Aber in eurer bestehenden Gesellschaft ist das Privateigentum für neun Zehntel ihrer Mitglieder aufgehoben. Was sie erschaffen, eignen sich sofort ihre Arbeitgeber an, die auf die Früchte ihrer Arbeit durch Patente, Urheberrechte, Unternehmensgeheimnisse und andere Formen ,geistigen Eigentums‘ Anspruch erheben. Das Geburtsrecht in der elektromagnetischen Sphäre, die Freiheit aller Menschen zu den nominalen Kosten in Freiheit miteinander zu kommunizieren und voneinander zu lernen, wurde ihnen von der Bourgeoisie genommen und in Form von Konsumgütern wieder ausgezahlt – in Form von ausgestrahlten Programmen und Telekommunikationsdiensten, für die sie teuer bezahlen. Ihre Kreativität findet kein Ventil: Ihre Musik, Kunst, Erzählungen verschwinden hinter den Waren der kapitalistischen Kultur, deren Einfluss von den mehr zur Passivität als Kreativität führenden mächtigen Oligopolen der Programmanbieter noch verstärkt wird. Mit einem Wort, das Eigentum, das ihr beweint, ist das Ergebnis von Diebstahl: Seine Existenz für die wenigen existiert gerade dadurch, dass es in den Händen aller übrigen nicht exisitiert. Ihr werft uns also vor, dass wir ein Eigentum aufheben wollen, welches die Eigentumslosigkeit der ungeheuren Mehrzahl der Gesellschaft als notwendige Bedingung voraussetzt.
    Man hat eingewendet, mit der Aufhebung des Privateigentums an Kultur und Ideen werde alle kreative Tätigkeit aufhören, und aus Mangel an ,Anreiz‘ eine allgemeine Faulheit einreißen.
    Hiernach hätte es Musik, Kunst, Technologie und Lernen vor der Heraufkunft der Bourgeoisie, der allein es gelang, die Gesamtheit von Kultur und Wissen mit der Geldfrage zu verküpfen, nie geben dürfen. Mit dem Herannahen freier Produktion und freier Technologie, mit freier Software unf der darauf folgenden Entwicklung freier Vertriebstechnologien konfrontiert, unterschlägt dieses Argument schlicht die sichtbaren Fakten, auf die es keine Antwort hat. Die Tatsachen werden gegen die Evidenz sowohl der Vergangenheit als auch der Gegenwart dem Dogma untergeordnet, die Arrangements der intellektuellen Produktion und kulturellen Vermittlung, mit denen sich grob die kurze Hochphase des Kapitalismus charakterisieren lässt, seien die einzig möglichen Strukturen.
    Daher sagen wir den Besitzenden: Die interessierte Vorstellung, worin ihr eure Produktions- und Eigentumsverhältnisse aus geschichtlichen, im Lauf der Produktion vorübergehenden Verhältnissen in ewige Natur- und Vernunftgesetze verwandelt, teilt ihr mit allen untergegangenen herrschenden Klassen. Was ihr für das antike Eigentum begreift, was ihr für das feudale Eigentum begreift, dürft ihr nicht mehr begreifen für das bürgerliche Eigentum.
    Unsere theoretischen Schlussfolgerungen beruhen keineswegs auf Ideen, auf Prinzipien, die von diesem oder jenem Weltverbesserer erfunden oder entdeckt sind. Sie sind nur allgemeine Ausdrücke tatsächlicher Verhältnisse eines existierenden Klassenkampfes, einer unter unseren Augen vor sich gehenden geschichtlichen Bewegung.
    Wenn die Menschen von der Revolutionierung der Gesellschaft durch Ideen sprechen, drücken sie nichts anderes aus, als dass in der alten Gesellschaft die Elemente einer neuen geschaffen wurden, und dass die Auflösung der alten Ideen mit der Auflösung der alten Existenzbedingungen Schritt halten muss.
    Wir, die Schöpfer der freien Informationsgesellschaft wollen der Bourgeoisie nach und nach das geteilte Vaterland der Menschheit entringen. Wir streben nach der Rückgabe ebenso des kulturellen Erbes, das uns unter dem Deckmantel ,geistigen Eigentums‘ gestohlen worden ist wie auch des Mediums der elektromagnetischen Übermittlung. Unsere Hingabe gilt dem Kampf für die Freiheit der Meinung, die Freiheit des Wissens und die Freiheit der Technologie. Das Maß unseres Fortschritts in diesem Kampf wird in verschiedenen Ländern verschieden anzulegen sein, aber das Folgende wird grundsätzlich anwendbar sein:

    1. Die Aufgabe aller Formen des Eigentums an Ideen
    2. Der Widerruf aller Exklusivlizenzen, Privilegien und
    Nutzungsrechte auf dem Gebiet elektronischer
    Medienkommunikation
    3. Die Entwicklung einer Infrastruktur, die allen Menschen das
    gleiche Recht auf Kommunikation mit elektronischen Medien
    verschafft
    4. Die allgemeine soziale Verwandlung von Computerprogrammen und
    anderer Formen von Software in öffentliches Eigentum
    5. Voller Respekt für die Meinungs- und Redefreiheit, ein-
    schließlich aller technischen Ausdrucksformen
    6. Schutz für die Integrität kreativer Arbeit
    7. Freier und gleicher Zugang zu allen öffentlich hergestellten
    Informationen und Ausbildungsmaterialien aller Zweige des öf-
    fentlichen Erziehungssystems

    Mit diesen und anderen Mitteln verschreiben wir uns der revolutionären Befreiung des menschlichen Geistes. Indem wir ein System stürzen, das den Privatbesitz von Ideen erlaubt, führen wir eine wahrhaft gerechte Gesellschaft herbei, in der die freie Entwicklung jedes Menschen die Grundlage für die freie Entwicklung aller Menschen ist.

    Ein Text von Eben Moglen, Chefsyndikus der Free Software Foundation

  2. Re: Linux = Kommunismus

    Autor: Geil 09.04.08 - 17:06

    Das Kommunistische Manifest ?

    Das so umzuschreiben war sicherlich ein gutes stück Arbeit.......


    Im Grunde genommen ist freie Software jedoch eher Sozialistisch weil dadurch die Produktionsmöglichkeiten bzw die Möglichkeit eigene Software zu produzieren von Kapitalistischen Firmen auf die Allgemeinheit übergeht.

    Somit bietet Freie Software die Möglichkeit sich vom Joch der Lohnarbeit zu befreien zu befreien und die Arbeitskraft zum allgemeinwohl einzusetzen.

  3. Re: Linux = Kommunismus && Microsoft = Imperialismus ?

    Autor: der mit Linux geld verdient.. 09.04.08 - 17:29

    ... Rückschlüssig wäre es dann genauso fatal zu behaupten Microsofts Marktstrategie ist imperialistisch, oder ;-)
    Freie Marktwirtschaft wäre eher zutreffend für beide Lager. Für denjenigen, der es noch nicht verstanden hat und zu derart drastischen Vergleichen zieht (beide Seiten sind angesprochen!), Linux hat einfach gesagt eine andere Marktstrategie als Microsoft. Vom Kern her ist die Software kostenfrei und wird es denke ich auch bleiben. Womit für ein Unternehmen, dass Lösungen auf Linux Basis anbietet, sich tragen kann bzw. Gewinn machen kann, das sind Support und eine breites Angebot an DL. Das Unterscheidet die Linux Anbieter von Microsoft. Microsoft verdient noch was an seinen Lizenzen. In der Linux Welt gibt es so was übrigens auch, sie z.B. OpenXchang oder Scalix. Also zu behaupten Linux = Kommunismus ist an dieser Stelle völlig daneben gegriffen.

  4. Re: Linux = Kommunismus && Microsoft = Imperialismus ?

    Autor: nnnnetze 09.04.08 - 17:42

    Ursprünglich ging es gar nicht darum überhaupt Geld zu verdienen, auch nicht mit Support.

    Freie Software soll freies Allgemeingut sein von dem jeder profitieren kann, darum ging es den Gründern wie Moglen und Stallman.
    Das man dann noch Geld mit Support verdienen kann ist eher noch ein angenehmer Nebeneffekt der Freie Software noch erfolgreicher macht.

    In sofern kann man durchaus parallelen zum Kommunistischen Grundgedanken ziehen, denn auch dort steht das Allgemeinwohl im Vordergrund.


  5. Re: Linux = Kommunismus && Microsoft = Imperialismus ?

    Autor: mess-with-the-best 09.04.08 - 17:48

    > In sofern kann man durchaus parallelen zum
    > Kommunistischen Grundgedanken ziehen, denn auch
    > dort steht das Allgemeinwohl im Vordergrund.

    *g* prinzipiell
    aber der kommunismus der die welt befölkerte stellte die menschen nicht gleich und brachte auch nichts für das allgemeinwohl.
    vielmehr wird ein verbessertes imperialistisches gebilde gebaut wo keiner mehr tun kann was er will

    linux ist genau das gegenteil!
    mach was du willst, solange du andere nicht behinderst, heist das prinzip der gpl

    mach was du willst, ist das prinzip von bsd

    seien wir uns mal ehrlich KEINER möchte dass stalin wieder aufersteht und politische gegner aus dem weg räumt oder?

    scnr

  6. Re: Linux = Kommunismus && Microsoft = Imperialismus ?

    Autor: psathrp 09.04.08 - 18:07

    > seien wir uns mal ehrlich KEINER möchte dass
    > stalin wieder aufersteht und politische gegner aus
    > dem weg räumt oder?
    >
    > scnr

    Stalin war auch kein Kommunist !

    Der Kommunismus ist nach Marxistischer Definition eine unterdrückungsfreie klassenlose Gesellschaftsform !

    In der UdSSR gab es aber Unterdrückung und es gab eine Herrschende Klasse, somit war die Sovietunion nicht Kommunistisch !

  7. Re: Linux = Kommunismus && Microsoft = Imperialismus ?

    Autor: Kokospalme 09.04.08 - 18:09

    psathrp schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Der Kommunismus ist nach Marxistischer Definition
    > eine unterdrückungsfreie klassenlose
    > Gesellschaftsform !
    >
    > In der UdSSR gab es aber Unterdrückung und es gab
    > eine Herrschende Klasse, somit war die Sovietunion
    > nicht Kommunistisch !

    Das ist korrekt. Mir ist kein Land bekannt, wo jemals Kommunismus geherrscht hat. Einige haben es behauptet, aber letztendlich hat es niemand so weit gebracht.

  8. Re: Linux = Kommunismus && Microsoft = Imperialismus ?

    Autor: psathrp 09.04.08 - 18:57

    > Das ist korrekt. Mir ist kein Land bekannt, wo
    > jemals Kommunismus geherrscht hat. Einige haben es
    > behauptet, aber letztendlich hat es niemand so
    > weit gebracht.

    Es gab ja bisher noch nichtsmal einen Staat der es geschafft hat die kriterien für den Sozialismus zu erfüllen.
    Denn auch der Sozialismus setzt eine unterdrückunsfreie Staatsform vorraus, somit waren die Diktaturen des Ostblocks auch nur dem Namen nach sozialistisch.

    Es gibt sogar viele Sozialisten die der Meinung sind das es unmöglich ist die Stufe des Kommunismus überhaupt zu erreichen.
    Aber vieleicht eröffnet hier auch der technische Fortschritt völlig neue Möglichkeiten, vieleich gibts ja mal eine art virtuellen Kommunismus im Internet sind ja schließlich alle irgendwie gleich ;)

  9. Kommunismus != schlecht

    Autor: Ekud 09.04.08 - 20:06

    Du weißt schon, das Kommnuismus keine schlechte Staatsform ist?
    Die Grundidee das alle Menschen gleich sind, das keiner hungern muss oder jeder Arbeit findet.
    Aber dieses Konzept wird nie aufgehen, weil wir Menschen sind und stets nach mehr streben.
    Mehr Macht, mehr Geld, mehr Freizeit - aber nur für einen selber: Egoismus.
    Egoismus ist eine schlechte Eigenschaft, denn solange der Mensch Egoistisch ist wird Kommunismus auch niemals funktionieren, da es stets ausgenutzt werden wird.

    OpenSource ist alles andere als Egoistisch - und deshalb geht es durchaus auf.

    Und nun Sag mir mal bitte was am Kommunismus so schlecht sein sollte?

  10. Re: Kommunismus != schlecht

    Autor: Plattbolle 09.04.08 - 20:32

    > Und nun Sag mir mal bitte was am Kommunismus so
    > schlecht sein sollte?

    Naja viele setzen das sofort mit Pol-Pot, Stalin, Mao etc gleich und schließen dann darauf das es schlecht ist.
    Vielen scheint da einfach die Fähigkeit zu fehlen sich eigenständig mit dem Thema auseinander zu setzen und denn Schluss zu ziehen das Stalin und Kommunismus nix miteinander zu tun haben.

    Bevor Kommunismus funktionieren kann muss sich erstmal der Mensch ändern und wie will man die Menschen verändern ohne ihre Freiheit zu beschränken und sie zu unterdrücken ?

    Das ist eine Entwicklung die nur Freiwillig von statten geht und möglicherweise Jahrhunderte andauert.
    Im Vergleich zu früher wo noch Leibeigenschaft, Sklaverei und ständige Kriege an der Tagesordung hat scih schon sehr viel verbessert.
    Die Situation verbessert sich auch jetzt noch immer weiter und wer weis schon was in 200 jahren ist ?

    Vieleicht hat die Menscheit ja bis dahin allein durch den ständigen technischen Fortschritt eine Stufe erreicht in der es keine Arbeit bzw Arbeitslosigkeit mehr gibt.

  11. Re: Kommunismus != schlecht

    Autor: Ruckzuck 09.04.08 - 22:26

    Plattbolle schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Naja viele setzen das sofort mit Pol-Pot, Stalin,
    > Mao etc gleich und schließen dann darauf das es
    > schlecht ist.
    > Vielen scheint da einfach die Fähigkeit zu fehlen
    > sich eigenständig mit dem Thema auseinander zu
    > setzen und denn Schluss zu ziehen das Stalin und
    > Kommunismus nix miteinander zu tun haben.

    Die einfachste Erklärung:

    if $Kommunismus == "Stalin" {
    $Demokratie == "Hitler";
    }

    Zu Deutsch:
    Wenn Kommunismus Stalin ist, dann ist Demokratie Hitler.

  12. Re: Linux = Kommunismus

    Autor: Chanu 09.04.08 - 22:27

    Demokratischer Sozialismus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Dieser Text der von einem Hochrangigen Opensource
    > vertreter verfasst wurde beweis eindeutig das die
    > Linux anhänger die Kommunistische Revolution
    > plannen:
    >
    > Ein Gespenst geht um im multinationalen
    > Kapitalismus – das Gespenst der Freien
    > Information. Alle Mächte des Globalismus haben
    > sich zu einer unheiligen Hetzjagd gegen dies
    > Gespenst verbündet: Microsoft, Disney und die
    > Welthandelsorganisation; der amerikanische
    > Kongress und die Europäische Kommission. Wo sind
    > die Anwälte der Freiheit in der neuen digitalen
    > Gesellschaft, die nicht von ihren herrschenden
    > Gegnern als Anarchisten und Kommunisten verschrien
    > worden wären – bezichtigt der Softwarepiraterie?
    > Sind nicht viele von denen, die diese Schimpfnamen
    > hervorgestoßen haben, als zu Ämtern gekommene
    > Diebe aufgefallen, deren Gerede vom „geistigen
    > Eigentum“ bloß der Versuch gewesen ist,
    > ungerechtfertigte Privilegien vor dem
    > unaufhaltsamen gesellschaftlichen Wandel zu
    > bewahren? Die Freiheitsbewegung wird bereits von
    > allen Mächten des Globalismus als eine Macht
    > anerkannt, und es ist hohe Zeit, dass wir unsere
    > Anschauungsweise vor der ganzen Welt offen
    > darlegen und dem Märchen vom Gespenst der
    > Informationsfreiheit ein Manifest aus unserer
    > eigenen Sicht entgegenstellen.
    >
    > . Eigentümer und Urheber
    >
    > Angetrieben von der Verwandlung der
    > bürgerlich-industriellen Gesellschaft durch die
    > von ihr selbst hervorgebrachten digitalen
    > Technologien, kündet die Bewegung für
    > Informationsfreiheit überall in der Welt vom
    > Herannahen einer neuen sozialen Struktur.
    >
    > Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften
    > ist die Geschichte von Klassenkämpfen.
    > Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer,
    > Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell,
    > Bürger und Proletarier, kurz, Unterdrücker und
    > Unterdrückte standen in stetem Gegensatz
    > zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald
    > versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der
    > häufig mit einer revolutionären Umgestaltung der
    > ganzen Gesellschaft endete oder mit dem
    > gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen.
    > Von der Industriegesellschaft, die aus der
    > weltweiten Ausbreitung der europäischen Macht
    > hervorgegangen ist, die schließlich in die Moderne
    > führte, wurden die Klassengegensätze nicht
    > aufgehoben. Sie hat nur neue Klassen, neue
    > Bedingungen der Unterdrückung, neue Gestaltungen
    > des Kampfes an die Stelle der alten gesetzt. Die
    > Epoche der Bourgeoisie vereinfachte nur die
    > Klassengegensätze. Die ganze Gesellschaft schien
    > sich in zwei große feindliche Lager zu spalten, in
    > zwei große, einander direkt gegenüberstehende
    > Klassen: Bourgeoisie und Proletariat.
    > Im Großen und Ganzen jedoch blieben die
    > Revolutionen aus, und wo die „Diktatur des
    > Proletariats“ entstand oder ihre Entstehung
    > behauptete, bewies sie ihre Unfähigkeit, die
    > Freiheit aufrechtzuerhalten. Die Technik versetzte
    > stattdessen den Kapitalismus in die Lage, sich ein
    > gewisses Maß an Zustimmung zu sichern. Der moderne
    > Arbeiter stieg in den fortgeschrittenen
    > Gesellschaften eher auf, als dass er immer weiter
    > hinter die Existenzbedingungen seiner Klasse
    > zurückgefallen wäre. Der Pauperismus entwickelte
    > sich nicht schneller als Bevölkerung und Reichtum.
    > Die industrielle Rationalisierung im fordistischen
    > Stil stürzte die Industriearbeiter nicht in ein
    > pauperistisches Proletariat, sondern erhob sie zur
    > Konsumentenmasse der Massenproduktion. Die
    > Zivilisation des Proletariats wurde zum
    > Bestandteil des Selbsterhaltungsprogramms der
    > Bourgeoisie.
    > Allgemeine Bildung und die Beendigung der
    > industriellen Ausbeutung der Kinder war somit
    > nicht mehr das geschmähte Programm einer
    > proletarischen Revolution, sondern wurde zum
    > Standard der bürgerlichen Sozialmoral. Die
    > Arbeiter wurden mit einer Allgemeinbildung
    > ausgestattet, die ihnen Zugang zu den Medien
    > verschaffte, mit denen man sie zu zusätzlichem
    > Konsum anstiften konnte. Das Verhältnis des
    > Arbeiters zur bürgerlichen Kultur wurde von der
    > Entwicklung der Tonaufnahme, des Telefons, des
    > bewegten Bildes und der Radio- und
    > Fernsehübertragung verändert, auch wenn sich dabei
    > diese Kultur selbst grundlegend veränderte.
    >
    > Musik zum Beispiel war während der gesamten
    > vorangegangenen menschlichen Geschichte ein höchst
    > vergänglicher, nicht in eine Handelsware
    > verwandelbarer Gegenstand, ein sozialer Prozess,
    > der zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten
    > Ort auftrat, und dort konsumiert wurde, wo er
    > entstand – von Leuten, die als Konsumenten und
    > Hersteller nur unscharf voneinander zu
    > unterscheiden waren. Nach der Einführung der
    > Tonaufnahme wurde Musik zu einem
    > verfallsgeschützten Handelsgegenstand, der über
    > weite Entfernungen transportiert werden konnte und
    > von seinen Urhebern entfremdet war. Als
    > Konsumartikel gab Musik ihren neuen ,Besitzern‘
    > die Möglichkeit, Anreize für zusätzlichen Konsum
    > zu schaffen und die Nachfrage innerhalb der neuen
    > Klasse der Massenkonsumenten in eine Richtung zu
    > steuern, die für das Besitzverhältnis profitabel
    > war.
    > Ebenso verhielt es sich mit dem ganz neuen Medium
    > des bewegten Bildes, das innerhalb von Jahrzehnten
    > zu einer Neuorientierung in der Natur menschlicher
    > Kognition geführt hatte, indem es jedem Arbeiter
    > einen substantiellen Anteil seines täglichen
    > Lebens entzog und für den Empfang von
    > Aufforderungen zu weiterem Konsum in Beschlag
    > nahm. Jedes Jahr wurden jedem Kind zehntausende
    > solcher Werbebotschaften vor Augen geführt, um es
    > nach seiner Befreiung von der Pflicht zum
    > Unterhalt einer Produktionsmaschine auf eine neue
    > Art von Leibeigenschaft zu reduzieren: Nun wurde
    > es zwangsweise dazu herangezogen, die Maschinerie
    > der Konsumption zu unterhalten.
    > Auf diese Weise war die bürgerliche
    > Gesellschaft weniger einengenden Bedingungen
    > unterworfen und sah sich besser imstande, den von
    > ihr erzeugten Reichtum zu fassen. Die absurde
    > Epidemie immer aufs neue auftretender
    > Überproduktion wurde so geheilt. Es waren nun
    > nicht mehr zu viel Zivilisation, zu viele
    > Subsistenzmittel, zu viel Industrie und Handel
    > vorhanden.
    > Doch die Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne
    > die Produktionsinstrumente, also die
    > Produktionsverhältnisse, also sämtliche
    > gesellschaftlichen Verhältnisse fortwährend zu
    > revolutionieren. Die fortwährende Umwälzung der
    > Produktion, die ununterbrochene Erschütterung
    > aller gesellschaftlichen Zustände, die ewige
    > Unsicherheit und Bewegung zeichnet die
    > Bourgeoisepoche vor allen anderen aus. Alle festen
    > eingerosteten Verhältnisse mit ihrem Gefolge von
    > altehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen
    > werden aufgelöst, alle neugebildeten veralten, ehe
    > sie verknöchern können. Alles Beständige
    > verdampft.
    >
    > Mit der Einführung der digitalen Technologie
    > verhalf das von einer Kultur des Massenkonsums
    > getragene Massenproduktionssystem neuen sozialen
    > Bedingungen zum Leben, von denen eine neue
    > Struktur der Klassenantagonismen beschleunigt
    > wurde.
    >
    > Die Bourgeoisie reißt durch die rasche
    > Verbesserung aller Produktionsinstrumente, durch
    > die unendlich erleichterte Kommunikation alle,
    > auch die barbarischsten Nationen in die
    > Zivilisation. Die wohlfeilen Preise ihrer Waren
    > sind die schwere Artillerie, mit der sie alle
    > chinesischen Mauern in den Grund schießt, mit der
    > sie den hartnäckigsten Fremdenhass der Barbaren
    > zur Kapitulation zwingt. Sie zwingt alle Nationen,
    > sich ihre Kultur und ihre Prinzipien des geistigen
    > Eigentums anzueignen, wenn sie nicht zugrunde
    > gehen wollen; sie zwingt sie, die sogenannte
    > Zivilisation bei sich selbst einzuführen, d.h.
    > Bourgeois zu werden. Mit einem Wort, sie schafft
    > sich eine Welt nach ihrem eigenen Bilde. Doch
    > genau die Mittel ihrer Kommunikation und
    > Akkulturation haben die Formen des Widerstands
    > etabliert, die sich gegen die Bourgeoisie selber
    > wenden.
    > Digitale Technologien transformieren die
    > bürgerliche Ökonomie. Die beherrschenden Güter des
    > Produktionssystems – solche Artikel des
    > kulturellen Verbrauchs, die für den Arbeiter
    > sowohl verkäufliche Waren als auch Anleitungen
    > über die Art und Weise des Erwerbs sind – haben
    > nunmehr genau wie alle anderen Formen von Kultur
    > und Wissen gegen Null tendierende Kosten.
    > Ausnahmslos jeder kann von allen kulturellen
    > Erzeugnissen profitieren: Musik, Kunst, Literatur,
    > Information, Wissenschaft und jede andere Form von
    > Wissen. Die Schranken sozialer Ungleichheit und
    > geografischer Isolation verschwinden. An Stelle
    > der alten lokalen und nationalen Abgeschiedenheit
    > und Selbstgenügsamkeit, haben wir Austausch in
    > jeder Richtung – die universale Interdependenz
    > zwischen den Menschen. Und das in der materiellen
    > ebenso wie in der intellektuellen Produktion. Die
    > intellektuellen Schöpfungen der einzelnen Menschen
    > werden zum gemeinsamen Besitz. Die moderne
    > bürgerliche Gesellschaft mit ihren Beziehungen aus
    > Produktion, Tausch und Besitz. Die bürgerlichen
    > Produktions- und Tauschverhältnisse, die
    > bürgerlichen Eigentumsverhältnisse, die moderne
    > bürgerliche Gesellschaft, die so gewaltige
    > Produktions- und Tauschmittel hervorgezaubert hat,
    > gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen
    > Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er
    > heraufbeschwor.
    > Der Mensch wird von den Veränderungen
    > gezwungen, mit wachem Sinn seine wirklichen
    > Lebensbedingungen ins Auge zu fassen – und die
    > Beziehungen, die er zu seinesgleichen unterhält.
    > Die Gesellschaft sieht sich mit der schlichten
    > Tatsache konfrontiert, dass der Ausschluss vom
    > Besitz schöner und nutzbringender intellektueller
    > Erzeugnisse – und von dem Wert all dieser
    > Wissenszuwächse für die Menschen – nicht länger
    > der Moral entspricht, wenn jedermann sie zu den
    > gleichen Kosten wie jede Einzelperson besitzen
    > kann. Hätte Rom die Macht gehabt, jedermann zu
    > ernähren, ohne dass daraus weitere Kosten als die
    > entstanden wären, die für Cäsars eigene Tafel zu
    > zahlen waren, hätte man Cäsar mit Gewalt verjagt,
    > wenn noch irgend jemand hätte verhungern müssen.
    > Das bürgerliche System des Eigentums verlangt
    > jedoch, Wissen und Kultur nach Maßgabe der
    > Zahlungsfähigkeit zu rationieren. Als Alternative
    > sind von den Verbindungstechnologien traditionelle
    > Formen neu zum Leben erweckt worden, die
    > freiwillige Zusammenschlüsse der Urheber mit ihren
    > Unterstützern umfassen und in einen einseitigen
    > Wettbewerb mit den über die Maßen mächtigen
    > Massenkommunikationssystemen der Besitzenden
    > gezwungen werden müssen. Diese
    > Massenkommunikationssysteme basieren demgegenüber
    > auf der Aneignung der menschlichen Grundrechte im
    > elektromagnetischen Bereich. Quer durch die
    > digitale Gesellschaft hindurch werden die Klassen
    > der Wissensarbeiter – Künstler, Musiker, Autoren,
    > Studenten, Technologen und alle anderen, die ihre
    > Lebensbedingungen durch die Vervielfältigung und
    > Modifikation von Informationen zu verbessern
    > versuchen – von dem Konflikt zwischen den
    > Möglichkeiten, die sie kennen, und dem, was sie
    > durch die Zwänge der bürgerlichen Ideologie
    > hinzunehmen gezwungen sind, radikalisiert. Aus
    > diesem Missverhältnis erwächst das Bewusstsein
    > einer neuen Klasse und mit ihrem zunehmenden
    > Selbstbewusstseins beginnt der Sturz der
    > Eigentumsverhältnisse.
    > Der Fortschritt in der digitalen Gesellschaft,
    > dessen unfreiwillige Fördererin die Bourgeoisie
    > ist, lässt auf der Seite der kreativen Urheber die
    > revolutionäre Kombination durch Zusammenschluss an
    > die Stelle der Isolation durch Wettbewerb treten.
    > Die Urheber von Wissen, Technologie und Kultur
    > entdecken, dass sie nicht länger eigentumsbasierte
    > Produktionsstrukturen und auf erzwungene Zahlungen
    > gestützte Distributionsstrukturen benötigen.
    > Zusammenschlüsse – und die besitzfreie Produktion
    > als ihr anarchistisches Modell – ermöglichen die
    > Herstellung freier Software, die ihren Urhebern
    > Kontrolle über die Technologien künftiger
    > Produktionen verschafft.[1] Das von der Kontrolle
    > durch Sendebetriebe und andere Bandbreitenbesitzer
    > befreite Netzwerk selbst wird zum Standort eines
    > neuen Distributionssystems, das auf dem von
    > hierarchischer Kontrolle freien Zusammenschluss
    > Gleichgestellter beruht und das System des
    > Zwangsvertriebs für Musik, Video und andere Soft
    > Goods ersetzt. Universitäten, Bibliotheken und
    > zugehörige Institutionen werden zu Verbündeten der
    > neuen Klasse, indem sie ihre historische Rolle der
    > Wissensvermittlung als Forderung an sich selbst
    > begreifen, im Rahmen ihrer Dienstbereitschaft
    > gegenüber allen Menschen einem immer
    > vollständigeren Zugang zu ihrem Wissen anzubieten,
    > ohne dafür Entgelte zu verlangen. Die Befreiung
    > der Information von der Kontrolle durch Besitz
    > befreit den Arbeiter von der ihm aufgezwungenen
    > Rolle als Aufseher der Maschine. Freie Information
    > erlaubt es den Arbeitern, ihre Zeit nicht in den
    > Konsum der bürgerlichen Kultur mit ihren zunehmend
    > aufdringlichen Einladungen zu sterilem Genuss,
    > sondern in die Kultivierung von Geist und
    > Fertigkeiten zu investieren. Zunehmend ihrer
    > schöpferischen Macht bewusst, hören sie auf,
    > passiv an einem System von Produktion und Konsum
    > teilzunehmen, in dem die bürgerliche Gesellschaft
    > sie gefangen hält.
    > Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft
    > gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen,
    > idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die
    > buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an
    > seinen natürlichen Vorgesetzten knüpften,
    > unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band
    > zwischen Mensch und Mensch übrig gelassen als das
    > nackte Interesse, als die gefühllose ,bare
    > Zahlung‘. Sie hat die heiligen Schauer der frommen
    > Schwärmerei, der ritterlichen Begeisterung, der
    > spießbürgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser
    > egoistischer Berechnung ertränkt. Sie hat die
    > persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst und
    > an die Stelle der zahllosen verbrieften und
    > wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose
    > Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort,
    > an die Stelle der mit religiösen und politischen
    > Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene,
    > unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt.
    >
    > Gegen die immer weitgehender voranschreitende
    > Befreiung der arbeitenden Klassen, deren Zugang zu
    > Wissen und Information nun ihre frühere auf den
    > Konsum der Massenkultur eingeengte Rolle
    > transzendiert, wehrt sich das bürgerliche System
    > naturgemäß bis zum letzten. Mit dem Freihandel als
    > seinem bevorzugten Instrument versucht das
    > Besitztum nun, genau jene Überproduktionskrise
    > hervorzubringen, die es früher einmal gefürchtet
    > hatte. In seiner verzweifelten Bemühung, die
    > kreativen Urheber in ihrer Rolle als entlohnte
    > Konsumenten gefangen zu halten, versucht das
    > bürgerliche Besitztum die materielle Verelendung
    > in manchen Teilen der Welt als Quelle billiger
    > Güter zu nutzen, um so nicht die Barbaren, sondern
    > seinen eigenen, am höchsten zu bezahlenden Besitz,
    > den ausgebildeten Technologiearbeiter der am
    > höchsten entwickelten Gesellschaften zurück in die
    > kulturelle Passivität zu nötigen.
    > Auf dieser Stufe bilden die Arbeiter und
    > kreativen Urheber noch immer eine über das Land
    > zerstreute und durch die Konkurrenz zersplitterte
    > Masse. Von Zeit zu Zeit siegen die Urheber, aber
    > nur vorübergehend. Das eigentliche Resultat ihrer
    > Kämpfe ist nicht der unmittelbare Erfolg, sondern
    > ihre immer weiter um sich greifende Vereinigung.
    > Sie wird befördert durch die wachsenden
    > Kommunikationsmittel, die von der modernen
    > Industrie erzeugt werden und die Arbeiter und
    > kreativen Urheber der verschiedenen Lokalitäten
    > miteinander in Verbindung setzen. Es bedarf aber
    > bloß der Verbindung, um die vielen Lokalkämpfe von
    > überall gleichem Charakter zu einem nationalen, zu
    > einem Klassenkampf zu zentralisieren. Jeder
    > Klassenkampf ist aber ein politischer Kampf. Und
    > die Vereinigung, zu der die Bürger des
    > Mittelalters mit ihren Vizinalwegen Jahrhunderte
    > bedurften, bringen die modernen Wissensarbeiter
    > dank ihres Netzwerks in wenigen Jahren zustande.
    >
    > 2. Freiheit und Urheberschaft
    >
    > Die Bourgeoisie hat nicht nur die Waffen
    > geschmiedet, die ihr den Tod bringen; sie hat auch
    > die Männer gezeugt, die diese Waffen führen
    > werden, die kreativen Urheber – die digitale
    > Arbeiterklasse. Mit Fähigkeiten und Wissen
    > ausgestattet, die sowohl Sozial- als auch
    > Tauschwerte erzeugen, und ge-meinsam imstande,
    > alle Technologien der Freiheit zu produzieren,
    > widerstehen solche Arbeiter der Re-duktion auf den
    > Warenstatus und lassen sich nicht zum Zubehör der
    > Maschine reduzieren. Wo einst die Fesseln der
    > Ignoranz und geografischen Isolation den
    > Proletarier an ein industrielles Heer gebunden
    > hatten, dessen ununterscheidbarer und
    > austauschbarer Bestandteil er war, wahren nun die
    > Urheber, während sie gemeinsam die Kontrolle über
    > das Netzwerk der menschlichen Kommunikation
    > gewinnen, ihre Individualität und erhalten die
    > Werte ihrer intellektuellen Arbeit durch eine
    > Vielzahl von Vereinbarungen, die sich für ihr
    > Wohlergehen und ihre Freiheit nützlicher erweisen
    > als das System des bürgerlichen Besitzes ihnen
    > zugestanden hat.
    > Proportional zu diesem Erfolg der Urheber beim
    > Aufbau einer genuin freien Ökonomie ist die
    > Bourgeoisie jedoch gezwungen, die Zwangsstruktur
    > ihrer Produktion und ihres Vertriebs zu
    > verstärken, die sie durch ihre angenommene
    > Vorliebe für ,freie Märkte‘ und den ,Freihandel‘
    > bemäntelt. Obwohl die Bourgeoisie sich bis zum
    > äußersten darauf vorbereitet hat, ihre auf Gewalt
    > beruhenden Arrangements mit – wenn auch verdeckter
    > – Gewalt zu verteidigen, versucht sie ihr
    > Zwangssystem zunächst mit ihrem bevorzugten
    > Druckmittel, den Rechtsinstitutionen wieder
    > einzusetzen. Wie das Ancien Régime in Frankreich
    > glaubte, der Feudalbesitz sei trotz der
    > Modernisierung der Gesellschaft mit konservativer
    > Gewalt aufrecht zu erhalten, erhoffen sich die
    > Besitzenden der bürgerlichen Kultur von ihrem
    > Eigentumsrecht ein magisches Bollwerk gegen die
    > Kräfte, die sie selbst freigesetzt haben.
    > Auf einer gewissen Stufe der Entwicklung dieser
    > Produktions- und Verkehrsmittel entsprachen die
    > Verhältnisse, worin die feudale Gesellschaft
    > produzierte und austauschte, die feudale
    > Organisation der Agrikultur und Manufaktur, mit
    > einem Wort die feudalen Eigentumsverhältnisse den
    > schon entwickelten Produktivkräften nicht mehr.
    > Sie hemmten die Produktion, statt sie zu fördern.
    > Sie verwandelten sich in ebensoviele Fesseln. Sie
    > mussten gesprengt werden, sie wurden gesprengt.
    >
    > An ihre Stelle trat die freie Konkurrenz mit
    > der ihr angemessenen gesellschaftlichen und
    > politischen Konstitution, mit der ökonomischen und
    > politischen Herrschaft der Bourgeoisklasse. Doch
    > ,freier Wettbewerb‘ war nie mehr als eine
    > Bestrebung der bürgerlichen Gesellschaft, die
    > fortwährend die wesenseigene Vorliebe der
    > Kapitalisten für das Monopol erfuhr. Bürgerlicher
    > Besitz war nur die Veranschaulichung eines
    > Monopolbegriffs, indem er auf der Ebene
    > praktischer Verabredungen das Freiheitsdogma
    > bestritt, das im bürgerlichen Recht
    > widersprüchlicherweise behauptet wurde.
    > Da die Urheber in der neuen digitalen
    > Gesellschaft, genuin freie Formen ökonomischer
    > Aktivität aufbauen, gerät das Dogma bürgerlichen
    > Eigentums mit dem Dogma bürgerlicher Freiheit
    > aktiv in Konflikt. Die Verteidigung des geistigen
    > Eigentums setzt die Unterdrückung der freien
    > Technologien voraus, was mit der Unterdrückung der
    > Meinungsfreiheit gleichzusetzen ist. Die
    > staatliche Macht wird dazu eingesetzt,
    > schöpferische Freiheit zu verbieten. Aufgrund der
    > Gefährdung des Besitzeigentums innerhalb des
    > Systems der kulturellen Produktion und
    > Distribution werden Wissenschaftler, Künstler,
    > Ingenieure und Studenten daran gehindert, Wissen
    > zu schaffen und zu teilen. Es sind die
    > Gerichtshöfe der Besitzenden, in denen die
    > kreativen Urheber am eindeutigsten zu ihrer
    > Klassenidentität finden – und genau dort ist es,
    > wo der Konflikt beginnt.
    > Das bürgerliche Besitzrecht ist jedoch kein
    > magisches Amulett gegen die Folgen der
    > bürgerlichen Technologie: Der Besen des
    > Hexenmeisters wird weiter kehren und das Wasser
    > wird weiter steigen. Es ist auf dem Gebiet der
    > Technik, auf dem das Besitztum seine endgültige
    > Niederlage erleben wird, und die neuen Weisen der
    > Produktion und Distribution werden die Fesseln des
    > überholten Gesetzes sprengen.
    > Alle früheren Klassen, die sich die Herrschaft
    > eroberten, suchten ihre schon erworbene
    > Lebensstellung zu sichern, indem sie die ganze
    > Gesellschaft den Bedingungen ihres Erwerbs
    > unterwarfen. Die Wissensarbeiter können sich die
    > gesellschaftlichen Produktivkräfte nur erobern,
    > indem sie ihre eigene bisherige Aneignungsweise
    > und damit die ganze bisherige Aneignungsweise
    > abschaffen. Die revolutionäre Hingabe an die
    > Freiheit gehört ihnen: Um der Abschaffung des
    > Eigentums der Ideen, um der freien Zirkulation des
    > Wissens und um der Wiederherstellung einer Kultur
    > als symbolischer Gemeinsamkeit aller Menschen
    > willen.
    > Den Kulturbesitzenden sagen wir: Ihr entsetzt
    > euch darüber, dass wir das geistige Privateigentum
    > aufheben wollen. Aber in eurer bestehenden
    > Gesellschaft ist das Privateigentum für neun
    > Zehntel ihrer Mitglieder aufgehoben. Was sie
    > erschaffen, eignen sich sofort ihre Arbeitgeber
    > an, die auf die Früchte ihrer Arbeit durch
    > Patente, Urheberrechte, Unternehmensgeheimnisse
    > und andere Formen ,geistigen Eigentums‘ Anspruch
    > erheben. Das Geburtsrecht in der
    > elektromagnetischen Sphäre, die Freiheit aller
    > Menschen zu den nominalen Kosten in Freiheit
    > miteinander zu kommunizieren und voneinander zu
    > lernen, wurde ihnen von der Bourgeoisie genommen
    > und in Form von Konsumgütern wieder ausgezahlt –
    > in Form von ausgestrahlten Programmen und
    > Telekommunikationsdiensten, für die sie teuer
    > bezahlen. Ihre Kreativität findet kein Ventil:
    > Ihre Musik, Kunst, Erzählungen verschwinden hinter
    > den Waren der kapitalistischen Kultur, deren
    > Einfluss von den mehr zur Passivität als
    > Kreativität führenden mächtigen Oligopolen der
    > Programmanbieter noch verstärkt wird. Mit einem
    > Wort, das Eigentum, das ihr beweint, ist das
    > Ergebnis von Diebstahl: Seine Existenz für die
    > wenigen existiert gerade dadurch, dass es in den
    > Händen aller übrigen nicht exisitiert. Ihr werft
    > uns also vor, dass wir ein Eigentum aufheben
    > wollen, welches die Eigentumslosigkeit der
    > ungeheuren Mehrzahl der Gesellschaft als
    > notwendige Bedingung voraussetzt.
    > Man hat eingewendet, mit der Aufhebung des
    > Privateigentums an Kultur und Ideen werde alle
    > kreative Tätigkeit aufhören, und aus Mangel an
    > ,Anreiz‘ eine allgemeine Faulheit einreißen.
    >
    > Hiernach hätte es Musik, Kunst, Technologie und
    > Lernen vor der Heraufkunft der Bourgeoisie, der
    > allein es gelang, die Gesamtheit von Kultur und
    > Wissen mit der Geldfrage zu verküpfen, nie geben
    > dürfen. Mit dem Herannahen freier Produktion und
    > freier Technologie, mit freier Software unf der
    > darauf folgenden Entwicklung freier
    > Vertriebstechnologien konfrontiert, unterschlägt
    > dieses Argument schlicht die sichtbaren Fakten,
    > auf die es keine Antwort hat. Die Tatsachen werden
    > gegen die Evidenz sowohl der Vergangenheit als
    > auch der Gegenwart dem Dogma untergeordnet, die
    > Arrangements der intellektuellen Produktion und
    > kulturellen Vermittlung, mit denen sich grob die
    > kurze Hochphase des Kapitalismus charakterisieren
    > lässt, seien die einzig möglichen Strukturen.
    >
    > Daher sagen wir den Besitzenden: Die
    > interessierte Vorstellung, worin ihr eure
    > Produktions- und Eigentumsverhältnisse aus
    > geschichtlichen, im Lauf der Produktion
    > vorübergehenden Verhältnissen in ewige Natur- und
    > Vernunftgesetze verwandelt, teilt ihr mit allen
    > untergegangenen herrschenden Klassen. Was ihr für
    > das antike Eigentum begreift, was ihr für das
    > feudale Eigentum begreift, dürft ihr nicht mehr
    > begreifen für das bürgerliche Eigentum.
    > Unsere theoretischen Schlussfolgerungen beruhen
    > keineswegs auf Ideen, auf Prinzipien, die von
    > diesem oder jenem Weltverbesserer erfunden oder
    > entdeckt sind. Sie sind nur allgemeine Ausdrücke
    > tatsächlicher Verhältnisse eines existierenden
    > Klassenkampfes, einer unter unseren Augen vor sich
    > gehenden geschichtlichen Bewegung.
    > Wenn die Menschen von der Revolutionierung der
    > Gesellschaft durch Ideen sprechen, drücken sie
    > nichts anderes aus, als dass in der alten
    > Gesellschaft die Elemente einer neuen geschaffen
    > wurden, und dass die Auflösung der alten Ideen mit
    > der Auflösung der alten Existenzbedingungen
    > Schritt halten muss.
    > Wir, die Schöpfer der freien
    > Informationsgesellschaft wollen der Bourgeoisie
    > nach und nach das geteilte Vaterland der
    > Menschheit entringen. Wir streben nach der
    > Rückgabe ebenso des kulturellen Erbes, das uns
    > unter dem Deckmantel ,geistigen Eigentums‘
    > gestohlen worden ist wie auch des Mediums der
    > elektromagnetischen Übermittlung. Unsere Hingabe
    > gilt dem Kampf für die Freiheit der Meinung, die
    > Freiheit des Wissens und die Freiheit der
    > Technologie. Das Maß unseres Fortschritts in
    > diesem Kampf wird in verschiedenen Ländern
    > verschieden anzulegen sein, aber das Folgende wird
    > grundsätzlich anwendbar sein:
    >
    > 1. Die Aufgabe aller Formen des Eigentums
    > an Ideen
    > 2. Der Widerruf aller Exklusivlizenzen,
    > Privilegien und
    > Nutzungsrechte auf dem Gebiet
    > elektronischer
    > Medienkommunikation
    > 3. Die Entwicklung einer Infrastruktur, die
    > allen Menschen das
    > gleiche Recht auf Kommunikation mit
    > elektronischen Medien
    > verschafft
    > 4. Die allgemeine soziale Verwandlung von
    > Computerprogrammen und
    > anderer Formen von Software in öffentliches
    > Eigentum
    > 5. Voller Respekt für die Meinungs- und
    > Redefreiheit, ein-
    > schließlich aller technischen
    > Ausdrucksformen
    > 6. Schutz für die Integrität kreativer Arbeit
    > 7. Freier und gleicher Zugang zu allen
    > öffentlich hergestellten
    > Informationen und Ausbildungsmaterialien
    > aller Zweige des öf-
    > fentlichen Erziehungssystems
    >
    > Mit diesen und anderen Mitteln verschreiben wir
    > uns der revolutionären Befreiung des menschlichen
    > Geistes. Indem wir ein System stürzen, das den
    > Privatbesitz von Ideen erlaubt, führen wir eine
    > wahrhaft gerechte Gesellschaft herbei, in der die
    > freie Entwicklung jedes Menschen die Grundlage für
    > die freie Entwicklung aller Menschen ist.
    >
    > Ein Text von Eben Moglen, Chefsyndikus der Free
    > Software Foundation


    Sag einfach dein Sätzchen auf ("Mit Vista/Mac wäre das nicht passiert") und setz' dich wieder.

  13. Re: Kommunismus != schlecht

    Autor: fasfafs 09.04.08 - 22:33

    Ruckzuck schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Plattbolle schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Naja viele setzen das sofort mit Pol-Pot,
    > Stalin,
    > Mao etc gleich und schließen dann
    > darauf das es
    > schlecht ist.
    > Vielen
    > scheint da einfach die Fähigkeit zu fehlen
    >
    > sich eigenständig mit dem Thema auseinander
    > zu
    > setzen und denn Schluss zu ziehen das
    > Stalin und
    > Kommunismus nix miteinander zu tun
    > haben.
    >
    > Die einfachste Erklärung:
    >
    > if $Kommunismus == "Stalin" {
    > $Demokratie == "Hitler";
    > }
    >
    > Zu Deutsch:
    > Wenn Kommunismus Stalin ist, dann ist Demokratie
    > Hitler.
    Ich bin ja immernoch dafür, das wir die Deutsche Sprache an eine Programmiersprache annähern.

  14. Re: Linux = Kommunismus

    Autor: Fragernach 09.04.08 - 22:36

    > Sag einfach dein Sätzchen auf ("Mit Vista/Mac wäre
    > das nicht passiert") und setz' dich wieder.


    War das etwa zu anspruchsvoll für dich ?

  15. Re: Kommunismus != schlecht

    Autor: Chanu 09.04.08 - 23:40

    Ekud schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Und nun Sag mir mal bitte was am Kommunismus so
    > schlecht sein sollte?


    Ich weiss es nicht, musste es nur im DDR Urlaub erdulden. Aber man sollte sich Staaten wie DDR, Russland, China (usw) anschauen. Was bringt Komunnismus?

  16. Re: Linux = Kommunismus

    Autor: Chanu 09.04.08 - 23:44

    Fragernach schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Sag einfach dein Sätzchen auf ("Mit Vista/Mac
    > wäre
    > das nicht passiert") und setz' dich
    > wieder.
    >
    > War das etwa zu anspruchsvoll für dich ?

    Zwar immer noch nicht das, was man ursprünglich ausdrücken wollte, aber schon kürzer. Danke.

  17. Re: Linux = Kommunismus

    Autor: El Kotzreiz 09.04.08 - 23:45

    Erstmal beweist Ihr Text nur, dass Sie eine Revolution der deutschen Rechtschreibung planen. Ansonsten sehe ich keinerlei Beweise für irgendwas.

    Demokratischer Sozialismus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Dieser Text der von einem Hochrangigen Opensource
    > vertreter verfasst wurde beweis eindeutig das die
    > Linux anhänger die Kommunistische Revolution
    > plannen:
    >
    > Ein Gespenst geht um im multinationalen
    > Kapitalismus – das Gespenst der Freien
    > Information. Alle Mächte des Globalismus haben
    > sich zu einer unheiligen Hetzjagd gegen dies
    > Gespenst verbündet: Microsoft, Disney und die
    > Welthandelsorganisation; der amerikanische
    > Kongress und die Europäische Kommission. Wo sind
    > die Anwälte der Freiheit in der neuen digitalen
    > Gesellschaft, die nicht von ihren herrschenden
    > Gegnern als Anarchisten und Kommunisten verschrien
    > worden wären – bezichtigt der Softwarepiraterie?
    > Sind nicht viele von denen, die diese Schimpfnamen
    > hervorgestoßen haben, als zu Ämtern gekommene
    > Diebe aufgefallen, deren Gerede vom „geistigen
    > Eigentum“ bloß der Versuch gewesen ist,
    > ungerechtfertigte Privilegien vor dem
    > unaufhaltsamen gesellschaftlichen Wandel zu
    > bewahren? Die Freiheitsbewegung wird bereits von
    > allen Mächten des Globalismus als eine Macht
    > anerkannt, und es ist hohe Zeit, dass wir unsere
    > Anschauungsweise vor der ganzen Welt offen
    > darlegen und dem Märchen vom Gespenst der
    > Informationsfreiheit ein Manifest aus unserer
    > eigenen Sicht entgegenstellen.
    >
    > . Eigentümer und Urheber
    >
    > Angetrieben von der Verwandlung der
    > bürgerlich-industriellen Gesellschaft durch die
    > von ihr selbst hervorgebrachten digitalen
    > Technologien, kündet die Bewegung für
    > Informationsfreiheit überall in der Welt vom
    > Herannahen einer neuen sozialen Struktur.
    >
    > Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften
    > ist die Geschichte von Klassenkämpfen.
    > Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer,
    > Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell,
    > Bürger und Proletarier, kurz, Unterdrücker und
    > Unterdrückte standen in stetem Gegensatz
    > zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald
    > versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der
    > häufig mit einer revolutionären Umgestaltung der
    > ganzen Gesellschaft endete oder mit dem
    > gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen.
    > Von der Industriegesellschaft, die aus der
    > weltweiten Ausbreitung der europäischen Macht
    > hervorgegangen ist, die schließlich in die Moderne
    > führte, wurden die Klassengegensätze nicht
    > aufgehoben. Sie hat nur neue Klassen, neue
    > Bedingungen der Unterdrückung, neue Gestaltungen
    > des Kampfes an die Stelle der alten gesetzt. Die
    > Epoche der Bourgeoisie vereinfachte nur die
    > Klassengegensätze. Die ganze Gesellschaft schien
    > sich in zwei große feindliche Lager zu spalten, in
    > zwei große, einander direkt gegenüberstehende
    > Klassen: Bourgeoisie und Proletariat.
    > Im Großen und Ganzen jedoch blieben die
    > Revolutionen aus, und wo die „Diktatur des
    > Proletariats“ entstand oder ihre Entstehung
    > behauptete, bewies sie ihre Unfähigkeit, die
    > Freiheit aufrechtzuerhalten. Die Technik versetzte
    > stattdessen den Kapitalismus in die Lage, sich ein
    > gewisses Maß an Zustimmung zu sichern. Der moderne
    > Arbeiter stieg in den fortgeschrittenen
    > Gesellschaften eher auf, als dass er immer weiter
    > hinter die Existenzbedingungen seiner Klasse
    > zurückgefallen wäre. Der Pauperismus entwickelte
    > sich nicht schneller als Bevölkerung und Reichtum.
    > Die industrielle Rationalisierung im fordistischen
    > Stil stürzte die Industriearbeiter nicht in ein
    > pauperistisches Proletariat, sondern erhob sie zur
    > Konsumentenmasse der Massenproduktion. Die
    > Zivilisation des Proletariats wurde zum
    > Bestandteil des Selbsterhaltungsprogramms der
    > Bourgeoisie.
    > Allgemeine Bildung und die Beendigung der
    > industriellen Ausbeutung der Kinder war somit
    > nicht mehr das geschmähte Programm einer
    > proletarischen Revolution, sondern wurde zum
    > Standard der bürgerlichen Sozialmoral. Die
    > Arbeiter wurden mit einer Allgemeinbildung
    > ausgestattet, die ihnen Zugang zu den Medien
    > verschaffte, mit denen man sie zu zusätzlichem
    > Konsum anstiften konnte. Das Verhältnis des
    > Arbeiters zur bürgerlichen Kultur wurde von der
    > Entwicklung der Tonaufnahme, des Telefons, des
    > bewegten Bildes und der Radio- und
    > Fernsehübertragung verändert, auch wenn sich dabei
    > diese Kultur selbst grundlegend veränderte.
    >
    > Musik zum Beispiel war während der gesamten
    > vorangegangenen menschlichen Geschichte ein höchst
    > vergänglicher, nicht in eine Handelsware
    > verwandelbarer Gegenstand, ein sozialer Prozess,
    > der zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten
    > Ort auftrat, und dort konsumiert wurde, wo er
    > entstand – von Leuten, die als Konsumenten und
    > Hersteller nur unscharf voneinander zu
    > unterscheiden waren. Nach der Einführung der
    > Tonaufnahme wurde Musik zu einem
    > verfallsgeschützten Handelsgegenstand, der über
    > weite Entfernungen transportiert werden konnte und
    > von seinen Urhebern entfremdet war. Als
    > Konsumartikel gab Musik ihren neuen ,Besitzern‘
    > die Möglichkeit, Anreize für zusätzlichen Konsum
    > zu schaffen und die Nachfrage innerhalb der neuen
    > Klasse der Massenkonsumenten in eine Richtung zu
    > steuern, die für das Besitzverhältnis profitabel
    > war.
    > Ebenso verhielt es sich mit dem ganz neuen Medium
    > des bewegten Bildes, das innerhalb von Jahrzehnten
    > zu einer Neuorientierung in der Natur menschlicher
    > Kognition geführt hatte, indem es jedem Arbeiter
    > einen substantiellen Anteil seines täglichen
    > Lebens entzog und für den Empfang von
    > Aufforderungen zu weiterem Konsum in Beschlag
    > nahm. Jedes Jahr wurden jedem Kind zehntausende
    > solcher Werbebotschaften vor Augen geführt, um es
    > nach seiner Befreiung von der Pflicht zum
    > Unterhalt einer Produktionsmaschine auf eine neue
    > Art von Leibeigenschaft zu reduzieren: Nun wurde
    > es zwangsweise dazu herangezogen, die Maschinerie
    > der Konsumption zu unterhalten.
    > Auf diese Weise war die bürgerliche
    > Gesellschaft weniger einengenden Bedingungen
    > unterworfen und sah sich besser imstande, den von
    > ihr erzeugten Reichtum zu fassen. Die absurde
    > Epidemie immer aufs neue auftretender
    > Überproduktion wurde so geheilt. Es waren nun
    > nicht mehr zu viel Zivilisation, zu viele
    > Subsistenzmittel, zu viel Industrie und Handel
    > vorhanden.
    > Doch die Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne
    > die Produktionsinstrumente, also die
    > Produktionsverhältnisse, also sämtliche
    > gesellschaftlichen Verhältnisse fortwährend zu
    > revolutionieren. Die fortwährende Umwälzung der
    > Produktion, die ununterbrochene Erschütterung
    > aller gesellschaftlichen Zustände, die ewige
    > Unsicherheit und Bewegung zeichnet die
    > Bourgeoisepoche vor allen anderen aus. Alle festen
    > eingerosteten Verhältnisse mit ihrem Gefolge von
    > altehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen
    > werden aufgelöst, alle neugebildeten veralten, ehe
    > sie verknöchern können. Alles Beständige
    > verdampft.
    >
    > Mit der Einführung der digitalen Technologie
    > verhalf das von einer Kultur des Massenkonsums
    > getragene Massenproduktionssystem neuen sozialen
    > Bedingungen zum Leben, von denen eine neue
    > Struktur der Klassenantagonismen beschleunigt
    > wurde.
    >
    > Die Bourgeoisie reißt durch die rasche
    > Verbesserung aller Produktionsinstrumente, durch
    > die unendlich erleichterte Kommunikation alle,
    > auch die barbarischsten Nationen in die
    > Zivilisation. Die wohlfeilen Preise ihrer Waren
    > sind die schwere Artillerie, mit der sie alle
    > chinesischen Mauern in den Grund schießt, mit der
    > sie den hartnäckigsten Fremdenhass der Barbaren
    > zur Kapitulation zwingt. Sie zwingt alle Nationen,
    > sich ihre Kultur und ihre Prinzipien des geistigen
    > Eigentums anzueignen, wenn sie nicht zugrunde
    > gehen wollen; sie zwingt sie, die sogenannte
    > Zivilisation bei sich selbst einzuführen, d.h.
    > Bourgeois zu werden. Mit einem Wort, sie schafft
    > sich eine Welt nach ihrem eigenen Bilde. Doch
    > genau die Mittel ihrer Kommunikation und
    > Akkulturation haben die Formen des Widerstands
    > etabliert, die sich gegen die Bourgeoisie selber
    > wenden.
    > Digitale Technologien transformieren die
    > bürgerliche Ökonomie. Die beherrschenden Güter des
    > Produktionssystems – solche Artikel des
    > kulturellen Verbrauchs, die für den Arbeiter
    > sowohl verkäufliche Waren als auch Anleitungen
    > über die Art und Weise des Erwerbs sind – haben
    > nunmehr genau wie alle anderen Formen von Kultur
    > und Wissen gegen Null tendierende Kosten.
    > Ausnahmslos jeder kann von allen kulturellen
    > Erzeugnissen profitieren: Musik, Kunst, Literatur,
    > Information, Wissenschaft und jede andere Form von
    > Wissen. Die Schranken sozialer Ungleichheit und
    > geografischer Isolation verschwinden. An Stelle
    > der alten lokalen und nationalen Abgeschiedenheit
    > und Selbstgenügsamkeit, haben wir Austausch in
    > jeder Richtung – die universale Interdependenz
    > zwischen den Menschen. Und das in der materiellen
    > ebenso wie in der intellektuellen Produktion. Die
    > intellektuellen Schöpfungen der einzelnen Menschen
    > werden zum gemeinsamen Besitz. Die moderne
    > bürgerliche Gesellschaft mit ihren Beziehungen aus
    > Produktion, Tausch und Besitz. Die bürgerlichen
    > Produktions- und Tauschverhältnisse, die
    > bürgerlichen Eigentumsverhältnisse, die moderne
    > bürgerliche Gesellschaft, die so gewaltige
    > Produktions- und Tauschmittel hervorgezaubert hat,
    > gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen
    > Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er
    > heraufbeschwor.
    > Der Mensch wird von den Veränderungen
    > gezwungen, mit wachem Sinn seine wirklichen
    > Lebensbedingungen ins Auge zu fassen – und die
    > Beziehungen, die er zu seinesgleichen unterhält.
    > Die Gesellschaft sieht sich mit der schlichten
    > Tatsache konfrontiert, dass der Ausschluss vom
    > Besitz schöner und nutzbringender intellektueller
    > Erzeugnisse – und von dem Wert all dieser
    > Wissenszuwächse für die Menschen – nicht länger
    > der Moral entspricht, wenn jedermann sie zu den
    > gleichen Kosten wie jede Einzelperson besitzen
    > kann. Hätte Rom die Macht gehabt, jedermann zu
    > ernähren, ohne dass daraus weitere Kosten als die
    > entstanden wären, die für Cäsars eigene Tafel zu
    > zahlen waren, hätte man Cäsar mit Gewalt verjagt,
    > wenn noch irgend jemand hätte verhungern müssen.
    > Das bürgerliche System des Eigentums verlangt
    > jedoch, Wissen und Kultur nach Maßgabe der
    > Zahlungsfähigkeit zu rationieren. Als Alternative
    > sind von den Verbindungstechnologien traditionelle
    > Formen neu zum Leben erweckt worden, die
    > freiwillige Zusammenschlüsse der Urheber mit ihren
    > Unterstützern umfassen und in einen einseitigen
    > Wettbewerb mit den über die Maßen mächtigen
    > Massenkommunikationssystemen der Besitzenden
    > gezwungen werden müssen. Diese
    > Massenkommunikationssysteme basieren demgegenüber
    > auf der Aneignung der menschlichen Grundrechte im
    > elektromagnetischen Bereich. Quer durch die
    > digitale Gesellschaft hindurch werden die Klassen
    > der Wissensarbeiter – Künstler, Musiker, Autoren,
    > Studenten, Technologen und alle anderen, die ihre
    > Lebensbedingungen durch die Vervielfältigung und
    > Modifikation von Informationen zu verbessern
    > versuchen – von dem Konflikt zwischen den
    > Möglichkeiten, die sie kennen, und dem, was sie
    > durch die Zwänge der bürgerlichen Ideologie
    > hinzunehmen gezwungen sind, radikalisiert. Aus
    > diesem Missverhältnis erwächst das Bewusstsein
    > einer neuen Klasse und mit ihrem zunehmenden
    > Selbstbewusstseins beginnt der Sturz der
    > Eigentumsverhältnisse.
    > Der Fortschritt in der digitalen Gesellschaft,
    > dessen unfreiwillige Fördererin die Bourgeoisie
    > ist, lässt auf der Seite der kreativen Urheber die
    > revolutionäre Kombination durch Zusammenschluss an
    > die Stelle der Isolation durch Wettbewerb treten.
    > Die Urheber von Wissen, Technologie und Kultur
    > entdecken, dass sie nicht länger eigentumsbasierte
    > Produktionsstrukturen und auf erzwungene Zahlungen
    > gestützte Distributionsstrukturen benötigen.
    > Zusammenschlüsse – und die besitzfreie Produktion
    > als ihr anarchistisches Modell – ermöglichen die
    > Herstellung freier Software, die ihren Urhebern
    > Kontrolle über die Technologien künftiger
    > Produktionen verschafft.[1] Das von der Kontrolle
    > durch Sendebetriebe und andere Bandbreitenbesitzer
    > befreite Netzwerk selbst wird zum Standort eines
    > neuen Distributionssystems, das auf dem von
    > hierarchischer Kontrolle freien Zusammenschluss
    > Gleichgestellter beruht und das System des
    > Zwangsvertriebs für Musik, Video und andere Soft
    > Goods ersetzt. Universitäten, Bibliotheken und
    > zugehörige Institutionen werden zu Verbündeten der
    > neuen Klasse, indem sie ihre historische Rolle der
    > Wissensvermittlung als Forderung an sich selbst
    > begreifen, im Rahmen ihrer Dienstbereitschaft
    > gegenüber allen Menschen einem immer
    > vollständigeren Zugang zu ihrem Wissen anzubieten,
    > ohne dafür Entgelte zu verlangen. Die Befreiung
    > der Information von der Kontrolle durch Besitz
    > befreit den Arbeiter von der ihm aufgezwungenen
    > Rolle als Aufseher der Maschine. Freie Information
    > erlaubt es den Arbeitern, ihre Zeit nicht in den
    > Konsum der bürgerlichen Kultur mit ihren zunehmend
    > aufdringlichen Einladungen zu sterilem Genuss,
    > sondern in die Kultivierung von Geist und
    > Fertigkeiten zu investieren. Zunehmend ihrer
    > schöpferischen Macht bewusst, hören sie auf,
    > passiv an einem System von Produktion und Konsum
    > teilzunehmen, in dem die bürgerliche Gesellschaft
    > sie gefangen hält.
    > Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft
    > gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen,
    > idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die
    > buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an
    > seinen natürlichen Vorgesetzten knüpften,
    > unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band
    > zwischen Mensch und Mensch übrig gelassen als das
    > nackte Interesse, als die gefühllose ,bare
    > Zahlung‘. Sie hat die heiligen Schauer der frommen
    > Schwärmerei, der ritterlichen Begeisterung, der
    > spießbürgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser
    > egoistischer Berechnung ertränkt. Sie hat die
    > persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst und
    > an die Stelle der zahllosen verbrieften und
    > wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose
    > Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort,
    > an die Stelle der mit religiösen und politischen
    > Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene,
    > unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt.
    >
    > Gegen die immer weitgehender voranschreitende
    > Befreiung der arbeitenden Klassen, deren Zugang zu
    > Wissen und Information nun ihre frühere auf den
    > Konsum der Massenkultur eingeengte Rolle
    > transzendiert, wehrt sich das bürgerliche System
    > naturgemäß bis zum letzten. Mit dem Freihandel als
    > seinem bevorzugten Instrument versucht das
    > Besitztum nun, genau jene Überproduktionskrise
    > hervorzubringen, die es früher einmal gefürchtet
    > hatte. In seiner verzweifelten Bemühung, die
    > kreativen Urheber in ihrer Rolle als entlohnte
    > Konsumenten gefangen zu halten, versucht das
    > bürgerliche Besitztum die materielle Verelendung
    > in manchen Teilen der Welt als Quelle billiger
    > Güter zu nutzen, um so nicht die Barbaren, sondern
    > seinen eigenen, am höchsten zu bezahlenden Besitz,
    > den ausgebildeten Technologiearbeiter der am
    > höchsten entwickelten Gesellschaften zurück in die
    > kulturelle Passivität zu nötigen.
    > Auf dieser Stufe bilden die Arbeiter und
    > kreativen Urheber noch immer eine über das Land
    > zerstreute und durch die Konkurrenz zersplitterte
    > Masse. Von Zeit zu Zeit siegen die Urheber, aber
    > nur vorübergehend. Das eigentliche Resultat ihrer
    > Kämpfe ist nicht der unmittelbare Erfolg, sondern
    > ihre immer weiter um sich greifende Vereinigung.
    > Sie wird befördert durch die wachsenden
    > Kommunikationsmittel, die von der modernen
    > Industrie erzeugt werden und die Arbeiter und
    > kreativen Urheber der verschiedenen Lokalitäten
    > miteinander in Verbindung setzen. Es bedarf aber
    > bloß der Verbindung, um die vielen Lokalkämpfe von
    > überall gleichem Charakter zu einem nationalen, zu
    > einem Klassenkampf zu zentralisieren. Jeder
    > Klassenkampf ist aber ein politischer Kampf. Und
    > die Vereinigung, zu der die Bürger des
    > Mittelalters mit ihren Vizinalwegen Jahrhunderte
    > bedurften, bringen die modernen Wissensarbeiter
    > dank ihres Netzwerks in wenigen Jahren zustande.
    >
    > 2. Freiheit und Urheberschaft
    >
    > Die Bourgeoisie hat nicht nur die Waffen
    > geschmiedet, die ihr den Tod bringen; sie hat auch
    > die Männer gezeugt, die diese Waffen führen
    > werden, die kreativen Urheber – die digitale
    > Arbeiterklasse. Mit Fähigkeiten und Wissen
    > ausgestattet, die sowohl Sozial- als auch
    > Tauschwerte erzeugen, und ge-meinsam imstande,
    > alle Technologien der Freiheit zu produzieren,
    > widerstehen solche Arbeiter der Re-duktion auf den
    > Warenstatus und lassen sich nicht zum Zubehör der
    > Maschine reduzieren. Wo einst die Fesseln der
    > Ignoranz und geografischen Isolation den
    > Proletarier an ein industrielles Heer gebunden
    > hatten, dessen ununterscheidbarer und
    > austauschbarer Bestandteil er war, wahren nun die
    > Urheber, während sie gemeinsam die Kontrolle über
    > das Netzwerk der menschlichen Kommunikation
    > gewinnen, ihre Individualität und erhalten die
    > Werte ihrer intellektuellen Arbeit durch eine
    > Vielzahl von Vereinbarungen, die sich für ihr
    > Wohlergehen und ihre Freiheit nützlicher erweisen
    > als das System des bürgerlichen Besitzes ihnen
    > zugestanden hat.
    > Proportional zu diesem Erfolg der Urheber beim
    > Aufbau einer genuin freien Ökonomie ist die
    > Bourgeoisie jedoch gezwungen, die Zwangsstruktur
    > ihrer Produktion und ihres Vertriebs zu
    > verstärken, die sie durch ihre angenommene
    > Vorliebe für ,freie Märkte‘ und den ,Freihandel‘
    > bemäntelt. Obwohl die Bourgeoisie sich bis zum
    > äußersten darauf vorbereitet hat, ihre auf Gewalt
    > beruhenden Arrangements mit – wenn auch verdeckter
    > – Gewalt zu verteidigen, versucht sie ihr
    > Zwangssystem zunächst mit ihrem bevorzugten
    > Druckmittel, den Rechtsinstitutionen wieder
    > einzusetzen. Wie das Ancien Régime in Frankreich
    > glaubte, der Feudalbesitz sei trotz der
    > Modernisierung der Gesellschaft mit konservativer
    > Gewalt aufrecht zu erhalten, erhoffen sich die
    > Besitzenden der bürgerlichen Kultur von ihrem
    > Eigentumsrecht ein magisches Bollwerk gegen die
    > Kräfte, die sie selbst freigesetzt haben.
    > Auf einer gewissen Stufe der Entwicklung dieser
    > Produktions- und Verkehrsmittel entsprachen die
    > Verhältnisse, worin die feudale Gesellschaft
    > produzierte und austauschte, die feudale
    > Organisation der Agrikultur und Manufaktur, mit
    > einem Wort die feudalen Eigentumsverhältnisse den
    > schon entwickelten Produktivkräften nicht mehr.
    > Sie hemmten die Produktion, statt sie zu fördern.
    > Sie verwandelten sich in ebensoviele Fesseln. Sie
    > mussten gesprengt werden, sie wurden gesprengt.
    >
    > An ihre Stelle trat die freie Konkurrenz mit
    > der ihr angemessenen gesellschaftlichen und
    > politischen Konstitution, mit der ökonomischen und
    > politischen Herrschaft der Bourgeoisklasse. Doch
    > ,freier Wettbewerb‘ war nie mehr als eine
    > Bestrebung der bürgerlichen Gesellschaft, die
    > fortwährend die wesenseigene Vorliebe der
    > Kapitalisten für das Monopol erfuhr. Bürgerlicher
    > Besitz war nur die Veranschaulichung eines
    > Monopolbegriffs, indem er auf der Ebene
    > praktischer Verabredungen das Freiheitsdogma
    > bestritt, das im bürgerlichen Recht
    > widersprüchlicherweise behauptet wurde.
    > Da die Urheber in der neuen digitalen
    > Gesellschaft, genuin freie Formen ökonomischer
    > Aktivität aufbauen, gerät das Dogma bürgerlichen
    > Eigentums mit dem Dogma bürgerlicher Freiheit
    > aktiv in Konflikt. Die Verteidigung des geistigen
    > Eigentums setzt die Unterdrückung der freien
    > Technologien voraus, was mit der Unterdrückung der
    > Meinungsfreiheit gleichzusetzen ist. Die
    > staatliche Macht wird dazu eingesetzt,
    > schöpferische Freiheit zu verbieten. Aufgrund der
    > Gefährdung des Besitzeigentums innerhalb des
    > Systems der kulturellen Produktion und
    > Distribution werden Wissenschaftler, Künstler,
    > Ingenieure und Studenten daran gehindert, Wissen
    > zu schaffen und zu teilen. Es sind die
    > Gerichtshöfe der Besitzenden, in denen die
    > kreativen Urheber am eindeutigsten zu ihrer
    > Klassenidentität finden – und genau dort ist es,
    > wo der Konflikt beginnt.
    > Das bürgerliche Besitzrecht ist jedoch kein
    > magisches Amulett gegen die Folgen der
    > bürgerlichen Technologie: Der Besen des
    > Hexenmeisters wird weiter kehren und das Wasser
    > wird weiter steigen. Es ist auf dem Gebiet der
    > Technik, auf dem das Besitztum seine endgültige
    > Niederlage erleben wird, und die neuen Weisen der
    > Produktion und Distribution werden die Fesseln des
    > überholten Gesetzes sprengen.
    > Alle früheren Klassen, die sich die Herrschaft
    > eroberten, suchten ihre schon erworbene
    > Lebensstellung zu sichern, indem sie die ganze
    > Gesellschaft den Bedingungen ihres Erwerbs
    > unterwarfen. Die Wissensarbeiter können sich die
    > gesellschaftlichen Produktivkräfte nur erobern,
    > indem sie ihre eigene bisherige Aneignungsweise
    > und damit die ganze bisherige Aneignungsweise
    > abschaffen. Die revolutionäre Hingabe an die
    > Freiheit gehört ihnen: Um der Abschaffung des
    > Eigentums der Ideen, um der freien Zirkulation des
    > Wissens und um der Wiederherstellung einer Kultur
    > als symbolischer Gemeinsamkeit aller Menschen
    > willen.
    > Den Kulturbesitzenden sagen wir: Ihr entsetzt
    > euch darüber, dass wir das geistige Privateigentum
    > aufheben wollen. Aber in eurer bestehenden
    > Gesellschaft ist das Privateigentum für neun
    > Zehntel ihrer Mitglieder aufgehoben. Was sie
    > erschaffen, eignen sich sofort ihre Arbeitgeber
    > an, die auf die Früchte ihrer Arbeit durch
    > Patente, Urheberrechte, Unternehmensgeheimnisse
    > und andere Formen ,geistigen Eigentums‘ Anspruch
    > erheben. Das Geburtsrecht in der
    > elektromagnetischen Sphäre, die Freiheit aller
    > Menschen zu den nominalen Kosten in Freiheit
    > miteinander zu kommunizieren und voneinander zu
    > lernen, wurde ihnen von der Bourgeoisie genommen
    > und in Form von Konsumgütern wieder ausgezahlt –
    > in Form von ausgestrahlten Programmen und
    > Telekommunikationsdiensten, für die sie teuer
    > bezahlen. Ihre Kreativität findet kein Ventil:
    > Ihre Musik, Kunst, Erzählungen verschwinden hinter
    > den Waren der kapitalistischen Kultur, deren
    > Einfluss von den mehr zur Passivität als
    > Kreativität führenden mächtigen Oligopolen der
    > Programmanbieter noch verstärkt wird. Mit einem
    > Wort, das Eigentum, das ihr beweint, ist das
    > Ergebnis von Diebstahl: Seine Existenz für die
    > wenigen existiert gerade dadurch, dass es in den
    > Händen aller übrigen nicht exisitiert. Ihr werft
    > uns also vor, dass wir ein Eigentum aufheben
    > wollen, welches die Eigentumslosigkeit der
    > ungeheuren Mehrzahl der Gesellschaft als
    > notwendige Bedingung voraussetzt.
    > Man hat eingewendet, mit der Aufhebung des
    > Privateigentums an Kultur und Ideen werde alle
    > kreative Tätigkeit aufhören, und aus Mangel an
    > ,Anreiz‘ eine allgemeine Faulheit einreißen.
    >
    > Hiernach hätte es Musik, Kunst, Technologie und
    > Lernen vor der Heraufkunft der Bourgeoisie, der
    > allein es gelang, die Gesamtheit von Kultur und
    > Wissen mit der Geldfrage zu verküpfen, nie geben
    > dürfen. Mit dem Herannahen freier Produktion und
    > freier Technologie, mit freier Software unf der
    > darauf folgenden Entwicklung freier
    > Vertriebstechnologien konfrontiert, unterschlägt
    > dieses Argument schlicht die sichtbaren Fakten,
    > auf die es keine Antwort hat. Die Tatsachen werden
    > gegen die Evidenz sowohl der Vergangenheit als
    > auch der Gegenwart dem Dogma untergeordnet, die
    > Arrangements der intellektuellen Produktion und
    > kulturellen Vermittlung, mit denen sich grob die
    > kurze Hochphase des Kapitalismus charakterisieren
    > lässt, seien die einzig möglichen Strukturen.
    >
    > Daher sagen wir den Besitzenden: Die
    > interessierte Vorstellung, worin ihr eure
    > Produktions- und Eigentumsverhältnisse aus
    > geschichtlichen, im Lauf der Produktion
    > vorübergehenden Verhältnissen in ewige Natur- und
    > Vernunftgesetze verwandelt, teilt ihr mit allen
    > untergegangenen herrschenden Klassen. Was ihr für
    > das antike Eigentum begreift, was ihr für das
    > feudale Eigentum begreift, dürft ihr nicht mehr
    > begreifen für das bürgerliche Eigentum.
    > Unsere theoretischen Schlussfolgerungen beruhen
    > keineswegs auf Ideen, auf Prinzipien, die von
    > diesem oder jenem Weltverbesserer erfunden oder
    > entdeckt sind. Sie sind nur allgemeine Ausdrücke
    > tatsächlicher Verhältnisse eines existierenden
    > Klassenkampfes, einer unter unseren Augen vor sich
    > gehenden geschichtlichen Bewegung.
    > Wenn die Menschen von der Revolutionierung der
    > Gesellschaft durch Ideen sprechen, drücken sie
    > nichts anderes aus, als dass in der alten
    > Gesellschaft die Elemente einer neuen geschaffen
    > wurden, und dass die Auflösung der alten Ideen mit
    > der Auflösung der alten Existenzbedingungen
    > Schritt halten muss.
    > Wir, die Schöpfer der freien
    > Informationsgesellschaft wollen der Bourgeoisie
    > nach und nach das geteilte Vaterland der
    > Menschheit entringen. Wir streben nach der
    > Rückgabe ebenso des kulturellen Erbes, das uns
    > unter dem Deckmantel ,geistigen Eigentums‘
    > gestohlen worden ist wie auch des Mediums der
    > elektromagnetischen Übermittlung. Unsere Hingabe
    > gilt dem Kampf für die Freiheit der Meinung, die
    > Freiheit des Wissens und die Freiheit der
    > Technologie. Das Maß unseres Fortschritts in
    > diesem Kampf wird in verschiedenen Ländern
    > verschieden anzulegen sein, aber das Folgende wird
    > grundsätzlich anwendbar sein:
    >
    > 1. Die Aufgabe aller Formen des Eigentums
    > an Ideen
    > 2. Der Widerruf aller Exklusivlizenzen,
    > Privilegien und
    > Nutzungsrechte auf dem Gebiet
    > elektronischer
    > Medienkommunikation
    > 3. Die Entwicklung einer Infrastruktur, die
    > allen Menschen das
    > gleiche Recht auf Kommunikation mit
    > elektronischen Medien
    > verschafft
    > 4. Die allgemeine soziale Verwandlung von
    > Computerprogrammen und
    > anderer Formen von Software in öffentliches
    > Eigentum
    > 5. Voller Respekt für die Meinungs- und
    > Redefreiheit, ein-
    > schließlich aller technischen
    > Ausdrucksformen
    > 6. Schutz für die Integrität kreativer Arbeit
    > 7. Freier und gleicher Zugang zu allen
    > öffentlich hergestellten
    > Informationen und Ausbildungsmaterialien
    > aller Zweige des öf-
    > fentlichen Erziehungssystems
    >
    > Mit diesen und anderen Mitteln verschreiben wir
    > uns der revolutionären Befreiung des menschlichen
    > Geistes. Indem wir ein System stürzen, das den
    > Privatbesitz von Ideen erlaubt, führen wir eine
    > wahrhaft gerechte Gesellschaft herbei, in der die
    > freie Entwicklung jedes Menschen die Grundlage für
    > die freie Entwicklung aller Menschen ist.
    >
    > Ein Text von Eben Moglen, Chefsyndikus der Free
    > Software Foundation


  18. Re: Linux = Kommunismus

    Autor: Chanu 09.04.08 - 23:47

    El Kotzreiz schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Erstmal beweist Ihr Text nur, dass Sie eine
    > Revolution der deutschen Rechtschreibung planen.
    > Ansonsten sehe ich keinerlei Beweise für
    > irgendwas.

    *lach* Wie wahr...

  19. Re: Linux = Kommunismus && Microsoft = Imperialismus ?

    Autor: Comrade 10.04.08 - 00:49

    psathrp schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Es gibt sogar viele Sozialisten die der Meinung
    > sind das es unmöglich ist die Stufe des
    > Kommunismus überhaupt zu erreichen.
    > Aber vieleicht eröffnet hier auch der technische
    > Fortschritt völlig neue Möglichkeiten, vieleich
    > gibts ja mal eine art virtuellen Kommunismus im
    > Internet sind ja schließlich alle irgendwie gleich
    > ;)
    >

    Im Internet sind wir also alle "irgendwie gleich"? Das ist ja wohl völliger Bullshit, Junge! Denk mal drüber nach....


  20. KOMMUNISMUS BEZOGEN AUF LÄNDERGRENZEN ERGEBEN UNTERSCHIEDE IN DER GESETZESLAGE, WORTWAHLSVERBESSERUNG IST WICHTIG FÜR EINE STÄRKUNG DER VERSTÄNDLICHKEIT IM KOMMUNIKATIONSWESEN

    Autor: Chanu 10.04.08 - 00:56

    Richtig, aber das hätte man auch anders ausdrücken können. Ich bitte
    dich einen anderen Ton anzulegen, sonst werde ich dieses Unterforum
    meiden und hier nicht mit Sachverhalten beitragen. Ich denke, du hast
    Recht. Dennoch solltest du, deine Kritik konkretisieren. Ich für
    meinen Fall sehe die Überschreitung der Ländergrenzen (auch innerhalb
    der BRD) als Problem. In jedem Land gelten andere Gesetze. Beispiel:
    The Pirate Bay. Schweden: erlaubt, USA: Die IFPI würde die Seite gerne
    vom Netz nehmen, etc.

    Wo kommen wir denn hin, wenn wir uns nur gegenseitig beschimpfen
    anstatt mit Fakten zu hantieren?

    Ich bitte dich um Kenntnisnahme, danke.

    Comrade schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > psathrp schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Es gibt sogar viele Sozialisten die der
    > Meinung
    > sind das es unmöglich ist die Stufe
    > des
    > Kommunismus überhaupt zu erreichen.
    >
    > Aber vieleicht eröffnet hier auch der
    > technische
    > Fortschritt völlig neue
    > Möglichkeiten, vieleich
    > gibts ja mal eine art
    > virtuellen Kommunismus im
    > Internet sind ja
    > schließlich alle irgendwie gleich
    > ;)
    >
    > Im Internet sind wir also alle "irgendwie gleich"?
    > Das ist ja wohl völliger Bullshit, Junge! Denk mal
    > drüber nach....
    >
    >


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